Böses Blut / Cormoran Strike Bd.5 (4 MP3-CDs) - Galbraith, Robert
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Atemberaubend, labyrinthisch, episch - der 5. Cormoran-Strike- und Robin-Ellacott-Roman ist der bislang fesselndste und faszinierendste aus der Feder von Bestsellerautorin JK Rowling!
Cormoran Strike ist gerade zu Besuch bei seiner Familie in Cornwall, als er von einer Frau angesprochen wird, die ihn bittet, ihre Mutter, Margot Bamborough, ausfindig zu machen, die 1974 unter mysteriösen Umständen verschwand. Strike hatte es noch nie mit einem Cold Case zu tun, geschweige denn mit einem, der bereits vierzig Jahre zurückliegt. Doch trotz der geringen Erfolgsaussichten ist seine Neugier…mehr

Produktbeschreibung
Atemberaubend, labyrinthisch, episch - der 5. Cormoran-Strike- und Robin-Ellacott-Roman ist der bislang fesselndste und faszinierendste aus der Feder von Bestsellerautorin JK Rowling!

Cormoran Strike ist gerade zu Besuch bei seiner Familie in Cornwall, als er von einer Frau angesprochen wird, die ihn bittet, ihre Mutter, Margot Bamborough, ausfindig zu machen, die 1974 unter mysteriösen Umständen verschwand. Strike hatte es noch nie mit einem Cold Case zu tun, geschweige denn mit einem, der bereits vierzig Jahre zurückliegt. Doch trotz der geringen Erfolgsaussichten ist seine Neugier geweckt, und so fügt er der langen Liste an Fällen, die er und seine Arbeitspartnerin Robin Ellacott gerade in der Agentur bearbeiten, noch einen hinzu. Robin selbst hat mit einer hässlichen Scheidung und unerwünschter männlicher Aufmerksamkeit zu kämpfen - und dann natürlich mit ihren Gefühlen für Strike ... Strikes und Robins Nachforschungen zu Margots Verschwinden führen sie auf die Fährte eines vertrackten Falls mit Hinweisen auf Tarotkarten, einen psychopathischen Serienkiller und Zeugen, die nicht alle vertrauenswürdig sind. Und sie merken, dass sich selbst Fälle, die schon Jahrzehnte alt sind, als tödlich herausstellen können ...

Ungekürzte Lesung mit Dietmar Wunder
4 MP3-CDs, 32h 41min

  • Produktdetails
  • Verlag: Random House Audio
  • Originaltitel: Troubled Blood - Cormoran Strike 5, (Sphere, London 2020)
  • Anzahl: 4 MP3 Audio CDs
  • Gesamtlaufzeit: 1961 Min.
  • Erscheinungstermin: 14. Dezember 2020
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 9783837154498
  • Artikelnr.: 59959956
Autorenporträt
Galbraith, RobertRobert Galbraith ist das Pseudonym von J.K. Rowling, Autorin der Harry-Potter-Reihe und des Romans »Ein plötzlicher Todesfall«. Die ersten drei Cormoran-Strike-Romane, »Der Ruf des Kuckucks«, »Der Seidenspinner« und »Die Ernte des Bösen«, erklommen die Spitzenplätze der internationalen Bestsellerlisten und wurden für BBC One als große TV-Serie verfilmt, produziert von Brontë Film and Television.
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 02.01.2021

