Eine sehr gut gemachte Romanverfilmung mit überzeugenden jungen Hauptdarstellern. Die im Buch übertriebenen Szenen wurden im Film weggelassen, dies stellt einen absoluten Gewinn dar. Beide Daumen hoch!
L.M.
aus Zuhause
5/5
31.01.2012
DVD (DVD)
Wunderschön Und Mitreißend
Einer der schönsten Filme, die ich bisher gesehen habe, exzellent fotografiert mit einer berührenden Story.
Zwar handelt es sich um einen Vampirfilm, jedoch hält sich der Horror (bis auf einige, blutige Ausnahmen) deutlich zurück. Der Fokus der Geschichte liegt auf der Beschreibung der Liebe zweier Ausgestoßener, wobei das Ende jedoch deutlichen Interpretationsraum zulässt.
Katharina Hosse
aus Dorsten
5/5
14.03.2011
DVD (DVD)
Ein Meisterwerk
So finster die Nacht verwischt mit fast spielerischer Leichtigkeit Gerne-Grenzen und lässt sich irgendwo zwischen rührender Coming-of-Age Story, düsterem Vampirfilm und ruhigem Indie nieder. In wunderschönen, melancholischen Bildern erzählt er die Geschichte von Oskar und Eli, die ihre ganz eigene, verstörende und zarte Liebe finden.
Nicht nur einer der besten Horrorfilme sondern generell einer der besten Filme der letzten Jahre!
Johann Sotke
aus Hunteburg
5/5
04.05.2009
DVD (DVD)
ganz großes Kino
Dieser Film ist wirklich unglaublich.
Für mich ist es kein Horrorfilm, obwohl doch einige wirklich extreme und blutige Szenen vorkommen. Er ist vielmehr durch und durch romantisch: Die Stille der Aufnahmen, die Kälte der verlassenen Landschaft, das fantastische Vampirthema neu und ganz natürlich dargestellt, eine Liebe die ganz losgelöst vom Sexualtrieb ist.
Obwohl ich viele Bekannte habe, die diesen Film nicht verstanden haben und somit für Mist halten - kann ich nur jedem raten in sich anzuschauen und selbst zu urteilen. Mir bedeutet dieser Film unglaublich viel - ein echter Geheimtipp
Thomas Zörner
aus Lentia
4/5
03.06.2011
DVD (DVD)
Bis(s) zum ersten Schnee
Bereits die ersten Momente von Thomas Alfredons So finster die Nacht zeigen deutlich in welche Richtung dieser Film gehen wird. Kein Ton ist zu hören, nur die Opening Credits weiß auf schwarzem Grund, bis sich die rechte Bildhälfte verändert. Dort fallen nun dichte Schneeflocken vor dem schwarzen Nachthimmel, während links weiterhin die Mitwirkenden vorgestellt werden. Die Szenerie ist sehr ruhig, und das ändert sich auch bis zum Ende dieses gut 100minütigen melancholischen Films kaum.
Erzählt wird die Geschichte von Oskar, der in der Schule kein leichtes Los gezogen hat. Er wird täglich gehänselt, und auch zu Hause spielt er draußen meist allein. Eines Abends taucht das Mädchen Eli auf, die erste, die ihm gegenüber so etwas wie Interesse zeigt, und keine Abneigung. Schnell freunden sich die beiden an, doch irgendetwas an Eli stimmt nicht.
Es ist kein Geheimnis mehr, dass Eli nach einiger Zeit als Vampir geoutet wird, die es aber hasst zu töten und sich deswegen Hilfe in Form von Hakan geholt hat, der mordet und Blut für sie abzapft, denn dieses braucht sie zum Leben. Besonders interessant ist hierbei, wie jung diesmal der Vampir gewählt ist. Eli ist gerade mal 12, und kein pubertierender Teenie, oder gar ein Schwerenöter Mitte 30. Beinahe unschuldig wirkt sie, wenn sie nicht gerade Menschenblut schlürft. Hinzu kommt noch, dass Lina Leanderson einen ausgesprochen tollen Job macht bei ihrer Darstellung. Etwas anders sieht es da bei Kare Hedebrant aus. Sein Oskar wandelt schon etwas zu sehr an der Grenze zum, sagen wir wie es ist, Freak. Weshalb ihm Regisseur Alfredson hier nicht die Richtung gewiesen hat, ist mir schleierhaft, denn in den, vielen, ruhig emotionalen Momenten zwischen Eli und Oskar funkelt immer wieder das durch, was sein hätte können, wenn er nicht oft in Sachen Schauspiel abgedriftet wäre.
Von den erwachsenen Darstellern bleibt keiner wirklich im Gedächtnis, was aber nicht weiter stört, der Fokus liegt ja ohnehin auf den beiden Kinderschauspielern. Besonders schön ist So finster die Nacht wenn Alfredson seine ästhetischen Karten ausspielt, selbst in erschreckenden Szenen. Besonders die finale Auseinandersetzung mit Oskar Peinigern ist fantastisch gefilmt, und gehört sicher zum Besten, das ich bisher im europäischen Film sehen durfte. Aber auch in den ruhigen Momenten weiß die Kamera genau, wo sie zu sein hat, auf optischer Ebene macht So finster die Nacht alles richtig.
Was aber negativ auffällt sind die Geschwindigkeitsprobleme, die der Streifen zu haben scheint. Großteils geht es sehr langsam dahin, doch ab und an reißt der Film plötzlich an und überrascht den Zuseher damit beinahe zu sehr. Diese Momente scheinen auch recht schnell abgewickelt, als sei es Alfredson unangenehm, dass in seinem Vampirfilm auch mal Blut fließen muss.
Dennoch ist So finster die Nacht ein weiterer Beweis dafür, dass die Skandinavier in Europa beinahe das Monopol auf ruhigen, optisch ansprechenden Film haben.
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