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Der zehnjährige Oskar hat Leukämie und weiß, dass er nicht mehr lange leben wird. Die ehemalige Catcherin Madame Rosa bringt ihn auf die Idee, über alles nachzudenken, was ihn bewegt - in 13 Briefen an den lieben Gott. Unsentimental und unerschrocken erzählen Oscars Briefe von Liebe, Schmerz, Freude und Verlust. In nur wenigen Tagen erlebt er auf wundersame Weise ein ganzes Menschenleben.…mehr

Produktbeschreibung
Der zehnjährige Oskar hat Leukämie und weiß, dass er nicht mehr lange leben wird. Die ehemalige Catcherin Madame Rosa bringt ihn auf die Idee, über alles nachzudenken, was ihn bewegt - in 13 Briefen an den lieben Gott. Unsentimental und unerschrocken erzählen Oscars Briefe von Liebe, Schmerz, Freude und Verlust. In nur wenigen Tagen erlebt er auf wundersame Weise ein ganzes Menschenleben.
  • Produktdetails
  • Fischer Taschenbücher Bd.50987
  • Verlag: Fischer Taschenbuch
  • Artikelnr. des Verlages: .1011890
  • 9. Aufl.
  • Seitenzahl: 112
  • Erscheinungstermin: 1. Januar 2007
  • Deutsch
  • Abmessung: 144mm x 90mm x 15mm
  • Gewicht: 99g
  • ISBN-13: 9783596509874
  • ISBN-10: 3596509874
  • Artikelnr.: 20852277
Autorenporträt
Schmitt, Eric-Emmanuel
Eric-Emmanuel Schmitt, geboren 1960 in Sainte-Foy-lès-Lyon, studierte Klavier in Lyon und Philosophie in Paris. Mit seinen Erzählungen wie »Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran« wurde er international berühmt und gehört heute zu den erfolgreichsten Gegenwartsautoren in Frankreich. Seine Werke wurden in 40 Sprachen übersetzt und haben sich mehr als zehn Millionen Mal verkauft. Schmitt lebt in Brüssel.
Rezensionen
Besprechung von 21.02.2013
Theater
Theater mit täglich wechselndem Programm sind nach Tagen geordnet. Adresse und Vorverkauf werden bei der ersten Erwähnung des Theaters angegeben. Die anderen Bühnen finden Sie unter der Rubrik „Weitere Münchner Theater“. Vorstellungsfreie Tage erscheinen nicht in der Liste. Kurzfristige Änderungen finden Sie im Tagesprogramm der SZ.
Abkürzungen: B=Bühne, C=Choreografie, D=Darsteller, ML=Musikalische Leitung, R=Regie
Karten unter 0 89/21 83 73 00 bei
SZ-Tickets oder wie angegeben
Donnerstag, 21. Februar
NATIONALTHEATER: I Capuleti e i Montecchi, von Bellini, ML: Yves Abel, R: Vincent Boussard, 19.30 Uhr; Abo Serie 23; Max-Joseph-Platz, Vvk. Foyer, Tel:  21 85 19 20
RESIDENZTHEATER: Pünktchen und Anton, von Erich Kästner, 10 Uhr; Max-Joseph-Platz 1, Tel:  21 85 19 40
