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16. August 1519: Hernán Cortés, begleitet von wenigen Hundert Soldaten, beginnt seinen Marsch nach Tenochtitlan, der Hauptstadt der Azteken. In der Folge gelingt es ihm in kürzester Zeit, das Reich Moctezumas zu erobern - dieses welthistorische Ereignis begründet die spanische Kolonialherrschaft in Amerika.
23. Januar 1520: Eine portugiesische Expedition, geleitet von Tomé Pires, bricht nach Nanking auf, um dort den chinesischen Kaiser Zhengde zu treffen. Ziel dieser Delegation ist es, das "Reich der Mitte" unter Kontrolle zu bringen - das akribisch vorbereitete Unternehmen scheitert jedoch
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Produktbeschreibung
16. August 1519: Hernán Cortés, begleitet von wenigen Hundert Soldaten, beginnt seinen Marsch nach Tenochtitlan, der Hauptstadt der Azteken. In der Folge gelingt es ihm in kürzester Zeit, das Reich Moctezumas zu erobern - dieses welthistorische Ereignis begründet die spanische Kolonialherrschaft in Amerika.

23. Januar 1520: Eine portugiesische Expedition, geleitet von Tomé Pires, bricht nach Nanking auf, um dort den chinesischen Kaiser Zhengde zu treffen. Ziel dieser Delegation ist es, das "Reich der Mitte" unter Kontrolle zu bringen - das akribisch vorbereitete Unternehmen scheitert jedoch kläglich und gerät rasch in Vergessenheit.

