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Willkommen in QualityLand, in einer nicht allzu fernen Zukunft: Alles läuft rund - Arbeit, Freizeit und Beziehungen sind von Algorithmen optimiert. Trotzdem beschleicht den Maschinenverschrotter Peter Arbeitsloser immer mehr das Gefühl, dass mit seinem Leben etwas nicht stimmt. Wenn das System wirklich so perfekt ist, warum gibt es dann Drohnen, die an Flugangst leiden, oder Kampfroboter mit posttraumatischer Belastungsstörung? Warum werden die Maschinen immer menschlicher, aber die Menschen immer maschineller? Marc-Uwe Kling hat die Verheißungen und das Unbehagen der digitalen Gegenwart zu…mehr

Produktbeschreibung
Willkommen in QualityLand, in einer nicht allzu fernen Zukunft: Alles läuft rund - Arbeit, Freizeit und Beziehungen sind von Algorithmen optimiert. Trotzdem beschleicht den Maschinenverschrotter Peter Arbeitsloser immer mehr das Gefühl, dass mit seinem Leben etwas nicht stimmt. Wenn das System wirklich so perfekt ist, warum gibt es dann Drohnen, die an Flugangst leiden, oder Kampfroboter mit posttraumatischer Belastungsstörung? Warum werden die Maschinen immer menschlicher, aber die Menschen immer maschineller? Marc-Uwe Kling hat die Verheißungen und das Unbehagen der digitalen Gegenwart zu einer verblüffenden Zukunftssatire verdichtet, die lange nachwirkt. Visionär, hintergründig - und so komisch wie die Känguru-Trilogie.
  • Produktdetails
  • dunkle Edition
  • Verlag: Ullstein Hc
  • Seitenzahl: 381
  • 2017
  • Ausstattung/Bilder: 2017. 384 S. 210 mm
  • Deutsch
  • Abmessung: 205mm x 126mm x 30mm
  • Gewicht: 440g
  • ISBN-13: 9783550050152
  • ISBN-10: 3550050151
  • Best.Nr.: 48219464
Autorenporträt
Marc-Uwe Kling ist Liedermacher, Autor und Kabarettist. Er ist zweifacher deutscher Poetry-Slam-Meister und gewann zahlreiche renommierte Kabarettpreise. Seine Känguru-Geschichten werden als wöchentliche Kolumne auf RBB Radio Fritz gesendet. Marc-Uwe Kling lebt in Berlin.
Rezensionen
Besprechung von 07.10.2017
Dem Junker kann ich nicht vergeben

Marc-Uwe Kling wurde mit einem sprechenden Känguru bekannt: Jetzt erzählt er von einem, der loszog, für sein Recht auf Warenrückgabe zu kämpfen.

Von Sandra Kegel

Den Roman von Marc-Uwe Kling gibt es in zwei Ausführungen, die sich schon optisch so deutlich voneinander unterscheiden, dass man sich leicht denken kann, welche für Apokalyptiker und welche für Optimisten gedacht ist. Was genau es damit auf sich hat, soll an dieser Stelle nicht verraten werden, nur so viel, dass es in beiden Büchern am Ende gut ausgeht und gleichzeitig schlimm. Das ist nicht schlecht gedacht, ist es doch schon nicht einfach, sich einen Reim auf die Gegenwart zu machen. Wie aber soll das erst in Hinblick auf die Zukunft gehen? Denn das ist die Welt, von der Marc-Uwe Kling erzählt: eine Welt, in der die Computer übernommen haben.

Das Leben der Bewohner von Qualityland wird von Algorithmen bestimmt: Ob bei der Arbeit, in der Liebe oder in der Politik, die Entscheidungen trifft am Ende eine Rechenmaschine. Gegen den Optimierungsdrang der Maschinen steht der Mensch mit all seinen Makeln. Wie dieses Kräftemessen in der näheren Zukunft aussehen mag, das hat Autoren vielfach zu literarischen Stoffen inspiriert. Der Mythos von den Elektrogehirnen, die alles berechnen können und deshalb die Menschheit in den Untergang führen, ist so allgegenwärtig wie die Angst davor.

