EUR 19,95
Portofrei*
Alle Preise inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
10 °P sammeln

  • Audio CD

4 Kundenbewertungen

Berlin-Kreuzberg, November 1980: Im Schatten der Mauer gedeiht ein Paralleluniversum voller Künstler, Hausbesetzer, Kneipenbesitzer, Kneipenbesucher, Hunde und Punks. Bier, Standpunkte, Reden, Verräterschweine - alles ist da. Nur eins fehlt: jemand, der alles mal richtig durchdenkt: Frank Lehmann aus Bremen. Nachdem seine WG dort vom Gesundheitsamt geschlossen wurde, das Zimmer bei seinen Eltern zum Fernseherreparieren benötigt wird und er nach kühnem Ausbruch aus dem Wehrdienst noch keinen Plan hat, fährt er erst mal nach Berlin - zu seinem großen Bruder Manni, der dort als Künstler lebt und…mehr

Produktbeschreibung
Berlin-Kreuzberg, November 1980: Im Schatten der Mauer gedeiht ein Paralleluniversum voller Künstler, Hausbesetzer, Kneipenbesitzer, Kneipenbesucher, Hunde und Punks. Bier, Standpunkte, Reden, Verräterschweine - alles ist da. Nur eins fehlt: jemand, der alles mal richtig durchdenkt: Frank Lehmann aus Bremen. Nachdem seine WG dort vom Gesundheitsamt geschlossen wurde, das Zimmer bei seinen Eltern zum Fernseherreparieren benötigt wird und er nach kühnem Ausbruch aus dem Wehrdienst noch keinen Plan hat, fährt er erst mal nach Berlin - zu seinem großen Bruder Manni, der dort als Künstler lebt und eine große Nummer ist. Dachte er. Doch Manni ist weg. Weder sein Vermieter Erwin Kächele noch dessen Nichte Chrissie oder sein Mitbewohner Karl haben eine Ahnung, wo Manni steckt. Außerdem nennen sie ihn nicht Manni, sondern Freddie. Und haben sofort eine konkrete Idee davon, was Frank zu tun hat: Anstelle seines Bruders an einem kurzfristig anberaumten Krisenplenum teilnehmen.
Damit beginnteine lange Nacht, in der Frank Lehmann lernt, dass in einer Welt, in der alle Künstler sein wollen, nichts notwendigerweise das ist, als das es erscheint, und in der er mehr über seinen Bruder erfährt, als er wissen will, aber nie das, wonach er fragt.
Und mit einer Nacht ist es nicht getan, denn wie sagt Karl, der Typ, den Frank auf Anhieb nicht mag, und der sein bester Freund werden wird: "Das ist wie in der Geisterbahn. Jetzt sind alle eingestiegen, und der Bügel geht runter, und dann müssen das auch alle bis zu Ende mitmachen ..."
  • Produktdetails
  • Verlag: Roof Music; Tacheles!
  • ISBN-13: 9783938781791
  • Artikeltyp: Hörbuch
  • ISBN-10: 3938781793
  • Best.Nr.: 23819354
  • Laufzeit: 324 Min.
  • Erscheinungstermin: 22.08.2008
Autorenporträt
Sven Regener wurde 1961 in Bremen geboren. 1985 gründete er die Band "Element of Crime", die mit deutschsprachigen Alben wie "Damals hinterm Mond" und "Weißes Papier" eine große Popularität erlangte. Sven Regener ist Sänger und Texter der Gruppe. 2011 erhielt er den Ehrenpreis der Deutschen Schallplattenkritik, 2015 die "Zuckmayer-Medaille" und 2016 die "Grimm-Gastprofessur der Universität Kassel".
Trackliste
CD 1
1Kapitel 1:Patty Hearst00:06:21
2Kapitel 2:Tubaspielen00:10:46
3Kapitel 3:Zivilbullen Unter Sich00:03:45
4Kapitel 4:Plenum00:24:56
5Kapitel 5:Ouzo Umsonst(ArschArt)00:18:07
CD 2
1Kapitel 6:Schock00:16:14
2Kapitel 7:Abrechnung00:23:08
3Kapitel 8:Junge,Komm Bald Wieder00:16:59
CD 3
1Kapitel 9:Punkbehörde00:20:47
2Kapitel 10:Lehrlingsverarschung00:11:41
3Kapitel 11:Party00:12:05
4Kapitel 12:Kung Fu00:21:40
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung Audio-Rezension

