EinFach Deutsch Unterrichtsmodelle Gegenwelten in der Romantik (Erzählungen von Ludwig Tieck und E.T.A. Hoffmann) Gymnasiale Oberstufe
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Beschreibung
Produktdetails
ISBN
978-3-14-109681-1
Auflage
A1 2025
Erscheinungsdatum
25.11.2025
Bundesländer
Baden-Württemberg + weitere
Unterrichtsfächer
Deutsch
Klassenstufen
10. Lernjahr + weitere
Schulformen
Berufliche Vollzeit-Schule + weitere
Einband
Taschenbuch
Verlag
Westermann SchulbuchverlagSeitenzahl
188
Maße (L/B/H)
29,8/20,9/1,2 cm
Gewicht
506 g
Sprache
Deutsch
Dieses Unterrichtsmodell bezieht sich auf folgende Textausgabe aus der Reihe EinFach Deutsch: Gegenwelten in der Romantik. ISBN 978-3-14-108211-1
Die im Unterrichtsmodell behandelten Gegenwelten in der Romantik beruhen auf dem für diese literarische Epoche grundlegenden Prinzip der Intertextualität und der Referenzialität. Eine Gegenwelt impliziert jeweils mindestens eine Welt, zu der sie in Bezug steht und von der sie sich absetzt. Die romantische Epoche ist geprägt von der mittelbaren und unmittelbaren Auseinandersetzung mit diversen solcher „Welten“ – zeitgenössischen Ereignissen, Phänomenen, historischen, philosophischen und literarischen Epochen und Strömungen, insbesondere der Aufklärung. Vereinfacht wird die Romantik daher oftmals als Gegenwelt zur Aufklärung gedeutet.
Die Erarbeitung der in den ausgewählten Primärtexten dargestellten Gegenwelten bietet den Schülern und Schülerinnen zahlreiche potenzielle Anknüpfungspunkte, um sich zum einen das Weltbild, grundlegende Prinzipien sowie wesentliche Themen und Motive der Romantik zu erschließen und sich zum anderen weiteren wesentlichen literaturgeschichtlichen Strömungen und Epochen im Übergang vom 18. zum 19. Jahrhundert anzunähern und diese zur Romantik in einen Kontext zu setzen.
Bei den
drei ausgewählten Primärtexten
,
Ludwig Tiecks Märchennovelle „Der Runenberg“ (1803), E. T. A. Hoffmanns Novelle „Die Bergwerke zu Falun“ (1819)
und
Ludwig Tiecks Novelle „Des Lebens Überfluss“ (1837)
, handelt es sich, bereits jeweils einzeln betrachtet, um literaturhistorisch bedeutende Werke. Für das vorliegende Unterrichtsmodell sind sie besonders geeignet, da ihre zentralen Handlungskonflikte von Gegenwelten geprägt sind und daher jeder Primärtext für sich genommen eine sinnvolle Annäherung daran ermöglicht.
Darüber hinaus stehen die ausgewählten Primärtexte zueinander in einem vielfältigen, erhellenden Bezug. Insbesondere Tiecks „Der Runenberg“ und Hoffmanns „Die Bergwerke zu Falun“ weisen augenfällige inhaltliche, thematische und motivische Parallelen auf, die nicht zuletzt darauf zurückzuführen sind, dass „Der Runenberg“ Hoffmann als Inspirationsquelle diente. Im Dialog beider Texte, ihrer Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede, lassen sich zentrale romantische Gegenwelten, Themen und Motive herausarbeiten. Tiecks fast schon in der Mitte des 19. Jahrhunderts erschienene und der Spätromantik zuzuordnende Novelle „Des Lebens Überfluss“ nimmt auf die beiden anderen Primärtexte lediglich indirekt Bezug, indem er das darin zentrale Prinzip des Romantisierens der Wirklichkeit ebenso ironisch hinterfragt wie den Dualismus von Romantikern und Philistern.
Die romantische Ironie, die darin zum Ausdruck kommt, ist ein weiteres zentrales Prinzip der (Selbst-)Referenzialität der Romantik, das sich den Schülern und Schülerinnen auf diese Weise exemplarisch vermitteln lässt.
Das intertextuelle Netz aus Zitaten, Anspielungen, Querverweisen, Hommagen, kritischen, ironischen oder sonstigen Bezugnahmen reißt mit dem Ende der romantischen Epoche jedoch nicht ab. Romantische Themen und Motive sind auch in Kunst, Kultur und literarischen Texten des 20. und 21. Jahrhunderts allgegenwärtig. Auch das kann den Schülerinnen und Schülern anhand des vorliegenden Unterrichtsmodells beispielhaft nähergebracht werden.
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