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Bis heute ist die Einschätzung verbreitet, dass der Rekurs auf Marx - und zumal auf dessen Kritik der politischen Ökonomie - in Adornos Werk ein Relikt aus bald überwundenen Stadien seiner Theorieentwicklung darstelle. Anhand einschlägiger, zum großen Teil bislang unpublizierter Textdokumente widerlegt der Autor diese These und zeigt, dass im Zentrum von Adornos Kritischer Theorie der Gesellschaft eine Kritik nicht nur der politischen Ökonomie steht, sondern eine von Ökonomie überhaupt.…mehr

Produktbeschreibung
Bis heute ist die Einschätzung verbreitet, dass der Rekurs auf Marx - und zumal auf dessen Kritik der politischen Ökonomie - in Adornos Werk ein Relikt aus bald überwundenen Stadien seiner Theorieentwicklung darstelle. Anhand einschlägiger, zum großen Teil bislang unpublizierter Textdokumente widerlegt der Autor diese These und zeigt, dass im Zentrum von Adornos Kritischer Theorie der Gesellschaft eine Kritik nicht nur der politischen Ökonomie steht, sondern eine von Ökonomie überhaupt.
  • Produktdetails
  • Edition Moderne Postmoderne
  • Verlag: transcript / transcript Verlag
  • 2. Aufl.
  • Seitenzahl: 450
  • Erscheinungstermin: Januar 2016
  • Deutsch
  • Abmessung: 225mm x 148mm x 30mm
  • Gewicht: 687g
  • ISBN-13: 9783837634433
  • ISBN-10: 3837634434
  • Artikelnr.: 44074898
Autorenporträt
Dirk Braunstein (Dr. phil.), geb. 1971, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main. Seine Forschungsschwerpunkte sind Kritische Theorie, Kulturindustrie, das Verhältnis von Philosophie und Soziologie und Archivtheorie.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Dirk Braunstein möchte in seiner Studie hinter dem Gesellschaftstheoretiker Theodor W. Adorno den Denker der Ökonomie entdecken. Er liest dazu Texte zum Warenfetischismus und greift, wie der Rezensent Volker Heins betont, oft auf nicht veröffentlichtes Archivmaterial zurück. Rein exegetisch ist das Buch dabei nicht. Vielmehr versuche Braunstein auch zu zeigen, wie sorglos Adorno gelegentlich argumentiert, wie unscharf er manche Begriffe verwendet und wie falsch er in der Identifizierung der Kulturindustrie mit der Dosensuppenproduktion und allen anderen Zweigen der kapitalistischen Wirtschaft liegt. Für die Begriffe des Rezensenten gelingt dem Autor sein Vorhaben: Den Hinweis auf die Herkunft vieler Thesen Adornos aus der Ökonomie findet Heins durchaus fruchtbar.

© Perlentaucher Medien GmbH
»Wissenschaftlich höchst anspruchsvoll.« Ulrich Busch, Berliner Debatte Intitial, 27/4 (2017) »Das größte Verdienst besteht [...] zweifellos darin, systematisch nachgewiesen zu haben, dass die verbreitete Vorstellung, Adorno habe mit politischer Ökonomie nichts am Hut gehabt, schlicht und einfach falsch ist.« Testcard, 22 (2012) »Braunstein [gelingt es], Adorno als eigenständigen Kritiker der politischen Ökonomie lesbar zu machen. Der Leser [hat] das Gefühl, einem lebendigen, dynamischen Reflexionsprozess beizuwohnen.« Robert Zwarg, www.literaturkritik.de, 10 (2012) »Es gelingt Braunstein, Adorno als eigenständigen Kritiker der politischen Ökonomie sichtbar zu machen, der sich natürlich an Marx orientiert, diesem mal folgt, mal ihn verfehlt und an anderen Stellen bewusst einen anderen Weg geht.« Robert Zwarg, www.literaturkritik.de, 16.05.2012 »Der Reiz der Studie besteht nicht zuletzt darin, dass [Braunstein] über die publizierten Schriften hinaus in einem großen Umfang Zeugnisse der Lehrtätigkeit Adornos, Vorlesungsabschriften wie Seminarprotokolle, zur Interpretation herangezogen hat.« Thomas Mirbach, Portal für Politikwissenschaft (www.pw-portal.de), 19.01.2012 »Verdienstvoll ist, dass die seit dem Erscheinen der 'Ästhetischen Theorie' (1970) verbreitete Gewissheit, Adorno habe sich von der Kritik der politischen Ökonomie abgewandt, eine eindeutige Widerlegung erfährt.« Prof. Dr. Hans-Ernst Schiller, www.socialnet.de, 02.12.2011 »Die Dissertation zieht auf verständliche Weise den roten Faden der Kritik der politischen Ökonomie durch die Vorlesungen, Schriften, Seminarprotokolle und Briefe Adornos.« unique, 11 (2011) »Braunstein gelingt es, das hartnäckige Vorurteil zu zerstreuen, dass sich Adorno nicht ernsthaft mit Fragen der Ökonomie beschäftigt habe.« Volker Heins, Frankfurter Rundschau, 27.05.2011 Besprochen in: jungle world, 04.08.2011, Stephan Grigat Widerspruch, 54 (2012), Ingo Elbe WOXX, 13.04.2012, Thorsten Fuchshuber www.marxandphilosophy.org.uk, 01.06.2012, Max Zirngast Testcard, 22 (2012) British Journal of Sociology, 64/3 (2013), Marcel Stoetzler Das Argument, 304 (2013), Franz Heilgendorff Critique, 43 (2015), Thomas Klinkauer…mehr