ZERO - Sie wissen, was du tust - Elsberg, Marc
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Bewertung von Nina aus Sankt Augustin

Schöne neue Welt? Neue Technologien erleichtern das Leben und ich nutze sie selbst sehr gerne. Ein Besuch bei Facebook gehört zum Tagesablauf und ein Tag ohne Smartphone ist …


    Gebundenes Buch

42 Kundenbewertungen

Der Tod eines Jungen führt die Journalistin Cynthia Bonsant zu der beliebten Internetplattform Freemee. Diese sammelt und analysiert Daten - und verspricht dadurch ihren Millionen Nutzern ein besseres Leben und mehr Erfolg. Nur einer warnt vor Freemee und vor der Macht, die es einigen wenigen verleihen könnte: ZERO, der meistgesuchte Online-Aktivist der Welt. Als Cynthia anfängt, genauer zu recherchieren, wird sie selbst zur Gejagten. Und in einer Welt voller Kameras, Datenbrillen und Smartphones gibt es kein Entkommen ...
Kampf dem gläsernen Menschen
Der Bestsellerautor Marc Elsberg
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Produktbeschreibung
Der Tod eines Jungen führt die Journalistin Cynthia Bonsant zu der beliebten Internetplattform Freemee. Diese sammelt und analysiert Daten - und verspricht dadurch ihren Millionen Nutzern ein besseres Leben und mehr Erfolg. Nur einer warnt vor Freemee und vor der Macht, die es einigen wenigen verleihen könnte: ZERO, der meistgesuchte Online-Aktivist der Welt. Als Cynthia anfängt, genauer zu recherchieren, wird sie selbst zur Gejagten. Und in einer Welt voller Kameras, Datenbrillen und Smartphones gibt es kein Entkommen ...

Kampf dem gläsernen Menschen



Der Bestsellerautor Marc Elsberg nimmt es in seinem neuen Thriller "ZERO" mit den dunklen Machenschaften der digitalen Revolution auf.

Cynthia Bonsant ist nicht unbedingt das, was man einen Techniknerd nennt. Sie ist Journalistin bei der "London Daily", sie kann einen Computer bedienen und nutzt das Internet für ihre Arbeit. Aber wenn es um die Vertiefungen, Verstrickungen und Vernetzungen der digitalen Welt geht, muss die Heldin in "ZERO", dem neuen Thriller des österreichischen Bestsellerautors Marc Elsberg, passen.

Dem Hacker ZERO gelingt es, eine Kameradrohne bei einem Besuch des US-Präsidenten in Stellung zu bringen und so dessen Rede live ins Internet zu übertragen. Cynthia wird daraufhin von ihrem Chefredakteur beauftragt, mehr über diesen geheimnisvollen Hacker in Erfahrung zu bringen. Bei ihren Recherchen kommt sie schließlich auch mit der IT-Firma "Freemee" in Kontakt. Diese betreibt eine Internetplattform, auf der User ihre persönlichen Vorlieben, Fähigkeiten und Interessen kundtun können - und alle User werden in einem Ranking bewertet. Durch das Nutzen bestimmter werbefinanzierter Apps können diese persönlichen Daten, der aktuelle Rankingplatz, aufgewertet werden, indem man in bestimmte angesagte Clubs geht, indem man einen teuren Friseur besucht, seine Sprachfähigkeiten bei einem ausgesuchten Sprachkurs verbessert oder indem man in einem Luxushotel übernachtet. "Freemee" entfacht so einen Wettkampf, bei dem der User immer mehr persönliche Daten preisgibt. Mithilfe einer Datenbrille sind die Nutzer rund um die Uhr in der Lage, ihre Daten via Internet weiterzugeben, zu analysieren und zu verbessern.

"Freemee" - User-Daten als Munition für Manipulation

"Freemee" - ein Name, in dem sich bereits die zynischen Absichten des Unternehmens verbergen - gelangt so in den Besitz einer Unmenge von Daten, welche die Firma in die Lage versetzt, die User in ihren täglichen Entscheidungen manipulieren zu können. Das Unternehmen ist Elsbergs fiktive Weiterentwicklung von dem, was heute schon von unzähligen IT-Firmen praktiziert wird: Personendaten, die wir beispielsweise beim Surfen im Netz, durch den Einsatz von Supermarkt-Paybackkarten oder das Nutzen von sozialen Netzwerken hinterlassen, werden gesammelt und an Unternehmen verkauft. Die nutzen diese Daten, um mit Werbebotschaften direkt auf unsere Bedürfnisse und Interessen reagieren zu können. Komplexe Algorithmen, die helfen, unsere Daten zu erfassen, haben so längst den "gläsernen Menschen" erschaffen.

"Sie wissen, was du tust" ...

"Sie wissen, was du tust", lautet denn auch der Untertitel des Buches, das hohe Erwartungen weckt, nachdem Elsberg mit dem packenden Thriller "Blackout" im Jahr 2012 für Furore sorgte. Damals verpackte der Schriftsteller einen Anschlag auf die europäischen Stromnetze in eine Geschichte, deren Spannung und Realitätsnähe dem Leser den Atem nahm. Elsberg machte damals darauf aufmerksam, wie es um die Sicherheit unserer Stromnetzwerke bestellt ist - alles andere als gut ... In diesem Bereich avancierte er daraufhin schnell zum gefragten Experten.

