Erzählungen, Märchen und Parabeln, 3 Audio-CDs - Ebner-Eschenbach, Marie von

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Die Erzählungen Marie von Ebner-Eschenbachs gehören zum Wertvollsten, was die deutsche Literatur im 19. Jahrhundert hervorgebracht hat. Berühmt sind ihre berührenden Tiergeschichten, aber die österreiche Aristokratin hatte auch einen unbestechlichen Blick für die gesellschaftlichen Vorurteile des Adels und das oft menschenunwürdige Leben der unteren Gesellschaftsklassen. Das Hörbuch enthält neben einigen ihrer besten Erzählungen auch weniger bekannte Texte.…mehr

Produktbeschreibung
Die Erzählungen Marie von Ebner-Eschenbachs gehören zum Wertvollsten, was die deutsche Literatur im 19. Jahrhundert hervorgebracht hat. Berühmt sind ihre berührenden Tiergeschichten, aber die österreiche Aristokratin hatte auch einen unbestechlichen Blick für die gesellschaftlichen Vorurteile des Adels und das oft menschenunwürdige Leben der unteren Gesellschaftsklassen. Das Hörbuch enthält neben einigen ihrer besten Erzählungen auch weniger bekannte Texte.
  • Produktdetails
  • Verlag: Sinus Verlag
  • Gesamtlaufzeit: 215 Min.
  • Erscheinungstermin: Februar 2011
  • ISBN-13: 9783905721928
  • Artikelnr.: 31843153
Autorenporträt
Otto Mellies, geboren 1931 in Stolp, Provinz Pommern, kam nach dem Krieg nach Schwerin, besuchte die Staatliche Schauspielschule, ging 1956 ans Deutsche Theater, übernahm auch zahlreiche Rollen in DEFA-Filmen und stand nach 1990 in Tatorten, Politthrillern und Fernsehspielen vor der Kamera.

Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach, geb. Freiin (seit 1843 Gräfin) von Dubsky 13. 9. 1830 Schloss Zdislawic (Mähren) - 12.3.1916 Wien. Die aus einer mährischsächsischen Adelsfamilie stammende E. wuchs in Mähren und Wien auf und heiratete 1848 ihren Cousin Moritz v. Ebner-Eschenbach, der als Professor an der Militär-Ingenieur-Akademie unterrichtete. Sie lebten zunächst in Wien, von 1850-56 in Klosterbruck und Mähren, dann abwechselnd in Wien und Zdislawic. 1900 wurde sie als erste Frau mit dem Ehrendoktortitel der Wiener Universität ausgezeichnet. Nach der Veröffentlichung ihrer fiktiven satirischen Reisebriefe 'Aus Franzensbad' (1858) schrieb sie lange ausschließlich für das Theater, wo sie allerdings mit ihren historischen Dramen und Gesellschaftsstücken nur Misserfolge erntete, so dass sie sich nach dem skandalerregenden, weil adelskritischen Stück 'Das Waldfräulein' (UA 1873) der Erzählprosa zuwandte. Sie erzielte ihren Durchbruch 1880 mit dem kleinen Roman 'Lotti, die Uhrmacherin' und setzte sich mit den folgenden Werken als führende Erzählerin des österreichischen Spätrealismus durch. Ihre Erzählungen und Kurzromane thematisieren die Auflösung der Ordnungsverhältnisse v. a. in der spannungsreichen Beziehung von Dorf- und Schlossbewohnern und schildern mit Einfühlungsvermögen und sozialkritischer Tendenz die Lebensbedingungen von Angehörigen der sozialen Unterschichten. Ihre Technik der Zuspitzung und Steigerung kam auch ihren Aphorismen zugute.

Birgit Minichmayr, geboren 1977 in Linz, ist derzeit als freischaffende Theaterschauspielerin für das Wiener Burgtheater, das Münchner Residenztheater, die Berliner Volksbühne und das Hamburger Schauspielhaus tätig. Sie ist aber auch in der Filmwelt zuhause: Sie hatte Rollen in der Bestseller-Adaption Das Parfüm , in Kirschblüten-Hanami von Doris Dörrie, in "Gnade" von Matthias Glasner und in "Das weiße Band" von Michael Haneke. 2009 wurde Minichmayr der Darstellerpreis der Berlinale für ihren Part in Maren Ades Alle Anderen verliehen, 2013 erhielt sie den Kurt-Meisel-Preis. Im Hörverlag ist sie zu hören in den Hörspieladaptionen von Die Blendung von Elias Canetti und Ulysses von James Joyce, sowie als Zelda Fitzgerald in Wir waren furchtbar gute Schauspieler.
Inhaltsangabe
Die Totenwacht
Die Sünderin
Er lasst die Hand küssen
Die Spitzin
Krambambuli
Der Fink
Hirzepinzchen
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Marie von Ebner-Eschenbach wird heute nur noch wenig gelesen. Und verwunderlich, so der Rezensent Thomas Meissner, sei das im großen und ganzen durchaus nicht. Ihre auch im späten 19. Jahrhundert schon etwas altmodische Manier, ihr Hang zur Sentimentalität: ihr Werk hat deutliche Schwächen. Die aber verschwinden jedenfalls in einigen der hier versammelten Einlesungen fast völlig. Insbesondere Birgit Minichmayr, die etwa die Erzählung "Totenwacht" auf faszinierend atmosphärische Weise lese, präpariere die ebenfalls existierenden Stärken heraus: die "leise Ironie", auch die "sprachliche Lokalfärbung". Nicht alles sei so gelungen wie dieses beste Stück dieser Hörbuch-Ausgabe. Neu zu entdecken sei Marie von Ebner-Eschenbach hier freilich schon.

© Perlentaucher Medien GmbH