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WIE IHNEN DIESES BUCH HELFEN KANN - EINE EINLEITUNG "Geld macht nicht glücklich. Ich habe 50 Millionen Dollar. Als ich 48 Millionen Dollar hatte, war ich genauso glücklich." Arnold Schwarzenegger, österreichisch-amerikanischer Bodybuilder, Schauspieler, Politiker Das vorliegende Buch richtet sich an Leser, die kein oder nur geringes Investmentvorwissen besitzen und Unterstützung bei ihrem Start in die Welt der rationalen Vermögensbildung und Altersvorsorge suchen. Souverän investieren für Einsteiger zeigt Ihnen einen simplen, vollständig prognosefreien, nichtspekulativen Anlageansatz. Es…mehr

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Produktbeschreibung
WIE IHNEN DIESES BUCH HELFEN KANN - EINE EINLEITUNG "Geld macht nicht glücklich. Ich habe 50 Millionen Dollar. Als ich 48 Millionen Dollar hatte, war ich genauso glücklich." Arnold Schwarzenegger, österreichisch-amerikanischer Bodybuilder, Schauspieler, Politiker Das vorliegende Buch richtet sich an Leser, die kein oder nur geringes Investmentvorwissen besitzen und Unterstützung bei ihrem Start in die Welt der rationalen Vermögensbildung und Altersvorsorge suchen. Souverän investieren für Einsteiger zeigt Ihnen einen simplen, vollständig prognosefreien, nichtspekulativen Anlageansatz. Es orientiert sich, soweit es irgend geht, an etablierten Erkenntnissen der Wissenschaft und nicht - wie die meisten anderen Finanzbücher - an der Meinung einzelner "Experten", "Gurus" oder "Altmeister"; auch nicht an so genannten "Börsenweisheiten", über die Wissenschaftler oft nur schmunzeln oder sogar den Kopf schütteln. So zu sparen und zu investieren, wie es hier begründet, dargestellt und empfohlen wird, ist erstaunlich unkompliziert. Dieser Ansatz lässt sich leichter und mit weniger Zeitaufwand umsetzen als jede andere Form der langfristigen Geldanlage, die über ein Giro- und Sparkonto hinausreicht. Er ist einfacher als der Kauf und die Finanzierung einer selbstgenutzten Immobilie und viel, viel einfacher als Investieren in Vermietungsimmobilien. Geläufige Namen für die hier vorgestellte Art der Vermögensbildung sind "passiv investieren", "Indexing", "ETF-Investing" oder "Buy-and-Hold-Anlegen mit Indexfonds" (Kaufen und Halten). Das Akronym "ETF" klingt anfangs kompliziert und abschreckend. In Wirklichkeit sind ETFs (Exchange-Traded Funds, zu Deutsch börsengehandelte Indexfonds) jedoch sehr gradlinige und transparente Anlageprodukte, die jeder verstehen kann. ETFs sind "Indexfonds", also Investmentfonds, die ganz schnörkellos einen Wertpapierindex nachbilden. Indexfonds gibt es seit 1973, ETFs - als eine spezifische Indexfondsvariante - seit 1993. In den zurückliegenden 25 Jahren waren ETFs weltweit eine beispiellose Erfolgsstory. Inzwischen nutzen viele Millionen Privatanleger auf fünf Kontinenten ETFs in ihrer privaten Vermögensbildung und Altersvorsorge. Ein ETF-Nutzer oder "Indexer" müht sich nicht mit der Analyse von Einzelwertpapieren, liest die Wirtschaftsnachrichten nie oder nur sporadisch, praktiziert kein fortwährendes "Rein-Raus", weil irgendein "Experte" soeben wieder den globalen Aktien-Crash oder den Zusammenbruch der Eurozone angekündigt hat, sagt "nein, danke" zu einer Finanzindustrie, die unerträglich hohe Gebühren nimmt und in den vergangenen 20 Jahren eine schier endlose Serie an Skandalen und Beratungsdesastern aneinandergereiht hat. Ein Indexer investiert langfristig für Jahrzehnte, vertraut auf den ? Zinseszinseffekt, lehnt sich zurück und ignoriert das schrille Tagesgeschehen, das sich ausgehend von den Medien, Politikern und seinem eigenen Freundeskreis seit 30 Jahren in immer neuen, hysterischen "Dieses-Mal-ist-alles-anders-Wellen" über ihn