Mit "ZERO" könnte ihm ein neuerlicher Scoop gelingen. Die Journalistin Cynthia gräbt sich in die Funktionsweise von "Freemee" ein und entdeckt, dass die Seite für ein monströses Experiment instrumentalisiert wurde. Ein Experiment, das viele Opfer gefordert hat und in das Politik und Medien eingebunden sind. Sie selbst wird zur Gejagten und muss sich gegen eine skrupellose Firma, gegen korrupte Politiker und Kollegen durchsetzen.

Nervenkitzel, komplexe Handlung, starke Charaktere

Elsberg gelingt es einmal mehr, eine durch und durch nervenkitzelnde und komplexe Handlung auszurollen, die mit starken, interessanten Charakteren besetzt ist. Dabei werden Finten um Finten ausgelegt, um den Leser miträtseln zu lassen. Erstaunlich ist vor allem, wie gut, exakt und auch lehrreich Elsberg seine schwierigen und tief gehenden Recherchen aufbereitet hat. Der Leser hat es bei "ZERO" natürlich mit einem Roman zu tun. Aber indem er den Weg der zunächst unwissenden Cynthia mitgeht, erfährt er selbst eine Menge über Gamification, über TOR oder über Arpanet - und darüber, wie groß die Gefahr ist, dass wir zu Sklaven der digitalen Revolution werden, wenn wir nicht lernen, unsere mühsam erworbenen Freiheiten zu schützen. Elsberg gibt dem Leser ein erstes Instrumentarium an die Hand, mit dem er sich über die Gefahren des durchleuchteten Menschen vertraut machen kann - und mit dem er sein künftiges Verhalten bezüglich digitaler Techniken überdenken könnte.

  • Produktdetails
  • Verlag: Blanvalet
  • Seitenzahl: 479
  • Erscheinungstermin: 26. Mai 2014
  • Deutsch
  • Abmessung: 225mm x 146mm x 40mm
  • Gewicht: 661g
  • ISBN-13: 9783764504922
  • ISBN-10: 3764504927
  • Artikelnr.: 40018515
Autorenporträt

Marc Elsberg, mit richtigem Namen Marcus Rafelsberger, hat 2012 mit "Blackout" einen Energie-Thriller geschrieben, der lange, sehr lange auf den Bestsellerlisten stand. Kein Wunder, denn der Plot, den Elsberg präsentiert, ist beklemmend und betrifft uns alle. Stromausfall in ganz Europa, Terroristen haben die gesamte Energieversorgung lahmgelegt. Alles kollabiert. Allein die Vorstellung, länger als ein paar Stunden ohne Strom auskommen zu müssen, ist für viele schwer vorstellbar. Aber Tage, Wochen, Monate? Undenkbar! Und genau dieses Szenario schildert Elsberg detailliert.


Die Recherchen dafür waren langwierig, Elsberg hatte schließlich den Anspruch, dass die Auswirkungen des Ausfalls realistisch sein müssen. Und so las er sich ins Thema ein, sprach mit vielen Experten und machte die Erfahrung, dass diese sich sehr freuten, dass "ihnen endlich einmal jemand zuhört". Vorwürfen zu "Blackout", wie z. B. dass die Schilderungen absurd oder falsch seien, kann Elsberg besten Gewissens widersprechen. Eine Studie des Bundestages - sie wurde präsentiert, als Elsbergs Manuskript praktisch fertig war - kommt zu denselben Ergebnissen, wie wir sie in "Blackout" nachlesen können.


Das Extreme scheint Marc Elsberg zu faszinieren. Der 1967 geborene Wiener schrieb auch schon vor "Blackout" Krimis wie z. B. den in Hamburg spielenden "Das Prinzip Terz", in dessen Klappentext es heißt: "Ein neuer Typ von Ermittler betritt die Krimiwelt: Einer, der schlauer und gefährlicher ist als alle anderen. Marcus Rafelsberger entfaltet Schritt für Schritt ein Szenario von erschreckender Plausibilität." Der Hamburg-Krimi entstand natürlich auch in der Zeit, als Marcus Rafelsberger, alias Marc Elsberg, in Hamburg lebte. Acht Jahre waren es (1985-2003), in denen der Grafiker, Texter und Konzeptionist in verschiedenen Werbeagenturen an der Elbe arbeitete. Zuvor hatte er an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien studiert, sich parallel bei einer Wiener Werbeagentur engagiert und zugleich noch Kolumnen für die österreichische Tageszeitung "Der Standard" geschrieben.


Seine vielfältigen Interessen - Politik, Wissenschaft, Gesellschaft - lebt Marc Elsberg sowohl als Autor als auch als Leser aus. Er liebt es zu lesen - das war schon als Kind so bei ihm. Jüngste literarische Lektüre: "Ein anarchistischer Bankier" von Fernando Pessoa. Schätzt er auch Thriller? Ja, aber nur, wenn sie ihm auch "etwas Neues über die Welt erzählen". Er und seine Frau sind gerne in Wiens Kulturszene unterwegs - gehen ins Theater, Konzerte oder ins Kino. Und woran arbeitet Marc Elsberg aktuell? Nun, leider ist so gut wie alles zum neuen Buch geheim. Einzige Informationen: Es wird wieder ein Thriller, und Elsberg greift in dem neuen Buch wieder ein aktuelles und brisantes Thema auf...

Rezensionen
"Die Story verspricht spannend zu werden." -- Handelsblatt
"[...] mit seinem neuen Buch hat [Elsberg] die Gelegenheit, endgültig einer der Vorsprecher dieses vielleicht wichtigsten gesellschaftlichen Diskurses unserer Zeit zu werden." Handelsblatt