Jetzt anhören
Besprechung von 24.08.2008
Das Gute ist, dass man hier nichts falsch machen kann
Ankunft im Kreuzberger Alltag: Sven Regener schließt mit "Der kleine Bruder" seine Romantrilogie um Frank Lehmann ab

Früher, im November 1980, als die Mauer noch stand, gab es ein paar Gewissheiten mehr: Dass, wer aus Westdeutschland nach West-Berlin ging, keinen Wehrdienst abzuleisten hatte, war die eine; dass der Schritt aber auch dem Eintritt in die Fremdenlegion glich, war die andere. Was immer vorher gewesen war, hatte sich erledigt, dafür durfte man nicht groß auf Hilfe von außen hoffen.

Und West-Berlin hatte seine Gesetze, die kein Neuankömmling auf Anhieb durchschaute; sicher war nur, dass er von den alten Hasen erst einmal unter fadenscheinigen Gründen ausgenommen wurde - so etwa könnte man das Bild skizzieren, das Sven Regener in seinem Roman "Der kleine Bruder" von diesem versunkenen Biotop entwirft.

Frank Lehmann jedenfalls, bestens bekannt aus den beiden anderen Romanen Regeners, ist kaum ein paar Stunden in Kreuzberg, da muss er schon in der Wohngemeinschaft seines Bruders Manfred für dessen angebliche Mietschulden aufkommen. Manfred aber, von dem er sich allerhand erhofft hatte, ist verschwunden. So ist es nur logisch, dass der Roman seine Struktur aus der doppelten Suche Frank Lehmanns bezieht: nach Orientierung in einer verwirrenden Welt voller unverständlicher Zeichen und nach dem Bruder; und dass er zu Ende ist, als sich beides erledigt hat.

Zu Ende? "Der kleine Bruder" ist, was die Publikation angeht, der Abschluss einer Trilogie, die 2001 mit "Herr Lehmann" begann und 2004 mit "Neue Vahr Süd" fortgesetzt wurde. In der Lehmann-Chronologie aber ist er das Mittelstück, das unmittelbar einsetzt, als sein Held gerade trickreich der Bundeswehr entkommen und nun auf dem Weg von Bremen nach West-Berlin ist - "sie haben mich heute morgen entlassen", erzählt Frank auf der Fahrt, "weil sie erst jetzt gemerkt haben, dass ich untauglich bin". Derlei Erinnerungsstützen für die Leser der anderen Bücher gibt es manche. Sie sind vergleichsweise einfach mit dem Text verwoben, wo es um den Blick auf Franks Vergangenheit geht - viel interessanter aber sind die Vorausdeutungen auf das, was der Leser als Erstes kennengelernt hatte, Franks Situation im Herbst 1989, immer noch in Kreuzberg, immer noch umgeben von den Menschen, die er jetzt - 1980 - gerade trifft.

"Der kleine Bruder" also ist der Schlussstein auf einem Gewölbe, dessen Pfeiler schon stehen und mit denen er harmonieren muss. Er muss zunächst eine Geschichte aus eigenem Recht erzählen und gleichzeitig zu einem bekannten Ende überleiten: Wer "Herr Lehmann" aufmerksam gelesen hat, weiß, dass Franks Suche nach dem Bruder letztlich erfolgreich sein wird (in welchen Abgrund es Manfred allerdings verschlagen hat, überrascht dann doch). Er kennt auch die rührende Freundschaft zwischen Frank und dem Kreuzberger Alleskönner Karl, deren Grundlagen sich hier bilden, er weiß, welches Ende es mit dem Schwaben Erwin nehmen wird, der hier als aufstrebender Kneipenmogul auftritt und bald mit seiner schwangeren Freundin zusammenziehen wird, von der er in "Herr Lehmann" wieder geschieden sein wird, während sein Alkoholkonsum bedenkliche Formen angenommen hat. Und er wird sich vergnügt an die Weck- und Störanrufe der Mutter erinnern, die hier ihren Anfang nehmen. Denn alles ist Aufbruch in diesem Buch, vor allem für einen, der wie Frank mit offenen Augen und hartem Kopf durch das neblige Kreuzberg stapft und Künstler und Punker ebenso kennenlernt wie Kunst- und Punksimulationen, wobei er klugerweise die Frage nach Echt, Falsch und den Grauzonen dazwischen gar nicht mehr stellt.

