Demokratisierung und Islamisches Recht - Harnischfeger, Johannes

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Nach dem Übergang zur Demokratie 1999 führten zwölf der 36 Bundesstaaten Nigerias das islamische Recht, die Scharia, ein. Am Beispiel Nigerias zeigt Harnischfeger, dass ein solcher Bruch mit säkularen Verfassungstraditionen in einem multireligiösen Land fatale Konsequenzen hat. Das Bemühen muslimischer Politiker, die eigenen religiösen Gesetze durch die Machtmittel des Staates durchzusetzen, treibt Muslime und Christen in eine religiöse Konfrontation. Nicht zuletzt trägt die Scharia-Kampagne zum weiteren Verfall des Staates bei. Denn sie ermächtigt die Gläubigen, sich im Namen göttlicher Gebote über alle weltlichen Gesetze hinwegzusetzen.…mehr

Produktbeschreibung
Nach dem Übergang zur Demokratie 1999 führten zwölf der 36 Bundesstaaten Nigerias das islamische Recht, die Scharia, ein. Am Beispiel Nigerias zeigt Harnischfeger, dass ein solcher Bruch mit säkularen Verfassungstraditionen in einem multireligiösen Land fatale Konsequenzen hat. Das Bemühen muslimischer Politiker, die eigenen religiösen Gesetze durch die Machtmittel des Staates durchzusetzen, treibt Muslime und Christen in eine religiöse Konfrontation. Nicht zuletzt trägt die Scharia-Kampagne zum weiteren Verfall des Staates bei. Denn sie ermächtigt die Gläubigen, sich im Namen göttlicher Gebote über alle weltlichen Gesetze hinwegzusetzen.
  • Produktdetails
  • Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung Bd.51
  • Verlag: Campus Verlag
  • Seitenzahl: 280
  • Erscheinungstermin: April 2006
  • Deutsch
  • Abmessung: 215mm x 142mm x 19mm
  • Gewicht: 355g
  • ISBN-13: 9783593380094
  • ISBN-10: 3593380099
  • Artikelnr.: 20765455
Autorenporträt
J. H. Harnischfeger, Dr. phil., studierte Philosophie, Germanistik, Ethnologie und Politologie. Er lehrte an Universitäten in Kenia, Nigeria u. Südafrika.
Inhaltsangabe
1. Einleitung
Die Rückkehr der Religion in die Politik
Religion und Demokratie
Religiöse und politische Motive
2. Religiöse und ethnische Vorherrschaft
Das Kalifat von Sokoto
Der Islam als Stütze des Kolonialsystems
Übergang in die Unabhängigkeit
Hegemonie des Nordens
3. Das Ende des säkularen Staates
Rückzug der Militärs
Selbstbestimmung der Muslime
Islamisierung aller Lebensbereiche
Zurückweisung westlicher Verfassungsprinzipien

4. Scharia als Mittel politischer Erpressung
Aufmarsch der Milizen
Elitenabsprachen statt Demokratie
Migranten als Geiseln
Eine Konferenz der Ethnien

5. Scharia als Gegenmodell zur Demokratie
Göttliches gegen menschliches Recht
Das Versagen der Demokratie
Eine neue Ära der Justiz
Die Utopie gerechter Herrschaft
6. Kontroversen über die Scharia
Die politischen Akteure
Religiöse Autoritäten
Scharia-Kritik von Muslimen
Debatten zwischen Christen und Muslimen
7. Möglichkeiten der Intervention
Literatur