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Ein Drohnenangriff in Syrien gefährdet die Friedensverhandlungen mit dem Nahen Osten. Als bekannt wird, dass sich auch eine amerikanische Geisel unter den Opfern befindet, wird CIA-Agent Pete Town mit einer geheimen Vertuschungsaktion betraut. Doch dann gerät er ins Visier eines skrupellosen Feindes ...
Während im Nahen Osten Friedensverhandlungen laufen, wird in Syrien ein hochrangiger IS-Kämpfer per Drohnenangriff ausgeschaltet. Als bekannt wird, dass auch die ISGeisel Catherine Finch zu den Opfern des Anschlags gehört, beginnt für die US-Regierung ein Wettlauf gegen die Zeit. Für eine
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Produktbeschreibung
Ein Drohnenangriff in Syrien gefährdet die Friedensverhandlungen mit dem Nahen Osten. Als bekannt wird, dass sich auch eine amerikanische Geisel unter den Opfern befindet, wird CIA-Agent Pete Town mit einer geheimen Vertuschungsaktion betraut. Doch dann gerät er ins Visier eines skrupellosen Feindes ...

Während im Nahen Osten Friedensverhandlungen laufen, wird in Syrien ein hochrangiger IS-Kämpfer per Drohnenangriff ausgeschaltet. Als bekannt wird, dass auch die ISGeisel Catherine Finch zu den Opfern des Anschlags gehört, beginnt für die US-Regierung ein Wettlauf gegen die Zeit. Für eine geheime Vertuschungsaktion wird CIA-Agent Pete Town zurück ins Agentengeschäft beordert. Sein Auftrag: Catherine Finch in den Medien so lange am Leben zu erhalten, bis die Friedensverhandlungen abgeschlossen sind. Ein nahezu unmögliches Unterfangen. Doch das ist nicht sein einziges Problem. Berüchtigte Warlords, die vom Krieg in Syrien profitieren, wollen Catherine Finch tot sehen. Und Town steht ihnen dabei im Weg ...
  • Produktdetails
  • Verlag: Tropen
  • Seitenzahl: 383
  • Erscheinungstermin: 29. Mai 2018
  • Deutsch
  • Abmessung: 216mm x 136mm x 31mm
  • Gewicht: 516g
  • ISBN-13: 9783608503494
  • ISBN-10: 3608503498
  • Artikelnr.: 49791389
Autorenporträt
James Rayburn alias Roger Smith, geboren 1960, renommierter Drehbuchautor, Regisseur und Produzent, lebt und arbeitet in Thailand. Seine Romane begeistern Kritiker und Leser gleichermaßen und wurden mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Deutschen Krimipreis.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 02.07.2018

Und kein Fake ist völlig falsch
Krimis in Kürze: James Rayburn, Dietrich Kalteis und Tom Bouman

Muss man eigentlich nach einer Regel suchen, wann Roger Smith einen neuen Thriller als Roger Smith und wann er ihn als James Rayburn schreibt? Nicht ernstlich - solange sich da kein Qualitätsgefälle zeigt. Das ist auch im neuen Rayburn, der einfach "Fake" (Klett-Cotta, 383 S., geb., 16,95 [Euro]) heißt, nicht zu erkennen. Das Buch ist mit der gewohnten Härte geschrieben, die Konstruktion ist filigran, die politische Unterfütterung auf der Höhe der Zeit.

Es geht um eine heikle Aufgabe für den ausgemusterten Agenten Pete Town. Eine amerikanische Geisel des IS, weltbekannt durch ihre amerikakritischen Auftritte in IS-Videos, ist offenbar durch eine amerikanische Drohne zu Tode gekommen. Das darf nicht sein, weil es aussichtsreiche Friedensverhandlungen gefährdet. Und so soll Town, der Mann für die tollen Narrative, diese Ärztin durch eine gute Inszenierung am Leben halten, was nicht einfach ist, weil ihr Ehemann, ein alternder Frauenheld und gescheiterter Schriftsteller, unberechenbar ist und weil es einflussreiche Leute gibt, die gar kein Interesse am Frieden haben, weil er die Profite aus dem Waffenhandel kappt.

Town fühlt sich wie der Mann im Wetterhäuschen seiner Großmutter, der nur bei Regen heraustritt, wogegen die strohblonde Frau im Dirndl den Sonnenschein ankündigt. Das ist von einer Selbstironie, die sehr angemessen ist angesichts der Komplikationen, die sich bei seiner Mission ergeben. Und weil kein Fake völlig falsch ist, kommt Town gegen Ende des Plots zu dem paradoxen Schluss: "Wenn etwas nie passiert ist, heißt das noch lange nicht, dass es nicht trotzdem wahr ist."