Frank Lehmann lernt Hausbesetzer kennen, die gar nicht wissen, dass ihrem Anführer das besetzte Haus gehört; er erlebt eine Dichterlesung, die massiv gestört wird, was offenbar zwischen den Störern und den Vortragenden abgesprochen ist; er trifft auf Spieler, die nichts von Regeln halten und viel von Konspiration. Umso erstaunlicher wirkt in diesem Konglomerat Lehmanns unbeirrter Wille, sich mit nichts abzufinden, was man ihm vorschreiben will.

Denn auch wenn Regener zeigt, was sich und in welcher Weise es sich verändert in Lehmanns Welt und in ihm selbst, so ist doch eines immer gleich (und wäre es vermutlich auch in weiteren Romanen, die Lehmanns Geschichte ins neue Jahrtausend trügen): Lehmanns große Liebe zu den Worten, seine permanente Suche nach den richtigen Formeln, um die Dinge adäquat auszudrücken, und sein Misstrauen der eigenen Sprache gegenüber. Natürlich ist es Regeners Trick, dieses Grübeln eben nicht einem feinsinnigen Literaten auf den Leib zu schreiben, sondern der aus "Herr Lehmann" bekannten Tresenkraft - die übrigens ihr Talent zum Bierverkauf in dem nun erschienenen Roman auf das Schönste entdeckt: "Frank verstummte, weil ihm peinlich war, was er da redete, sowas kann man denken, ermahnte er sich, aber nicht sagen." Dieser Satz könnte in jedem der Lehmann-Romane stehen.

In der DDR-Literatur hätte man einen solchen Plot vielleicht den "Ankunftsromanen" zugerechnet, jenen Büchern also, die zeigen, wie ein Individuum auf eine Gruppe trifft und sich mehr oder weniger reibungslos integriert.

Hier aber folgt die Integration so unübersehbar Franks eigenen Regeln, er übernimmt sofort die Regie in Bereichen, in denen ihm die anderen nicht gewachsen sind, so dass man sich beinahe fragt, ob Franks Ankunft nicht eher diejenigen verändert, die er im Umfeld seines Bruders antrifft. Seine Geschichte in Kreuzberg ist eine Erfolgsgeschichte, ganz anders als die seines Mitfahrers Wolli, der den Kenner heraushängen lässt und dem Novizen Berlin erklärt: "Das ist ja das Gute hier", sagt er, "hier kann man nichts falsch machen. Hier ist alles scheißegal." Ein paar Tage später wird er sich bitterlich über den Gruppenzwang in seiner Punker-WG beschweren, den er als "gefährlich" und "ansteckend" beschreibt; und er wird den Großteil seiner Barschaft eingebüßt haben und sich von Frank Geld leihen, um wieder ins heimatliche Bremen zu kommen. Das wäre der erste von zwei Einwänden, den man gegen diesen fabelhaften Roman erheben könnte: Hier, wie auch an einer anderen Stelle gegen Ende des Buches, wird dann doch eine Botschaft, die der Leser durchaus verstanden hat, noch einmal explizit gemacht.

Lehmann allerdings ist in diesem Punkt meist wachsam: "Kaum hat man eine Meinung, schon ist man in die Falle gegangen", sagt Frank, als er den verabredeten Tumult bei der Dichterlesung durchschaut. Wenig später passiert etwas, das alle Beteiligten zuvor kategorisch ausgeschlossen hatten, weil ein Blitz ja niemals an der gleichen Stelle einschlagen soll: Eine Bierflasche fliegt durch den Raum und trifft exakt jenen Unglücklichen am Kopf, der dort ein paar Tage zuvor bereits getroffen worden war.

Worauf also ist Verlass in dieser Welt, wenn der große Bruder verschwindet und nicht einmal das Sprichwortwissen weiterhilft? Frank, auf sich selbst gestellt, schluckt ein-, zweimal, lässt sich nichts anmerken und nimmt die Dinge in die Hand, mehr als fast alle anderen, mit denen er zu tun hat. Die Einzige, die ihm vielleicht das Wasser reichen könnte, Erwins junge Nichte Chrissie, die aus der schwäbischen Provinz nach Berlin abgehauen ist, Chrissie also, die von Karl mit den apartesten Spitznamen belegt wird, verschwindet leider mit dem Ende dieses Romans aus der Lehmann-Saga. Das ist der zweite Einwand.

