Japanische Gegenwartsliteratur - Hijiya-Kirschnereit, Irmela
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Einheimische Traditionen und Einflüsse aus dem Westen prägen gleichermaßen die japanische Literatur der Moderne. Das Handbuch gibt Einblick in die vielgestaltige literarische Landschaft der japanischen Gegenwartsliteratur, ihre Entwicklung, ihre gesellschaftlichen und kulturellen Hintergründe. In ausführlichen Essays und mit umfangreichen Bibliografien werden zehn ihrer wichtigsten Autorinnen und Autoren vorgestellt.…mehr

Produktbeschreibung
Einheimische Traditionen und Einflüsse aus dem Westen prägen gleichermaßen die japanische Literatur der Moderne. Das Handbuch gibt Einblick in die vielgestaltige literarische Landschaft der japanischen Gegenwartsliteratur, ihre Entwicklung, ihre gesellschaftlichen und kulturellen Hintergründe. In ausführlichen Essays und mit umfangreichen Bibliografien werden zehn ihrer wichtigsten Autorinnen und Autoren vorgestellt.
  • Produktdetails
  • Verlag: Edition Text Und Kritik
  • Seitenzahl: 345
  • Erscheinungstermin: Oktober 2000
  • Deutsch
  • Abmessung: 211mm x 148mm x 21mm
  • Gewicht: 470g
  • ISBN-13: 9783883776392
  • ISBN-10: 3883776394
  • Artikelnr.: 08963065
Autorenporträt
Hijiya-Kirschnereit, Irmela
Irmela Hijiya-Kirschnereit, Studium der Japanologie, Sinologie, Philosophie und Soziologie an der Universität Hamburg, 1975 Promotion, 1980 Habilitation. Sie lehrt seit 1991 Japanologie am Ostasiatischen Institut der FU Berlin. In zahlreichen Publikationen machte sie sich um die Vermittlung japanischer Literatur in Deutschland verdient. U.a. sind erschienen: "Ausgekochtes Wunderland. Japanische Literatur lesen" (2010), "Japan - Der andere Kulturführer" (2000). Irmela Hijiya-Kirschnereit übersetzte selbst u.a. "Frauen, Masken" von Enchi Fumiko, "Der Fälscher" von Inoue Yasushi und "Tanze, Schneck, tanz" von Oba Minako.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 20.01.2001

Japanische Literatur

Von den drei Literaturnobelpreisen, die an asiatische Autoren vergeben wurden, gingen zwei an japanische Schriftsteller, an Kawabata Yasunari und Oê Kenzaburô. Der Bedeutung der japanischen Literatur und ihrer Vermittlerfunktion, die sich durch die Mischung aus eigener Tradition und westlichem Einfluß ergibt, wird in den letzten Jahren durch eine vermehrte Übersetzung ins Deutsche Rechnung getragen. Doch läßt sich aus den Titeln, die dem deutschen Leser zugänglich sind, noch immer kein Gesamtbild der modernen Literaturlandschaft Japans erstellen. Wer einen fundierten Überblick gewinnen möchte, für den hat Irmela Hijiya-Kirschnereit, Professorin für Japanologie, ein kenntnis- und informationsreiches Handbuch geschrieben. In zehn ausführlichen Porträts werden die wichtigsten Schriftsteller mit ihrem Werk vorgestellt. Ergänzt werden diese Artikel durch eine Einführung in die japanische Literatur der Moderne und eine Reihe von Bibliographien zu Originalausgaben, Übersetzungen und Sekundärliteratur sowie Hinweise zu Quellen im Internet. (Irmela Hijiya-Kirschnereit: "Japanische Gegenwartsliteratur". Ein Handbuch. Edition Text + Kritik, München 2000. 346 S., 10 Abb., br., 48,- DM.)

sdm

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Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

In einer Sammelrezension bespricht Ludger Lütkehaus fünf Bücher, die alle einen Bezug zu Japan haben.
1) Ludwig Harig: "Reise mit Yoshimi" (Zu Klampen Verlag)
Lütkehaus merkt an, dass die Bezeichnung `Reportagen` im Untertitel möglicherweise etwas irreführend sein könnte. Denn seiner Ansicht nach handelt es sich hier vielmehr um "subtile poetische Annäherungsversuche", bei denen sich der Autor an Max Dauthendey anlehnt. Dieser hat, wie Lütkehaus erläutert, in Japan `acht Gesichter` gesehen, wie etwa `Landschaft-, Wetter-, Seelen-, Tages- und Jahreszeitengesichter`. Dass Harig nicht "umstandslos in Dauthendeys Spuren" geht, sondern sich vielmehr einfach inspirieren lässt, scheint dem Rezensenten recht gut zu gefallen.
2) Irmela Hijiya-Kirschnereit: "Japanische Gegenwartsliteratur" (edition text und Kritik)
Lütkehaus stellt die Autorin zunächst als eine der "besten Kennerinnen Japans" vor und weist darauf hin, dass die Hijiya-Kirschnereit hier insbesondere ausführliche und aktuelle Informationen zum ersten japanischen Nobelpreisträger Kawabata bietet. Dabei habe die Autorin eigene Artikel aus dem `Kritischen Lexikon zur fremdsprachigen Gegenwartsliteratur überarbeitet und einige weitere hinzugefügt.
3) Irmela Hijiya-Kirschnereit: "Japan" (Suhrkamp Verlag)
Zu diesem Buch merkt der Rezensent nur kurz an, dass die Autorin in ihrem Essayband auf "die nötige Distanz zu den Wahrnehmungsklischees", mit denen Japan hierzulande üblicherweise betrachtet wird, setzt.
4) Uwe Schmitt: "Mondtränen, Bürohelden und Küchengerüchte (Picus Verlag)
Lütkehaus preist dieses Buch begeistert als lohnende Lektüre an, und das nicht nur wegen des "glänzenden Schreibstils" des Autors. Besonders gefällt dem Rezensenten, wie Schmitt "Unterhaltsames mit überraschender Information" verbindet. Als Beispiel dafür nennt Lütkehaus das Kapitel über Harakiri, in dem der Autor mit im Westen verbreiteten Legenden vom "geradezu lyrischen Selbstmord" aufräumt und darüber hinaus deutlich macht, dass die Japaner keineswegs anfälliger für Selbstmord sind als andere Völker. Gut gefallen dem Rezensenten auch die Passagen des Buchs, in denen Schmitt über die unterschiedliche Einstellung zum Tod und insbesondere zum Selbstmord zwischen japanischer und christlicher Tradition eingeht.
5.) Florian Coulmas: "Japanische Zeiten" (Kindler Verlag)
Nach Lütkehaus geht es in diesem "Pionierwerk" besonders um Zeit und Zeitempfinden in Japan - etwa um den Konflikt zwischen gregorianischem Kalender und der Tradition, Zeit an den Herrschaftszeiten der Kaiser zu messen. Oder auch um den scheinbaren Widerspruch von hektischer Arbeitswelt und Naturnähe bzw. Meditation. Und nicht zuletzt gehe es um die Uhrenfirma Seiko, die die Uhren immer auf zehn nach zehn stellte, damit die Uhren aussehen wie lächelnde Gesichter. Lütkehaus fällt dabei auf, dass auch das Buch selbst "die zyklische Struktur, die es beschreibt" zeigt, was ihm offenbar sehr gut gefällt. Darüber hinaus lobt er den leichten Schreibstil des Autors, mit dem es Coulmas seiner Ansicht nach gelingt, viel Information in gut lesbarem Stil zu vermitteln.

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