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Der »Sams«-Erfinder Paul Maar erzählt den Roman seiner Kindheit Paul Maar erinnert sich an den frühen Tod seiner Mutter, den viele Jahre im Krieg verschwundenen Vater, die neue Mutter, er erinnert sich an das Paradies bei den Großeltern und die unbarmherzige Strenge in den Wirtschaftswunderjahren. Paul Maars Erinnerungen sind zugleich Abenteuer- und Freundschaftsgeschichte, ein Vater-Sohn-Roman und eine Liebeserklärung an seine Frau Nele. Vor allem aber sind sie eine Feier der Lebensfreude, die er seinem Leben abtrotzen musste. Paul Maar beschreibt in seinen bewegenden Erinnerungen das, womit…mehr

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Produktbeschreibung
Der »Sams«-Erfinder Paul Maar erzählt den Roman seiner Kindheit Paul Maar erinnert sich an den frühen Tod seiner Mutter, den viele Jahre im Krieg verschwundenen Vater, die neue Mutter, er erinnert sich an das Paradies bei den Großeltern und die unbarmherzige Strenge in den Wirtschaftswunderjahren. Paul Maars Erinnerungen sind zugleich Abenteuer- und Freundschaftsgeschichte, ein Vater-Sohn-Roman und eine Liebeserklärung an seine Frau Nele. Vor allem aber sind sie eine Feier der Lebensfreude, die er seinem Leben abtrotzen musste. Paul Maar beschreibt in seinen bewegenden Erinnerungen das, womit er sich auskennt wie kein Zweiter: die innere Insel, auf die sich Kinder zurückziehen. Wer dieses Buch gelesen hat, weiß, warum Paul Maar das »Sams« erfinden musste.

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, B, CY, D, DK, EW, E, FIN, F, GR, IRL, I, L, M, NL, P, S, SLO, SK ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: FISCHER E-Books
  • Seitenzahl: 304
  • Erscheinungstermin: 26.08.2020
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783104912752
  • Artikelnr.: 59295149
Autorenporträt
Paul Maar, geboren 1937 in Schweinfurt, wurde als Erfinder des "SAMS" bekannt und ebenfalls als erfolgreicher Autor und Illustrator von Kinder- und Jugendbüchern. Er erhielt u.a. den Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises für sein Gesamtwerk. 2009 wurde ihm der Wolfram-von-Eschenbach-Kulturpreis verliehen.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur Dlf-Rezension

Siggi Seuß scheint tief berührt von der Kindheits- und Jugendgeschichte, die Paul Maar in seinem autobiografischen Buch erzählt. Vom frühen Tod der Mutter und vom ablehnenden Vater berichtet der Autor, aber auch vom Trost einer Kindheit in der heilen fränkischen Provinz und vom Theater als Rettungsanker, erklärt Seuß. So sanft und selbstironisch wie Maar hier schreibt, zwischen Vergangenheit und Gegenwart springend, so anschaulich werden die Orte und Begebenheiten dem Rezensenten, dass er sogar die geschilderten Gerüche wahrzunehmen meint. Humor und Schwermut prägen diese Erinnerungen an eine Vater-Sohn-Tragödie, so Seuß.

