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Wer ist Muck? Der kleine herrenlose Köter, der Lippel immer auf dem Schulweg nachläuft, oder der Hund aus dem Königspalast? Und wer sind Asslam und Hamide, mit denen Lippel im Sandsturm durch die Wüste irrt? Die beiden türkischen Kinder aus seiner Klasse oder der Prinz und die Prinzessin aus dem Morgenland? Es ist ein aufregendes Abenteuer, das Lippel da träumt, und er selbst steckt mittendrin. Oder ist es gar kein Traum?…mehr

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Produktbeschreibung
Wer ist Muck? Der kleine herrenlose Köter, der Lippel immer auf dem Schulweg nachläuft, oder der Hund aus dem Königspalast? Und wer sind Asslam und Hamide, mit denen Lippel im Sandsturm durch die Wüste irrt? Die beiden türkischen Kinder aus seiner Klasse oder der Prinz und die Prinzessin aus dem Morgenland? Es ist ein aufregendes Abenteuer, das Lippel da träumt, und er selbst steckt mittendrin. Oder ist es gar kein Traum?
  • Produktdetails
  • Verlag: Verlag Friedrich Oetinger
  • Seitenzahl: 240
  • Altersempfehlung: ab 10 Jahre
  • Erscheinungstermin: 01.05.2011
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783862745661
  • Artikelnr.: 37496611
Autorenporträt
Paul Maar, geboren 1937 in Schweinfurt, wurde als Erfinder des "SAMS" bekannt und ebenfalls als erfolgreicher Autor und Illustrator von Kinder- und Jugendbüchern. Er erhielt u.a. den Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises für sein Gesamtwerk. 2009 wurde ihm der Wolfram-von-Eschenbach-Kulturpreis verliehen.
Rezensionen
Besprechung von 26.09.2009
Besuch von alten Bekannten
Nach sieben Jahren Pause hat Paul Maar ein neues Sams-Buch geschrieben – und darin ein großes Rätsel gelöst
Von Sabine Buchwald
Bamberg – Gegen Ende der Woche steckt der Postbote einen fingerdicken Umschlag in den Briefschlitz der Tür, neben der ein Nachname mit vier Buchstaben klebt: Maar, Paul Maar. Der wartet auf diese Post und wäre überrascht, wenn er einmal keine Leserbriefe von seinem Hamburger Verlag geschickt bekäme. Wohl um die 5000 verwahrt Maar in Kisten auf dem Dachboden. Jede Woche trägt er einen neuen Stapel die schmale Holztreppe des Bamberger Bürgerhauses hinauf in den ersten Stock. Hier steht sein Schreibtisch, auf dem sich Zeichnungen und Skizzenblöcke türmen, umringt von übervollen Bücherregalen.
Seit 40 Jahren beantwortet Maar jeden einzelnen Brief, weil er glaubt, dass er dem Absender eine Freude damit macht. „Ich habe das Gefühl, ich bin ein ferner Freund für viele meiner Leser”, sagt er. Einem, dem man erzählen kann, dass man todunglücklich ist über die neue Freundin des Vaters. Dem man schreibt, dass die Sams-Bücher vom vielen Lesen zerfleddert sind und es doch endlich eine neue Sams-Geschichte geben soll, damit man wieder etwas zum Lachen hat. Das fünfte und bislang letzte Buch, „Sams in Gefahr”, in dem der blöde Sportlehrer Daume dem Sams seine blauen Wunschpunkte stiehlt, ist vor immerhin sieben Jahren erschienen. Endlich hat Maar die Bitten erhört und sich eine Fortsetzung ausgedacht. Die erscheint nun als Werbegag des Oetinger-Verlags – wie einst das Sams dem Herrn Taschenbier – an einem Samstag, nämlich dieses Wochenende.
Die Idee zu dem Buch kam Maar Anfang des Jahres im Fiebertaumel. Sein Arzt hatte ihn im Januar ins Spital eingewiesen. „Im Krankenbett kreisten meine Gedanken plötzlich um den Satz, Onkel Albin und das Sams‘”, erzählt Maar. Als ihm auch Sohn Michael zuredete, das Sams und die Familie Taschenbier wieder auszugraben, verließ der Autor schließlich fieberfrei, aber mit einer Geschichte im Kopf das Krankenhaus. Kurz darauf wurde aus Albin ein Alwin und in nur vier Monaten ein sechstes Sams-Buch. Er habe sich beim Schreiben gefühlt, erzählt Maar, als seien alte Bekannte zu Besuch gekommen. Ein paar Details habe er nachschlagen müssen, etwa wie ein Freund von Martin Taschenbier heiße, nichts wirklich Wichtiges.