TILMAN SPRECKELSEN

Sven Regener: "Der kleine Bruder". Eichborn Berlin 2008, 300 Seiten, 19,95 Euro

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
…mehr

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Wolfgang Schneider zieht das Hörbuch "Der kleine Bruder", vom Autor Sven Regener selbst eingelesen, dem Roman vor. Schneider findet, dass die "Rampensau Regener" den "schräge(n) Laber-Naturalismus" selbst am besten vortragen kann. Und das ist auch nötig, so Schneider, dem dies der schwächste Teil der "Lehmann-Trilogie" scheint. Hier erzählt Regener vom Umzug der Romanfigur nach Berlin und deren Leben in der Kreuzberger Kneipenszene: voller authentischer und "kunstvoll arrangiert(er)" Dialoge, die aber für Schneider erst beim Hören den "nöligen Sound" des Kreuzberger Milieus entwickeln. Die ungekürzte Studio-Lesung allerdings sei schlampig gemacht, der Live-Mitschnitt, der allerdings nur der limitierten Auflage des Buches beigefügt ist, gefällt dem Rezensenten deutlich besser.

© Perlentaucher Medien GmbH
Besprechung von 11.11.2009
DAS HÖRBUCH
Immer zu früh ist auch unpünktlich
Berlinmarketing vom Feinsten: Sven Regeners „Der kleine Bruder”
Frank Lehmann ist hier bekanntlich kein Börsenprofi, sondern ein junger Mann, der ein neues Leben beginnen will. Zu diesem Zweck verlässt er Mitte der achtziger Jahre Bremen, fährt mit Freund Wolli nach Berlin, den Bruder suchend. Ebendieser Manfred wird von seinen dortigen Kumpanen Freddy genannt, während der kleine Bruder ihn Manni ruft. Erst ganz am Ende des Romans von Sven Regener gelingt die Familienzusammenführung. In der Zwischenzeit wird Bier getrunken, Musik gehört und so getan, als halte man ein Haus besetzt. Das nämlich war Mannis größter Beitrag zum Kreuzberger Kulturleben: eine Hausbesetzungssimulation.
Die Handlung von „Der kleine Bruder” ist kaum der Rede wert. Reflexionen sucht man meist vergebens, die Poesie nistet nur zwischen den Zeilen. Dennoch oder deswegen wurde die Kreuzberger Trilogie, der außerdem „Herr Lehmann” und „Neue Vahr Süd” angehören, ein grandioser Publikumserfolg. Woran das lag und warum die Kritik dennoch gut daran tut, hier frohgemut zu kritisieren, belegt das Hörspiel zum Bestseller. Es unterhält, es ist atmosphärisch dicht, produktionstechnisch herausragend und lässt doch ratlos zurück: Was ist da gerade zwei Stunden lang aus den Boxen gesickert, frisches oder doch eher abgestandenes Bier?
Dieselben Macher wurden für ihre Bemühungen um „Herrn Lehmann” mit dem „Deutschen Hörbuchpreis 2009” ausgezeichnet. Regisseur Sven Stricker, Komponist Jan Peter-Pflug, Erzähler Florian von Manteuffel und Florian Lukas als Frank Lehmann sind auch nun wieder zugange. Strickers Dialogregie lässt keine Wünsche offen. Da mögen Gläser klirren, Dosen fliegen, Türen knarzen: Jede Silbe ist verständlich, das Wort gibt stets den Rhythmus vor, nicht Sounds werden montiert, sondern Sätze gesetzt. Die Bedingungen sind also ideal, um den Tresengesprächen sich hinzugeben: „Wenn einer immer zu früh ist, dann ist das auch irgendwie unpünktlich.”
Die leicht nölige, sehr an seinen Vater Felix von Manteuffel erinnernde Stimme des Erzählers dominiert das Geschehen. Sie ist der Vordergrund, sie erscheint klar und mittig, während das bewusst verhuschte Sprechen des Florian Lukas ein Gebräu ist aus Zurückhaltung und Aggression. Darüber legt sich mühelos der energische Bariton des Bjaerne Mädel, der als WG-Bewohner und Möchtegernkünstler Karl für die großen Töne zuständig ist. Mithalten kann da nur der herrische Schwabe Erwin, den Uwe Hügle abermals zum Prototyp des gewinnsüchtigen linken Strebers modelliert.