Diese Logik ließe manche der Kiffer schwindeln, die in "Shootout" (Suhrkamp, 342 S., br., 9,95 [Euro]) auftauchen. Geschrieben hat das Buch der gebürtige Kölner Dietrich Kalteis, der seit seiner Kindheit in Kanada lebt. Man muss ihn nicht gleich mit Elmore Leonard vergleichen, um die Qualitäten dieses Thrillers zu würdigen, zu denen dessen deutsche Übersetzung leider nicht gehört. Abwegig ist allerdings der Bezug zu Leonard auch nicht, vor allem wenn man sich das Personal anschaut, das Kalteis in dem Roman rund um den kanadischen Wintersportort Whistler herum versammelt, wo sich neulich noch die G-7-Finanzminister trafen und wo Touristen hinkommen, um Einheimischen dabei zuzusehen, wie sie große Käseräder den Berg hinabrollen.

Auch bei Kalteis geht es um Märkte und Anteile, um Strafe und Vergeltung für handelswidrige Maßnahmen. Der lokale Anbauer Grey ist ein freundlicher Monopolist, eher Hippie-Nachfahre als Hipster, mit dezentralem und kleinteiligem Vertrieb. Der Sohn des nicaraguanischen Mafioso, der mit ein paar Handlangern im orangefarbenen Angeberauto auftaucht, um einen Claim abzustecken, hat die Aura der blutigen Unfähigkeit, die konkurrierende "Indo-Army" zeigt ihm gleich, womit er zu rechnen hat - und das sind bestimmt nicht die schlechtgelaunten Polizisten, die keine Lust auf Provinz haben.

Kalteis setzt dabei immer wieder ein paar gute Sprüche ab, übertreibt es aber nie mit der Kifferlässigkeit. Seine Art Humor hat auf dem Buchcover ihren passenden Ausdruck gefunden. Es zeigt die kanadische Flagge mit ein paar Kugellöchern. Und das Ahornblatt wurde durch eine Hanfpflanze ersetzt.

Die nordamerikanische Provinz ist auch der Schauplatz von Tom Boumans Romanen. "Auf der Jagd" war ein ganz starkes Debüt (F.A.Z. vom 7. Mai 2017). "Im Morgengrauen" (Ars Vivendi, 350 S., br., 22,- [Euro]) bleibt nicht dahinter zurück. Es ist eine Wiederbegegnung mit dem Polizisten, Witwer und ehemaligen Somalia-Kämpfer Henry Farrell in Wild Thyme, Pennsylvania. Henry erzählt in der ersten Person, er ist selbst ein Teil dieser Hillbilly-Welt; er kennt das Gesetz, und er kennt die Überlebensstrategien der Menschen, die sich dort durchschlagen müssen, und deshalb weiß er auch, dass man manchen Dingen besser ihren Lauf lässt. "Als Polizist in einer kleinen Gemeinde muss man aufpassen, den Einwohnern nicht allzu sehr auf den Geist zu gehen."

Nebenher arbeitet Henry auch noch für seinen besten Freund Ed, den besten Holzbauer in der Gegend, raucht sein Marihuanapfeifchen, aber wenn ein Fall ihn packt, ist er ein guter Jäger. Diesmal geht es um das Verschwinden einer jungen Frau. Ihr Freund, auch er mit Drogenproblem, ist verdächtig, aber der Fall zieht schnell weitere Kreise und entzieht sich Henrys überschaubaren Zuständigkeiten. Tom Boumans Roman ist weniger Krimi als Sittenbild und soziales Porträt eines Amerikas, das auch durch Fracking oder Schutzzölle nicht "great again" werden wird. Es ist ein hartes, ein illusionsloses und gut geschriebenes Buch, dessen große Empathie sich Henrys liebevoll-realistischem Blick auf seine Heimat verdankt.

PETER KÖRTE

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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"Ein herausragender Thriller - spannend und beängstigend zugleich."
Hans-Dieter Füser, Mannheimer Morgen, 31.08.2018

"Wer diesen Thriller einmal angefangen hat, will unbedingt wissen, in welcher dunklen Sackgasse all dies endet."Hartmut Wilmes, Kölnische Rundschau, 07.2018
Und kein Fake ist völlig falsch
Krimis in Kürze: James Rayburn, Dietrich Kalteis und Tom Bouman

Muss man eigentlich nach einer Regel suchen, wann Roger Smith einen neuen Thriller als Roger Smith und wann er ihn als James Rayburn schreibt? Nicht ernstlich - solange sich da kein Qualitätsgefälle zeigt. Das ist auch im neuen Rayburn, der einfach "Fake" (Klett-Cotta, 383 S., geb., 16,95 [Euro]) heißt, nicht zu erkennen. Das Buch ist mit der gewohnten Härte geschrieben, die Konstruktion ist filigran, die politische Unterfütterung auf der Höhe der Zeit.

