Als die Sonne im Meer verschwand - Abulhawa, Susan
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In einem malerischen Dorf in Palästina wachsen die Geschwister der Familie Baraka auf. Doch an einem Tag im Jahr 1948 geht ihre Kindheit jäh zu Ende. Israelische Soldaten stecken ihr Haus in Brand und zwingen sie gewaltsam zur Flucht. Nazmiyya versucht, dem Leid der Flüchtlingslager zu trotzen, Mamduh zieht bis ans andere Ende der Welt. Sie verlieren ihre Familie, ihre Heimat und einander - nie aber die Hoffnung. Und Hoffnung ist es auch, die sechzig Jahre später Mamduhs Enkelin aus Amerika nach Gaza führt ...…mehr

Produktbeschreibung
In einem malerischen Dorf in Palästina wachsen die Geschwister der Familie Baraka auf. Doch an einem Tag im Jahr 1948 geht ihre Kindheit jäh zu Ende. Israelische Soldaten stecken ihr Haus in Brand und zwingen sie gewaltsam zur Flucht. Nazmiyya versucht, dem Leid der Flüchtlingslager zu trotzen, Mamduh zieht bis ans andere Ende der Welt. Sie verlieren ihre Familie, ihre Heimat und einander - nie aber die Hoffnung. Und Hoffnung ist es auch, die sechzig Jahre später Mamduhs Enkelin aus Amerika nach Gaza führt ...

  • Produktdetails
  • Diana-Taschenbücher 35914
  • Verlag: Diana
  • Originaltitel: The Blue Between Sky and Water
  • Seitenzahl: 399
  • Erscheinungstermin: 11. Oktober 2016
  • Deutsch
  • Abmessung: 185mm x 118mm x 35mm
  • Gewicht: 333g
  • ISBN-13: 9783453359147
  • ISBN-10: 3453359143
  • Artikelnr.: 44946416
Empfehlung der bücher.de Redaktion

Als die Sonne im Meer verschwand, Susan Abulhawa


Nach „Während die Welt schlief“ der zweite Roman der palästinensisch-US-amerikanischen Autorin Susan Abulhawa jetzt im Taschenbuch: Als die Sonne im Meer verschwand
Als die Sonne im Meer verschwand erzählt von der Vergewaltigung einer Palästinenserin durch jüdische Soldaten.
Nazmiyyah lebte zusammen mit ihrer Schwester Mariam, ihrem Bruder Mamduhs und ihren Eltern in Beit Daras, ein kleines Dorf in Palästina. Als 1948 Soldaten das Dorf angriffen, war die Familie zur Flucht gezwungen. Nazmiyyah kam in Gaza unter, ihre Schwester starb und ihr Bruder konnte sich schwerverletzt in die Vereinigten Staaten retten. Die junge Nazmiyyah, die von den Soldaten geschändet wurde, versucht zurück ins Leben zu finden.
Schließlich gründet sie selbst eine Familie und bekommt nach elf Söhnen auch eine Tochter.
Sechzig Jahre nach den Angriffen auf Beit Daras reist die Enkelin ihres Bruders nach Gaza. Kann sie die Familie wieder vereinen?

Als die Sonne im Meer verschwand – zweiter Bestseller von Susan Abulhawa


Susan Abulhawa wurde am 23. Juni 1970 in Kuwait geboren. Kurz nach ihrer Geburt trennten sich ihre Eltern und sie kam zu ihrem Onkel in die USA. Dort verbrachte sie die ersten fünf Jahre ihres Lebens. Danach lebte sie bei verschiedenen Verwandten in Kuwait und Jordanien. Mit 10 Jahren kam sie dann in ein Waisenhaus in Jerusalem. Ab ihrem 13. Lebensjahr wohnte sie in North Carolina bei einer Pflegefamilie.
Trotz ihrer schweren Kindheit machte Susan Abulhawa in den USA einen Collegeabschluss in Biologie. Sie studierte Humanmedizin und machten einen Master in Neurologie. Im Jahr 2000 reiste sie nach Palästina und wurde aufgrund ihrer Erlebnisse zur politischen Aktivistin. Mit Veröffentlichungen, Interviews und Fernsehauftritten kämpft Abulhawa seitdem für die Rechte der Palästinenser.
Dem Schreiben wandte sich Susan Abulhawa erst später zu. Ihr Debütroman "Während die Welt schlief" erschien in über zwanzig Ländern und 2012 auch in Deutschland. 2015 erschien dann ihr zweiter Roman Als die Sonne im Meer verschwand als gebundenes Buch. Ab Oktober wird der Bestseller auch im Taschenbuch erhältlich sein.
Autorenporträt
Abulhawa, Susan
Susan Abulhawa, 1970 geboren als Kind palästinensischer Flüchtlinge, wuchs in Kuwait, Jordanien und Jerusalem auf. Als Teenager ging sie in die USA, wo sie heute gemeinsam mit ihrer Tochter lebt. Die Autorin engagiert sich für die Menschenrechte und die Verbesserung der Lebensumstände von palästinensischen Kindern in besetzten Gebieten. Ihre Romane »Während die Welt schlief« und »Als die Sonne im Meer verschwand« sind internationale Bestseller und wurden in 28 Sprachen übersetzt.
Rezensionen
»Abulhawas Sprache leuchtet, wenn sie in diesem fesselnden Roman meisterhaft die unterschiedlichsten Stimmen einfängt.« The Independent on Sunday
Wiedersehen in Gaza

