Der 7te Samurai + Einsame Spitze
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Beschreibung
Produktdetails
Verkaufsrang
91
Medium
Vinyl
Anzahl
2
Hersteller
BuschFunkSpieldauer
120 Minuten
Sprache
Deutsch
Komponiert von
Gerhard Gundermann
Erscheinungsdatum
17.01.2025
EAN
4021934906912
Die beiden ersten Nachwendealben von Gundermann
anlässlich seines 70. Geburtstages erstmal seit über 30 Jahren als 2-LP-Ausgabe.
Sie komplettieren die Herausgabe aller Studioalben auf Vinyl.
Beide Alben wurden von den Silly-Protagonisten
Uwe Hassbecker und Ritchie Barton produziert.
„Einsame Spitze“ (farbiges Vinyl, grau), seine erste CD nach der Wende, aufgenommen mit den Musikern von Silly 1991/1992 in den Berliner Schreier & Kramer Studios, ist noch mehr am liedhaften Rock orientiert. Sie war der Start zu der dann stets wachsenden Popularität in den neunziger Jahren. Neben „Gras“, dem meistgespielten Gundermann-Song, sticht hier u.a. das Neil Young-Cover „Rockin’ in the Free World“ hervor, die in Gundermann-Fassung „Alle oder keiner“ selbst zu einem ganz eigenen „Kult-Song“ wurde, ist und wohl bleibt. „Einsame Spitze“ ging in nur wenigen Monaten deutlich mehr über die nun marktwirtschaftlich ausgerichteten, als bei seinem Debütalbum (Männer, Frauen und Maschinen, 1988) noch HO-normiert eingerichteten Ladentischen. Ein in der ostdeutschen Musikszene einmaliger Vorgang, welcher es in deren Musikgeschichte auch blieb.
„Der 7te Samurai“ (Bio- Vinyl, schwarz) ebnete 1993 die Wege zum Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik, zum Support für Bob Dylan und Joan Baez auf deren Deutschland-Tourneen 1994, zum Song des Jahres in der ambitionierten, bundesweiten Liederbesten-Liste (für "Sehnsucht nach dem Rattenfänger") und zu noch zu einigem mehr: Es ist wohl sein bestes Album, reich an Metaphern, poetischen, streitbaren wie zeitlosen Bildern, wunderbaren Refrains und eingängigen Melodieführungen. Zwischen fröhlicher Anarchie und tanzbarer Melancholie sind darauf eine Fülle von heute als Klassiker empfundene Stücke wie u.a. „Linda“, „Ich mache meinen Frieden“, „Schwarze Galeere“ oder „Herzblatt“. Den Abschluss dieses Meisterwerkes der 90er Jahre bildet „Einmal“, ein Duett mit Tamara Danz. Das Album ließ die ostdeutsche Presse jubeln von „Baggerfahren bringens besser“, über „Springsteen des Ostens“ bis zum trunkenen „Dylan, der Tagebaue“ und im Westen Deutschlands zumindest aufhorchen („hätte Heinz Rudolf Kunze zu Ehren gereicht“ im Musikexpress 1993).
Die „Berliner Zeitung“ schrieb in ihrer Rezension 1993: „Gemein, einseitig und ungerecht ist dieses Urteil, aber stark: Gundermann hat die beste deutsche Rockplatte des Jahres gemacht. Er macht dort weiter, wo Springsteen und die Scherben vor zehn Jahren aufgehört haben; er erzählt Geschichten übers Leben draußen auf dem flachen Land, den badlands.“
„Gundermanns Lieder leben, sie atmen, suchen den Einzelnen im Getöse der Masse, hadern mit den Widrigkeiten im Sozialismus und dem wirtschaftlichen und kulturellen Ausverkauf nach der sogenannten Wende. Sie sind intim, politisch, sozial engagiert, romantisch, melancholisch, visionär und voll berückend schöner Lyrik. (Rolling Stone, 2018)
„Wenn die Ostdeutschen, wie es scheint, die größte kulturelle Minderheit im Lande sind, so war Gerhard Gundermann ihre Stimme.“ (DER SPIEGEL- Nachruf 1998)
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