Schnell fühlt man sich zu Hause bei diesen Figuren, die über Metallschrottberge steigen und fliegenden Dosen ausweichen und wider den Brechreiz kämpfen und insgeheim ahnen, dass sie ihr Leben ganz anders anpacken müssten. Gerade in der Verdichtung aber der 280 Romanseiten auf 118 Hörspielminuten wird offenbar: Das Wesentliche des Lebens geht nicht auf in dessen Stimmungen, skurrile Charaktere können ebenso sehr eine Lüge sein wie der Durchschnittsspießer, und nicht jede Frage ist es wert, bedacht zu werden.
„Der kleine Bruder” läge geschmeidig gut in den Händen des Berliner Stadtmarketings. Auch der erfahrene Trilogienfreund wird wenig daran zu mäkeln finden. Als literarisches Hörspiel aber, das eine vorgestellte Welt in den Klang binden will, ist es abwechslungsarm und routiniert. Fast ebenso schnell wie das letzte Bier ist es vergangen, vertan. Der Durst bleibt. ALEXANDER KISSLER
SVEN REGENER: Der kleine Bruder. Hörspielbearbeitung: Katrin Reiling, Regie: Sven Stricker. Hörverlag, München 2009, 2 CD, 118 Min, 19,95 Euro.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung exklusiv über www.sz-content.de
…mehr
'Trilogie vollendet, Wunder vollbracht: Aus einer mittelmäßigen Existenz wurde eine überragende Romanfigur.“ (stern, 28. August) 'Da ist er wieder, der typische Lehmann-Sound, schnodderig und direkt.“ (Der Spiegel, Jenny Hoch, 35/2008) 'Unglaublich komisch sind wieder die lässigen Beschreibungen der alkoholgeschwängerten Mir-doch-egal-finnich-gut-finnichnichgut-Ethik am Tresen. Das kann Regener. Dieses herrliche Geschwafel nachstricken über Kunst, K-Gruppen, Punk und Pustekuchen.“ (Neue Presse, Henning Queren, 28. August 2008) 'Sven Regener ist ein Virtuose des redundanten Dialogs. Er besitzt die Gabe, den nöligen Udo-Lindenberg-Ton jener Jahre, die gemütvolle Abgebrühtheit, die jeder Zeitökonomie enthobene Umstandskrämerei, die Küchenphilosophie und den pseudobürokratischen Jargon des WG-Milieus mit hohem Wiedererkennungswert zu verschriftlichen.“ (Süddeutsche Zeitung, Kristina Maidt-Zinke, 4. September 2008) 'Auch Sven Regeners neuester Roman der Lehmann-Trilogie offenbart die Qualitäten des seit 1982 in Berlin lebendem Bremer Autors, die schon die vorhergehenden Bücher so erfolgreich machten. Regener ist ein ungewöhnlich präzise beschreibenden Chronist einer Szene, die ihre eigene Sprache und typische Verhaltensweisen kultivierte. Er hat einen wunderbar trockenen, fast schon lapidaren Humor, er gibt seinen Figuren ein klares sprachliches Gesicht.“ (Bremer Nachrichten, Peter Groth, 30. August 2008) 'Herr Lehmann fühlt sich in Geiselhaft genommen. Und genauso geht es dem Leser, von Anfang an. Dieser Roman nimmt einen in Geiselhaft, stundenlang, bis zur letzten Seite, bis die Lichter leuchten, bis sich das Foyer geleert, die Geschichte beruhigt hat und endlich alle beisammen sind. (1LIVE, Jan Drees, 11. September 2008) “Der in seiner Wortkargheit grandios-stimmungsvolle Schluss enthält die einzige weiche, gewissermaßen die charakterliche Sollbruchstelle, die Frank Lehmann endgültig als den guten Kerl ausweist, als den wir ihn schon seit zwei Romanen kannten.' (Frankfurter Allgemeine Zeitung, Edo Reents, 13. September 2008) 'Es ist, als ob man nach längerer Zeit einen guten Kumpel wiederträfe: Man freut sich aufrichtig, zu hören, wie's ihm so ergangen ist. (...) Er wird uns fehlen. Einer wie Lehmann ist kein großer Held, aber ein ehrlicher Typ. Wir hatten viel Spaß mit ihm.