Susan Abulhawa liest aus ihrem neuen Roman

München – Es gibt keine Überraschungseier mehr – daran erkennt ein kleiner Junge in Gaza den Ernst der Lage. Während die Älteren immer nervöser werden, verschwinden allmählich die Schokoladeneier, deren Inneres ein kleines Spielzeug birgt, aus den Ladenregalen. Auch durch die Tunnel von Ägypten werden die Süßigkeiten nicht transportiert, nur nützliche Dinge wie Windeln und Batterien. Eindrücklich schildert Susan Abulhawa in ihrem neuen Roman „Als die Sonne im Meer verschwand“ (Diana Verlag), wie der Konflikt mit Israel das Leben der Palästinenser über Generationen hinweg prägt, indem sie dessen Historie sowie dessen politische Zuspitzung mit einer Familienchronik verflicht. Die Autorin und Menschenrechtsaktivistin liest an diesem Mittwoch im Münchner Literaturhaus aus ihrem Roman.

  Darin erzählt der palästinensische Junge Khaled die Geschichte von Nur, seiner Cousine dritten Grades, die in den USA aufwächst und ihre Familie erst kennen lernt, als sie, der Einladung eines Mannes folgend, zum ersten Mal nach Gaza reist. Die Erzählung beginnt bei der gemeinsamen Urgroßmutter – die Verwandtschaftsverhältnisse sind für den Leser anfangs etwas verwirrend –, deren Kinder in Palästina zunächst unbeschwert leben. Doch im Mai 1948, kurz nach der Staatsgründung Israels, stecken israelische Soldaten das Dorf in Brand, töten oder vertreiben die Bewohner. Die Flüchtlingsfamilie zerstreut sich. Erst 60 Jahre später, als Nur in die Heimat ihrer Vorfahren zurückkehrt, findet die Familie allmählich wieder zusammen.

  In der Geschichte der jungen Frau spiegele sich zum Teil ihr eigenes Schicksal wider, so die Autorin in einem SZ-Interview per Mail. Ihre palästinensischen Eltern flohen 1967 im Sechstagekrieg; sie wuchs nach deren Trennung in Kuwait, Jordanien und Jerusalem auf, bis Pflegeeltern in den USA sie als Teenager aufnahmen. Dort studierte sie Biologie und Neurologie; später arbeitete sie als Journalistin, schrieb Kurzgeschichten und Romane. Auf der Suche nach ihren Wurzeln reiste sie im Jahr 2000 nach Palästina – ein einschneidendes Erlebnis. Die Begegnung mit ihrem Heimatland habe sie wachgerüttelt und dazu bewogen, sich für die Rechte der Palästinenser zu engagieren, sagt sie. Mit ihrer eigenen Organisation „Playgrounds for Palestine“ unterstützt sie seit 2001 palästinensische Kinder durch den Bau von Spielplätzen.

  Ein Jahr später, nach dem israelischen Angriff auf das UN–Flüchtlingslager Jenin im Westjordanland, reiste Abulhawa als internationale Beobachterin dorthin. Die Erfahrung mit den traumatisierten Palästinensern sei ihr sehr nahe gegangen und habe sie zu ihrem erfolgreichen Debütroman „Während die Welt schlief“ veranlasst, sagt sie. Ihre eigene Heimatlosigkeit sei ein Grund dafür, sich für Menschen ohne Zuhause einzusetzen. Den Impetus für ihr aktuelles Buch hätten ihr dagegen ihre Romanfiguren gegeben, erzählt sie; sie habe den Wunsch verspürt, „deren Leben durch Erinnerung, Phantasie, Nachforschungen, Tagträume zu erkunden“. Besonders sei ihr der kleine Khaled ans Herz gewachsen, mit ihm fühle sie sich besonders verbunden.

  Das Leben der Hauptfigur Nur wird von der Suche nach Zugehörigkeit bestimmt. Die findet sie schließlich bei ihrer Familie. Die Erzählung endet mit einem weiteren Besuch Nurs in Gaza, trotz der Schikane und Bürokratie, die mit der Einreise verbunden sind. Aus Kairo bringt sie den Kindern Überraschungseier mit – die können ihr Glück kaum fassen.

RENATE FRISTER

Susan Abulhawa – Als die Sonne im Meer verschwand, Mittwoch, 10. Juni, 20 Uhr, Literaturhaus

Prägende Reise zu ihren Wurzeln: die Autorin Susan Abulhawa.