und die Öffentlichkeit ergießt. Die theoretische Herleitung von Indexing mag komplex sein,1 seine praktische Umsetzung ist jedoch überraschend simpel. Sie bedeutet für Privatanleger letztlich weniger Arbeit, mehr nachhaltigen Ertrag und mehr Seelenfrieden als mit jeder anderen Form der Vermögensanlage und Altersvorsorge. Wie ist das vorliegende Buch gegenüber meinem Buch Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs - Wie Sie das Spiel gegen die Finanzbranche gewinnen (5. Auflage, Campus Verlag) einzuordnen? In seiner ersten Auflage im Jahr 2002 war Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs noch ein Einsteigerbuch. Im Laufe von 16 Jahren und vier überarbeiteten Neuauflagen wurde das Buch jedoch immer länger und anspruchsvoller.2 Weil ich von Investmentnovizen oft gehört habe, dass ihnen das Buch zu anspruchsvoll und zu lang ist, habe ich nun diese leicht verständliche und kürzere Einsteigerversion geschrieben. Sie ist jedoch "komplett" in dem Sinne, dass hier eine vollständige und sofort umsetzbare Anlagestrategie erst begründet und dann dargestellt wird. Das Lesen des "Fortgeschrittenen-Bandes" ist für das Verständnis und die Umsetzung von Souverän investieren für Einsteiger nicht notwendig. Umgekehrt, wer das lange Buch Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs schon gelesen und verstanden hat, braucht dieses neue Buch nicht zu kaufen, es sei denn er oder sie möchte sich einen leicht verdaulichen "Refresher" gönnen. Wer nach der Lektüre des vorliegenden Buches tiefer in die Materie eindringen will, der könnte das naturgemäß mit Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs tun. Zum Souverän-investieren-Ansatz existiert die Webseite www.weltportfolio.net. Sie soll das Buch unterstützen und ergänzen. Man muss sie jedoch nicht unbedingt nutzen, um die Strategie zu verstehen und für sich umzusetzen. Um das vorliegende Einsteigerbuch angenehm lesbar zu halten und um seine Länge zu begrenzen, habe ich viele wichtige Konzepte, Argumente, statistische Daten und Zahlen hier nur in vereinfachter, oft sehr knapper Form dargestellt. Alle diese Konzepte, Argumente und Daten, die den Souverän-investieren-Ansatz belegen, werden in Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs detaillierter und mit Verweisen auf Hunderte wissenschaftliche Studien belegt. Zum Schluss dieser Einleitung noch ein Lesehinweis: Alle in diesem Buch verwendeten Fachbegriffe, die das Wissen eines Anlegers mit Investmentgrundkenntnissen übersteigen, werden entweder im laufenden Text in einer speziellen "Infobox" oder im Glossar am Buchende erläutert. Im Glossar enthaltene Fachbegriffe sind im laufenden Text mit einem Pfeil wie diesem "?" gekennzeichnet. Offenlegung: Der Autor ist Gesellschafter und Geschäftsführer der Gerd Kommer Invest GmbH, ein Finanzberatungs- und Vermögensverwaltungsunternehmen in München. Weder in der Vergangenheit noch zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung erhielt er wirtschaftliche Zuwendungen von einem Hersteller eines Finanzproduktes. Sein gesamtes Privatvermögen ist nach den Grundsätzen investiert, die in diesem Buch dargestellt werden. 1 WARUM ÜBERHAUPT SPAREN, INVESTIEREN, ANLEGEN? "Sinn und Zweck des Investierens ist nicht, die Rendite zu maximieren und reich zu werden. Der Sinn und Zweck ist, nicht arm zu sterben." Finanzbuchautor und Neurologe William Bernstein Die sprichwörtlichen Spatzen pfeifen es inzwischen von den Dächern: Allein aus der gesetzlichen Rente werden normale Arbeitnehmerhaushalte ihren unmittelbar vor Eintritt in den Ruhestand erreichten Lebensstandard mit großer Wahrscheinlichkeit nicht halten können.3 Das war, beziehungsweise ist, für die heutige Rentnergeneration noch überwiegend möglich. Für