-11%
EUR 7,99
Bisher EUR 8,95**
EUR 7,99
Alle Preise inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Broschiertes Buch)
Sofort per Download lieferbar
Bisher EUR 8,95**
EUR 7,99
Alle Preise inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Broschiertes Buch)
Sofort per Download lieferbar

Alle Infos zum eBook verschenken
Als Download kaufen
Bisher EUR 8,95**
-11%
EUR 7,99
Alle Preise inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Broschiertes Buch)
Sofort per Download lieferbar
Abo Download
Bisher EUR 8,95**
ab EUR 9,95
Alle Preise inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Broschiertes Buch)
Sofort per Download lieferbar

Alle Infos zum Hörbuch-Abo
Jetzt verschenken
Bisher EUR 8,95**
-11%
EUR 7,99
Alle Preise inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Broschiertes Buch)
Sofort per Download lieferbar

Alle Infos zum eBook verschenken
0 °P sammeln

  • Format: ePub

5 Kundenbewertungen

Der neue Stern am deutschen Thriller-Himmel
Der junge Anwalt Sebastian Schneider bekommt eines Tages einen seltsamen Brief: die erste Strophe des Liedes »Hänschen klein« und das innige Versprechen einer Frau, dass sie und ihr Hans bald wieder vereint sein werden. Sebastian glaubt an einen Irrtum. Er ahnt nicht, dass er einen Liebesbrief in den Händen hält, der sein Leben zerstören wird: den Brief einer Mutter, die – totgeschwiegen, totgeglaubt, dem Wahnsinn verfallen – auf der Jagd nach ihrem Sohn ist. Und bereit, für ihr Hänschen klein über mehr als eine Leiche zu gehen ……mehr

Produktbeschreibung
Der neue Stern am deutschen Thriller-Himmel

Der junge Anwalt Sebastian Schneider bekommt eines Tages einen seltsamen Brief: die erste Strophe des Liedes »Hänschen klein« und das innige Versprechen einer Frau, dass sie und ihr Hans bald wieder vereint sein werden. Sebastian glaubt an einen Irrtum. Er ahnt nicht, dass er einen Liebesbrief in den Händen hält, der sein Leben zerstören wird: den Brief einer Mutter, die – totgeschwiegen, totgeglaubt, dem Wahnsinn verfallen – auf der Jagd nach ihrem Sohn ist. Und bereit, für ihr Hänschen klein über mehr als eine Leiche zu gehen …