Ein Mörder
und sein Kostüm
Der neue Kriminalroman von J.K. Rowling liegt
nun auf Deutsch vor. Er wird begleitet von
Transphobie-Vorwürfen gegen die Autorin
Natürlich sollte man „Böses Blut“, den fünften Kriminalroman in J. K. Rowlings Cormoran-Strike-Reihe, einfach für sich betrachten. Doch jene, bei denen Rowlings Beiträge zur Transgender-Debatte seit einiger Zeit heftige Reaktionen auslösen, haben das Buch derart in ihren Zornes-Vortex gezerrt, dass es schlechterdings unmöglich ist, diesen Umstand zu ignorieren, wenn man über das nun in deutscher Übersetzung erschienene Werk spricht.
Rowling – die ihre Krimis unter dem Pseudonym Robert Galbraith publiziert – wurde von ihren Kritikern im Dezember 2019 als TERF (trans-exclusionary radical feminist) abgestempelt. Damals hatte sie in einem Tweet ihre Unterstützung für eine Britin formuliert, die von einem Thinktank wegen vermeintlich transphober Äußerungen entlassen worden war. Jeder solle leben, wie er oder sie wolle, „aber Frauen aus ihrem Job zwingen, weil sie behaupten, Geschlechter seien eine Realität?“ fragte Rowling.
Es wurden Buchverbrennungsvideos im Internet veröffentlicht, manche Buchläden weigerten sich, „Troubled Blood“ (so der Originaltitel) ins Sortiment zu nehmen. Viel von der Kritik entsprang auch enttäuschter Liebe glühender Harry-Potter-Fans. Die amerikanische Journalistin Aja Romano schrieb, Rowling habe „viele ihrer Millionen Fans – einschließlich mir – zutiefst verletzt“.
Ähnlich robust fiel die Verteidigung der Schriftstellerin aus. Der Spectator-Autor Alex Massie etwa machte als Quelle der Kampagne eine Gruppe aus, von denen einige, so Massie, „als ‚Trans-Verbündete‘, andere als ‚Teilzeit‘- oder ‚Lifestyle‘-Trans-Menschen bezeichnet werden könnten“, die meist viel lauter seien als, „wenn man so will, die tatsächlichen Trans-Menschen selbst“. Die extreme Intoleranz dieser Gruppe erinnere ihn an die „Frühphasen autoritärer Regime“.
All das muss erwähnt werden, weil es als Hintergrundlärm die Veröffentlichung der Originalfassung von „Böses Blut“ so dominant begleitete. Man ist allerdings weder dazu verpflichtet, noch gibt es eine inhaltliche Veranlassung dazu, persönliche Attacken auf die Autorin bei der literarischen Bewertung des Buches selbst zu berücksichtigen. Das hieße, in die Entrüstungsfalle zu tappen. Denn der dünne Aufhänger dafür, den Roman selbst als transphob zu inkriminieren, war allein der Umstand, dass es darin unter anderem um den historischen Fall eines männlichen Serienmörders geht, der sich als Frau verkleidete.
Um es vorwegzunehmen: Der „Essex Butcher“ Dennis Creed ist kein Trans-Charakter und wird auch nie als solcher interpretiert. Er ist vielmehr ein „Genie der Täuschung, in einem rosa Mantel und manchmal mit einer Perücke, die einem betrunkenen Opfer gerade lang genug eine weibliche Erscheinung vorgaukelte, bis Creeds Pranken ihm den vor Entsetzen weit aufgerissenen Mund zuhielten“. Es sagt viel über die Qualität der Debatte aus, dass so gut wie nichts anderes über die fünfte Strike-Folge in den Verlautbarungen gegen Rowling zur Sprache kam als dieses Detail, das angeblich ein unverhohlener Angriff auf Transfrauen sei, die Frauentoiletten benutzen wollen. Dass manche britischen Rezensionen sich zu dem Fazit verstiegen, die „Moral des Buches“ sei „Trau nie einem Mann in Frauenkleidern“, unterstrich nur, dass der eine oder andere sein Urteil bereits vor der Lektüre gefällt hatte.
Betrachtet man das Werk im Verhältnis zu den vorangegangenen Teilen der Reihe, ist festzustellen, dass sich die Autorin in „Böses Blut“ erneut ihren Vorlieben für makabre Details hingibt. Hier ist es die quasi-zitierende Wiedergabe eines fiktiven reißerischen „True Crime“-Buches aus den Achtzigerjahren über die Creed-Mordserie, in der sie die Grausamkeiten des „Essex Butcher“ schildert. Dieses Buch dient dem einbeinigen Veteranen und Privatdetektiv Cormoran Strike und seiner frisch von ihrem manipulativen Gatten Matthew geschiedenen Geschäftspartnerin Robin Ellacott zur Recherche für ihren jüngsten Fall.
