Becher, H: Feldbahnen in Thüringen 1968-1989 Bad Langensalza, Erfurt-Gispersleben, Gotha, Höngeda/Seebach, Treffurt, Laucha, Straussfurt und Stregda
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Beschreibung
Produktdetails
Marke
Rockstuhl VerlagMaße (L/B/H)
21,6/15,4/1,5 cm
Gewicht
388 g
Erscheinungsdatum
01.10.2017
EAN
9783867778497
An Loren wurden im Ziegeleibetrieb Muldenkipper, volkstümlich Kipploren, eingesetzt. Sie waren aus Stahl und ließen sich nach beiden Seiten kippen. Die hier eingesetzten Muldenkipper hatten ein Fassungsvermögen von 0,75 bis 1,5 Kubikmeter. Es gab auch Kastenwagen, aber sie wurden überwiegend in Torfstichen verwendet. In Steinbrüchen oder für besondere Lasten, hatte man Loren ohne jeglichen Aufbau, nur mit der Auflagefläche. Mitunter gab es auch Loren mit einem verlängerten Fahrgestell und Handspindelbremse.
Alle Feldbahnen, die ich hier besuchte, hatten eine Spurweite von 600 mm. Sie unterstanden dem VEB Thüringer Ziegelwerk Erfurt und somit war ein Austausch der Fahrzeuge jederzeit möglich. Ansonsten gab es bei Feldbahnen die unterschiedlichsten Spurweiten, meist zwischen 500 und 1000 mm, wobei die von 600 mm am weitesten verbreitet war. Nach der Wende 1989 wurde es sehr schnell still um unsere Feldbahnen. Kleinere Ziegeleien stellten den Betrieb ein, es entstanden neue Ziegelfabriken und die bekommen ihren Ton oder Lehm über riesige Förderbänder aus der Grube. Somit gehört der personalaufwändige Feldbahnbetrieb der Vergangenheit an.
Zum Glück gibt es verschiedene Vereine, die Fahrzeuge und Gleise aufgekauft haben und sie für museale Zwecke pflegen. In unserer Nähe wird an einer Museumsbahn in Oehrenstock bei Ilmenau gearbeitet, wo allerhand Fahrzeuge unterschiedlichster Typen zur Verfügung stehen. Weitere Bahnen finden wir in Lichtenhain, an der Bergstation der Oberweißbacher Bergbahn, und am Bad von Finsterbergen. Alle Bahnen haben eine Spurweite von 600 mm. Sie dienen als Touristenanziehungspunkt in schöner Landschaft. Alte Feldbahnromantik wird wieder lebendig. Es ist schon ein schönes Gefühl, wenn man auf den Loren durch die Gegend schaukeln kann.
Einst wurden sie auf jeder größeren Baustelle verwendet. Erinnert sei an den Bau von Eisenbahnstrecken, Straßen und im besonderen Maße an den Bau der Autobahnen, wie es oft noch alte Fotos zeigen. Nach dem 2. Weltkrieg kann man sich den Wiederaufbau unserer zerbombten Städte ohne Trümmerbahnen nicht vorstellen. Endlos lange Strecken führen an die Stadtränder, wo dann die Trümmer abgekippt wurden. Gotha, den 15. Mai 2002 Harald Becher INHALT:
Vorwort
Feldbahn der Ziegelei Bad Langensalza am 17. und 26. Juni 1989
Feldbahn der beiden Ziegeleien in Erfurt-Gispersleben am 7. September 1989
Stregda - Feldbahn zur Ziegelei 11. April 1988
Stregda - Feldbahn zur Ziegelei 14. Juni 1988
Die Feldbahn der Ziegelei Laucha am 1. März 1976
Die Feldbahn der Ziegelei Höngeda bei Mühlhausen am 25. Oktober 1968
Die Feldbahn der Ziegelei Höngeda bei Mühlhausen am 24. Juli 1980
Die Feldbahn der Ziegelei Höngeda bei Mühlhausen am 9. Mai 1986
Die Feldbahn in Straußfurt von der Ziegelei zur Lehmgrube am 18. Mai 1975
Die Feldbahn zur Ziegelei Gotha am 14. Juni 1976
Die Feldbahn zur Ziegelei Gotha am 14. April 1986
Die Feldbahn zur Ziegelei Gotha am Bagger am 7. Juli 1986
Die Feldbahn zur Ziegelei Gotha an der Lehmgrube Gotha am 11. März 1987
Feldbahn in Treffurt Feldbahnen Im Jahr 2000 in Thüringen Finsterbergen am 3. Oktober 2000 Langewiesen am 1. Oktober 2000 "Lichtenhainer Waldeisenbahn" seit 1998 (Oberweißbacher Bergbahn) 123
Feldbahnen und der Autobahnbau
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