Burgund - Kamp, Hermann
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Dank eindrucksvoller Sakralbauten, prächtiger Schlösser, eines großen kulturellen Reichtums und nicht zuletzt dank seiner hervorragenden Weine hat sich Burgund zu einem der beliebtesten Reiseziele im Herzen Europas entwickelt. Weniger bekannt ist freilich die wechselvolle Geschichte dieser Region, die Grafen, Herzöge und Könige hervorgebracht hat, aber auch stets ein Objekt der Begierde mächtiger Nachbarn war. Das heutige Burgund (frz. Bourgogne) immittleren Osten Frankreichs ist vor allem für seinen guten Wein und seine mittelalterlichen Kirchen und Klöster bekannt. Sein Name leitet sich von…mehr

Produktbeschreibung
Dank eindrucksvoller Sakralbauten, prächtiger Schlösser, eines großen kulturellen Reichtums und nicht zuletzt dank seiner hervorragenden Weine hat sich Burgund zu einem der beliebtesten Reiseziele im Herzen Europas entwickelt. Weniger bekannt ist freilich die wechselvolle Geschichte dieser Region, die Grafen, Herzöge und Könige hervorgebracht hat, aber auch stets ein Objekt der Begierde mächtiger Nachbarn war.
Das heutige Burgund (frz.
Bourgogne) immittleren Osten Frankreichs ist vor allem für seinen guten Wein und seine mittelalterlichen Kirchen und Klöster bekannt. Sein Name leitet sich von jenen im Nibelungenlied besungenen, sagenumwobenen Burgundern her, die seit dem 5. Jahrhundert auch in dieser Gegend siedelten. Die Blütezeit des historischen Burgund hielten Jan van Eyck und Rogier van der Weyden in ihren Gemälden fest. Die Entwicklung des mittelalterlichen Burgunds zu einem Nationalstaat blieb aus. Diesem Umstand mag es geschuldet sein, dass es bis heute kaum vollständige Darstellungen der Geschichte Burgunds gibt. Hermann Kamp liefert in seinem anregenden und gut geschriebenen Band einen umfassenden Überblick, von den ersten Spuren der Burgunder in der Spätantike über den Aufstieg Clunys und die glanzvolle Zeit der 'großen' Herzöge bis zur Auflösung der gleichnamigen Provinz im Zuge der Französischen Revolution.
  • Produktdetails
  • C.H. Beck Wissen 2414
  • Verlag: Beck
  • 3. Aufl.
  • Seitenzahl: 128
  • Erscheinungstermin: 27. Mai 2020
  • Deutsch
  • Abmessung: 180mm x 116mm x 15mm
  • Gewicht: 121g
  • ISBN-13: 9783406743320
  • ISBN-10: 3406743323
  • Artikelnr.: 59530831
Autorenporträt
Hermann Kamp lehrt als Professor Mittelalterliche Geschichte an der Universität Paderborn. Er hat sich durch einschlägige Publikationen zur Geschichte Burgunds ausgewiesen.
Inhaltsangabe
Inhalt
Einleitung
I. Das Reich der Burgunder an der Rhône
II. Das hochmittelalterliche Burgund
III. Die Herzöge von Burgund im späten Mittelalter
IV. Die Teilung Burgunds nach 1477 und ihre Folgen

Ausgewählte Literatur
Abbildungsnachweise
Register
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 16.08.2007

Der kurze Herbst des Mittelalters

Hermann Kamp hat ein kluges Buch vorgelegt, präzise erzählt, wenn es um die Fakten geht, und in genau dem Maß unterhaltsam, das den historischen Laien weiterlesen lässt und den Fachkollegen nicht in die Langeweile entlässt. Der Dozent für Mittelalterliche Geschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster beginnt mit der fränkischen Eroberung des Burgunderreichs im Jahr 534. Vorher gab es bereits die Burgunder, jedoch kein Territorium, das ihnen zugeordnet wurde, mithin kein Burgund. Der Legende nach stammen die Burgunder aus Skandinavien, womöglich von der Insel Bornholm. In der Forschung ist diese Herkunft längst fraglich. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aber entstand im fünften Jahrhundert ein erstes Burgunderreich, und zwar bei Worms. So steht es im Nibelungenlied. Das Reich ging unter. Es folgten weitere, die ebenfalls untergingen: Merke, die Geschichte Burgunds ist die der großen Brüche und Lücken. Immer wieder mal verschwindet Burgund von der Landkarte. Kamp endet mit der französischen Gebietsreform, in deren Rahmen 1972 die Verwaltungsregion "Bourgogne" geschaffen wurde - nachdem das politische Ende Burgunds 1790 verkündet worden war und die Erinnerung an die Bedeutung Burgunds mehr noch als in Frankreich in Belgien und den Niederlanden gepflegt wurde. Im Jahr 1919 brachte der Historiker Johan Huizinga sein epochales Werk "Herbst des Mittelalters" als eine Hommage an die politische und kulturelle Kraft Burgunds heraus. Auch dies steht in dem schmalen, auf Hochglanzabbildungen ganz verzichtenden Büchlein über ein Staatsgebilde, das im frühen Mittelalter von Basel bis Aix-en-Provence, in der frühen Neuzeit von Groningen bis Mâcon reichte. Den enormen geographischen und zeitlichen Rahmen auf nur 128 Seiten darzustellen ist die vielleicht größte Leistung des Autors.

ksi

"Burgund. Geschichte und Kultur" von Hermann Kamp. Verlag C. H. Beck, München 2007. 128 Seiten, fünf Abbildungen und zwei Karten. Broschiert, 7,90 Euro.

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