Wenn der Pöbel online kommt: Über die Geschichte der Öffentlichkeit als Herrschafts-Kommunikation und die neuen Formen der Medien-Demokratie Populismus und die neue Öffentlichkeit im Zeitalter des Internets
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Beschreibung
Produktdetails
ISBN
978-3-7565-1158-7
Auflage
3. Auflage
Erscheinungsdatum
07.07.2022
Unterrichtsfächer
Geschichte + weitere
Einband
Taschenbuch
Verlag
EpubliSeitenzahl
200
Maße (L/B/H)
1,2/14,8/21 cm
Gewicht
313 g
Sprache
Deutsch
Das Modewort „Populismus“ bezeichnet diese Ratlosigkeit. Menschen können sich dank der neuen Medien artikulieren, die man früher nicht wahrnehmen musste. Wer heute angewidert von „Populismus“ redet, will mit denen nicht reden. Der räsonierende aufgeklärte Bürger redete im 19. Jahrhundert mit dem Pöbel schließlich auch nicht.
Die aktuelle Verwendung des Wortes „Populismus“ kennzeichnet eine Epoche der Kommunikationsgeschichte, in der der „Pöbel“ nicht nur in Kneipen oder auf der Straße mitreden kann, sondern „online“-öffentlich. Wo die traditionellen Empfänger politischer Botschaften sich umfassend in-formieren und selbst „senden“ können, schwindet natürlicherweise das Vertrauen in die politischen Führer, denen die „Masse“ früher kommunikativ ausgeliefert war. Und wenn die politischen Führer die Stimmungen im „Pöbel“ nicht bedienen, wenn sie keine Antworten geben können auf die aufgeworfenen Fragen, orientiert sich der „Pöbel“ neu.
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