die Geburtsjahrgänge ab etwa 1960 ist das wohl eine Illusion. Die Hauptursachen: eine niedrige Geburtenrate in Kombination mit einer steigenden Lebenserwartung und zu geringem Wirtschaftswachstum. Man kann es auch etwas drastischer formulieren: Das so genannte ? Umlageverfahren, auf dem die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern beruht, ist strukturell fehlkonstruiert. Angesichts der oben genannten Faktoren kann es zwangsläufig und unreparierbar nur durch hohe Steuermittelzuschüsse, Rentenkürzungen und/oder Erhöhungen des Renteneintrittsalters vor dem Kollaps bewahrt werden. Doch halten wir uns nicht mit Klagen auf, sondern wenden uns möglichen Lösungen zu. Wer den Wunsch hat, seinen unmittelbar vor Eintritt in den Ruhestand erreichten Lebensstandard zu halten, muss vermutlich, wenn er nicht auf ein heute kaum zu prognostizierendes Wunder vertrauen will, eine oder mehrere der folgenden Maßnahmen ergreifen: (1) Man muss mehrere Jahre über das heutige durchschnittliche Renteneintrittsalter hinaus arbeiten. Für Männer liegt das derzeit bei 61,7 Jahren, für Frauen minimal niedriger. Dieser Weg ist - sofern es die persönliche Gesundheit erlaubt - grundsätzlich realistisch. Allerdings sind Umfragen zufolge die meisten Bundesbürger davon wenig angetan. (2) Man muss das Glück gehabt haben, nennenswert zu erben oder in der Lotterie zu gewinnen. Klar ist, dass diese "Vermögensbildungsformen" entweder vom Haushalt nicht beeinflussbar sind (Erbe) oder einfach nur einen kontraproduktiven Fall von "Sieg der Hoffnung über die Vernunft" darstellen (Lotteriespielen).4 (3) Man muss ein Eigenheim erworben haben (Haus oder Wohnung) und den etwaigen Kredit bei Renteneintritt ganz oder größtenteils abbezahlt haben. In diesem Buch zeige ich, dass das Eigenheim eine gute, aber im Allgemeinen keineswegs die renditemäßig beste Route zur sinnvollen Altersvorsorge ist, obwohl das viele Bundesbürger "seit anno Tobak" glauben. Außerdem ist ein Eigenheimerwerb für eine Vielzahl aller Haushalte aus finanziellen und anderen Gründen grundsätzlich ausgeschlossen oder unwirtschaftlich.5 (4) Man muss über Geld- beziehungsweise Finanzanlagen ein nennenswertes Vermögen erzielt haben. Davon handelt dieses Buch. Wie hoch dieses Finanzvermögen bei Eintritt in den Ruhestand sein muss, hängt vom Lebensstandard des Haushaltes und anderen Faktoren ab. Als grobe Faustregel sollen Arbeitnehmer, die mehr oder weniger ihr gesamtes Berufsleben in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben, zusätzlich etwa 10% ihres laufenden Nettoeinkommens über Jahrzehnte hinweg sparen und in eine Geldanlage investieren, die eine dauerhaft positive Rendite nach Inflation, Kosten und Steuern produziert. Wer nicht mindestens 20 Jahre durchschnittlich so spart und investiert, wird aufgrund des verkürzten Zeitraums mehr als 10% aufwenden müssen. Eine langfristig positive, inflationsbereinigte (reale) Rendite nach Steuern und Kosten kann man mit Sparbüchern, Festgeldern, Tagesgeldern, kapitalbildenden Lebensversicherungen und Bausparen - daran besteht kein Zweifel - nicht erreichen. Leider sind ausgerechnet das - neben dem Eigenheim - die bevorzugten Investmentformen der Deutschen. Infobox: Inflation und "Inflationsbereinigung" Renditen aus der Vergangenheit oder in der Zukunft sollten immer in inflationsbereinigter Form angegeben werden, weil alles andere unklar ist und bei Vergleichen mit älteren oder jüngeren Zahlen zu Missverständnissen führen kann. Ein Beispiel: 1972 betrugen die deutschen Sparbuchzinsen (Geldmarktzinsen) im Jahresmittel 5,6% pro Jahr. Klingt toll, insbesondere, wenn man das mit den Geldmarktzinsen heute, Mitte 2018, nämlich negativen 0,3% vergleicht. Doch ein solcher simpler Vergleich hinkt schlimmer als der Pirat mit Holzbein. 