Maar ist ein Vielschreiber, ein fröhlicher Dichter und ein zwanghafter Vielleser: „Wenn ich gut drauf bin, dann spreche ich zu meiner Frau nur in Reimen”, sagt er grinsend. Er verschlinge Zeitungen, aus Verlegenheit sogar Gebrauchsanweisungen. Leider sei er auch dem Fernsehen verfallen. Deshalb flüchtet Maar zum konzentrierten Arbeiten vor den medialen Versuchungen in ein Häuschen im oberfränkischen Birkenfeld. Ein Ritual, dem stets ein weiteres folgt: Die ersten zehn Seiten eines neuen Buches schreibt Maar gewöhnlich auf einen weißen Block mit einem „möglichst spitzen Faserschreiber”. Einigermaßen zufrieden mit dem Anfang, überträgt er den Text in den Computer und macht am Bildschirm weiter.
In der Abgeschiedenheit kommen die Erinnerungen, aus denen er schöpft. „Ich habe eine tiefe Wurzel in die Kindheit”, sagt Maar. Er könne sich gut erinnern an Momente, in denen er euphorisch glücklich gewesen sei oder tief betrübt über eine dumme Bemerkung eines geistlosen Erwachsenen. Vier bis fünf Seiten schaffte er täglich für das neue Sams-Buch. Als gut zwei Drittel fertig waren, bekam Maar einen Anruf von der Stiftung Lesen. Man fragte ihn, ob er nicht einen Text für einen geplanten Vorlese-Weltrekord verfassen wolle. An 100 Tagen sollte dieser von 100 verschiedenen Leuten an 100 Orten vorgelesen werden. Maar bot „Onkel Alwin und das Sams” an. Die Stiftung war begeistert, und Maar zwang sich somit, zügig weiterzuschreiben. So kam es, dass vor einigen Wochen sogar auf der Zugspitze die frischformulierten Passagen über das Sams und den Besuch von Onkel Alwin aus Australien vorgelesen wurden. Am Freitagnachmittag hat Maar zum Finale in Köln die letzten Seiten selbst vorgetragen.
In seinem neuen Werk beantwortet Maar eine häufig gestellte Leserfrage: Ja, es gibt mehr als nur ein Sams. Das erste Kapitel beginnt mit einer Versammlung der Samse, auf der das Sams der Taschenbiers vom Übersams zur Rede gestellt wird. Es muss sich entscheiden, ob es für immer bei der Familie bleiben oder in die Sams-Gemeinschaft zurückkehren will. Zu menschlich ist es den anderen Samsen geworden, zu unsamsig, obwohl es noch immer zünftig dichten kann. Sogar der charakteristische Rüssel hat sich zu einer – wenn auch großen – Nase verändert. Die aber verhilft dem Sams zu einer ungewohnten Rolle. Es wird in die Clique von Martin Taschenbier aufgenommen und darf neu eingekleidet mit in die Stadt. Durchaus hilfreich, denn Lehrer Daume müssen die blauen Punkte abgejagt werden, um den unverschämten Onkel Alwin wegzuwünschen. Der nämlich hat sich wie eine Wanze in Martins Zimmer festgesetzt und lässt sich immerzu bedienen.
Ursprünglich hatte Maar nur an ein einziges, unvergleichliches Sams gedacht, als rotzfrechen, eloquenten Gegenpart zu dem schüchternen, eher verstockten Herrn Taschenbier. Das war Anfang der siebziger Jahre, da war Paul Maar gerade 36 Jahre alt und hatte noch Biographisches aufzuarbeiten. Der verklemmte Büroangestellte Taschenbier, für den Maar als Vorbild einen Angestellten seines Vaters vor Augen hatte, entwickelte sich fünf Bücher lang zum großherzigen Familienmenschen. Und Paul Maar, der gebürtige Schweinfurter, wurde durch die Sams-Reihe zu einem der bekanntesten und erfolgreichsten deutschsprachigen Kinderbuchautoren. Mehr als vier Millionen Mal haben sich bislang allein die Bücher vom Sams verkauft. Die drei Herr-Bello-Bände, „Der tätowierte Hund” oder die Geschichten vom „kleinen Känguru” sind ebenfalls beliebt. Und die Sams-Filme haben gut drei Millionen Zuschauer gesehen.
Anfang Oktober kommt die Verfilmung des Buchs „Lippels Traum” in die Kinos. Paul Maar hat wieder mit Ulrich Limmer das Drehbuch dazu geschrieben. Obwohl mittlerweile 72 Jahre alt, war Maar bei den Dreharbeiten in Passau und Marokko dabei. Der Film entspreche fast 100-prozentig seiner Vorstellung, sagt er. Und das neue Buch? Es ist sicher nicht seine beste Sams-Geschichte. Doch die Handlung nimmt eine überraschende Wendung und ist sehnlichst erwarteter Stoff für die vielen Sams-Fans.
Die Idee zu dem Buch kam Paul Maar im Fiebertaumel.