GÄRTNERPLATZTHEATER IN DER REITHALLE: Cabaret, Musical, von John Kander, 19.30 Uhr, Abo Serie 01 (Premiere, siehe Bericht Seite 3); Heßstr. 132, Tel:  21 85 19 60
PRINZREGENTENTHEATER: 5. Abokonzert des Münchener Kammerorchesters, 20 Uhr; 19.10 Uhr Konzerteinführung; Prinzregentenplatz 12, Tel:  21 85 28 99
KAMMERSPIELE SCHAUSPIELHAUS: Fein sein, beinander bleibn, ein Hausmusikabend von den Geschwistern Well und Franz Wittenbrink, 19.30 Uhr; Abo 4. Do. blau; Maximilianstr. 28, Tel:  23 39 66 00, Info Tel:  23 39 66 01
KAMMERSPIELE WERKRAUM: Woyzeck/Wozzeck, von Georg Büchner und Alban Berg, R: Barbara Wysocka, 20 Uhr; Hildegardstr. 1, Vvk. Maximilianstr. 26, Tel:  23 39 66 00, Info Tel:  23 39 66 01
SCHAUBURG AM ELISABETHPLATZ: Paranoid Park, nach Blake Nelson, 10.30 und 19.30 Uhr (14 J.); Franz-Joseph. 47, Tel:  23 33 71 55
VOLKSTHEATER: Moses, Musical, 11 Uhr (Schulvorstellung); Felix Krull, 20 Uhr (Kleine Bühne); Brienner Str. 50, Tel:  523 46 55
Freitag, 22. Februar
NATIONALTHEATER: Zugvögel, Ballett, 19.30 Uhr
RESIDENZTHEATER: Die Anarchistin, von David Mamet, R: Martin Kusej; 20 Uhr; Abo 51; Markus Hering liest „Kalewala“, 22 Uhr (Zur schönen Aussicht)
CUVILLIÉS-THEATER: Kinderkriegen. Ein Musikstück, von Kathrin Röggla, 20 Uhr; Abo 52 B; In der Residenz, Eingang Residenzstr. 1, Tel:  21 85 19 40
PRINZREGENTENTHEATER: Bayerische Theaterakademie: Adelasia ed Aleramo, von Johann Simon Mayr, 19.30 Uhr; 18.45 Uhr Einführung (siehe Bericht Seite 3)
KAMMERSPIELE SCHAUSPIELHAUS: Kammermusiknacht II, Werke: Dutilleux, Ravel, 22 Uhr; 4. J-Abo
SCHAUBURG AM ELISABETHPLATZ: Paranoid Park, nach Blake Nelson, 10.30 Uhr (14 J.)
VOLKSTHEATER: Moses, Musical, 19.30 Uhr
Samstag, 23. Februar
NATIONALTHEATER: Boris Godunow, von Modest Mussorgsky, ML: Kent Nagano, R: Calixto Bieito, 19 Uhr; Abo Serie 19/20
RESIDENZTHEATER: Kabale und Liebe, von Schiller, R: Amélie Niermeyer, 19 Uhr (Premiere, siehe Bericht Seite 3); Premiere 01A
CUVILLIÉS-THEATER: Lola Montez, Dramma per musica von Peter Kreuder und Maurus Pecher, R: Tom Kühnel und Jürgen Kuttner, 19.30 Uhr; Abo 63 B
GÄRTNERPLATZTHEATER IN DER REITHALLE: Cabaret, Musical von John Kander, 19.30 Uhr
PRINZREGENTENTHEATER: Schuhbecks Gourmet Klassik, 11 Uhr; Die 12 Cellisten (siehe Seite 3), 20 Uhr
KAMMERSPIELE, SCHAUSPIELHAUS: Orpheus steigt herab, von Tennessee Williams, R: Sebastian Nübling, 19.30 Uhr
SCHAUBURG AM ELISABETHPLATZ: Emil und die Detektive, 16 Uhr (9 J.); Paranoid Park, nach Blake Nelson, 20 Uhr (14 J.)