1972 betrug die Inflation beträchtliche 6,4%. Somit lagen die 1972er Zinsen "real" (inflationsbereinigt) bei negativen 0,8% (5,6% minus 6,4%). Das erscheint deutlich weniger lustig. Wenn man jetzt noch berücksichtigt, dass man 1972 von den 5,6% ? "nominalen" Zinsen rund ein Drittel als Steuern (1,9%) ans Finanzamt abgeben musste, dann stand der Sparer real nach Steuern 1972 schlechter als 2018, obwohl die (nominalen) Zinsen 1972 deutlich höher waren als 2018 (1972: 5,6% - 1,9% - 6,4% = -2,7% gegenüber 2018: -0,3% - 0% - 1,6% = -1,9%). Die Inflation betrug 2018 1,6% (vorläufiger Wert per Juni 2018), Steuern fielen 2018 nicht an, da die ? Nominalzinsen negativ waren. Eine dauerhaft positive, reale Rendite nach Steuern und Kosten kann man nur mit Geldanlagen erreichen, die zumindest teilweise Investments in ? Aktien, also Eigenkapital an börsennotierten Unternehmen, darstellen. Genau das geht mit ETFs und zwar einfacher als mit jedem anderen Anlagevehikel und in den allermeisten Fällen auch billiger. Dieses Buch zeigt, warum das so ist und wie man es macht. 2 WAS SIND ETFS? UND WARUM SIND SIE SO NÜTZLICH? "Es wird oft gesagt, ETFs hätten die Demokratisierung des Anlagemarktes bewirkt. Die Bandbreite der heute in ETF-Gestalt verfügbaren Anlagen und Anlageklassen verschafft dem einfachen Anleger Zugang zu Investments, die vor 20 Jahren großen institutionellen Investoren vorbehalten waren." Joanne Hill, Leiterin Institutional Investment Strategy des amerikanischen Vermögensverwalters ProShares in den USA, in einem Artikel im Financial Analysts Journal im September 2016 Das Kürzel ETF steht für "Exchange-Traded Fund", zu Deutsch "börsengehandelter Fonds". Trotz dieses abschreckend technisch klingenden Namens sind ETFs simple, letztlich leicht zu verstehende Investmentprodukte, wie dieses Buch zeigen wird. Weil ETFs so einfache und transparente Anlageprodukte sind und weil sie gegenüber ihren Alternativen erstaunliche Vorteile besitzen, existiert aus meiner Sicht heute kein Anlageprodukt, das sich besser für die langfristige Vermögensbildung und Altersvorsorge von Privathaushalten eignet als ETFs - ganz egal, ob der Haushalt "arm" oder "reich" ist. Der Glückspilz, der soeben eine Million geerbt hat, ist ebenso gut beraten, sein Vermögen in ETFs anzulegen wie der junge Kleinanleger, der in den nächsten Jahren nur 50 Euro im Monat sparen kann.6 Was genau sind ETFs? Zunächst einmal sind ETFs ganz normale "Investmentfonds". Ein Investmentfonds bündelt die relativ kleinen Anlagebeträge vieler einzelner Anleger und investiert dieses Geld gemäß seiner veröffentlichten Anlagestrategie in börsengehandelte Kapitalmarktanlagen. Kapitalmarktanlagen sind in diesem Zusammenhang Wertpapiere wie ? Aktien oder ? Anleihen. Ein Investmentfonds ist also ein "kollektives Investmentvehikel" für Privatanleger - so ähnlich wie man ein Mehrfamilienhaus als "kollektives Wohnvehikel" für Privathaushalte bezeichnen könnte. Investmentfonds für Privatanleger wurden 1924, also vor über 90 Jahren, in den USA erfunden, verbreiteten sich danach auch in Europa und Asien und sind seitdem in Bezug auf Transparenz und Sicherheit ihrer rechtlichen Struktur immer weiter verbessert worden. ETFs, als eine Variante von Investmentfonds, entstanden vor rund 25 Jahren im Jahr 1993. ETFs wurden mehrfach als die vielleicht "bedeutendste Finanzinnovation" der vergangenen Jahrzehnte bezeichnet. Geld via Investmentfonds anzulegen, hat für den Anleger drei große Vorteile: (a) Es ist einfacher und bequemer als direkt in Wertpapiere zu investieren; (b) der Anleger erzielt schon bei kleinen Anlagebeträgen eine risikoreduzierende Streuung (? Diversifikation), die mit Direktanlagen