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Mit diesem Buch legt Ngugi wa Thiong'o den dritten Band seiner Erinnerungen vor, in dem er seine Studienzeit in den Mittelpunkt stellt. Die Jahre zwischen 1959 und 1964 sind nicht nur für das Leben des gut Zwanzigjährigen von entscheidender Bedeutung: Im winzigen Kosmos des Makerere University College, der einzigen Bildungseinrichtung ihrer Art im damaligen Ostafrika, spiegeln sich exemplarisch die Umbrüche, die sich auf der großen Bühne des Kontinents zu dieser Zeit vollziehen - die Kolonialmächte sind auf dem Rückzug, der Großteil der Kolonien geht in die Unabhängigkeit über, die neuen…mehr

Produktbeschreibung
Mit diesem Buch legt Ngugi wa Thiong'o den dritten Band seiner Erinnerungen vor, in dem er seine Studienzeit in den Mittelpunkt stellt.
Die Jahre zwischen 1959 und 1964 sind nicht nur für das Leben des gut Zwanzigjährigen von entscheidender Bedeutung: Im winzigen Kosmos des Makerere University College, der einzigen Bildungseinrichtung ihrer Art im damaligen Ostafrika, spiegeln sich exemplarisch die Umbrüche, die sich auf der großen Bühne des Kontinents zu dieser Zeit vollziehen - die Kolonialmächte sind auf dem Rückzug, der Großteil der Kolonien geht in die Unabhängigkeit über, die neuen Staaten suchen nach ihrem Weg.
Ngugi wa Thiong'o sieht sich eingebettet in diese Zusammenhänge, das Persönliche ist ihm Abbild des Gesellschaftlichen und Politischen. Entscheidend für seine Entwicklung ist auch die Schriftstellerkonferenz, die 1962 am Makerere College stattfand. Man verständigt sich streitend über die Eckpfeiler des eigenen Literaturverständnisses, über die Probleme von Identitätund Sprache. Für den angehenden Schriftsteller Ngugi wa Thiong'o bringt diese Konferenz darüber hinaus die erste Begegnung mit Chinua Achebe, der ihm den Weg in die prestigeträchtige Heinemann African Writers' Series eröffnet und damit wesentlichen Anteil daran hat, dass aus dem Studenten in Kampala der Schriftsteller wurde, der seit Jahren für den Nobelpreis für Literatur im Gespräch ist.
Ngugi wa Thiong'o erzählt überzeugend, aufklärend und detailreich von dieser Zeit des Aufbruchs. Und er beschreibt den Weg, den die modernen afrikanischen Literaturen seither zurückgelegt haben, nicht zuletzt in Gestalt des Autors dieses Buches.
  • Produktdetails
  • Verlag: A 1 Verlagsges.
  • Seitenzahl: 256
  • Erscheinungstermin: 12. Oktober 2016
  • Deutsch
  • Abmessung: 221mm x 170mm x 20mm
  • Gewicht: 418g
  • ISBN-13: 9783940666758
  • ISBN-10: 3940666750
  • Artikelnr.: 44994305
Autorenporträt
Thiong'o, Ng_g_ waNg_g_ wa Thiong'o wurde 1938 als Sohn einer traditionellen Bauernfamilie in Kenia geboren. Nach dem Besuch einer Missionsschule studierte er am Makerere University College in Kampala, Uganda, und an der University of Leeds in Großbritannien. 1977 wurde er wegen eines Theaterstücks in Kenia verhaftet und ohne Anklage für ein Jahr inhaftiert. 1982 musste er sein Heimatland verlassen, ging zunächst ins Exil nach London und schließlich in die USA. Mit seinem umfangreichen Romanwerk und seinen politischen Essays zählt er heute zu den bedeutendsten Schriftstellern Afrikas. 2019 wurde er mit dem Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis der Stadt Osnabrück ausgezeichnet. Ng_g_ wa Thiong'o lebt in Kalifornien, wo er an der University of California in Irvine lehrt.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Der dritte Teil der Memoiren Ngugi wa Thiong'os begeistert Rezensent Cornelius Wüllenkemper vor allem als "sehr persönliche Binnenansicht" der schwer zugänglichen und im Entstehen begriffenen Bildungs- und Medieninstitutionen Schwarzafrikas. Der Autor, den Wüllenkemper für einen großartigen Erzähler hält, berichtet hier von seinen Erfahrungen mit dem Bildungssystem, von Korruption, Ungerechtigkeit, Unterdrückung, vom Freiheitskampf seiner Heimat Kenia und vor allem von seinem beschwerlichen Weg zum Schriftsteller. Vielleicht ist es Ehrfurcht vor dieser bewegten und der europäischen Welt nur schwer zugänglichen Geschichte, die den Rezensenten daran hindert große Worte über die Qualität dieses Werkes zu verlieren. Dass er es jedoch für absolut lesenswert hält, steht außer Frage.

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