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Köln, 6. September 1959: Im großbürgerlichen Hause Fähmel begeht man den 80. Geburtstag des Familienoberhauptes. Drei Architekten-Generationen treffen an diesem schicksalsträchtigen Tag zusammen, an dem es mit der reinweißen Tischdeckenordnung schnell vorbei ist und die unbewältigte Vergangenheit in die äußerliche Ruhe der Familie einbricht. Heinrich Böll führt seine Figuren entlang assoziativer Erinnerungsströme zurück in den Zweiten Weltkrieg und die Nazizeit, zurück bis an den Anfang des 20. Jahrhunderts und stellt die Frage nach der Verantwortung des Einzelnen im Angesicht der…mehr

Produktbeschreibung
Köln, 6. September 1959: Im großbürgerlichen Hause Fähmel begeht man den 80. Geburtstag des Familienoberhauptes. Drei Architekten-Generationen treffen an diesem schicksalsträchtigen Tag zusammen, an dem es mit der reinweißen Tischdeckenordnung schnell vorbei ist und die unbewältigte Vergangenheit in die äußerliche Ruhe der Familie einbricht. Heinrich Böll führt seine Figuren entlang assoziativer Erinnerungsströme zurück in den Zweiten Weltkrieg und die Nazizeit, zurück bis an den Anfang des 20. Jahrhunderts und stellt die Frage nach der Verantwortung des Einzelnen im Angesicht der opportunistischen Masse.

Lesung mit Walter Andreas Schwarz
1 mp3-CD ca. 5 h 3 min
  • Produktdetails
  • Verlag: Der Audio Verlag, Dav
  • Gesamtlaufzeit: 303 Min.
  • Erscheinungstermin: 4. September 2017
  • ISBN-13: 9783742402066
  • Artikelnr.: 48082173
Autorenporträt
Als literarische Stimme schrieb Heinrich Böll (* Köln 1917, † Langenbroich 1985) gegen Doppelmoral in Staat und Kirche an, und er gilt als einer der wichtigsten Autoren einer Nachkriegsliteratur, die sich kritisch mit dem Nationalsozialismus und den Nachkriegsjahren auseinandersetzt. Der aus einfachen Verhältnissen stammende Böll studierte, wurde 1939 als Soldat eingezogen und geriet nach Kriegsende kurz in Gefangenschaft. Mit seiner Frau Annemarie zog er drei Söhne groß. "Haus ohne Hüter" (1954), "Das Brot der frühen Jahre" (1955), "Ansichten eines Clowns" (1963), "Gruppenbild mit Dame" (1971) oder "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" oder "Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann" (1974) seien als kleine Auswahl an Werken genannt - viele davon wurden verfilmt. Schon vor "Katharina Blum" kritisiert Böll scharf den Umgang der Boulevardpresse (vornehmlich "Axel Springer") mit der Wahrheit und den Menschen und wird wegen eines Textes zur RAF-Terroristin Ulrike Meinhof als "geistiger Sympathisant" der Terroristen verunglimpft. Böll fühlte sich deswegen von konservativen Kreisen vorsätzlich missverstanden. Er vertrat ab 1971 den Internationalen P.E.N.-Club als Präsident (bis 1974) und erhielt im Jahr 1972 den Nobelpreis für Literatur. Lange zuvor war er bereits mit dem Literaturpreis der "Gruppe 47" (1951) oder dem Georg-Büchner-Preis (1967) geehrt worden.
Rezensionen
"Nun liegt ein Werk vor, in dem alle Elemente und Errungenschaften Bölls bisheriger Prosa zu geschlossener Einheit und strenger Harmonie zusammengefunden haben." Marcel Reich-Ranicki Die Welt