Gartenproletarier - Stauffer, Michael
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Mitmacher sein oder alterndes Aussteigerwrack? Die konfektionierten Lebensentwürfe lassen nichts, die Gegenmodelle nur wenig von uns übrig, und mit dem Haarausfall werden auch die Ideale schütter. Stauffers Text weiß davon ein Lied zu singen. Die Musik dazu stammt vom Komponisten René Desalmand.

Produktbeschreibung
Mitmacher sein oder alterndes Aussteigerwrack? Die konfektionierten Lebensentwürfe lassen nichts, die Gegenmodelle nur wenig von uns übrig, und mit dem Haarausfall werden auch die Ideale schütter. Stauffers Text weiß davon ein Lied zu singen. Die Musik dazu stammt vom Komponisten René Desalmand.
  • Produktdetails
  • Verlag: Urs Engeler
  • Erscheinungstermin: Juli 2001
  • ISBN-13: 9783905591354
  • Artikelnr.: 27812388
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Ein Lob dem Verleger Urs Engeler, der sich früh auf Hörbücher spezialisiert hat und seine CDs konsequent nicht als Beigaben zur Printversion, sondern als eigenständige Publikationen begreift. Ein gelungenes Beispiel aus der Edition Urs Engeler stellt Martin Zingg mit Michael Stauffers "Gartenproletarier" vor - ein Hörstück für zwei Sprecher, das einen inneren Monolog in kurzen Textpartien in eine Art Dialog verwandelt beziehungsweise aufsplittert. O-Ton- Schnipsel, Synthesizerklänge unterbrechen die Erzählung oder treiben sie voran, Textteile werden wiederholt und verwandeln sich so in eine Art sprachliche Wiedererkennungsmelodie, die den Zugang zum Text erleichtern. Diesem ist ein ganz verhaltenen Sprachwitz zu eigen, meint Zingg, der aber nie durch Pointen preisgegeben werde. So könne man aufs Schönste die Paradoxie auskosten, dass die eine Stimme sagt" Ich bin ein stummer Held" - ein Stummsein, das sich gut hören lässt, so Zingg, dank auch der klugen Regie von Jean Pierre Salmony.

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