Marc-Uwe Kling aber erzählt seine Geschichte über einen, der auszog, um für sein Rückgaberecht bei einem Online-Shop zu kämpfen, nicht etwa als grimmige Dystopie, sondern als federleichte Komödie. "Qualityland" ist ein Märchen, eine Geschichte für Kinder, mit bösem Witz und originellen Bildern und lässt eher an den "Zauberer von Oz" denken als an "The Circle". Das nimmt der Erzählung ihre kulturpessimistische Wucht. Der 1982 in Stuttgart geborene Autor, der einst mit einem sprechenden Känguru berühmt wurde, auf das sich Verweise auch hier finden lassen, und der heute Konzertsäle füllt, wenn er auf Lesereise geht, überlässt die säuerliche Miene anderen und setzt stattdessen lieber die nächste kuriose Pointe. Dabei prägt seine permanente Bereitschaft zum Wortspiel die Sprache des Romans in hohem Maße.

Auch Peter Arbeitsloser lebt im Roman in diesem seltsamen Land, das mit dem Slogan für sich wirbt: "Come to where the quality is!" Nach dem letzten großen Knall, den Menschen als Jahrhundertkrise noch gut in Erinnerung, hatte die Regierung einen Neustart beschlossen und dabei auch einige historische Verpflichtungen über Bord geworfen: Nicht nur das Land, auch Städte wurden umbenannt. Seither wächst im Süden das Industriezentrum Growth, die alte Handelsmetropole in der Mitte heißt nun Profit, und an der Spitze von allem thront die Hauptstadt Qualitycity. Aber auch die Bewohner, die sogenannten "Qualitätsmenschen", sollen keinen mittelalterlichen Namensballast mehr mit sich herumschleppen, weshalb aus den Müllers, Schneiders und Wagners kurzerhand die Steuerberaters, Mechatronikers und Sexarbeiterins wurden. Jeder hier ist nach dem Beruf der Eltern benannt, "entscheidend ist dabei der zur Zeit des Zeugungsakts ausgeübte Job", wie es in der Gründungsakte heißt.

Dass Türen und Autos sprechen, in Restaurants Androiden bedienen und man als Fußgänger auf der Straße von Drohnen belästigt wird, die einem etwas verkaufen und dafür auch noch bewertet werden wollen, daran hat sich Peter Arbeitsloser fast schon gewöhnt. Schwerer nimmt er es, dass seine Liebesbeziehung zu Mildred Bürokraft zerbrach, nachdem Qualitypartner ermittelt hatte, dass ihre Liebesprofile nicht zueinanderpassten. Aber auch die vom Algorithmus vorgeschlagene Paarung mit Sandra Admin ging gründlich schief. Aus der Fassung gerät Peter Arbeitsloser aber erst, als ihm von der Online-Firma TheShop unverlangt ein Delphinvibrator zugesandt wird. Er will ihn nicht, will ihn zurückgeben, doch man lässt ihn nicht. Weder telefonisch noch persönlich ist es ihm möglich, das Gerät an den Absender zurückzuschicken. Das ist der Moment, als in Peter Arbeitsloser der Keim des Protestes zu wachsen beginnt, der schließlich in einem abenteuerlichen Feldzug gegen TheShop und dessen ominösen Chef Henryk Ingenieur gipfelt.

Dabei ist der Maschienenverschrotter nicht allein. Zwar könnte Peter Arbeitsloser ein auskömmliches Leben führen in einem Land, das per Konsumgesetz jegliches Reparieren unter Strafe stellt. Doch der Schrottspezialist hat ein Herz für Maschinen, weshalb er es nicht fertigbringt, die defekten Roboter wie befohlen zu entsorgen. Stattdessen lässt er sie in einer heimlichen Wohngemeinschaft bei sich leben: Kalliope, die E-Poetin mit der Schreibblockade, ebenso wie Mickey, den Kampfroboter, der unter posttraumatischer Belastungsstörung leidet, Romeo, den Sexdroiden mit Erektionsstörungen, die Drohne mit Flugangst und den Staubsauger mit Messie-Syndrom.