  • Produktdetails
  • Verlag: Goldmann Verlag
  • 2010
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783641044473
  • ISBN-10: 3641044472
  • Best.Nr.: 37175062
Autorenporträt
Andreas Winkelmann, geboren im Dezember 1968, entdeckte schon in jungen Jahren seine Leidenschaft für unheimliche Geschichten. Als Berufener hielt er es in keinem Job lange aus, war unter anderem Soldat, Sportlehrer und Taxifahrer, blieb jedoch nur dem Schreiben treu. "Der menschliche Verstand erschafft die Hölle auf Erden, und dort kenne ich mich aus", beschreibt er seine Faszination für das Genre des Bösen. Er lebt heute mit seiner Familie in einem einsamen Haus am Waldesrand nahe Bremen.
Rezensionen
Besprechung von 16.03.2010
Stimmen für die Dunkelheit
Finstere Familiengeheimnisse, zähes Herumtappen der Helden – zwei grandiose Thriller-Lesungen Von Jens Bisky
Schon Schuljungs wissen, welche Geräusche es braucht, um Spannung zu erzeugen. Ein Käuzchenruf allein tut es nur noch selten, aber er schadet nicht. Man kann die Tür quietschen, die Dielen knarren, Schuhe auf dem Asphalt klappern lassen. Man kann, wie etwa im Film „Der dritte Mann”, eine einfache Melodie mehrfach wiederholen und sie wird scheinbar zwanglos die Emotionen lenken – je nachdem, ob der Hörer überwältigt, erwartungsvoll gestimmt oder neugierig gemacht werden soll. Der Phantasie scheinen keine anderen Grenzen gesetzt als die der menschlichen Wahrnehmung. Und zu verwickelt sollte das spannungserzeugende Läut- und Signalwerk nicht sein. Je einfacher, desto besser. Gerade für Thriller gilt wohl die eiserne Regel: je konventioneller, je dichter am Durchschnitt des Genres, desto sicherer die Wirkung. Folgt man sonst nur geschickt den Erwartungen des Publikums, so werden auch kleine und kleinste Abweichungen vom Muster Effekt machen.
So allgemein ist das rasch und leicht gesagt. Wie aber, wenn zur Spannungserzeugung nur Worte zur Verfügung stehen, wenn die Musikbegleitung höchstens zur Markierung von Kapitelanfängen dient und das gesprochene Wort allein den Hörer bannen, Spannung garantieren soll? Wie klingt „suspense” in einer Lesung? Wie muss eine Stimme beschaffen sein, wie eingesetzt werden, wenn ohne weitere akustische Effekte der gewünschte Schrecken erzeugt werden soll?
In der Verlagswerbung trifft man immer wieder auf die Behauptung, es sei die Stimme des einzigartigen Sprechers, die „unter die Haut” gehe, die Hochspannung errege. So etwa im Fall von „Hänschen Klein”, erschienen in der Reihe „Target - mitten ins Ohr”. Verfasst hat das vor kurzem erschienene Buch der 1968 geborene Andreas Winkelmann, der sich einen der größten Meister des Gewerbes, Stephen King, zum Vorbild wählte. Winkelmann erzählt vom Leben des Anwalts Sebastian Schneider, dem irgendwie alles zu gelingen scheint: Er hat einen guten Job in einer Kanzlei gefunden, seine Eltern kümmern sich immer noch liebevoll um ihn, auf ihrem abseits und ruhig gelegenen Hof kann er abspannen. Selbst als er eines Tages in einen Verkehrsunfall verwickelt wird, schlägt ihm dies zum guten aus. Beim Besuch am Krankenbett der Schuldigen verliebt sie sich. Es würde wohl alles auf eine heitere Hochzeit zulaufen, wäre da nicht ein Brief gekommen. Darin steht die erste Strophe eines Kinderlieds „Hänschen klein /Ging allein / In die weite Welt hinein. / Stock und Hut / Steht ihm gut,/ Ist gar wohlgemut. / Doch die Mutter weinet sehr, / Hat ja nun kein Hänschen mehr!/ ,Wünsch dir Glück!‘ / Sagt ihr Blick, / ,Kehr’ nur bald zurück!‘”
Bald, verspricht die Schreiberin des Briefes, werde sie mit Sebastian vereint sein. Noch bevor der Hörer seine dunklen Ahnungen ganz ausgekostet hat, häufen sich Ungereimtheiten.Überraschungen, schlechte Vorzeichen. Bald gibt es Tote. Winkelmann hat seinen Thriller effektbewusst gebaut, aber er häuft zu viel Bekanntes aufeinander, man würde wohl ohne größeres Bedauern ausschalten – wäre da nicht die Stimme von Simon Jäger. Sie bannt den Hörer in der Tat von der ersten Minute an: „Die Pferde befanden sich auf der Koppel westlich des Hauses”, so beginnt es. Der Hörer denkt, „so ist es”, und ahnt doch gleich, dass die Pferde da nicht lange stehen werden.
