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Bohleber zeigt, wie die Psychoanalyse auf die Individualisierungs- und Demokratisierungsprozesse in den westlichen Gesellschaften reagiert. Er betont ihre Fähigkeit, Antisemitismus, Nationalismus, religiösen Fundamentalismus und die daraus entstammende Gewalttätigkeit und den Terrorismus zu erklären.
- Wie haben sich traditionelle (Freudsche) Konzepte verändert? - Wie haben gesellschaftliche Entwicklungen und Ereignisse die Psychoanalyse verändert, und zwar sowohl ihre Theorie als auch das therapeutische Vorgehen? - Wie wird sie sich in Zukunft weiter entwickeln? - Welche benachbarten
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Produktbeschreibung
Bohleber zeigt, wie die Psychoanalyse auf die Individualisierungs- und Demokratisierungsprozesse in den westlichen Gesellschaften reagiert. Er betont ihre Fähigkeit, Antisemitismus, Nationalismus, religiösen Fundamentalismus und die daraus entstammende Gewalttätigkeit und den Terrorismus zu erklären.

- Wie haben sich traditionelle (Freudsche) Konzepte verändert?
- Wie haben gesellschaftliche Entwicklungen und Ereignisse die Psychoanalyse verändert, und zwar sowohl ihre Theorie als auch das therapeutische Vorgehen?
- Wie wird sie sich in Zukunft weiter entwickeln?
- Welche benachbarten Disziplinen haben die Psychoanalyse beeinflusst und tun das heute noch und in welche Richtung?
- Wie entstehen Gewalttätigkeit und Traumata, welche Rolle spielen Intersubjektivität und Identität?
- Was ist die gemeinsame Basis der Psychoanalyse?

Dieses Buch richtet sich an:
- Psychoanalytikerinnen und Psychoanalytiker
- PsychologInnen
- Soziologen
- Kulturwissenschaftler
  • Produktdetails
  • Verlag: Klett-Cotta
  • Seitenzahl: 264
  • Erscheinungstermin: 23. April 2012
  • Deutsch
  • Abmessung: 239mm x 167mm x 30mm
  • Gewicht: 626g
  • ISBN-13: 9783608947250
  • ISBN-10: 3608947256
  • Artikelnr.: 34499957
Autorenporträt
Werner Bohleber, Dr.phil., ist Psychoanalytiker in eigener Praxis in Frankfurt am Main und Herausgeber der führenden deutschsprachigen psychoanalytischen Zeitschrift PSYCHE. Er war Vorsitzender der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (DPV). Zahlreiche Veröffentlichungen zur Theorie und zur Geschichte der Psychoanalyse, zu Adoleszenz und Identität, zu Gewaltphänomenen, zur psychoanalytischen Erforschung der nationalsozialistischen Vergangenheit, zu Fremdenhass und Antisemitismus, zur Traumaforschung und zum Terrorismus.
Inhaltsangabe
Inhalt
Vorwort von Peter Fonagy 7
Einleitung 10
I. Identität und Intersubjektivität
1.