nicht möglich wäre; und (c) die Nebenkosten des Investierens sind niedriger als bei Direktanlagen. Das Argument "niedrige Kosten" trifft übrigens ganz besonders stark auf ETFs zu, weniger oder gar nicht auf konventionelle (traditionelle) Investmentfonds. Viele Leser werden "normale" oder "traditionelle" Investmentfonds besser kennen als ETFs. Bei einem normalen Investmentfond wie zum Beispiel einem Aktien- oder einem Anleihenfonds (oft auch Rentenfonds genannt), gibt es einen Fondsmanager. Sein Job ist es, das Geld der Anleger auf der Basis einer - leider immer nur diffus - schriftlich festgelegten Anlagestrategie erfolgreich zu investieren. "Erfolgreich investieren" heißt in diesem Zusammenhang, eine im Vergleich zur (sinnvoll vergleichbaren) Konkurrenz attraktive Kombination von hoher Rendite und niedrigem Risiko zu erzielen. Solche normalen Investmentfonds werden als "aktiv gemanagte" oder einfach nur als aktive Fonds bezeichnet; "aktiv" deswegen, weil der Fondsmanager "aktiv" versucht, attraktive Wertpapiere herauszupicken beziehungsweise unattraktive zu vermeiden und/oder gute Börsenphasen mitzunehmen beziehungsweise in schlechten Börsenphasen aus dem Markt zu gehen, also das Fondsvermögen in risikoarme "Cash-Anlagen" umzuschichten. Diese traditionelle Form zu investieren, basiert stets und notwendigerweise auf Prognosen und ist daher spekulativ. Dagegen existiert bei einem ETFs kein Fondsmanager, der jeden Morgen nach einem angestrengten Blick in seine Glaskugel entscheidet, welche Wertpapiere zu kaufen oder zu verkaufen sind. Stattdessen bildet der ETF einfach nur ganz unspektakulär einen Börsenindex ab (Fachjargon: Der ETF repliziert den Index). ETFs sind ? "Indexfonds". Der in Deutschland bekannteste Börsenindex ist der DAX. Mehr als zwei Dutzend hierzulande an Privatanleger vertriebene ETFs replizieren diesen Index.7 Der DAX umfasst die 30 größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland. Wer diese 30 Unternehmen sind, wird alle sechs Monate neu überprüft. Der wohl bekannteste US-Aktienindex ist der S&P-500-Index. Er umfasst die 500 größten amerikanischen Börsengesellschaften angefangen von Apple Inc., dem größten Mitglied, bis hin zu Under Armour Inc., dem kleinsten (Stand Mai 2018). Das Gewicht eines einzelnen Unternehmens im Index bemisst sich nach seiner ? Marktkapitalisierung, also dem Unternehmenswert. Börsenindizes, oder allgemeiner Finanzmarktindizes, existieren für jede Art von Kapitalmarktanlage: für Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Immobilien, Wechselkurse (Währungen), Zinssätze, ? Derivate, Kunst und andere Sammelobjekte wie zum Beispiel historische Geigen. Ein Index kann sich geografisch auf ein Land, eine Region oder die gesamte Weltwirtschaft beziehen. Der DAX bezieht sich auf Aktien großer deutscher Unternehmen ("Large Caps"), der "MSCI World Standard Index" auf Aktien großer und mittelgroßer weltweiter Unternehmen ("Large Caps" und "Mid Caps") aus insgesamt 23 Industrienationen. Wie sich ein Index zusammensetzt und von wem er in welchen Abständen (zum Beispiel minütlich oder stündlich) neu berechnet und veröffentlicht wird, ist nach einer verbindlich schriftlich fixierten, transparenten, regelgebundenen, sachlogischen Methodik festgelegt, und zwar von einem anderen Unternehmen als dasjenige, das einen ? Indexfonds auflegt. Jeder Anleger kann die öffentlich zugängliche Methodik des Index nachprüfen; nach der anfänglichen Festlegung ändert sich diese normalerweise nicht mehr. Indizes sind somit keine willkürliche und schon gar nicht eine "firmeninterne" Angelegenheit der Fondsgesellschaft, die von der schwankenden Meinung und dem nie abschließend bestimmbaren Fähigkeitsniveau, dem Gesundheitszustand und der