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Heinrich von Kleist ist ganz ohne Zweifel einer der ganz großen Künstler der deutschen Sprache. Die unerhörte Begebenheit, um die sich seine Marquise von O... dreht, hat sie zum Inbegriff der Gattung Novelle gemacht, und sie enthält den wohl folgenschwersten Gedankenstrich der Literaturgeschichte. Ganz anders und doch nicht, weil ebenfalls typisch Kleist, sein Erdbeben in Chili: schaurig in seiner Drastik und dabei so modern, dass dem Leser mehr als einmal der Atem stockt. Renate Möhrmann, Medienwissenschaftlerin und die erste weibliche Professorin in Deutschland, arbeitet in ihrem Nachwort…mehr

Produktbeschreibung
Heinrich von Kleist ist ganz ohne Zweifel einer der ganz großen Künstler der deutschen Sprache. Die unerhörte Begebenheit, um die sich seine Marquise von O... dreht, hat sie zum Inbegriff der Gattung Novelle gemacht, und sie enthält den wohl folgenschwersten Gedankenstrich der Literaturgeschichte. Ganz anders und doch nicht, weil ebenfalls typisch Kleist, sein Erdbeben in Chili: schaurig in seiner Drastik und dabei so modern, dass dem Leser mehr als einmal der Atem stockt.
Renate Möhrmann, Medienwissenschaftlerin und die erste weibliche Professorin in Deutschland, arbeitet in ihrem Nachwort die Besonderheit der beiden Novellen heraus, Anmerkungen und Zeittafel verorten Texte und Autor in ihrer Zeit.
  • Produktdetails
  • Erlesenes Lesen
  • Verlag: Kröner
  • Seitenzahl: 180
  • Erscheinungstermin: Juni 2017
  • Deutsch
  • Abmessung: 178mm x 116mm x 17mm
  • Gewicht: 183g
  • ISBN-13: 9783520860026
  • ISBN-10: 3520860023
  • Artikelnr.: 47157338
Rezensionen
Besprechung von 16.09.2011
Kleist und Rohmer

Unübersehbar ist die Flut der Bücher, die zum 200. Todestag Heinrich von Kleists in diesem Jahr den Markt überschwemmt. Das gewiss schönste neue Kleist-Buch freilich ist eigentlich ein altes, denn im Verlag Schirmer/Mosel wurde "Die Marquise von O..." veröffentlicht - und mit Aufnahmen aus Eric Rohmers gleichnamigem Film ergänzt, der 1976 in die Kinos kam. Schon damals entstand die Idee zu dieser illustrierten Ausgabe und wurde von Rohmer genehmigt, aber realisieren ließ sie sich erst jetzt. Doch wie sich nun in direkter Gegenüberstellung zu Kleists Originaltext zeigt, hat dieser wundersam poetische Film in seiner erlesenen malerischen Qualität bis heute nichts an Zauber verloren. Die Fotos wirken wie kostbare Stillleben und geben der Novelle optisch dichte Kontrapunkte. In einfühlsam historisierenden Räumen, Dekors und Kostümen erscheinen die Schauspieler wie ideale Verkörperungen der Figuren, die sich Kleist vorgestellt haben mag, vor allem Edith Clever als die Marquise und Bruno Ganz als Graf. Die Bilder mit ihrer dezenten Farbigkeit und raffinierten Komposition drängen sich nie vor die Worte, sondern bieten ihnen einen überzeugenden atmosphärischen Rahmen. Zu Recht spricht Andreas von Flotow in seinem Nachwort von einem "Fotoroman für anspruchsvolle Leser". Der schmale Band ist gediegen aufgemacht, luftig gesetzt und auch haptisch ein wahres Vergnügen. (Heinrich von Kleist: "Die Marquise von O...". Mit 70 farbigen Filmbildern von Eric Rohmer. Verlag Schirmer/Mosel, München 2011. 160 S., geb., 19,80 [Euro].) baz

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