Serge Gruzinskis anregendes Buch schildert diese beiden Episoden der beginnenden europäischen Expansion, die zwar fast zeitgleich, jedoch höchst unterschiedlich erfolgreich verliefen. Einsetzend mit der Vorgeschichte beider Unternehmungen, zeigt er, warum sich die Europäer gegen den "Gelben Drachen" nicht durchsetzen konnten, das Reich der aztekischen "Federschlange" jedoch im Chaos der Ereignisse unterging.
  • Produktdetails
  • Verlag: Campus Verlag
  • Seitenzahl: 347
  • Erscheinungstermin: 15. Mai 2014
  • Deutsch
  • Abmessung: 218mm x 146mm x 30mm
  • Gewicht: 595g
  • ISBN-13: 9783593500805
  • ISBN-10: 3593500809
  • Artikelnr.: 39999060
Autorenporträt
Serge Gruzinski lehrt Geschichte an der École des Hautes Études en Sciences Sociales in Paris sowie in Princeton. Der französische Historiker ist Experte für die Geschichte Lateinamerikas und die europäische Kolonialgeschichte.
Serge Gruzinski hat 2015 den "Grand Prix International d'Histoire" gewonnen.
Inhaltsangabe
Inhalt Einleitung 13 Zwei ruhige Welten 17 Zwei Kaiser 18 China unter Zhengde, Mexiko unter Moctezuma 21 Zhongguo 22 Anahuac 26 Zwei Denkwelten 33 Die Öffnung zur Welt 36 Die Welt aus der Sicht der Pochtecas 36 Die Flotten des Kaisers 38 Die Grenzen der Kultur 39 Das Meer 41 Eine Geschichte mit feststehendem Ausgang? 44 Da die Erde rund ist 46 Parallelgeschichten 47 Verbundene Geschichten oder der Wettlauf zu den Molukken 48 Der Präzedenzfall des Kolumbus 51 Ein Sprung ins Ungewisse? 53 Das Cathay des Marco Polo 54 Reisevorbereitungen 56 Malakka, die Drehscheibe Asiens 60 Wo liegt Neu-Indien? 61 Der Traum von Asien 64 Der Sprung ins Leere 65 Bücher und Briefe vom Ende der Welt 67 "Ihre Bücher sind wie die unsrigen" 67 "In China gibt es Buchdrucker" 69 Exotik und Orientalismus 70 Briefe aus China und Mexiko 74 Der Blick der anderen 78 Täuschung aus der Rückschau 80 Gesandtschaften oder Eroberungen? 82 Improvisation und Chaos 83 Ein hochfliegender Plan in Lissabon und Intrigen in der Karibik 85 Das Asien der Gewürze anstelle der Neuen Welt 89 Die Portugiesen landen an Chinas Küste 92 Die Spanier landen an Mexikos Küste 95 Cortés' Eigenmächtigkeit und die Ziele der Portugiesen 99 Der Marsch auf Peking (Januar bis Sommer 1520) 102 Der Marsch auf Mexiko (August bis November 1519) 104 Die Entscheidung für die Maßlosigkeit 108 Stillstand hier wie dort 110 Die Begegnung mit den Kaisern 114 Der Zusammenprall der Kulturen 121 Unbehagliche Situationen 121 Der Tod der Kaiser 124 Das zweite portugiesische Desaster 128 Die Rache der Spanier 132 Der Zusammenprall der Zivilisationen 134 Die Bezeichnung der anderen 138 Eine merkwürdige Gedächtnislücke 138 Castilan! Castilan! 141 Barbaren oder Piraten? 143 Ungeheure göttliche Wesen 146 Die Hölle, das sind die anderen 148 Die Urbevölkerung benennen 150Die Eindringlinge benennen 152 Kannibalische Indios und menschenfressende Portugiesen 153 Unsichtbare Portugiesen, exhibitionistische Kastilier 155 Die Macht der Kanonen 157 Die Artillerie der Eindringlinge 158 Piraterie der Chinesen 159 Eine Kanone für das Jenseits 161 Eine antiquierte Technik 164 Die Benennung der Dinge 166 Kulturen - opak oder transparent? 169 Die Erfahrung der Portugiesen und Spanier 169 Die Dolmetscher 175 Wie mit der Andersartigkeit umgehen? 178 Die Entschlüsselung der Gesellschaften 182 Die größten Städte der Welt 184 Geographie oder die Kunst der Spionage 184 Die größten Städte der Welt 188 Wie Lissabon oder Salamanca 191 Der Blick des Eroberers 197 Der postume Triumph der aztekischen Hauptstadt 198 Die Stunde des Verbrechens 202 Die Kunst, Gesellschaften zu zerschlagen 203 Der Vorteil der Waffen 208 Eroberungspläne 210 Die Stunde des Verbrechens oder der blutige Krieg 214 Die Nachkriegszeit in Kanton 215 Das koloniale Projekt 217 Die harte Schule der Kolonisation 219 Der Platz der Weißen 223 Die Sicht der Besiegten 223 Der Druck der Barbaren 226 Allergie gegenüber Fremden 228 Welchen Platz dem Fremden einräumen? 232 Jedem seine Nachkriegszeit 235 Die Brüder an der Küste 236 Raubzüge und Asiatisierung 239 Eine Mischlingsinsel 241 Das mexikanische Chaos 243 Sich amerikanisieren oder asiatisieren 246 Die Geheimnisse des Südmeers 248 China und die erste Weltumsegelung 248 Die spanischen Vorstöße 249 Das zweite Leben des Hernán Cortés 251 Die weltumspannenden Ambitionen des Cortés 255 "Vom Teufel aufgerichtete Hindernisse" 258 Der Vizekönig nimmt den Stab auf 262 China am Horizont 265 Der Weg ist frei 266 Die Demarkationslinie 267 Die spirituelle Aufgabe des Jahrhunderts 271 Ein vorgeschobener Stützpunkt 273 Wenn China erwacht 275 Wozu ein Krieg gegen China? 276 Der Krieg des Jesuiten 281 Die unerträgliche Dreistigkeit der Chinesen 282 "Die Wege des Krieges" 286 Wenn China erwacht 289 Etwas so Neues ... 291 Der Krieg gegen China findet ni
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Globalisierung beginnt schon früher als mit Hernán Cortés in Mexiko und Tomé Pires in China, meint Michael Kempe zwar, Serge Gruzinskis Buch aber scheint dem Rezensenten dennoch eine spannende Doppelerzählung zu sein, die hilft eine spezifische Phase weltweiter Eroberungszüge zu verstehen, eine, da Europa dominiert nämlich. Wie der Autor dazu die beiden Erzählungen zu einem einzigen Narrativ verschmelzt, indem er zwischen beiden Ereignissen hin- und herspringt und auch die Perspektiven der Eroberten einbezieht, findet Kempe fesselnd, wenngleich er dafür auch Wiederholungen und kleine Unverständlichkeiten in Kauf nehmen muss.

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"...ein kühner Wurf..." Andreas Eckert, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.06.2015 "Die Geburt des Westens aus dem Scheitern der Eroberung des Ostens: Weltpolitik einmal anders betrachtet." Martin Kugler, Die Presse, 22.06.2014 "'Drache und Feuerschlange' [kann] gerade hier nachdrücklich als Anregung empfohlen werden, die Epoche stärker als bisher auch in ihren weltweiten Bezügen zu betrachten." Sven Trakulhun, H-Soz-Kult, 25.01.2017 "Packend schildert der französische Historiker Serge Gruzinski in seinem Buch den Verlauf beider Unternehmungen, indem er sie als miteinander verflochtene Parallelgeschichte erzählt." Michael Kempe, Neue Zürcher Zeitung, 18.09.2014 "Kenntnisreich zeichnet der Autor ... die Anfänge der europäischen Welteroberung in Amerika und Asien nach.", VDI-Nachrichten, 04.07.2014