Spukhafte Fernwirkung, 2 Audio-CDs - Zeilinger, Anton
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CD1: Die Welt ist so verrückt: Grundlagen der Quantenphysik 1 Anfänge 8:29 2 Zufall 9:01 3 Verschränkung 12:45 4 GHZ-Zustände 5:42 5 Superposition 3:41 6 Information 5:28 7 Schönheit 5:52 CD2: Quantenteleportation, Quantenkryptographie, Quantencomputer 1 Teamarbeit 5:31 2 Im Labor 5:38 3 Auf der Kuffner-Sternwarte 14:32 4 Das Donau-Experiment 18:15 Professor Anton Zeilinger (geboren 1945), Vorstand des Instituts für Experimentalphysik der Universität Wien, und seine Arbeitsgruppe sorgen mit ihren erfolgreichen Quantenteleportationsexperimenten weltweit für Aufsehen. Zuvor war einem die…mehr

Produktbeschreibung
CD1: Die Welt ist so verrückt: Grundlagen der Quantenphysik 1 Anfänge 8:29 2 Zufall 9:01 3 Verschränkung 12:45 4 GHZ-Zustände 5:42 5 Superposition 3:41 6 Information 5:28 7 Schönheit 5:52 CD2: Quantenteleportation, Quantenkryptographie, Quantencomputer 1 Teamarbeit 5:31 2 Im Labor 5:38 3 Auf der Kuffner-Sternwarte 14:32 4 Das Donau-Experiment 18:15 Professor Anton Zeilinger (geboren 1945), Vorstand des Instituts für Experimentalphysik der Universität Wien, und seine Arbeitsgruppe sorgen mit ihren erfolgreichen Quantenteleportationsexperimenten weltweit für Aufsehen. Zuvor war einem die Teleportation allenfalls aus der Science-Fiction vertraut, als die "beamen" genannte Überwindung von Zeit und Raum, ohne Zurücklegung des Wegs vom Sender zum Empfänger. In allgemein verständlicher Art und Weise erzählt Anton Zeilinger die geschichtliche Entwicklung der Quantenphysik, von ihren Anfängen bei Max Planck, Albert Einstein, Niels Bohr, Erwin Schrödinger und Werner Heisenberg bis hin zu ihren heutigen Anwendungsmöglichkeiten. Dabei geht er auf die "Verrücktheit" der - oftmals paradox anmutenden - radikalen Erkenntnisse der Quantenphysik für unser Weltbild ebenso ein, wie auf die "Schönheit" ihrer theoretischen Formulierung. An den Originalschauplätzen der experimentellen Versuchsaufbauten im Labor des Instituts, auf dem Dach einer Sternwarte und im Pumpwerk unterhalb der Donau erläutert Zeilinger die Phänomene der Quantenteleporation und der Quantenkryptographie, nicht zuletzt im Hinblick auf die Entwicklung zukünftiger Quantencomputer.
  • Produktdetails
  • Verlag: Suppose Verlag
  • Gesamtlaufzeit: 100 Min.
  • Erscheinungstermin: Februar 2005
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 9783932513602
  • Artikelnr.: 13189860
Autorenporträt
Anton Zeilinger, Professor am Institut für Experimentalphysik der Universität Wien zählt zu den international bedeutendsten Quantenphysikern der Gegenwart. Er lehrte und forschte u.a. an den Universitäten von Innsbruck und München, am MIT (USA) sowie am Collège de France und ist Gastforscher weiterer bedeutender Forschungseinrichtungen wie z.B. am Los Alamos National Laboratory oder am Merton College in Oxford. Für seine überragenden Leistungen wurde er vielfach ausgezeichnet, darunter mit dem 'Alexander-von-Humboldt-Forschungspreis' und dem 'Orden pour le mérite', der begehrtesten deutschen Auszeichnung für Wissenschaft und Künste. Der Nobelpreis-Anwärter hat drei Kinder, spielt Cello und Bass und lebt in Wien.
Inhaltsangabe
CD1 Die Welt ist so verrückt: Grundlagen der Quantenphysik 1 Anfänge 2 Zufall 3 Verschränkung 4 GHZ
Zustände 5 Superposition 6 Information 7 Schönheit CD2: Quantenteleportation, Quantenkryptographie, Quantencomputer 1 Teamarbeit 2 Im Labor 3 Auf der Kuffner
Sternwarte 4 Das Donau
Experiment
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 27.12.2005