VOLKSTHEATER: Drei Schwestern, von Anton Tschechow, 19.30 Uhr; 19 Uhr Einführung
Sonntag, 24. Februar
NATIONALTHEATER: I Capuleti e i Montecchi, von Bellini, ML: Yves Abel, R: Vincent Boussard, 18 Uhr; Abo 16
RESIDENZTHEATER: Pünktchen und Anton, von Erich Kästner, 15 Uhr
MARSTALL: Call me God, von Gian Maria Cervo, Marius von Mayenburg, Albert Ostermaier, Rafael Spregelburd, 19 Uhr; Marstallplatz,  Tel:  21 85 19 40
GÄRTNERPLATZTHEATER IN DER REITHALLE: Cabaret, Musical, von John Kander, 18 Uhr, Abo Serie 71 (siehe Bericht Seite 3)
PRINZREGENTENTHEATER: Rudolf Buchbinder, Klavier, 11 Uhr, Moskauer Kathedralchor: Missa Mystica, 15.30 Uhr; Albrecht Mayer, Oboe, 20 Uhr
KAMMERSPIELE SCHAUSPIELHAUS: Fegefeuer in Ingolstadt, von Marieluise Fleißer, 15 Uhr; 14.15 Uhr Einführung; Abo 3. So. N; Mapping Democracy, 3. Debatte, 20 Uhr
KAMMERSPIELE WERKRAUM: Woyzeck/Wozzeck, von Georg Büchner/Alban Berg, 20 Uhr
VOLKSTHEATER: Herbert Pixner Projekt & Manuel Randi: Na und?, 14 und 19 Uhr (Konzert); Der falsche Inder, nach Abbas Khider, 20 Uhr (Kleine Bühne)
Montag, 25. Februar
NATIONALTHEATER: Festkonzert Verdi-Requiem, 20 Uhr
RESIDENZTHEATER: Reigen, von Arthur Schnitzler, 20 Uhr; 19.30 Uhr Einführung
KAMMERSPIELE SCHAUSPIELHAUS: Atropa. Die Rache des Friedens. Der Fall Trojas, von Tom Lanoye, 20 Uhr; 19.15 Uhr; Abo 4. grün + rot
KAMMERSPIELE SPIELHALLE: Wassa, von Maxim Gorki, Regie: Alvis Hermanis, 19.30 Uhr; Falckenbergstr. 1, Vvk. Maximilianstr. 26,  Tel:  23 39 66 00, Info Tel:  23 39 66 01
VOLKSTHEATER: Die Leiden des jungen Werther, nach Johann Wolfgang von Goethe, 19.30 Uhr
Dienstag, 26. Februar
NATIONALTHEATER: Festkonzert Verdi-Requiem, 20 Uhr
RESIDENZTHEATER: Kabale und Liebe, von Friedrich Schiller, R: Amélie Niermeyer, 19.30 Uhr; Abo 21 (siehe Bericht Seite 3)
GÄRTNERPLATZTHEATER IN DER REITHALLE: Cabaret, Musical, von John Kander, 19.30 Uhr, Abo Serie 21 (siehe Bericht Seite 3)
PRINZREGENTENTHEATER: Bayerische Theaterakademie: Adelasia ed Aleramo, von Johann Simon Mayr, 19.30 Uhr; 18.45 Uhr Einführung (Siehe Seite 3)
KAMMERSPIELE SPIELHALLE: Wassa, von Maxim Gorki, R: Alvis Hermanis, 19.30 Uhr
SCHAUBURG AM ELISABETHPLATZ: Salz, 9.15 und 10.30 Uhr (9 J.); Die Suche nach dem Gral, nach „Prinz Eisenherz“ von Hal Foster, 19.30 (11 J.)
VOLKSTHEATER: Die Dreigroschenoper, von Bert Brecht und Kurt Weill, 19.30 Uhr
Mittwoch, 27. Februar
NATIONALTHEATER: Boris Godunow, von Mussorgsky, ML: Kent Nagano, R: Calixto Bieito, 19 Uhr; Abo 22
RESIDENZTHEATER: Kasimir und Karoline, von Ödön von Horváth, 19 Uhr; Abo 31; 18.15 Uhr Einführung
GÄRTNERPLATZTHEATER IN DER REITHALLE: Cabaret, Musical, von John Kander, 19.30 Uhr, Abo Serie 31 (siehe Bericht Seite 3)
PRINZREGENTENTHEATER: Mittwochs um halb acht: Morgendämmerung an der Moskwa, 19.30 Uhr
KAMMERSPIELE SPIELHALLE: Fleißer und all ihre Söhne, Lesung, Filme und Gespräch, 20 Uhr
SCHAUBURG AM ELISABETHPLATZ: Die Suche nach dem Gral, nach Hal Foster, 10.30 und 18.30 (11 J.)
