Kulturgeschichte der Neuzeit - Friedell, Egon
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Mit der 'Kulturgeschichte der Neuzeit' - seinem Meisterwerk, das Geschichte in spannenden Geschichten erzählt und in einer zeitlos klaren Sprache geschrieben ist - wurde Egon Friedell weltberühmt. Vom Schwarzen Tod bis zum Ersten Weltkrieg umspannt Friedells Panorama alles, was die europäische Seele bewegte und erschütterte.…mehr

Produktbeschreibung
Mit der 'Kulturgeschichte der Neuzeit' - seinem Meisterwerk, das Geschichte in spannenden Geschichten erzählt und in einer zeitlos klaren Sprache geschrieben ist - wurde Egon Friedell weltberühmt. Vom Schwarzen Tod bis zum Ersten Weltkrieg umspannt Friedells Panorama alles, was die europäische Seele bewegte und erschütterte.
  • Produktdetails
  • detebe Diogenes Taschenbücher 23880
  • Verlag: Diogenes
  • 2., Neuausg.
  • Seitenzahl: 1815
  • Erscheinungstermin: Mai 2013
  • Deutsch
  • Abmessung: 203mm x 127mm x 53mm
  • Gewicht: 1136g
  • ISBN-13: 9783257238808
  • ISBN-10: 3257238800
  • Artikelnr.: 23822511
Autorenporträt
Egon Friedell wurde 1878 in Wien geboren. Er ist als Kunsthistoriker bis heute unübertroffen, obwohl er das Abitur erst im vierten, die Promotion im zweiten Anlauf schaffte. Egon Friedell war Herausgeber, Übersetzer, Schriftsteller, Conférencier, Aphoristiker, Feuilletonist, Theaterkritiker, Schauspieler, Dramaturg. Er war auch Jude: 1938, kurz nach dem Anschluss Österreichs ans Deutsche Reich, nahm er sich das Leben, als zwei SA-Männer ihn abholen wollten.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 31.10.2007

Sonderausgabe Friedell

Was für ein Geschenk, Egon Friedells berühmte Kulturgeschichte der Neuzeit - von Haus aus in drei Bänden verfasst - nun in einer einbändigen Sonderausgabe in Händen zu halten! "Seien wir aufrichtig", schreibt Ulrich Weinzierl in seinem kenntnisreichen pointierten Nachwort, "die fast 1600 Seiten wirken streckenweise, mit heutigen Augen gesehen, ideologisch bedenklich, manche Formulierungen sind die reine Provokation." Und dennoch oder gerade deswegen: Wer wollte den Friedell, diese gelehrte Sonderausgabe treffsicherer Kulturkritik, heute missen? Wer würde nicht von ihm lernen wollen, von seinem assoziationsreichen, witzigen und immer verständlichen Denk- und Schreibstil? Herrgott, wirf Zeit zum Schmökern vom Himmel! (Egon Friedell: "Kulturgeschichte der Neuzeit". Die Krisis der Europäischen Seele von der Schwarzen Pest bis zum Ersten Weltkrieg. Verlag C. H. Beck, München 2007. 1580 S., geb., 24,90 [Euro].) gey

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
Friedells 'Kulturgeschichte' nimmt in der Historienschreibung eine besondere Rolle ein - als einer der eigenwilligsten und faszinierendsten jener Exkurse in die Vergangenheit, die es vermögen, uns frühere Zeiten und Erscheinungen nahezubringen. Durch seine Gabe einer ebenso klugen und klaren wie leuchtenden Sprache verstand er ein Gedankengebäude wie die Kantsche Philosophie nicht minder genial zu umreißen als dem Zeitgeist des Rokoko oder des zweiten Kaiserreichs lebendige Existenz einzuhauchen. Mit einer unglaublichen Belesenheit, einem bestrickenden Witz, einem exakt wissenschaftlichen Verstand und wahrhaft subtilem Kunstgeschmack gibt er unzählige Aspekte der kulturellen Entwicklung des europäischen - und amerikanischen - Menschen von der Renaissance bis zum Ersten Weltkrieg. Er stellt ihm in seine äußere und geistige Umwelt, schildert seinen Alltag, seine Tracht und Sitte mit derselben evokativen Frische wie die großen ideologischen Strömungen der Zeit. (Hilde Spiel) Friedell schrieb, mit Vorsatz, eine persönliche Kulturgeschichte. Ein Geschichtswerk, das als planer Spiegel die Vergangenheit reflektieren wollte, schien im ein absudissimum: "Fände selbst ein Sterblicher die Kraft, etwas so Unparteiisches zu produzieren, seine Leistung bliebe unbemerkt, denn kein anderer Sterblicher fände die Kraft, etwas so Langweiliges zu lesen." So wenig wie an die Möglichkeit, Geschichte 'objektiv' zu schreiben, glaubte er an die Möglichkeit, ihre Kausalitäten logisch zu entwirren. Er wählte einen anderen Weg, in diese einzudringen; den des Künstler, der die Fakten so formt und belichtet, daß in ihnen die Idee, die platonische Idee ihres Zeitalters, dessen 'Seele' erkennbar wird ... Wo das Beglaubigte, das geschichtlich Sichere, nicht ausreichte, seine Interpretationen des Gewesenen zu stützen, verbreiterte er die Stütze durch Einschmelzung des Wahrscheinlichen in das Sichere. Friedells Wahrscheinlichkeiten sind verführerisch. Sie bezeugen schöpferische Einbildungskraft und psychologischen Spürsinn. (Alfred Polgar)…mehr