© Perlentaucher Medien GmbH

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 01.09.2020

Aus einem schmalen Bach ein Fluss
Bücher zu Rettungsinseln: Paul Maars Autobiografie ist auch eine Meditation über das Erinnern
Paul Maars Erfolg als Autor basiert auf seinem Talent für das Spielerische. Es herrscht ein heiterer Anarchismus in seinen Geschichten, der überall in seinem Werk zu finden ist. In dem „Tätowierten Hund“, seinem ersten Kinderbuch, in den „Sams“-Bänden, in „Lippels Traum“ – seinem eigenen Lieblingsbuch – oder anderen fantastischen Erzählungen und Gedichtbänden. Auch seine Theaterstücke – „Der König in der Kiste“ ist immer noch das meistgespielte Stück in Deutschland – leben aus der kulturellen Aufbruchstimmung, wie sie typisch war für die Zeit um 1968.
Auf die Frage, wie man ein erfolgreicher Autor wird, hat Paul Maar einmal geantwortet: „Durch eine sehr unglückliche oder eine sehr glückliche Kindheit.“ Nun hat er mit seiner gerade erschienenen Autobiografie „Wie alles kam – Roman meiner Kindheit“ ein Überlebensbuch des unglücklichen Kindes und Jugendlichen geschrieben, der er einmal war. 1990 hat er schon einmal aus seinem Leben erzählt, in dem Jugendbuch „Kartoffelkäferzeiten“. Doch während er sich da hinter seiner Hauptfigur Johanna verbarg, die, wie der Autor selbst, Kindheit und Jugend in Krieg und Nachkriegszeit in einem kleinen Dorf in der Nähe von Schweinfurt erlebt, stellt er sich jetzt in seiner Autobiografie ohne Tarnkappe oder Schutzschild dem Leser.
Er ist wieder das Kind, 1937 geboren, das seine ersten Jahre mit der Stiefmutter bei liebevollen Großeltern auf dem Dorf verbringt, das sich an die Gerüche der Kindheit erinnert, und schon befindet er sich in der Gastwirtschaft der Großeltern im Dorf am Main. Und schildert Episoden des dörflichen Familienlebens, seine eigenen wilden und oft gefährlichen Spiele am Fluss, und die Zeit in der Volksschule, in der er sein Zeichentalent entdeckte. Besonders die Mädchen wünschten sich Prinzessinnenbilder von ihm.
Die Idylle endet, als der vom Krieg traumatisierte Vater zurückkommt. Sein ganzes Leben wird Paul Maar unter dessen Lieblosigkeit und Brutalität leiden. Der Umzug der Familie zurück in die Stadt, nach Schweinfurt, wo der Vater versucht, sein vom Krieg zerstörtes Geschäft wieder aufzubauen, macht Paul, den Zehnjährigen, zum Außenseiter in der Schule. Schon sein fränkischer Dialekt fordert seine Spötter heraus.
Er wird aufsässig, schwänzt die Schule und übersteht diese Zeit nur, weil ihm Bücher zu Rettungsinseln werden. Zu Hause blätterte er im Sprach-Brockhaus, dem Rechtschreib-Duden und im Großen Wilhelm-Busch-Album. Mit seinem Taschengeld besorgte er sich Wildwestheftchen und Kinderbücher in einer privaten Leihbibliothek. Später wurde „Tom Sawyer“ zu einem seiner Lieblingsbücher. Immer wieder, besonders nach den Attacken des Vaters, fand er Trost in dem Märchen „Der Eisenhans“. Erst als Erwachsener versteht er die Botschaft. „Irgendwann würde ich, der entwurzelte, gedemütigte Knabe, mein Hütchen vom Kopf nehmen, dann würden alle erkennen, was bis dahin keiner außer mir wusste, und man würde staunend ausrufen: ‚Der hat ja goldene Haare‘.“
Doch da war er längst gerettet aus seinem lieblosen elterlichen Milieu, denn schon in der Schule lernt er Nele kennen, die aus einer Theaterfamilie stammt, die er heiratet und mit der er bis heute selbst bei ihrer schweren Alzheimererkrankung zusammenlebt. In den berührendsten Passagen seiner Autobiografie schildert er das tägliche Leben mit ihr.
Doch sein heutiges Leben steht nicht am Ende dieses Buches, denn für seine Autobiografie, schreibt Paul Maar, wollte er nicht chronologisch von der Kindheit bis in die Jugend vorgehen. Er verfasste sie aus dem Strom seiner Erinnerung. „Schön wäre es“, meint er „wenn sich Erinnerungen wie eine Perlenschnur von der frühesten Kindheit bis in die Jetztzeit aneinanderreihen würden … oder aus einem schmalen Bach … ein Fluss würde … so ist es aber nicht. Erinnerungen sind keine Tagebücher … Eher sind es verstreute große und kleine Pfützen nach einem Starkregen“. Auch das Blättern in den alten Fotoalben hilft ihm bei der Spurensuche nach der Kindheit. Auf den ersten Bildern entdeckt er sich als Dreijährigen, der die Trauung des Vaters mit der Stiefmutter beobachtet. Die er sehr liebte, die ihn aber nach der Rückkehr des Vaters nicht vor dessen Strafaktionen schützte.
Da führte auch das Wiederholen einer Klasse zum häuslichen Drama. Doch jetzt findet er endlich Freunde, die seine Liebe für das Malen und die Literatur teilen. Die gemeinsame Fahrradtour nach Italien wird für den Siebzehnjährigen zu einem aufregenden Kunstabenteuer. Und führt später, auch im Andenken an den tragischen Tod seines besten Freundes, dazu, dass er seine ersten eigenen Texte schreibt.
Das Ende dieser Autobiografie wird zu einer erneuten Auseinandersetzung mit dem Vater, dem er sich bis zu dessen Tod nicht angenähert hatte. Denn als das Manuskript fertig war, erhielt Paul Maar plötzlich von seiner Schwester Briefe, die der Vater aus dem Krieg an die Stiefmutter geschrieben hatte und in denen er sich um seinen Sohn in liebevoller Weise sorgt. Dieser fragt sich jetzt, wie er der „Schreckensmann“ werden konnte, „vor dem ich mich in mein Zimmer verkroch, sobald ich nur hörte, dass er die Haustür aufschloss“. War es wirklich allein die Schuld des Vaters, dass er zu diesem Schreckensmann wurde?
ROSWITHA BUDEUS-BUDDE
Paul Maar: Wie alles kam – Roman meiner Kindheit. Fischer Verlag, Frankfurt 2020. 298 Seiten, 22 Euro.
Die Fahrradtour nach Italien
wird für den 17-Jährigen
zum großen Kunstabenteuer
Nach den Attacken des Vaters fand er Trost in den Märchen: der Autor Paul Maar.
Foto: Siggi Seuß
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
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Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 10.10.2020