Was man „Böses Blut“ noch mehr anmerkt als den ersten vier Romanen, ist die Selbstbeschränkung, die Rowling sich durch ihr Bemühen um eine möglichst realistische Wiedergabe der Kompetenzen eines Privatdetektivs auferlegt. Bei der Aufklärung der Mordfälle, um die es bisher ging, fand sie stets einen Dreh, um zu rechtfertigen, warum Strike sich einer Aufgabe annahm, die einzig der Polizei obliegt. Diesmal ist es ein „Cold Case“ – ein längst abgeschlossener Mord aus den Siebzigerjahren an einer Ärztin. Die Tatsache, dass das Opfer Margot Bamborough spurlos verschwand und der verantwortliche Polizist während der Ermittlungen einen Nervenzusammenbruch erlitt, lässt Margots Tochter nicht ruhen. Sie beauftragt daher Strike, die ganze Geschichte noch einmal aufzurollen.
Dass die Verfolgung dieser kalten Spur weitgehend spannend bleibt, ist vor allem Rowlings Fähigkeit geschuldet, komplexe Handlungsstränge nachvollziehbar miteinander zu verzwirbeln. Während der Fall selbst – je weniger man darüber verrät, desto besser – auf eine wie üblich überraschende Auflösung zusteuert, sind es wieder einmal die gleichsam Dickens’schen Details, die den Roman einerseits ins ansatzweise Hypertrophe anwachsen lassen, die ihm aber auch seine Miterlebbarkeit verleihen. Der Nebenfall eines Trigamisten etwa, den Robin ins West Country verfolgt, wo er – neben einer Frau in London und einer schwangeren Freundin in Schottland – noch eine dritte Familie hat. Eine logistische Meisterleistung dieses Mannes, der man als Leser seinen Respekt ebenso wenig versagen kann, wie Rowlings solidem Plotting insgesamt.
Wie immer halten auch die sich durch alle Strike-Romane ziehenden Themen und Charakterstudien den Leser bei der Stange: Da ist Cormorans kompliziertes Verhältnis zu seinem Rockstar-Vater Jonny Rokeby und seiner Schwester Lucy, welche die gemeinsame Kindheitserfahrung peripatetischer Wurzellosigkeit mit der Hippie-Mutter, anders als Strike selbst, durch ein Festhalten an spießiger Sicherheit bekämpft. Da sind die Folgen von Robins Scheidung und ihre Auseinandersetzung mit einem zudringlichen Kollegen. Und natürlich die immerwährende, lustvoll allen Soap-Opera-Klischees folgende Frage: Werden die beiden Detektive irgendwann endlich ein Paar?
Kurz, „Böses Blut“ ist ein solider, vielleicht ein bisschen zu langer Unterhaltungsroman mit gewohnt gekonnter Figurenzeichnung. Er ist sicher weniger profund, als man je erahnen könnte, wenn man nur die hitzige Grundsatzdebatte mitbekommen hat, die ihm übergestülpt wurde. Als Fortsetzung einer gut gemachten Krimireihe ist er hochwillkommen.
ALEXANDER MENDEN
Robert Galbraith: Böses Blut. Aus dem Englischen von Wulf Bergner, Christoph Göhler und Kristof Kurz. Verlag Blanvalet, München 2020. 1194 Seiten, 26 Euro, E-Book 19,99 Euro.
Um es vorwegzunehmen:
Der „Schlachter von Essex“ ist
eher kein transsexueller Typ
Ihre Krimis publiziert sie unter dem Pseudonym Robert Galbraith: die britische Autorin J. K. Rowling.
Foto: Carlo Allegri/reuters
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»(...) ein klasse Krimi.« Focus

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Nicht zu glauben findet Rezensent Ronald Düker, was der Autorin J.K. Rowling, die sich hinter dem Pseudonym Robert Galbraith verbirgt, alles unterstellt wird. Seit sie sich mokierte über den Audruck "people who menstruate" und fand, man könne vielleicht einfach "Frauen" sagen, hat man ihr hasserfüllt alle Schlechtigkeiten gegenüber der Transgender-Community zugetraut. Der Kritiker aber meint, man könne ihr "literarische Schlichtheit" vorwerfen oder auch einen zu tiefen Griff in die Mottenkiste eines überreizten Genres  mit ihrer Idee, sich einen Serienkiller als Frau verkleiden zu lassen, um seine Opfer zu täuschen.  Aber die Wut der Transgender-Community hat seiner Ansicht nach wohl weniger mit diesem Buch zu tun als mit der Harry-Potter-Welt, in die zu viele Menschen zu tief eingetaucht seien, um sich ohne Gewalt, Hass und Bitterkeit hinaus arbeiten zu können.

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