Gemeinsam mit Peter Arbeitsloser ziehen sie los, als dieser wie ein neuzeitlicher Michael Kohlhaas für sein Recht gegen den mächtigen Henryk Ingenieur streitet. Während der abenteuerliche Weg die Truppe schließlich zu einem geheimnisvollen Anwesen führt, das kein Navi je finden würde, herrscht gleichzeitig in ganz Qualityland Aufregung: Denn es ist Wahlkampf, und zum ersten Mal in der Geschichte hat sich ein Androide, der smarte John of Us, zur Präsidentenwahl aufstellen lassen.

Wie Spekulation und Simulation anhand von gigantischen Zahlenkolonnen unser Leben online wie offline beherrschen, davon erzählt diese Satire. Aus der Vergangenheit heraus die Zukunft ganzer Märkte und Gesellschaften vorauszusagen ist so töricht wie gefährlich. Marc-Uwe Klingt arbeitet die Komik heraus, die dieser schönen neuen Welt innewohnt. Es ist zum Totlachen.

Marc-Uwe Kling: "Qualityland" (dunkle Edition). Roman.

UllsteinVerlag, Berlin 2017. 384 S., geb., 18,- [Euro].

Marc-Uwe Kling: "Qualityland" (helle Edition). Roman.

UllsteinVerlag, Berlin 2017. 384 S., geb., 18,- [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Eine helle und eine dunkle Ausgabe von Marc-Uwe Klings "Quality Land" ist erschienen, je nach Stimmung des Lesers, weiß Rezensentin Elisabeth von Thadden und fügt hinzu: Ansonsten sind die Unterschiede gering. Überhaupt freut sich die Kritikerin über diese bitterböse, dystopische Gesellschaftssatire, in der sie der Kleinkünstler und Poetry-Slammer mit in einen digital-kapitalistischen Kosmos mitnimmt, in dem Menschen nach Marktwert und sexueller Performance bemessen werden, "Drohnen mit Flugangst" und "Sextroide mit Erektionsstörungen" auftauchen und ein Michael-Koolhaas-Held namens Peter gegen das System kämpft. Pointereichtum und Rasanz bereiten der Rezensentin viel Vergnügen, vor allem aber hat sie ein "großes, defektes Epos über den Kampf um das Humane" gelesen

