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Mehr als ein ganzes Jahr seines Lebens hat Hermann Hesse im schweizerischen Hochgebirgstal des Engadin verbracht. Für ihn war dieses von schneebedeckten Gipfeln umrahmte Seengebiet "die schönste Berglandschaft, die ich kenne". Waren es anfangs die Winter, die ihn zu Skiausflügen verlockten, verbrachte er im Alter ausschließlich die Sommermonate in dieser hoch gelegenen Region, um der Hitze und den unzähligen Besuchern entfliehen zu können, die ihn in seiner Tessiner Wahlheimat beehren wollten. Sein bevorzugtes Engadiner Stammquartier war das gastliche Hotel Waldhaus im einst noch ländlichen…mehr

Produktbeschreibung
Mehr als ein ganzes Jahr seines Lebens hat Hermann Hesse im schweizerischen Hochgebirgstal des Engadin verbracht. Für ihn war dieses von schneebedeckten Gipfeln umrahmte Seengebiet "die schönste Berglandschaft, die ich kenne". Waren es anfangs die Winter, die ihn zu Skiausflügen verlockten, verbrachte er im Alter ausschließlich die Sommermonate in dieser hoch gelegenen Region, um der Hitze und den unzähligen Besuchern entfliehen zu können, die ihn in seiner Tessiner Wahlheimat beehren wollten.
Sein bevorzugtes Engadiner Stammquartier war das gastliche Hotel Waldhaus im einst noch ländlichen Sils Maria, nur wenige Gehminuten entfernt von Friedrich Nietzsches ehemaligem Domizil, einem Häuschen, das 1958 nicht zuletzt dank seiner Intervention vor dem Abriss bewahrt werden konnte.
Wie alle Gegenden, die in Hermann Hesses Leben eine Rolle gespielt haben, ist auch das Unverwechselbare der Engadiner Landschaft von ihm in Wort und Bild festgehalten und gewürdigt worden. Neben diesen Schilderungen und seinen vor Ort gemalten Aquarellen überliefert der reich illustrierte Band auch Hesses dortige Begegnungen mit Musikern, Malern und Schriftstellerkollegen wie u.a. Thomas Mann.
  • Produktdetails
  • Verlag: Insel Verlag
  • Seitenzahl: 147
  • Erscheinungstermin: 9. Dezember 2013
  • Deutsch
  • Abmessung: 221mm x 142mm x 17mm
  • Gewicht: 386g
  • ISBN-13: 9783458175841
  • ISBN-10: 3458175849
  • Artikelnr.: 38210197
Autorenporträt
Das umfangreiche lyrische Werk Hermann Hesses (* Calw 1877, † Montagnola 1962) geriet über die großen Romanerfolge wie "Peter Camenzind" (1904), "Demian" (1919), "Siddhartha" (1922), "Der Steppenwolf" (1927), "Narziß und Goldmund" (1930) oder "Das Glasperlenspiel" (1943) fast ein wenig in Vergessenheit. Hermann Hesse, der 1946 für sein Gesamtwerk den Nobelpreis für Literatur erhielt, wuchs in einem pietistischen Elternhaus auf. Nach einer höchst konfliktreichen Jugend - u. a. verübte er einen Selbstmordversuch, brach die Schule und später eine Lehre ab und rebellierte gegen die von ihm empfundene Scheinheiligkeit der Gesellschaft - verarbeitete er diese Zeit auch in "Unterm Rad" (1906). Das Ringen um den eigenen Lebensweg bleibt für Hermann Hesse zeitlebens ein Thema - auch in seinen Büchern und Gedichten -, und er trifft damit oft den Nerv einer Jugend auf der Suche. Hesse, der sich im Ersten Weltkrieg als Freiwilliger gemeldet hatte, wegen Untauglichkeit aber in der Kriegsgefangenenfürsorge arbeitete, wurde zum entschiedenen Pazifisten und Kriegsgegner. Privat kämpfte er gegen das Auseinanderbrechen seiner ersten Ehe mit Maria Bernoulli, diverse Schicksalsschläge und die Trennung folgten. Hesse heiratete noch zwei Mal und lebte ab 1919 bis zu seinem Tod im schweizerischen Montagnola in der Nähe von Lugano. 1954 erhielt er den Militärorden Pour le Mérite, 1955 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels - zahlreiche Preise waren ihm zuvor zuteil geworden.