VOLKSTHEATER: Die Dreigroschenoper, von Bert Brecht und Kurt Weill, 19.30 Uhr
Weitere Theater
FESTSPIELHAUS: Blutschuh, Fr., 22. Feb., 19.30 Uhr; Quiddestr. 17, Tel:  67 20 20
GALLI THEATER:Mann ärger mich nicht, Do., 21. Feb., Mi., 27. Feb., 20 Uhr; Männerschlussverkauf, Fr./Sa., 22./23. Feb., 20 Uhr; Dachauerstr. 78, Tel:  78 07 83 14
GASTEIG: Das Gummiboot, von Georg Lichtenegger, Do., 21. Feb., 20 Uhr; MIR feiert Konstantin Stanislawskij: Die kleinen Tragödien, nach Puschkin, Sa., 23. Feb., 15 Uhr (in russischer Sprache); Meschugge, nach Dadezhda Ptuschkina, Sa., 23. Feb., 19.30 Uhr (in deutscher Sprache); Eine Froschprinzessin, russisches Volksmärchen, So., 24. Feb., 13 Uhr (deutsch und russisch, 6 J.); Gaspard de la nuit. Der Gehängte, nach Laila Alexander-Garett, So., 24. Feb., 17 Uhr; Striptease, eine Satire von Slawomir Mrozek, So., 24. Feb., 19.45 Uhr; Bibiana Beglau im Gespräch mit Bernhard Neudeck, Mo., 25. Feb., 19.30 Uhr; Theater in rumänischer Sprache, Di., 26. Feb., 19.30 Uhr (Black Box);Rosenheimer Str. 5
GIESINGER BAHNHOF: Love is in the air, nach Shakespeares sommernachtstraum,, Fr., 22. Feb., 20 Uhr; Giesinger Bahnhofplatz 1, Tel:  18 91 07 88
GOP VARIETÉ-THEATER: Lachboden, Mi., 27. Feb., bis 5. Mai, 20 Uhr; Maximilianstr. 47, Tel: 210 28 84 44
HANSA-HAUS: Opernclub: Petra Lang, So., 24. Feb., 16 Uhr; Brienner Str. 39,  Tel: 760 08 32
HEPPEL & ETTLICH: Impro à la turka, in türkischer Sprache, So., 24. Feb., 17.05 Uhr Feilitzschstraße  12, Tel:  38 88 78 20
GEORG MAIERS IBERL-BÜHNE: Sauber brazzelt, Do./Fr./Sa., 21./22./23. Feb., 20 Uhr, So., 24. Feb., 19 Uhr; Wilhelm-Leibl-Str. 22,  Tel:  79 42 14
GOP VARIETE–THEATER: Short Cuts, Di.-Do., 20 Uhr, Fr., 17.30 und 21 Uhr, Sa., 17 und 20.30 Uhr, So., feiertags, 15 und 18.30 Uhr (Bis 24. Feb.); Maximilianstr. 47, Tel:  210 28 84 44 
CAFÉ LAMAR: Showtime, Mi., 27. Feb., 20 Uhr; Pestalozzistr. 28, Tel:  54 89 23 27
KOMÖDIE IM BAYERISCHEN HOF: Das Gras ist grüner, von Hugh und Margaret Williams, D: Anja Kruse, Christian Wolff u.a., Mo.-Sa., 20 Uhr, So., 18 Uhr; Promenadeplatz 6,  Tel:  29 16 16 33
METROPOLTHEATER: Unser Kandidat, Fr./Sa., 22./23. Feb., 19.30 Uhr, Mi., 27. Feb., 20 Uhr, So., 24. Feb., 19 Uhr; Floriansmühlstraße 5, Tel:  32 19 55 33
PASINGER FABRIK: Theater Viel Lärm um nichts: Der grüne Kakadu, von Arthur Schnitzler, Do. 21., Sa., 23. Feb., 20 Uhr, Tel:  834 20 14; La Triviata, die Impro-Oper, Fr./Sa., 22./23. Feb., 20 Uhr (Kleine Bühne); August-Exter-Straße 1, Tel:  82 92 90 79
PEPPER: Ensemble-theater München: Alles tanzt nach meiner Pfeife, Do./Fr., 21./22. Feb., 20 Uhr; Macbeth, von Friedrich Schiller, Sa. 23. Feb., 20 Uhr; Thomas-Dehler-Str. 12
REITHALLE: GÄRTNERPLATZTHEATER: Cabaret, 19.30 Uhr, Abo Serie 01; Heßstr. 132, Tel:  21 85 19 60