© Perlentaucher Medien GmbH
Besprechung von 14.11.2017
An der Schwelle des Makels
Nach den frechen „Känguru-Chroniken“
ist Marc-Uwe Klings Cyber-Dystopie „Quality Land“ ein Balanceakt zwischen Humor und Moral
VON MAXIMILIAN SIPPENAUER
Niemand wusste besser um den skurrilen Charme künstlicher Intelligenz als Douglas Adams. In seinem „Per Anhalter durch die Galaxis“ schlurft Marvin, ein manisch depressiver Android, durch Raumschiffe und über Trabanten. „Ein Kopf so groß wie ein Planet“, klagte er „und trotzdem keine Antworten“. Auf die Frage nach dem Sinn des Lebens errechnete der Supercomputer Deep Thought nur ein lakonisches „42“. Für Adams war eine Zukunft der Computer keine notwendig bedrohliche, sondern eher ideale Gelegenheit, die ewigen Paradoxien des Menschseins ad absurdum zu führen.
Adams schrieb den ersten Teil seiner Saga Ende der Siebziger, zu exakt der Zeit also, da Steve Jobs und Steve Wozniak in einer Garage in Las Altos an den ersten Apple-Prototypen tüftelten. Bekanntlich führte diese Technik aber nicht tiefer in fremde Galaxien, sondern vor allem tiefer in die Sphären des Privaten. Dass in dieser Entwicklung, und entgegen dem dunklen Grundtenor, den die Hochkonjunktur dystopischer Serien, Bücher und Filme gerade vorgibt, immer noch eine Menge komisches Potenzial steckt, will Marc-Uwe Kling mit seinem Roman „Quality Land“ beweisen; ein Buch ganz aus dem Geiste Adams geschrieben, über neurotische Androiden und menschliche Idiotie.
In einer nahen Zukunft heißt Deutschland aus PR-Gründen Quality Land. Durch die vollgentrifizierte Hauptstadt Quality City schwirren selbstfahrende Autos und Lieferdrohnen. Produkte erwarten einen an der Haustüre, ohne dass man sie hätte bestellen müssen. Der Algorithmus „The German Code“ antizipiert die Wünsche seiner Nutzer perfekt. Auch in den Dating Apps wird nicht mehr geswiped und gechattet, sondern jeder bekommt den für ihn perfekten Partner zugeordnet und, falls es in der Kiste fade wird, einen rechtzeitigen Alternativvorschlag. Der gemeine Bürger in Quality Land trägt einen kleinen, mechanischen Ohrwurm am Trommelfell. Dessen Betriebssystem übersetzt nicht nur, sondern nimmt einem als persönlicher Bordcomputer alles Denken weitestgehend ab. In dieser user-freundlichsten aller Welten hat sich der Mensch vor allem auf sich selbst, was meint, auf seine Außenwirkung zu konzentrieren. Den Rest erledigen Maschinen und Algorithmen.
Marc-Uwe Kling erzählt aus diesem Technik-Utopia die Geschichte des Schrottpressenbetreibers Peter Arbeitsloser. Der heißt Arbeitsloser, weil sein Vater zum Zeitpunkt des Zeugungsaktes arbeitslos war. In Quality Land folgt der Nachname aus dem elterlichen Berufsstatus und damit geht freilich eine ganze Menge sozialer Ballast einher. Peters mieser Job ist es, fehlerhafte Roboter abzuwracken. Doch aus einer reinen Laune heraus gewährt er seit Jahren den zu verschrottenden Maschinen in seinem Keller Asyl. Unter anderem leben dort eine Literatur-Androidin mit Schreibblockade, ein Sexdroide der an echten Gefühlen leidet, ein Drohne mit Flugangst und ein vorlautes Quality-Pad.
Am anderen Ende der sozialen Ordnung steht Martyn Vorstand, das gesellschaftliche Gegenstück zu Peter: ein gelangweilter, skrupelloser, sexgeiler Geldsack mit Vaterkomplexen. Gemäß dem Leitspruch „Technik löst alle Probleme“ investierte er eine große Summe in den Wahlkampf des Spitzenkandidaten der Fortschrittspartei John of Us, ein brandneuer Androide. Ein fataler Fehler, denn John of Us ist nicht die erwartete, bürokratische Marionette, sondern eine feinfühlige Superintelligenz mit sozialistischer Agenda.
Um diese drei Erzählstränge herum komponiert Kling eine Reihe skurriler Anekdoten, bei denen man sich nie ganz sicher sein soll, ob sie so vielleicht nicht schon heute stattfinden könnten. Das ist mitunter lustig, etwa wenn Peter in ein selbstfahrendes Taxi steigt: „Schönes Wetter, heute“ begrüßt ihn das Auto. „Smalltalk aus,“ antwortet Peter. Oft sind die Szenen aber beliebig und vorhersehbar. Beginnt der Roman mit viel Situationskomik aus dem Alltag in Quality City, schwingt er schnell um in eine Art „das Beste aus allen schlechten Welten“. Die meisten Motive sind Referenzen auf Serien und Filmen wie „Mr. Robot“, „Black Mirror“ oder „Matrix“.