Es geht um eine heikle Aufgabe für den ausgemusterten Agenten Pete Town. Eine amerikanische Geisel des IS, weltbekannt durch ihre amerikakritischen Auftritte in IS-Videos, ist offenbar durch eine amerikanische Drohne zu Tode gekommen. Das darf nicht sein, weil es aussichtsreiche Friedensverhandlungen gefährdet. Und so soll Town, der Mann für die tollen Narrative, diese Ärztin durch eine gute Inszenierung am Leben halten, was nicht einfach ist, weil ihr Ehemann, ein alternder Frauenheld und gescheiterter Schriftsteller, unberechenbar ist und weil es einflussreiche Leute gibt, die gar kein Interesse am Frieden haben, weil er die Profite aus dem Waffenhandel kappt.

Town fühlt sich wie der Mann im Wetterhäuschen seiner Großmutter, der nur bei Regen heraustritt, wogegen die strohblonde Frau im Dirndl den Sonnenschein ankündigt. Das ist von einer Selbstironie, die sehr angemessen ist angesichts der Komplikationen, die sich bei seiner Mission ergeben. Und weil kein Fake völlig falsch ist, kommt Town gegen Ende des Plots zu dem paradoxen Schluss: "Wenn etwas nie passiert ist, heißt das noch lange nicht, dass es nicht trotzdem wahr ist."

Diese Logik ließe manche der Kiffer schwindeln, die in "Shootout" (Suhrkamp, 342 S., br., 9,95 [Euro]) auftauchen. Geschrieben hat das Buch der gebürtige Kölner Dietrich Kalteis, der seit seiner Kindheit in Kanada lebt. Man muss ihn nicht gleich mit Elmore Leonard vergleichen, um die Qualitäten dieses Thrillers zu würdigen, zu denen dessen deutsche Übersetzung leider nicht gehört. Abwegig ist allerdings der Bezug zu Leonard auch nicht, vor allem wenn man sich das Personal anschaut, das Kalteis in dem Roman rund um den kanadischen Wintersportort Whistler herum versammelt, wo sich neulich noch die G-7-Finanzminister trafen und wo Touristen hinkommen, um Einheimischen dabei zuzusehen, wie sie große Käseräder den Berg hinabrollen.

Auch bei Kalteis geht es um Märkte und Anteile, um Strafe und Vergeltung für handelswidrige Maßnahmen. Der lokale Anbauer Grey ist ein freundlicher Monopolist, eher Hippie-Nachfahre als Hipster, mit dezentralem und kleinteiligem Vertrieb. Der Sohn des nicaraguanischen Mafioso, der mit ein paar Handlangern im orangefarbenen Angeberauto auftaucht, um einen Claim abzustecken, hat die Aura der blutigen Unfähigkeit, die konkurrierende "Indo-Army" zeigt ihm gleich, womit er zu rechnen hat - und das sind bestimmt nicht die schlechtgelaunten Polizisten, die keine Lust auf Provinz haben.

Kalteis setzt dabei immer wieder ein paar gute Sprüche ab, übertreibt es aber nie mit der Kifferlässigkeit. Seine Art Humor hat auf dem Buchcover ihren passenden Ausdruck gefunden. Es zeigt die kanadische Flagge mit ein paar Kugellöchern. Und das Ahornblatt wurde durch eine Hanfpflanze ersetzt.

Die nordamerikanische Provinz ist auch der Schauplatz von Tom Boumans Romanen. "Auf der Jagd" war ein ganz starkes Debüt (F.A.Z. vom 7. Mai 2017). "Im Morgengrauen" (Ars Vivendi, 350 S., br., 22,- [Euro]) bleibt nicht dahinter zurück. Es ist eine Wiederbegegnung mit dem Polizisten, Witwer und ehemaligen Somalia-Kämpfer Henry Farrell in Wild Thyme, Pennsylvania. Henry erzählt in der ersten Person, er ist selbst ein Teil dieser Hillbilly-Welt; er kennt das Gesetz, und er kennt die Überlebensstrategien der Menschen, die sich dort durchschlagen müssen, und deshalb weiß er auch, dass man manchen Dingen besser ihren Lauf lässt. "Als Polizist in einer kleinen Gemeinde muss man aufpassen, den Einwohnern nicht allzu sehr auf den Geist zu gehen."

Nebenher arbeitet Henry auch noch für seinen besten Freund Ed, den besten Holzbauer in der Gegend, raucht sein Marihuanapfeifchen, aber wenn ein Fall ihn packt, ist er ein guter Jäger. Diesmal geht es um das Verschwinden einer jungen Frau. Ihr Freund, auch er mit Drogenproblem, ist verdächtig, aber der Fall zieht schnell weitere Kreise und entzieht sich Henrys überschaubaren Zuständigkeiten. Tom Boumans Roman ist weniger Krimi als Sittenbild und soziales Porträt eines Amerikas, das auch durch Fracking oder Schutzzölle nicht "great again" werden wird. Es ist ein hartes, ein illusionsloses und gut geschriebenes Buch, dessen große Empathie sich Henrys liebevoll-realistischem Blick auf seine Heimat verdankt.

PETER KÖRTE

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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