Zum Zehnjährigen ihres selbstbetitelten Erstlings bieten Slipknot ihren Fans eine ordentliche Packung. Nicht nur das bekannte Album ist hier enthalten, sondern auch noch Remixes, Live Versionen und vielerlei mehr. Ich werde mich aber nur auf das Debüt konzentrieren, da ich mit Remixen meist wenig anfangen kann, und ich mich in Sachen Live Album an 9.0 halte.
Der Wahnsinn begann damals mit einem schrägen Intro, das dann in (sic) gipfelte, einem Song, der nach wie vor sypmtomanisch für die unbändige Power der Band, gepaart mit einem gehörigen Schuss Irrsinn ist. Besonders wenn sich Frontmann Corey Taylor im Refrain die Lunge aus dem Leib brüllt, klingeln die Ohren und der Kopf nickt mit. Kann man so einen Beginn halten? Nein, wie sich mit Eyeless zeigt, das bereits etwas schwächer auftritt, da einfach zu schräg für den konventionellen Hörer. Anders dann Wait and Bleed, die erste Single der Mannen aus Iowa. Mit cleanen Gesang überraschten sie hier im Chorus und einem Gefühl für Melodie, das sie erst auf Vol. 3 voll ausleben sollten. Nach der Single das ultimative Highlight, und Fanliebling bis heute: Surfacing. Bis heute haben die Amerikaner keinen Refrain geschrieben, der so eruptiv über den Hörer herfällt und diesen unweigerlich mitreißt. Surfacing ist nicht nur großes Kino, es ist gigantisch. Spit It Out kann dieses Niveau unmöglich halten, gehört dennoch zu den besten Nummern der Scheibe, was abermals am kraftvollen Refrain liegt. Man merkt, dass sich Slipknot, wie z.B. In Flames, darauf verstehen einen guten Chorus zu bieten. Leider gibt es jetzt einen mächtigen Durchhänger qualitativer Art. Tattered & Torn geht maximal als Experiment durch, das aber leider wenig geglückt klingt und auch Purify gefällt von Metallica besser. Bis No Life bleibt eigentlich kein Song als besonders erwähnenswert im Gedächtnis, dafür No Life dann aber wieder umso mehr. Allerdings fängt sich die Band hier nur kurzzeitig, denn Diluted kann noch ein paar Punkte einfahren, aber Only One und das überlange Scissors schwächeln wieder gehörig. Eeyore weist dann wieder einen Aufwärtstrend auf, wenn es auch nicht an den Beginn der CD heran reicht. Dieses Level erreicht erst Me Inside wieder. Was haben sie da für einen Wahnsinnssong gegen Ende versteckt? Wenn Taylor im Finale die klare Stimme auspackt, ist das ein Gänsehautmoment sondergleichen, großartig. Get This geht am Ende nur noch als Späßchen durch, denn wirklich ernst gemeint, kann diese kurze Prügelorgie kaum sein.
Slipknot definierten mit ihrem ersten Output bereits ihren ganz eigenen Stil, den sie mit ihren weiteren Veröffentlichungen noch verfeinert, und ihm weitere Facetten hinzu fügten. Sicher kein absolutes Killeralbum, aber Titel wie Surfacing, (sic) oder Me Inside machen es absolut hörenswert.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für dein Feedback
Wir nutzen dein Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte habe Verständnis, dass wir dir keine Rückmeldung geben können. Falls du Kontakt mit uns aufnehmen möchtest, kannst du dich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.