Schulscheitern als Glücksfall

Paul Maars Roman "Wie alles kam" sucht in der Kindheit des "Sams"-Autors nach dem Grund für den Aufbruch ins verspielte Reich der Kunst.

Von Uwe Ebbinghaus

Die Titelei des neuen Buchs von Paul Maar erstaunt in vielerlei Hinsicht. Warum wird hier "Wie alles kam" als "Roman meiner Kindheit" bezeichnet, wo die Handlung doch weit über die Kindheitsjahre hinausgeht? Und wie kann von einem Roman die Rede sein, wo das Geschehen doch nicht im geringsten fiktiv zu sein scheint, der Ich-Erzähler den gleichen Namen wie der Autor trägt und häufig einen anekdotischen Ton anschlägt?

Eine erste Erklärung für die eigenwillige Gattungsbezeichnung findet sich im zweiten Kapitel. Hier vergleicht Maar seine Erinnerungen mit unterschiedlich großen "Pfützen", zwischen denen es fließende Verbindungen herzustellen gelte. Und in diesem rein kompositorischen Sinn erinnert das Buch - gerade auch in seinem effektvollen Einsatz von dokumentarischem Material, von Briefen und Notizen - tatsächlich an ein fiktives Werk. Mit der Bezeichnung "Roman" will Maar seinen Lesern offenbar signalisieren, dass er sich in dem neuen Buch von seiner durch lineares Erzählen geprägten Kinderliteratur abzusetzen gedenkt.

Das erste Kapitel des neuen Buchs ist fulminant. Geschildert wird der Drogenrausch in einer dörflichen Kinderstube. Paul, gerade vier Jahre alt geworden, sieht nach der morgendlichen Waschzeremonie plötzlich Trugbilder in seinem Zimmer, schwebende Fische in blauer Luft, die durch den Mund atmen. Gelingt es ihm zunächst noch, "am Gehirnschalter" zu drehen und sich in die Realität zurückzuversetzen, gerät er in Panik, als er feststellt, dass der Schalter klemmt. Das Kind hat noch kein Wort dafür, fürchtet aber, verrückt zu werden. Als ihm doch wieder der Sprung in die Wirklichkeit gelingt, schwört es sich, nie mehr "den Weg in diese andere Welt" zuzulassen. Erst als Erwachsener findet Maar eine Erklärung für das Kindheitstrauma: Möglicherweise war das halluzinogene Mutterkorn in sein Frühstück geraten. Bemerkenswert jedenfalls für die Lebenserinnerungen des Sams-Erfinders - dieses Schaudern vor einer phantastischen Welt. Oder war diese frühe Furcht gerade die Voraussetzung für das geschützte literarische Spiel mit einer anderen Realität?