Motivation einer einzelnen Person wie einem Fondsmanager abhängen. Infobox: Investmentfonds und ihr rechtlicher Hintergrund Was in Deutschland häufig einfach "Investmentfonds" (früher auch "Publikumsfonds") genannt wird, ist in der Rechtssprache ein "UCITS-Fonds". "UCITS" steht für "Undertakings for Collective Investment in Transferable Securities" oder auf Deutsch "Organismus für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren" ("OGAW"). Alle in Deutschland und Österreich zum Vertrieb an Privatanleger zugelassenen ETFs sind UCITS-Fonds; dasselbe gilt für alle konventionellen Investmentfonds. Seit 1985 hat die EU vier so genannte UCITS-Richtlinien erlassen, die die 28 EU-Mitgliedstaaten in nationales Recht umzusetzen hatten. In Deutschland geschah dies zuletzt 2013 in Gestalt des KAGB (Kapitalanlagengesetzbuch). Die UCITS-Richtlinien haben die primären Ziele, (a) den europäischen Binnenmarkt für "kollektive Investmentvehikel" (Fonds), die an Privatanleger vertrieben werden, zu stärken (zum Beispiel durch EU-weite, einheitliche aufsichtsrechtliche Standards) und (b) hierbei einen hohen Anlegerschutz zu gewährleisten. Ein UCITS-Fonds, der in einem einzelnen EU-Mitgliedstaat eine rechtliche Zulassung erworben hat und dort der staatlichen Aufsicht unterliegt, darf in allen anderen EU-Mitgliedstaaten an Privatanleger verkauft werden. UCITS-Fonds sind in gewisser Weise die am schärfsten und engsten regulierten Anlageprodukte überhaupt. Auf ihre für Anleger besonders wichtige Eigenschaft als "Sondervermögen" gehe ich in Kapitel 5 ein. In Deutschland werden etwa 1200 ETFs an Privatanleger vertrieben (Stand Juni 2018). Mit diesen 1200 ETFs kann man mittlerweile alle für Privatanleger relevanten Indizes und dadurch alle relevanten ? Asset-Klassen (Anlageklassen) abdecken: Aktien einschließlich Immobilienaktien, ? Geldmarktanlagen, ? Anleihen, Edelmetalle und Rohstoffe. Zum Vergleich: In Deutschland werden mehr als 5?000 aktiv gemanagte Investmentfonds an Privatanleger vertrieben. (Zur Einordnung: Weltweit existieren knapp 50?000 Aktien, über eine Million Anleihen und eine unbekannte Anzahl an ? Derivaten. Diese Vielfalt individueller Möglichkeiten für Direktanlagen in Kapitalmarktprodukte wird jedoch in der wertmäßig und anzahlmäßig größten aller ? Asset-Klassen, nämlich Immobilien, weit übertroffen.) Weiter oben erwähnte ich, dass konventionelle Investmentfonds eine aktive Anlagestrategie verfolgen, das heißt, sie wollen "den Markt schlagen", also eine bessere Rendite-Risiko-Kombination erzielen als ein korrekt gewählter Vergleichsindex. Leider entpuppt sich dieser im Marketing-Material der Fondsgesellschaften stets fett und bunt herausgestellte Anspruch in der Realität überwiegend als Mogelpackung. Seit über 50 Jahren haben nämlich Tausende wissenschaftlicher Untersuchungen für wohl jedes Land und jede Asset-Klasse immer und immer wieder zwei in dieser Hinsicht fundamentale Feststellungen bestätigt: (1) Je nach untersuchtem Zeitfenster (das können beispielsweise die letzten zwölf Monate sein oder die 15 Jahre von 2000 bis 2014) liegen 50% bis 100% aller Investmentfonds mit ihrer Rendite schlechter als der relevante Markt, also schlechter als einfaches, völlig neutrales ("blindes") Investieren in den relevanten Gesamtmarkt (zum Beispiel mit einem ETF). (2) Die Minderheit der Fonds, die in einem bestimmten Zeitfenster besser liegt als der Markt, ist im Vorhinein nicht zuverlässig prognostizierbar. Mit anderen Worten: Die Zusammensetzung dieser meistens eher kleinen Minderheit wechselt von Zeitfenster zu Zeitfenster rein zufällig.8 In Kapitel 4 dieses Buches erläutere ich im Detail, warum das so ist und warum das auch in der Zukunft so bleiben wird. Im vorliegenden