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Seit vielen Jahrhunderten steigen die Menschen auf Berge. Oft begeben sie sich dabei in Gefahr und durchleiden kritische oder traumatische Situationen. Was treibt die "Eroberer des Nutzlosen" im Innersten dazu an, auf Berge zu steigen? Dieses Buch ist eine glänzend geschriebene Auseinandersetzung eines Psychologen und Bergsteigers mit dem Phänomen des Bergsteigens. Er geht im ersten Teil auf die psychologischen Aspekte des "normalen" Bergsteigens ein, das vor allem durch Flow- und Naturerleben motiviert ist, aber auch schon von starkem Leistungsdenken geprägt sein kann. Im zweiten Teil lotet…mehr

Produktbeschreibung
Seit vielen Jahrhunderten steigen die Menschen auf Berge. Oft begeben sie sich dabei in Gefahr und durchleiden kritische oder traumatische Situationen. Was treibt die "Eroberer des Nutzlosen" im Innersten dazu an, auf Berge zu steigen? Dieses Buch ist eine glänzend geschriebene Auseinandersetzung eines Psychologen und Bergsteigers mit dem Phänomen des Bergsteigens. Er geht im ersten Teil auf die psychologischen Aspekte des "normalen" Bergsteigens ein, das vor allem durch Flow- und Naturerleben motiviert ist, aber auch schon von starkem Leistungsdenken geprägt sein kann. Im zweiten Teil lotet Manfred Ruoß die Motivation und die menschlichen Abgründe der bekanntesten Extrembergsteiger des 19., 20. und 21. Jahrhunderts aus. Die zweite Auflage wurde überarbeitet und um ein Doppelporträt der polnischen Extrembergsteiger Wanda Rutkiewicz und Jerzy Kukuczka ergänzt.
  • Produktdetails
  • Verlag: Hogrefe (vorm. Verlag Hans Huber )
  • Artikelnr. des Verlages: 85668
  • 2. Aufl.
  • Seitenzahl: 303
  • Erscheinungstermin: 6. März 2017
  • Deutsch
  • Abmessung: 211mm x 137mm x 27mm
  • Gewicht: 453g
  • ISBN-13: 9783456856681
  • ISBN-10: 3456856687
  • Artikelnr.: 47335786
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 07.05.2015

Vom Lusterleben in großer Höhe

Auf die Frage, weshalb er auf Berge steige, hatte der Brite George Leigh Mallory, einer der Wegbereiter des Everest-Bergsteigens, eine knappe Antwort: "Weil sie da sind." Auch weniger ambitionierte Bergsteiger dürften sich angesichts schier nicht enden wollender Aufstiege die Frage nach dem Wert der Schinderei schon gestellt haben. Erst recht: Was suchen sie in steilen Wänden und auf ausgesetzten Graten? Und weshalb gehen selbst Wanderer an ihre Grenzen? Antworten gibt es vermutlich so viele, wie es Bergsteiger gibt. Nach etlichen anderen Autoren hat sich jetzt Manfred Ruoß, Psychologe, Psychotherapeut und selbst Bergsteiger, auf die Suche nach den Gründen, Sehnsüchten und Motivationen gemacht. Seine These: Bergsteigen sei eine Strategie, "um über wichtige Aspekte im eigenen Leben Kontrolle auszuüben, um sich als wirksam zu erleben, um den eigenen Selbstwert zu erhöhen, um das Lusterleben zu steigern". Im ersten Teil seines Buches stellt Ruoß dem Leser Motivationen für körperliche Höchstleistungen vor. Sie reichen von der absoluten Konzentration auf den Augenblick (Flow) über die Befriedigung von Narzissmus und die ADHS-Symptomatik. Die beschriebenen Begegnungen und Erlebnisse des Autors in den Bergen und seine Erklärungen sind durchaus nachvollziehbar. Umso eklatanter fällt der zweite Teil des Buches ab, in dem Ruoß das Verhalten von Extrembergsteigern einzig auf der Grundlage von deren Büchern zu analysieren versucht. Das geht schief. Ruoß kommt zu Schlussfolgerungen, die den Erfahrungen von Seilpartnern teils erheblich widersprechen. Das ist die große Schwäche des Buches.

sgr.

"Zwischen Flow und Narzissmus. Die Psychologie des Bergsteigens" von Manfred Ruoß. Verlag Hans Huber, Bern 2014. 282 Seiten. Gebunden, 24,95 Euro.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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