Simon Jäger, den man als Synchron-Stimme von Matt Damon oder Heath Ledger kennt, schildert den Schauplatz, als wundere er sich über die Gestüts-Idylle und halte sie doch zugleich für das Selbstverständlichste von der Welt. Kaum merklich transportiert seine Stimme den Zweifel am glücklichen Fortgang. Das erzeugt gerade in den Szenen der aufkeimenden Verliebtheit eine sich potenzierende Spannung. Und diese hält, so lange das Mysteriöse die Normalität noch nicht überwuchert hat. Selbst danach, wenn das dunkle Familiengeheimnis enthüllt wird, wenn abgedrängte, eingesperrte, irr gewordene Mutterliebe offen rast, klingt dies noch, als könne es nicht anders sein. Die Normalitätsbehauptung, die Simon Jägers Stimme, seine ruhige, disziplinierte Intionation plausibel machen, erzeugen Spannung selbst dort, wo der Autor verlegen und als traue er seiner Geschichte nicht ganz, Überraschungen und Gruseleffekte häuft.
Während Simon Jäger die Souveränität des Erzählers noch dann behauptet, wenn diese Behauptung literarisch nicht mehr gedeckt ist, spricht Anna Thalbach in „Finstere Orte” von Gillian Flynn von Anbeginn als Verlorene. Sie spricht Libby Day, die gleich zu Beginn von sich sagt: „In meinem Inneren wohnt eine Fiesheit”. Wie ein Organ sei diese und wenn man Libby aufschneiden würde, käme die Fiesheit gewiss nach draußen. Was Libby zugestoßen ist, verrät ein Schulhofreim: Ihre Mutter und ihre beiden Schwestern wurden in einer Nacht umgebracht, und zwar von ihrem Bruder Ben.
Libby war damal sieben Jahre alt. Ihre Aussage hat entscheidend dazu beigetragen, dass der Täter, der Bruder, ein „Lebenslänglicher” wurde. Libby lebte all die jahre nicht schlecht von Spenden und Honoraren Neugieriger – die Leute wollen ja immer an so einem extremen Ereignis teilhaben. Aber zwanzig Jahre danach ist das Geld alle, Libby muss verdienen und trifft dabei auf Leute, die mit guten Gründen an Bens Schuld zweifeln. Sie überprüft ihre Erinnerungen, spricht mit anderen über die Nacht, die alles veränderte. Eingeschoben in diese intensive, ganz von Fiesheit druchtränkte Rolenprosa, ist ein Bericht über den letzten Tag der Familie. Der noch junge, 1982 geborene Adam Nümm spricht ihn so cool, als wisse er nicht, wie es ausgeht.
Libbys einsame Verkommenheit dagegen klingt in der grandiosen Darstellung durch Anna Thalbach wie Gefühlsüberschwang, nur dass sich alle Emotionen auf das eigene Ich richten, dass vonUmwelt und Mitmensch tunlichst nicht gestört werden will. Selbstredend kommt auch dieser analytisch aufgebaute Familiengeheimnisthriller nicht ohne überraschende Wendungen aus. Wer dran bleibt, tut es wahrscheinlich, weil er sich an Libby gewöhnt hat und die Welt mit ihren Augen sieht, von ihr nicht mehr lassen möchte.
Die beiden grandios gesprochenen Thriller lassen nur eine Vermutung zu: Spannung im Hörbuch lebt weniger von Effekten, Tricks und Kompositionsraffinesse, als vielmehr von der durch die Stimme erzeugten Nähe zwischen Hörer und Erzähler, einer Nähe, die der Hörer nicht aufkündigen mag, weil sie gut tut, ein Gefühl der Geborgenheit verleiht. Uns in dieses Komplott zu zwingen, ist Anna Thalbach und Simon Jäger mustergültig gelungen.
Andreas Winkelmann
Hänschen Klein
Gekürzte Lesefassung. Gelesen von Simon Jäger. Audio Media, München 2010, GCDs, ca. 457 Min., 19,95 Euro.
Gilian Flynn
Finstere Orte
Aus dem Amerikanischen von Christine Strüh. Gelesen von Anna Thalbach, Adam Nümm. Der Hörverlag, München 2010, 6 CDs, 413 Min., 21,95 Euro.
„,Wünsch dir Glück‘, Sagt ihr Blick, ,Kehr’ nur bald zurück!‘”
Nach dem ersten Mord kommt die Spannung von selbst: Anthony Perkins in „Psycho” Foto: Cinetext Bildarchiv
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung exklusiv über www.sz-content.de
…mehr

Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Rezensent Jens Bisky zeigt sich sehr angetan von diesem Hörbuch. Dabei ist es weniger Andreas Winkelmanns Thriller um den junge Anwalt Sebastian Schneider, der ein erfolgreiches Leben führt bis er eines Tages einen Brief erhält, mit dem sich alles ändert, der ihn gefesselt hat. Zwar attestiert er dem Autor eine effektvolle Konstruktion, hält ihm aber zugleich vor, zu viel Bekanntes angehäuft zu haben, so dass man vermutlich ohne allzu großes Bedauern abschalten würde - "wäre da nicht die Stimme von Simon Jäger". Dessen Lesung nämlich findet Bisky schlicht großartig, weil er nur mit seiner Stimme so etwas wie Zweifel in die Geschichte bringt.

© Perlentaucher Medien GmbH