DAS HÖRBUCH
Der Partyschreck
Anton Zeilinger erklärt die Quantenphysik und sich selbst
Anton Zeilinger, Vorstand am Institut für Experimentalphysik der Universität Wien und Leiter am Institut für Quantenoptik und Quanteninformation der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, hat auf Partys ein Problem. Dort könne zwar jedermann mehr oder weniger sinnvolle Sätze zu Mozart äußern, die wenigsten aber wüssten mit dem Namen Erwin Schrödinger etwas anzufangen. Dabei gehöre, so Zeilinger weiter, Schrödinger zu den bedeutendsten Physikern des 20. Jahrhunderts. Und sein Forschungsgebiet, die Quantenphysik, sei nicht minder komplex und auf ihre Weise ebenso schön wie die Symphonien Mozarts.
Zeilingers Kritik an unserem sehr engen Kulturbegriff trifft sicher zu. Für ein wenig Abhilfe will sein Hörbuch„Spukhafte Fernwirkung” sorgen, auf dem er einen Einblick in die Welt der Quantenphysik liefert. Erschienen ist das Hörbuch im Supposé Verlag, der schon durch manche verdienstvolle (und edel gestaltete) Hör-Publikation aus dem Bereich der Naturwissenschaften auf sich aufmerksam gemacht hat. Etwa durch historische Originaltonaufnahmen von Albert Einstein, Lise Meitner oder Max Planck (auch Schrödinger ist im Programm), oder durch Originaleinspielungen jüngeren Datums, etwa mit den Hirnforschern Wolf Singer und Detlef B. Linke.
Scotty und seine Nachfolger
„Spukhafte Fernwirkung” ist ein von Einstein geprägter Begriff, der die Eigenschaft von zwei oder mehr Quantenobjekten bezeichnet, bei räumlicher Trennung noch auf rätselhafte Weise miteinander verbunden zu sein. Erwin Schrödinger nannte dieses Phänomen „Verschränkung”. Zeilinger geht ausführlich auf dieses Grundproblem der Quantenphysik ein, erklärt, was es mit objektivem und subjektivem Zufall auf sich hat und was man unter Superposition versteht. Schließlich kommt er auch auf seine eigene Arbeit zu sprechen, mit der er seit Ende der Neunziger Jahre Aufsehen erregt, die Teleportation, auch „Beamen” genannt. Das Beamen ist beim breiten Publikum vor allem durch Star-Trek- Chefingenieur Montgomery „Scotty” Scott („Beam me up, Scotty!”) bekannt geworden. Etwas anders als bei Scotty geht es hier aber nicht um den Transport eines Teilchens von A nach B, und auch nicht um die Generierung einer Kopie von A am Ort B. Zeilinger transportiert vielmehr die vollständige Information eines Quanten nach B.
Dadurch allerdings verändert sich A, und es gibt kein Original mehr. Ohne ins Detail gehen zu können: An die erstaunlichen, vor allem für Informations- und Verschlüsselungstechnologie überaus bedeutsamen Erkenntnisse knüpfen sich einige hochphilosophische Fragen: Lässt sich die Wirklichkeit in reine Information aufdröseln? Ist das Bewusstsein das Sein, schwindet die Differenz zwischen beiden? Ist die Welt nicht nur alles, was der Fall ist, sondern auch alles, was der Fall sein könnte? Nicht zuletzt also wäre die Verbreitung der überaus anspruchsvollen Quantenphysik auch in der Lage, das Niveau von Partygesprächen zu heben. Das macht Zeilingers Einspielung unmissverständlich klar. TOBIAS LEHMKUHL
ANTON ZEILINGER: Spukhafte Fernwirkung. Sprecher: Anton Zeilinger. Supposé Verlag, Köln 2005. 2 CD, 100 Min.
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Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Anton Zeilingers Hörbuch zur Quantenphysik im Allgemeinen und dem Phänomen der "Verschränkung" von Quantenobjekten im Speziellen hat Tobias Lehmkuhl angeregt zurückgelassen. "Ausführlich" schildere der Vorstand des Instituts für Experimentalphysik der Universität Wien, der durch seine Beschäftigung mit dem "Beamen" von Teilchen beziehungsweise Teilcheninformationen bekannt geworden ist, was vor sich geht, wenn voneinander weit entfernte Teilchen "spukhaft" und ohne Zeitverzögerung miteinander kommunizieren. Für Lehmkuhl ergeben sich aus den "erstaunlichen" Erkenntnissen "hochphilosophische" Fragen zu Bewusstsein und Sein, zur Realität als reine Ansammlung von Informationen und zu der Wirklichkeit von Möglichkeitswelten. "Unmissverständlich" mache Zeilingers Hörbuch deutlich, dass die Probleme der Quantenphysik auch das Leben jedes Einzelnen betreffen.

© Perlentaucher Medien GmbH