Foto: Chase Burkett J.

DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de

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Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 09.06.2015

Wiedersehen in Gaza
Susan Abulhawa liest aus ihrem neuen Roman
München – Es gibt keine Überraschungseier mehr – daran erkennt ein kleiner Junge in Gaza den Ernst der Lage. Während die Älteren immer nervöser werden, verschwinden allmählich die Schokoladeneier, deren Inneres ein kleines Spielzeug birgt, aus den Ladenregalen. Auch durch die Tunnel von Ägypten werden die Süßigkeiten nicht transportiert, nur nützliche Dinge wie Windeln und Batterien. Eindrücklich schildert Susan Abulhawa in ihrem neuen Roman „Als die Sonne im Meer verschwand“ (Diana Verlag), wie der Konflikt mit Israel das Leben der Palästinenser über Generationen hinweg prägt, indem sie dessen Historie sowie dessen politische Zuspitzung mit einer Familienchronik verflicht. Die Autorin und Menschenrechtsaktivistin liest an diesem Mittwoch im Münchner Literaturhaus aus ihrem Roman.
  Darin erzählt der palästinensische Junge Khaled die Geschichte von Nur, seiner Cousine dritten Grades, die in den USA aufwächst und ihre Familie erst kennen lernt, als sie, der Einladung eines Mannes folgend, zum ersten Mal nach Gaza reist. Die Erzählung beginnt bei der gemeinsamen Urgroßmutter – die Verwandtschaftsverhältnisse sind für den Leser anfangs etwas verwirrend –, deren Kinder in Palästina zunächst unbeschwert leben. Doch im Mai 1948, kurz nach der Staatsgründung Israels, stecken israelische Soldaten das Dorf in Brand, töten oder vertreiben die Bewohner. Die Flüchtlingsfamilie zerstreut sich. Erst 60 Jahre später, als Nur in die Heimat ihrer Vorfahren zurückkehrt, findet die Familie allmählich wieder zusammen.
  In der Geschichte der jungen Frau spiegele sich zum Teil ihr eigenes Schicksal wider, so die Autorin in einem SZ-Interview per Mail. Ihre palästinensischen Eltern flohen 1967 im Sechstagekrieg; sie wuchs nach deren Trennung in Kuwait, Jordanien und Jerusalem auf, bis Pflegeeltern in den USA sie als Teenager aufnahmen. Dort studierte sie Biologie und Neurologie; später arbeitete sie als Journalistin, schrieb Kurzgeschichten und Romane. Auf der Suche nach ihren Wurzeln reiste sie im Jahr 2000 nach Palästina – ein einschneidendes Erlebnis. Die Begegnung mit ihrem Heimatland habe sie wachgerüttelt und dazu bewogen, sich für die Rechte der Palästinenser zu engagieren, sagt sie. Mit ihrer eigenen Organisation „Playgrounds for Palestine“ unterstützt sie seit 2001 palästinensische Kinder durch den Bau von Spielplätzen.
  Ein Jahr später, nach dem israelischen Angriff auf das UN–Flüchtlingslager Jenin im Westjordanland, reiste Abulhawa als internationale Beobachterin dorthin. Die Erfahrung mit den traumatisierten Palästinensern sei ihr sehr nahe gegangen und habe sie zu ihrem erfolgreichen Debütroman „Während die Welt schlief“ veranlasst, sagt sie. Ihre eigene Heimatlosigkeit sei ein Grund dafür, sich für Menschen ohne Zuhause einzusetzen. Den Impetus für ihr aktuelles Buch hätten ihr dagegen ihre Romanfiguren gegeben, erzählt sie; sie habe den Wunsch verspürt, „deren Leben durch Erinnerung, Phantasie, Nachforschungen, Tagträume zu erkunden“. Besonders sei ihr der kleine Khaled ans Herz gewachsen, mit ihm fühle sie sich besonders verbunden.
  Das Leben der Hauptfigur Nur wird von der Suche nach Zugehörigkeit bestimmt. Die findet sie schließlich bei ihrer Familie. Die Erzählung endet mit einem weiteren Besuch Nurs in Gaza, trotz der Schikane und Bürokratie, die mit der Einreise verbunden sind. Aus Kairo bringt sie den Kindern Überraschungseier mit – die können ihr Glück kaum fassen.
RENATE FRISTER
Susan Abulhawa – Als die Sonne im Meer verschwand, Mittwoch, 10. Juni, 20 Uhr, Literaturhaus
Prägende Reise zu ihren Wurzeln: die Autorin Susan Abulhawa.
Foto: Chase Burkett J.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
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"Martin Bross, Schauspieler und Sprecher vieler Audio-CDs, liest ausdrucksstark und vermittelt perfekt die Stimmung von Dramatik, aber auch Humor, die das zugrundeliegende Buch prägen." ekz.bibliotheksservice GmbH Besprechungsdienst
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