Kapitel geht es uns zunächst nur um die praktische Schlussfolgerung für Privatanleger, und die lautet ganz einfach: Nicht in aktiv gemanagte Investmentfonds investieren, sondern in ihre schlauere, weil rentablere und meistens sogar noch risikoärmere Alternative: ETFs. Warum sind ETFs die rentablere Alternative? Mit ETFs erzielt der Anleger die jeweilige Marktrendite, also beispielsweise die Rendite des Weltaktienmarktes abzüglich geringer Kosten. Mit aktiv gemanagten Fonds erzielt der Anleger - trotz vollmundiger Versprechungen der Fondsgesellschaften - in den meisten Fällen auch nur die Marktrendite, aber abzüglich hoher Kosten und das bei üblicherweise stärkeren Wertschwankungen (mehr Risiko) als bei einem Vergleichs-ETF. Aufgrund des ? Zinseszinseffektes erreicht der durchschnittliche ETF-Anleger - wenn er ein disziplinierter "Buy-and-Hold-Anleger" (siehe Infobox in Abschnitt 3.4) ist - deswegen auf lange Sicht fast immer ein höheres Endvermögen als ein Anleger in aktiv gemanagte Fonds und oft sogar ein beträchtlich höheres Endvermögen.9 Dabei ist Sparen oder Investieren mit ETFs einfacher als Anlegen mit aktiv gemanagten Fonds, wie wir noch sehen werden. Wenn ETFs so viele Vorteile haben, wie kommt es dann, dass man von seinem Bankbetreuer oder Finanzberater so wenig über ETFs hört? Die Antwort darauf ist simpel: Banken, konventionelle Vermögensverwalter und Fondsvermittler verdienen an ETFs nur ein Zehntel bis ein Fünftel dessen, was sie an Verkauf und Vermittlung konventioneller Investmentfonds oder anderer Finanzprodukte verdienen. Deswegen finden diese Finanzdienstleister ETFs gar nicht lustig und versuchen sie gegenüber ihren Kunden entweder totzuschweigen oder, wenn totschweigen bei manchen Kunden nicht mehr funktioniert, sie mit - aus wissenschaftlicher Sicht - oft haarsträubenden Argumenten schlechtzureden. Mit der Frage, ob ETFs als rechtliche Gebilde aus der Sicht eines Anlegers "Strukturrisiken" besitzen, also zum Beispiel "pleitegehen können", befassen wir uns in Kapitel 5 (hier schon vorab die Klarstellung: Nein, sie können nicht pleitegehen). Kapitel 5 geht auch darauf ein, ob der heute zwar noch kleine, aber in den letzten Jahren deutlich gewachsene Marktanteil von ETFs ein "systemisches" Risiko mit sich bringt. So viel vorab zum Einstieg in das für mich faszinierende Thema ETFs. Bevor wir uns später eingehender mit diesem elegant simplen Finanzprodukt befassen, sehen wir uns im folgenden Kapitel 15 einfache Grundsätze an, die die fundamentalen Rahmenbedingungen erfolgreicher Vermögensbildung und Altersvorsorge sind.

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in D, A ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Campus Verlag
  • Seitenzahl: 240
  • Erscheinungstermin: 08.11.2018
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783593440507
  • Artikelnr.: 53464062
Autorenporträt
Gerd Kommer studierte Betriebswirtschaftslehre, Steuerrecht, Politikwissenschaft und Germanistik in Deutschland, in den USA und Liechtenstein. Er leitet ein Finanzberatungsunternehmen in München. 2016 erhielt er den Deutschen Finanzbuchpreis für "Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs".
Inhaltsangabe
INHALT

Wie Ihnen dieses Buch helfen kann - eine Einleitung 9
1 Warum überhaupt sparen, investieren, anlegen? 12
2 Was sind ETFs? Und warum sind sie so nützlich? 15
3 15 Grundprinzipien erfolgreicher Vermögensbildung 21
3.1 Prinzip 1: Machen Sie Geld zu Ihrem Freund 21
3.2 Prinzip 2: Schulden sind tabu (mit drei Ausnahmen) 31
3.3 Prinzip 3: In jedem Quartal gilt: Einnahmen Ausgaben 35
3.4 Prinzip 4: Humankapital - Ihr größtes Asset verstehen 36
3.5 Prinzip 5: Den Erzfeind Interessenkonflikte bekämpfen 39
3.6 Prinzip 6: Nebenkosten so wichtig nehmen, wie sie sind 43