Bei allem Spaß, so scheint Kling uns sagen zu wollen, darf die Botschaft nicht zu kurz kommen. Am deutlichsten wird das an den kleinen Zwischentexten, mit denen Kling sein Buch rhythmisiert. Der Roman steht in zwei Versionen im Buchhandel, einer hellen und einer dunklen, die sich in kleinen Details vor allem dieser Nebentexte unterscheiden sollen. Sie sind Werbeeinspielungen für besondere Produkte aus Quality Land, zum Beispiel FeSaZus (Fette, salzige, zuckrige Snacks) oder konfliktbefreite Bücher (Tolstois „Frieden“ statt „Krieg und Frieden“). Kling übernimmt hier von Adams die Idee eines Reisetagebuchs, darin die absurdesten Dinge der erzählten Welt gesammelt werden. Doch als traue Kling seinen Lesern nicht mehr zu, den satirischen Gehalt seiner Pointen selbst zu entschlüsseln, versieht er sie je nach dem mit Augenzwinkern, Fingerzeig oder einem augenzwinkernden Fingerzeig. Diese Tendenz hatte er schon in den „Känguru-Chroniken“, nur entschlackte dort das unverblümt impertinente Beuteltier Klings Gesellschaftssatiren von allem Bedeutungsschwangeren. Ein solches Gegengewicht fehlt in Quality Land über weite Strecken.
Schlimmstes Beispiel ist das Duo aus John of Us und seiner permanent fluchenden Assistentin Aisha Flüchtling. Sie sind als futuristische Version Don Quixotes und Sancho Panzas angelegt, führen jedoch eine durch und durch scherenschnitthafte Windmühlenschlacht gegen die Parteipolitik. Wo Kling sonst so originell pointierte, wirkt sein Humor hier ungewöhnlich platt und uninspiriert und Referenzlastigkeit und Mahner-Duktus belassen seine Figuren in psychologischer Seichtheit.
Die „Känguru-Chroniken“ lebten von ihrem Chronikcharakter, also von dem losen Verbinden schneller, witziger Dialoge und kurzer, genau getimter Szenen. Selbst wenn der Autor diesen Drive phasenweise wiederherstellt, für einen Roman reicht das nicht aus. Gerade die Szenen, die Handlung vorantreiben sollen und nicht auf eine Pointe hinauslaufen können, machen Klings deskriptive Defizite deutlich. In einer Welt, die nur mehr aus Oberflächen besteht, wünscht man sich eine Beschreibung dieser Oberflächen und keine bloß oberflächlichen Beschreibungen.
Es ist ein Glück, dass sich Kling gegen Ende wieder auf die Geschichte um Peter, die Cyber-Rebellin Kiki und die kauzige Roboterbande konzentriert und sie in ihrem Kohlhaasschen Aufbäumen gegen das Versandhandelsunternehmen „The Shop“, eine pervertierte Version von Amazon, begleitet. Hier kommt es zu großen Szenen, etwa wenn Peter einem anderen selbstfahrenden Auto, eines, das sich ständig verfährt, mit einem alten Stadtplan den Weg erklärt und darüber bald selbst wie ein Navi klingt. Die Grenzen zwischen Mensch und Androide verschwimmen hier auf eine angenehm unmetaphysische Weise an der Schwelle des Makels. Hier schält sich etwas Beruhigendes aus all dem Technik-Pessimismus, etwas, das auch Douglas Adams hätte gefallen dürfen, die simple Beobachtung nämlich, dass an allem Menschlichen, selbst in androidischer Perfektion, ein Zug von Lächerlichkeit haften bleibt.
In dieser Zukunft wird einem
vom Algorithmus
der perfekte Partner zugewiesen
Im „Quality Land“ fehlt
das freche Känguru
als Gegengewicht zur Moral
Mit erhobenem Zeigefinger: Marc-Uwe Kling schreibt nicht nur Romane. Er tritt auch als Poetry-Slammer und Musiker auf, wie hier in Berlin bei einem Konzert seiner Band „Die Pommesgabel des Teufels“.
Foto: dpa
Marc-Uwe Kling: Quality Land (Helle und dunkle Edition). Ullstein Verlag, Berlin 2017. 384 Seiten,
18 Euro. E-Book 14,99 Euro.
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"Kling erzählt formal bestechend und einfallsreich. Der aufregendste politische Roman, den ich seit langem gelesen habe.", ARD Druckfrisch, Denis Scheck, 30.10.2017
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