SCHWERE REITER: Claudia Senoner: Iss Mich!, Tanz, Fr./Sa., 22./23. Feb., 20.30 Uhr; Dachauerstr. 114, Tel:  721 10 15
TAMS–THEATER: Schwanenflug. Eine Begegnung, Do./Fr./Sa., 21./22./23. Feb., 20.30 Uhr; Haimhauser Straße 13a, Tel:  34 58 90
TEAMTHEATER COMEDY: Auf und Davo, mit Veronika Faber, Sa., 23. Feb., 20 Uhr; Am Einlaß 2a,  260 66 36
TEAMTHEATER TANKSTELLE: Oskar und die Dame in Rosa, von Eric-Emmanuel Schmitt, Fr./Sa., 22./23. Feb., 20 Uhr; Am Einlaß 2a, Tel:  260 43 33
THEATER IN DER AU: Der Besuch der alten Dame, Do./Fr., 21./22. Feb., 19.30 Uhr; Theatersaal am Herrgottseck 4, Mariahilfplatz,  44 11 84 54
THEATER BLAUE MAUS: Die ganz begreifliche Angst ... vor Schlägen!, Mi.-Fr., 20.33 Uhr, Sa., 19.03 Uhr (bis 2. März); Elvirastr. 17a, Tel:  18 26 94
THEATER . . . UND SO FORT: Zwei und doch nicht zwei, Impro-Theater, Do./Fr., 21./22. Feb., 20 Uhr; Lepa Brena i ja, von Erwin Aljukic, Sa., 23. Feb., 20 Uhr (in den Sprachen Ex-Yugoslawiens); Die menschliche Stimme, von Jean Cocteau, Mi., 27. Feb., 20 Uhr; Kurfürstenstr. 8, Tel:  23 21 98 77
BAYER. VOLKSKUNSTTHEATER: Die Erbschleicherin, Fr./Sa., 22./23. Feb., 20 Uhr; Gasthaus zur Post, Pfanzeltplatz 2, Tel:  43 57 74 35
Umland
AUGSBURG, SENSEMBLE THEATER: Das Produkt, Fr./Sa., 22./23. Feb., 19.30 und 21.30 Uhr; linner & trescher, Mi., 27. Feb., 20.30 Uhr; Bergmühlstr. 34, Tel:  777 34 10
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Der zehnjährige Oskar hat Leukämie und weiß, dass er nicht mehr lange zu leben hat. Seine Eltern sind Feiglinge und meiden das Thema. Nur Oma Rosa, eine ältere Dame, die Kinder im Krankenhaus besucht, hat den Mut, mit Oskar über das Tabu-Thema Tod sprechen. Oma Rosa gibt ihm zwei Ratschläge: erstens sich mit seinen Sorgen an den lieben Gott zu wenden und zweitens jeden ihm verbleibenden Tag wie 10 Jahre zu erleben. Zum Weinen schön ist der zweite Roman des französischen Autors, der schon mit „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ einen Bestseller landete.
(X-Mag)
Besprechung von 25.08.2003
Rosa Prosa
Eric-Emmanuel Schmitt, Bestsellerautor aus Frankreich

Von Eric-Emmanuel Schmitt sind in kurzer Folge zwei Bücher auf deutsch erschienen: im letzten Herbst "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran", und nun "Oskar und die Dame in Rosa". Den Ammann Verlag in Zürich wird der Erfolg dieser Bücher sehr freuen. Die zwei Bände sind dünner als die normalen. Die Schrift aber ist herzensgroß, und die poetische Machart ist gemütswarm. In zwei Stunden hat man die Bändchen gelesen, ohne sich dabei mehr anzustrengen als eine Fliege beim Flügelschlagen. Erzählt wird hier und dort aus der Perspektive eines Jungen - ein Junge, wie er uns aus einem Kinderbilderbuch entgegenkullern kann.