3.7 Prinzip 7: Rendite als Schmerzensgeld für Risiko sehen 46
3.8 Prinzip 8: Realistische Renditevorstellungen haben 48
3.9 Prinzip 9: Die Macht der Langfristigkeit für sich nutzen 53
3.10 Prinzip 10: Den Markteinstieg nicht timen wollen 57
3.11 Prinzip 11: Nicht auf Omas Immobilienlegende reinfallen 61
3.12 Prinzip 12: Ohne Aktien oder Immobilien geht es nicht 65
3.13 Prinzip 13: Verpackung und Inhalt auseinanderhalten 67
3.14 Prinzip 14: Sich möglichst selten selbst austricksen 74
3.15 Prinzip 15: Investmentpornografie nicht auf den Leim gehen 85
4 Aktiv versus passiv Investieren 88
5 ETFs: Wie sind sie aufgebaut? Wie funktionieren sie? 97
6 Risiko beim Investieren - eine kurze Einführung 104
7 Das Weltportfolio-Konzept 113
7.1 Was es ist und auf welchen Prinzipien es basiert 113
7.2 Ein simpler Weltportfolio-Vorschlag zur Umsetzung 116
7.2.1 Die "Level-1-Asset-Allokation" festlegen 117
7.2.2 Die "Level-2-Asset-Allokation" festlegen 122
7.3 Immobilien, Gold und Rohstoffe - brauche ich sie in meinem Depot? 126
7.4 Wechselkursrisiko - wie damit umgehen? 132
7.5 "Rebalancing" - das Portfolio auf Kurs halten 136
7.6 Was das Weltportfolio-Konzept nicht ist 139
8 Praktische Umsetzungsfragen 141
8.1 Fondssparen mit ETFs: Regelmäßig kleine Beträge anlegen 141
8.2 Was tun, wenn Aktien überbewertet erscheinen? 146
8.3 Ausschüttende versus thesaurierende ETFs -
was ist besser für mich? 153
8.4 Wie und wo ein ETF-Depot anlegen und ETFs kaufen? 159
8.5 Die Website zum Buch: www.weltportfolio.net 165
8.6 Sozial verantwortlich investieren mit ETFs - macht das Sinn? 166
9 Steuern: Die Basics, die Sie kennen müssen 175
10 Die Kritik an ETFs und am Passiven Investieren 184
11 17 Anlageprodukte, von denen Sie die Finger lassen sollten 190
12 Wie Sie Ihr Geldwissen weiterentwickeln 202
13 Wenn Sie einen Berater engagieren wollen 206
14 Was tun im Crash? 211
15 Was bedeutet das alles für Sie? 217
16 Anhang 222
16.1 Verzeichnis aller Infoboxen 222
16.2 Verzeichnis aller Tabellen und Abbildungen 222
16.3 Literaturquellen 224
16.4 Glossar 228
16.5 Danksagung 236
16.6 Register 236
Rezensionen
"Gerd Kommer erklärt, wie man richtig investiert. Und wie man schlechte Entscheidungen vermeidet.", Börsenblatt f.d.Dt.Buchhandel, 29.11.2018 "Gerd Kommer rechnet mit sämtlichen Investmentmärchen ab. Immer mit Belegen aus wissenschaftlichen Forschungsergebnissen." Franz Rieber, ETF Extra Magazin, 09.11.2018 "Den größten Nutzen von Kommers Einsteigerbuch haben Leser, die bisher noch keinen oder nur wenig Kontakt zur Anlage mit Wertpapieren hatten, aber gerne mit dem Investieren beginnen möchten. Das Buch erläutert, dass passives Investieren mit Indexfonds und ETFs für Privatanleger die überlegene Alternative ist. Im Grunde ist das Einsteigerbuch damit ein perfektes Geschenk zu Weihnachten.", Extra-Magazin, 01.12.2018 "Kommer wirbt mit PraxisnIhe und der Einfachheit eines Konzepts, das sich auch für den Anleger eigne, der nicht täIglich in die Wirtschaftsnachrichten hineinschaut. Das Buch wartet mit einem locker-leichten Tonfall auf, der es dem Einsteiger leicht macht, seinen Weg in eine an sich trockene Materie zu finden, die manchen Fachfremden gerne mal abschreckt." Alexandra Baude, rendite. Das Anlagemagazin der Börsen-Zeitung, 04.12.2018 "Gelungenes Einsteigerwerk von ETF-Papst Kommer", justetf.com, 20.12.2018 "Die Stärke liegt in seinem ruhigen, unaufgeregten Stil. Keine Versprechungen hoher Renditen, stattdessen nüchterne Renditeberechnungen. Dabei trifft Kommer nie zu optimistische Annahmen, indem er gute Erträge aus der Vergangenheit in die Zukunft fortschreibt." Ulf Sommer, Handelsblatt, 09.11.2018 "Für Einsteiger sehr zu empfehlen!", ETF-Nachrichten, 06.11.2018…mehr