Ansonsten ist der Alltag des kleinen Paul von dem bodenständigen Realismus einer dörflichen Existenz im Krieg geprägt. Die Bombenangriffe auf Schweinfurt haben seine Stiefmutter, die ihn wie ihren leiblichen Sohn umhegt, zu den Eltern aufs Land getrieben. Dort wächst Paul zwischen zwei sich bekämpfenden Großmüttern im familiengeführten Gasthof auf, direkt am Main gelegen. In der Schule macht Paul, der sich das Lesen selbst beigebracht hat, große Fortschritte. Dann kehrt sein Vater aus dem Krieg zurück und hat hinfort nur das eine Ziel: sein Malergeschäft in Schweinfurt wieder zu eröffnen. Als es so weit ist, stürzt für Paul eine Welt zusammen. Hatte er das Dorf als "Paradies" empfunden, kommt ihm die Stadt wie die "Hölle" vor.

Das angespannte Verhältnis zum Vater, der die Sensibilität und Zartheit des Sohns als Schwäche bekämpft, verschlechtert sich zunehmend. Auf der höheren Schule fällt Paul zurück, er gerät unter schlechten Einfluss, stiehlt und wird vom Vater gezwungen, den Kontakt zu seiner ersten Liebe, einem Mädchen aus der Barackensiedlung, abzubrechen. Nur knapp entgeht er einem Schulverweis und bleibt schließlich sitzen, was sich jedoch als Glücksfall erweist. Mit den neuen Klassenkameraden befindet er sich auf einer Wellenlänge, und er lernt die aus einer Künstlerfamilie stammende Nele kennen. Mit dem Tod seines Freundes Franz endet die äußere Handlung von "Wie alles kam", die in den eher harmlosen Episoden wie ein Prequel zu Maars Kinderbuchkosmos wirkt.

Es gibt aber auch eine Reihe von Details, die Maar in seinen Kinderbüchern ausspart. So ging die Strenge des Vaters zuweilen über ein für die Nachkriegszeit gewöhnliches Maß hinaus. Paul und sein Bruder Bernd werden brutal mit einem Gartenschlauch gezüchtigt, der Vater verlangt von ihnen sogar, das Bestrafungsinstrument herbeizuholen. In Szenen wie diesen fühlt sich der Leser an Michael Hanekes "Das weiße Band" erinnert und bewundert die ungezwungene Wahrhaftigkeit, mit der Maar die heile Welt seiner Kinderbücher aufbricht. Gewagt auch der Erklärungsversuch im vorletzten Kapitel: Vielleicht habe er, Paul Maar, erst durch den Tod seines Schulfreunds Franz, der die Rolle des Schriftstellers für sich vereinnahmt hatte, vom Maler zum Autor werden können.

Besonders beeindruckend ist ein kurzes Intermezzo, in dem Maar den Alltag mit seiner inzwischen an Alzheimerdemenz erkrankten Frau Nele, seiner Jugendliebe, schildert. In dieser Episode laufen viele Leitmotive zusammen, die sich unerwartet als Herausforderung formieren. Muss Maar den "Weg in die andere Welt", den er zeitlebens nicht mehr beschreiten wollte, nun nicht doch zulassen? Zudem ringt er mit der ihm zugewachsenen Rolle des "Bestimmers", als den ihn seine Frau, die trotz ihrer Krankheit ganz bemerkenswerte, von Maar dokumentierte Notizen zu Papier bringt, neuerdings wahrnimmt. Maar will nicht dominieren, aber er kann es kaum vermeiden.

Zum Schluss wirft das Buch, das zuweilen an Kafkas "Brief an den Vater" erinnerte, durch einen jüngst aufgetauchten, im Krieg geschriebenen Brief des Vaters an die Stiefmutter ein neues Licht auf das gesamte Geschehen. Maar muss sich fragen, ob er durch seine frühe Ablehnung des Vaters nicht das Scheitern ihres Verhältnisses mitverschuldet hatte. Neu stellt sich die Frage, wann Schwäche in Stärke umschlägt - und umgekehrt. Einen Teil der Antwort geben Maars Kinderbücher, für den anderen bedurfte es dieses Spätwerks.

Paul Maar: "Wie alles kam". Roman meiner Kindheit.

Verlag S. Fischer, Frankfurt am Main 2020.

304 S., geb., 22,- [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Sehr spannend und lesenswert ist das alles, weil Paul Maar mit großer Kunst Entferntes zusammenbringt. Andreas Kachelrieß Stuttgarter Nachrichten 20201117