Mehr als vier Millionen Mal haben sich bislang allein die Bücher vom Sams verkauft.
Paul Maars Schreibtisch ist übersät mit Skizzen und Stiften. Hier beantwortet er Leserbriefe – und zwar jeden, den er bekommt. Foto: der deutsche Vorlesepreis
Ach, da schau her: Das Sams ist gar kein Unikum. Im sechsten Band stellt sich heraus, dass es von diesen seltsamen Rüsselwesen eine ganze Horde gibt. Illustration: Paul Maar
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung exklusiv über www.sz-content.de
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Lippel ist eines der nettesten Kinder, das ich kenne. Ich meine das ganz ernst, Lippel ist nicht nur eine Figur in einem Kinderbuch, nein, für mich ist er absolut lebendig. Paul Maar hat eine Person erschaffen, und das zeichnet ihn aus als großen Meister des Wortes, als Zauberer, der zwischen zwei Buchdeckeln eine Welt entwirft, in die die Leser so tief eintauchen können, dass sie wie aus einem wunderschönen Traum erwachen, wenn sie das Buch zu Ende gelesen haben. Und wenn sie es viele Jahre später wieder zur Hand nehmen, dann sind sie sehr überrascht, dass der Autor etwas niedergeschrieben hat, was sie doch selber erlebt haben. So geht das einem auch mit Lippels Freundin, Frau Jeschke. Meine Frau Jeschke hieß "Hechberger Tante", aber Namen sind Schall und Rauch. Wichtig ist, was sie für Lippel und mich bedeuten: Aufmerksamkeit, Wertschätzung unserer Wünsche und Sehnsüchte, Großzügigkeit, Güte, Zeit, Verständnis und Zugewandtheit und vor allem Ruhe, die sie haben und geben. Auch wenn Lippel in dieser Geschichte unendlich viele Abenteuer, die es wirklich in sich haben, erleben muss - viel lieber würde er nämlich das alles "nur" lesen -, so wissen wir Leser ganz genau, dass ihm nichts Schreckliches passieren kann, weil es doch Frau Jeschke gibt. Das ist wichtig, denn viele Autoren können zwar spannende Geschichten erzählen, aber Lippels Träume sind nicht einfach Fantasy um der Unterhaltung willen, sondern sie sind die Fortsetzung und Lösung dessen, was er in der Schule und in seinem Alltag erlebt. All seine Probleme mit anderen Kindern, einem heimatlosen Hund, der alles andere als reizenden Frau Jakob, vermischen sich in seinen Träumen mit Motiven der "Geschichten aus tausend und einer Nacht", Lippels Lieblingsmärchen. Man muss die Märchen nicht kennen, um Lippels Träume zu verstehen, aber man wird ganz bestimmt hinterher, wenn Lippels Eltern wieder zuhause sind und er selber wieder ruhig schlafen kann, wissen wollen, wie die Originalgeschichten weitergehen. Lippel ist also auch ein perfekter Literaturagent, der beste, den ich kenne. (Rezension von Gabriele Hoffmann aus dem Libri-Fachkatalog Harry & Pooh 2008/2009)…mehr
"Paul Maar, Autor vieler Kinderbücher, die Hälfte von ihnen auf der Auswahlliste zum Deutschen Jugendbuchpreis, hat mit Lippels Traum wieder eine Geschichte erzählt und illustriert, die großes Vergnügen bereitet. (...) Rahmenhandlung und morgenländisches Märchen sprudeln vor Einfällen, originell und amüsant, aber nie übertrieben. Mühelos identifiziert sich der Leser mit Lippels Gefühlen, seinen Freuden, Enttäuschungen und Erfahrungen; mit Humor und Menschenkenntnis sind die Personen konzipiert die Handlung ist realistisch, die Dialoge unverkrampft."
(Süddeutsche Zeitung)
"Ein Buch im Buch, lauter Geschichten in der Geschichte und Träume, die Leben und Literatur verbinden." (Die Welt)

"Paul Maar, Autor vieler Kinderbücher, die Hälfte von ihnen auf der Auswahlliste zum Deutschen Jugendbuchpreis, hat mit Lippels Traum wieder eine Geschichte erzählt und illustriert, die großes Vergnügen bereitet. (...) Rahmenhandlung und morgenländisches Märchen sprudeln vor Einfällen, originell und amüsant, aber nie übertrieben. Mühelos identifiziert sich der Leser mit Lippels Gefühlen, seinen Freuden, Enttäuschungen und Erfahrungen; mit Humor und Menschenkenntnis sind die Personen konzipiert die Handlung ist realistisch, die Dialoge unverkrampft." (Süddeutsche Zeitung)

"Viele Jugendbücher werden von Erwachsenen ebenso gern gelesen wie von Kindern. Dazu gehört auch Lippels Traum." (Berliner Morgenpost)