“ (Frankfurter Neue Presse, Michael Kluger, 11. September 2008) 'In Regeners neuem Roman passiert nicht viel, es wird vor allem geredet - und auch das über wenig weltbewegende Themen. Doch wie Lehmann mit staunenden Augen durch das Kreuzberg der frühen 80er Jahre stapft, sich die Nächte um die Ohren schlägt, viel Bier trinkt, Hausbesetzer und abgedrehte Künstler trifft und dabei eigentlich nur seinen großen Bruder sucht, erzählt Regener so glaubwürdig, als wär's seine eigene Geschichte.“ (Deutsche Presse Agentur, Andreas Heimann, 4. September 2008) 'Regener, das ist vielleicht das eigentliche biografische Moment, ist der genaue Antipode zu seinen aufgeplusterten Romanfiguren, die sich samt und sonders einbilden, großartige Künstler zu sein. Regener ist ein großer Künstler - und er bildet sich nichts darauf ein.“ (Stuttgarter Zeitung, Jan Ulrich Welke, 4. September 2008) 'Regeners Kunst ist eine Sprache, die so frisch und natürlich wirkt, als würde alle Dialoge tatsächlich genau so stattfinden - und dennoch würzt er allen trockenen Humor mit Melancholie und Wärme.“ (tz, 3. September 2008) 'Regener hat mit viel Humor und Geist den Charme des Vorwendeberlins eingefangen. Vielleicht der beste Part der Trilogie.“ (Playboy, 1. Oktober 2008) 'Das Wiedersehen mit dem lakonischen Alltagsphilosophen trifft alle Erwartungen, nur mischt sich in die Freude über ein paar äußerst amüsante Lesestunden etwas Wehmut. Schließlich bedeutet dieser Band den Abschied von Lehmann und seinen Kumpels.“ (20cent, Heiko Nemitz, 9. September 2008) 'Skurril und sehr amüsant.“ (Cosmopolitan, Katja Ehinger, 1. Oktober 2008) 'Pflichtlektüre!“ (The Gap. Magazin für Popkultur, 9/2008) 'Wie gewohnt erzählt Regener dialogstark und komisch vom Leben vor dem Fall der Mauer. 'Der kleine Bruder“ ist eine bunte, sozialgeschichtliche Exkursion in eine Zeit, die fast schon in Vergessenheit geraten ist ...“ (NDR, Norbert Bourgeon, 8. September 2008) 'Wie literarisch zugespitzt, wie plastisch prägnant Regener diesen Erinnerungen den Atem jener Zeit einhaucht, ist in seiner unaufgeregten Einfachheit schlicht grandios.“ (Neues Deutschland, Martin Hatzius, 16. September) 'Ein witziges, geistreiches und melancholisches Dialogfeuerwerk, das den Ton der Zeit trifft.“ (Bild am Sonntag, 14. September 2008) 'Großartig komische Dialoge.“ (Musikexpress, Oliver Götz, 1. Oktober 2008) “Und' Ist der letzte Teil der Lehmann-Trilogie so gut wie die Vorgänger' Ist er, wenn auch anders ...“ (bücher, 6/2008) 'Man muss es einfach sagen: So gut wie Regener (...) schreibt in ganz Popdeutschland niemand.“ (In, Rupert Sommer, 25. September 2008) 'Regener hat sich dabei vor allem auf das spezialisiert, was er besonders gut kann: scharfsinnige Dialoge schreiben.“ (Emotion, Heike Kottmann, Oktober 2008) ' ... eine witzige Hommage an das Berlin der 80er-Jahre und das Lebensgefühl damals.“ (Bunte, 16. Oktober 2008) 'Dieser anekdotische, aberwitzige Roman fesselt von der ersten bis zur letzten Seite.“ (Abendzeitung, 15. Oktober 2008) 'Alltäglich, einfach und doch voll Ironie, literarischer Tiefe und zwischenmenschlichem Witz, dass man nach 282 Seiten einfach nur weiterlesen will, immer weiter, weil es genial ist und so viel Spaß macht.“ (lift, 1. Oktober 2008) ' ... skurril, komisch, klug!“ (TV Movie, 3. Oktober 2008) ' ... das ist ganz großer Lesespaß!“ (express.de, 14. November 2008) 'Der Roman hat einen neuen Stil und ist künstlerischer und stellenweise komischer als die vorangegangenen.“ (Die Welt, Julika Pohle, 14. November 2008)…mehr