Kapitel
Intersubjektivismus ohne Subjekt? 21
Der Andere in der
psychoanalytischen Tradition
2. Kapitel
Vom Chirurgen zum Mitspieler
41
Über die Veränderung leitender Metaphern in der klinischen
Theorie
3. Kapitel
Adoleszenz und Identität
61
Psychoanalytische Persönlichkeitstheorien und das Problem
der
Identität in der Spätmoderne
II. Trauma und Therapie
4. Kapitel
Die
Entwicklung der Traumatheorie in der Psychoanalyse 85
5. Kapitel
Trauma und kollektives
Gedächtnis 127
Der Kampf um die Erinnerung in der
Psychoanalyse
6. KapitelTraumatische Erinnerungen 151
Dissoziationszustände und Rekonstruktion
III. Destruktive Ideologien und Gewalt
7. Kapitel
Adoleszente Gewaltphänomene 171
Krisen und
Sackgassen in der jugendlichen Entwicklung
8. Kapitel Reinheit, Einheit und Gewalt 189
Unbewusste Determinanten des Antisemitismus in Deutschland
9. Kapitel
Idealität und Destruktivität211
Zur
Psychodynamik des religiösen Fundamentalismus und
zur terroristischen
GewaltBibliographie 233
Quellennachweise 263
Rezensionen
»Bohleber legt ein Buch vor, ... das in einer Zeit, die von der Psychoanalyse Nachweise fordert, zu zeigen, was sie "leistet". Das tut dieses Buch ... Bohleber erbringt Nachweise, "was Psychoanalyse heute leistet" nicht in statistischer Aufbereitung ... , sondern narrativ ... Bohleber ist ein Buch gelungen, das seinem Anspruch gerecht wird. Es zeigt, was Psychoanalyse heute leistet, zeigt, wie sie das tut und dass der "widening scope" sich keineswegs nur auf neue klinische Bilder erstreckt, sondern die gesellschaftspolitische Debatte zu bereichern und an andere Diskurse Anschluss zu finden sehr wohl in der Lage ist. Es erweitert mit Sorgfalt einen manchmal eingeengten klinischen Blick, konfrontiert mit harten und manchmal schwer erträglichen Realitäten und scheut sich auch nicht, an der einen oder anderen Stelle der eigenen Profession in milden, aber deutlichen Worten die Leviten zu lesen ... Man möchte wünschen, dass es nicht nur von Psychoanalytikern gelesen wird und dass auch diese Leser dann staunen, was Psychoanalyse alles leistet. « Michael B. Buchholz, PSYCHE, Dezember 2012 »Mit diesem Buch gewährt der Frankfurter Psychoanalytiker Werner Bohleber profunde und spannende Einblicke in die Inhalte psychoanalytischer Forschung und Praxis.« Joachim Koch, Deutsches Ärzteblatt, Oktober 2012
"Mit seinen historisch informierten Aufsätzen ... ist es Werner Bohleber gelungen, ein theoretisch umfassendes und klinisch relevantes Werk einer sozialwissenschaftlich aufgeklärten Psychoanalyse vorzulegen. Mit seinen systematischen, theoretisch fundierten Auseinandersetzungen zu Themen der Identität und Intersubjektivität, Trauma und Therapie sowie Gestalt und Gesellschaft führt er die Leserinnen und Leser gekonnt in den aktuellen Theorie- und Forschungsstand der modernen Psychoanalyse ein. ... Es ist bewundernswert, wie der Autor komplexe Zusammenhänge in einer sehr verständlichen und anschaulichen Sprache vermitteln kann. ... Dieses Buch ist keineswegs nur für Psychoanalytiker, Psychotherautinnen und Psychiaterinnen wie Philosophen und Soziologen von großem Gewinn. Sondern für all jene, die den derzeit drängendsten Fragen nicht ausweichen wollen: Die also mehr wissen wollen über die Auswirkungen von zwischenmenschlicher Gewalt auf das Seelenleben von Menschen; mehr über die unbewussten affektiven Dynamiken von religiösem Fundamentalismus, Traumatisierung und Gewalt und/oder mehr über die unbewusst wirkenden kulturellen Kräfte, die uns Menschen zu potentiellen Tätern oder auch Opfern werden lassen." Margret Dörr, Socialnet.de, Februar 2016 "Bohleber ist ein Buch gelungen, das seinem Anspruch gerecht wird. Es zeigt, was Psychoanalyse heute leistet, zeigt, wie sie das tut und dass der "widening scope" sich keineswegs nur auf neue klinische Bilder erstreckt, sondern die gesellschaftspolitische Debatte zu bereichern und an andere Diskurse Anschluss zu finden sehr wohl in der Lage ist. Es erweitert mit Sorgfalt einen manchmal eingeengten klinischen Blick, konfrontiert mit harten und manchmal schwer erträglichen Realitäten und scheut sich auch nicht, an der einen oder anderen Stelle der eigenen Profession in milden, aber deutlichen Worten die Leviten zu lesen ... Man möchte wünschen, dass es nicht nur von Psychoanalytikern gelesen wird und dass auch diese Leser dann staunen, was Psychoanalyse alles leistet. " Michael B. Buchholz, PSYCHE, Dezember 2012 "Mit diesem Buch gewährt der Frankfurter Psychoanalytiker Werner Bohleber profunde und spannende Einblicke in die Inhalte psychoanalytischer Forschung und Praxis." Joachim Koch, Deutsches Ärzteblatt, Oktober 2012…mehr