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Benjamin Rubin, vielfach ausgezeichneter Schriftsteller, zehrt noch immer vom Ruhm vergangener Tage. Martin Wegner dagegen wird als aufstrebender Jungdramatiker von den Medien gefeiert, doch leidet er unter einer akuten Schreibblockade. Ein Mentorenprogramm zur Förderung junger Talente soll beiden helfen. Und so lernen sie sich in einer abgeschiedenen Villa auf dem Land kennen. Schon bald steht fest: Das Einzige, was die beiden verbindet, ist das versprochene Honorar. Als dann auch noch die hübsche Frau des Jüngeren die Seiten wechselt, eskaliert das Experiment und gerät zum Wettkampf zweier…mehr

Produktbeschreibung
Benjamin Rubin, vielfach ausgezeichneter Schriftsteller, zehrt noch immer vom Ruhm vergangener Tage. Martin Wegner dagegen wird als aufstrebender Jungdramatiker von den Medien gefeiert, doch leidet er unter einer akuten Schreibblockade. Ein Mentorenprogramm zur Förderung junger Talente soll beiden helfen. Und so lernen sie sich in einer abgeschiedenen Villa auf dem Land kennen. Schon bald steht fest: Das Einzige, was die beiden verbindet, ist das versprochene Honorar. Als dann auch noch die hübsche Frau des Jüngeren die Seiten wechselt, eskaliert das Experiment und gerät zum Wettkampf zweier Egomanen.

Hörspiel mit Franz Xaver Kroetz, Christoph Bach u.v.a.
1 CD Laufzeit ca. 57 min
  • Produktdetails
  • Verlag: Der Audio Verlag, Dav
  • Anzahl: 1 Audio CD
  • Gesamtlaufzeit: 57 Min.
  • Erscheinungstermin: 01.02.2015
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 9783862315062
  • Artikelnr.: 41813485
Autorenporträt
Kehlmann, DanielDaniel Kehlmann, 1975 in München geboren, wurde für sein Werk unter anderem mit dem Candide-Preis, dem WELT-Literaturpreis, dem Per-Olov-Enquist-Preis, dem Kleist-Preis, dem Thomas-Mann-Preis und dem Friedrich-Hölderlin-Preis ausgezeichnet, zuletzt wurden ihm der Frank-Schirrmacher-Preis, der Schubart-Literaturpreis und der Anton-Wildgans-Preis verliehen. Sein Roman "Die Vermessung der Welt" ist zu einem der erfolgreichsten deutschen Romane der Nachkriegszeit geworden, und auch sein Roman "Tyll" stand monatelang auf der Bestsellerliste und findet begeisterte Leser im In- und Ausland. Daniel Kehlmann lebt zurzeit in Berlin und New York.
Rezensionen

buecher-magazin.de - Rezension
buecher-magazin.de

Geld ist - so könnte man meinen - in der Kulturförderung gut aufgehoben. Wenn jedoch eine selbstgefällig-gealterte Dramaturgielegende wie Benjamin Rubin und ein aufstrebender Schriftsteller wie Martin Wegner sich für eine ordentliche Stange davon in ein Hotel einnisten, um widerwillig am Werk des Jüngeren zu feilen, bekommt man seine Zweifel. Narzisstische Kränkungen allerorten, Vergangenes wird verklärt, Neues nicht zugelassen. Daniel Kehlmanns ("Die Vermessung der Welt") präzise inszenierter Blick auf die Literaturwelt bietet zwar kein wirklich neues Tableau an, die Dialoge in der MDR-Hörspielinszenierung des Theaterstücks sind aber fein arrangiert und das Krachen im Gebälk ist leise, aber unmissverständlich zu vernehmen. Franz-Xaver Kroetz (bekannt als Baby Schimmerlos in "Kir Royal") erweckt einen wunderbar abgehalfterten Altmeister zum Leben, den die attraktive Literatengattin Gina (Stephanie Schönfeld) aus seiner ganz privaten Endlosschleife holt, während Christoph Bach durch seinen permanent angespannten Nachwuchsautor für die nötige Portion Klaustrophobie sorgt. Akustisch werden die Misstöne durch Martin Zrosts groteskes Holzbläserarrangement ergänzt.

© BÜCHERmagazin, Dirk Speckmann (ds)

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 10.03.2015

In der Villa
Daniel Kehlmann sperrt zwei
Schriftsteller zusammen
Mal angenommen, ein hoffnungsvoller Autor käme vorbei, um Rat einzuholen, ein junger Schriftsteller, der stolz darauf ist, dass man ihn eine „Stimme seiner Generation“ genannt hat – zwar nur online, aber doch beim Googlen unverzüglich zu finden. Der junge Mann weiß, dass man sein Manuskript gelesen hat, mit dem Rotstift in der Hand, und wartet nun auf ein Urteil. Könnte man ihn ärger kränken als mit dem Hinweis auf einen Tippfehler? Vielleicht durch eine Aufforderung zum Spaziergang – „Waren Sie heute schon draußen? Es geht doch nichts über einen weitläufigen Garten.“
  Daniel Kehlmann hat die Szene erfunden. Sie eröffnet in seinem Stück „Der Mentor“ das Ringen zweier Schriftsteller miteinander, einen zähen Kampf, den Kulturförderung inszeniert hat. Für ein sehr ordentliches Honorar kommen der vielfach ausgezeichnete Benjamin Rubin und der aufstrebende Martin Wegener zusammen. Das Stück wurde 2012 am Theater in der Josefstadt in Wien uraufgeführt. Nun liegt „Der Mentor“ als Hörspiel vor. Die brillanten Sprecher nutzen die Gelegenheit, ihren Figuren durch vielsagendes Seufzen, Schweigen, durch Beifall heischende Untertöne oder Lässigkeit Leben einzuhauchen. Was die Satire auf den Kulturbetrieb dadurch an Rasanz und Schärfe verliert, gewinnt das Kammerspiel allzumenschlicher Charaktere. Das Stück – ein Drama zwischen einem alten (Franz Xaver Kroetz) und einem jungen Mann (Christoph Bach), die uralte Geschichte der Konkurrenz um eine Frau und eine Position – enthält beides. Und es führt vor, wie stark das Ich eines jeden von der Konvention vergiftet wird, die Sucht nach Anerkennungverleugnen zu müssen. „Das ist ganz und gar schrecklich“, sagt der Alte schließlich über das Stück des Jungen. „Das heißt nicht, dass Sie nicht begabt sind, nur merkt man es nicht.“ Bösartigkeit dieser Art garantiert eine unterhaltsame Stunde.
JBY
Daniel Kehlmann: Der Mentor. Hörspiel mit Franz Xaver Kroetz, Ilja Richter, Christoph Bach, Stephanie Schönfeld. Der Audio Verlag, Berlin 2015. 1 CD, 57 Minuten, 14,99 Euro.
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