In der neuen Erzählung heißt der kurze Held Oskar. Ein Name ohne falsches Pardon. Oskar ist zehn Jahre alt, liegt im Krankenhaus, weil er Krebs hat, und wird, das sagt ihm keiner, aber das bekommt er zwischen Tür und Angel mit, in wenigen Tagen sterben. Ein aussichtsloser Fall für die Ärzte. Ein aussichtsreicher Fall für das Mitgefühl des Lesers. Die Eltern des Jungen sind traurig, sie schweigen, sie kaufen Spielsachen, sie tun so, als sei nichts geschehen und als werde nichts geschehen: Sie reden nicht mit ihm über das Sterben und den Tod. Komische Leute sind das in den Augen des Jungen, der den nicht rosigen Tatsachen seiner Lage ins Gesicht sehen muß.

Eine Dame in Rosa, die zum rosa Krankenhauspersonal gehört, steht dem Jungen zur Seite. Sie berät ihn, wie ein Trainer seinen Schützling berät: Er solle an den lieben Gott glauben, und der werde ihn dann als Gedanke und Gefühl besuchen. Auch solle er sich auf den letzten Metern seines Daseins vorstellen, daß jeder Tag, der ihm bleibt, immer zehn Jahre seines Lebens bedeute. Der Junge schreibt darauf Briefe an den lieben Gott, in denen er ihm erzählt, was er erlebt, während er in seinen Seelensiebenmeilenstiefeln drinsteckt.

Die Dame in Rosa erklärt dem Jungen eines Tages in der Kirche, wieso Christus am Kreuz dem Menschen eine Hilfe sein kann: weil er nicht aussieht, als ob ihm etwas weh täte, weil es zwei Arten von Schmerzen gibt, den seelischen, den man gewählt hat, und den körperlichen, den man ertragen muß: "Wenn man dir Nägel in die Hände haut oder in die Füße, dann kannst du nicht verhindern, daß dir das weh tut. Das mußt du aushalten. Dagegen muß dir der Gedanke zu sterben nicht weh tun. Du weißt ja nicht, was das bedeutet. Also hängt es ganz allein von dir ab." So ist das. Der Junge wird hundertzehn Jahre alt, dann stirbt er. Neben seinem Wecker auf seinem Nachttisch liegt während der letzten drei Tage vor seinem Ende ein Zettel. Darauf steht: "Nur der liebe Gott darf mich wecken." Und das ist auch der letzte Satz der Erzählung.

Wir lassen das Buch sinken - und während die einen aus der Schar der Schmitt-Leser noch eine Weile betreten vor dem Bett stehen werden, mit Rührung an den tapferen Jungen denken und allen Kindern eine Oma Rosa ins Gepäck wünschen, fassen wir uns an den Kopf: Ist's möglich, brauchen Erwachsene in ihrer weltlosen und gedankenverlorenen Betriebsamkeit, wo sie alles vergessen und verdrängen, was sich nicht zu Geld und Glück machen läßt, wieder Kinderbücher, die ihnen dabei helfen, über den Tellerrand zu schauen, wenigstens für eine Stunde? Sie brauchen solche Rosa-Prosa-Bücher. Schmitt liefert. Wir brauchen sie nicht, sagen aber mit Oskar, der damit seine Briefe an den lieben Gott schließt: Bis morgen, Küßchen.

EBERHARD RATHGEB

Eric-Emmanuel Schmitt: "Oskar und die Dame in Rosa". Erzählung. Aus dem Französischen übersetzt von Annette und Paul Bäcker. Ammann Verlag, Zürich 2003. 105 S., geb., 13,80 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Schmitts "Kinderbuch" erscheine in dieser Ausgabe in einem illustrierten Gewand aus "Pastellrosa" und "Himmelblau", beschreibt Rezensent Martin Krumbholz, wobei das Himmelblau seinen Grund in Oskars "großer Liebe Peggyblue" habe. Wie diese fröhlichen Farben komme auch die "ein wenig rührselige" Geschichte daher, in der der Erzähler mit dem lieben Gott auf "Duzfuß" stehe. Ein leukämiekranker Junge schreibt "aufmüpfige" Briefe an Gott, die er dann mit einem versöhnlichen "Küsschen" abschließt, berichtet der Rezensent. Viel mehr berichtet er allerdings nicht, auch nicht, was es auf den Illustrationen von Marcelino Truong zu sehen gibt, außer, dass der vorherrschende Eindruck von Schmitts nun illustrierter frecher Jungengeschichte einfach nur "nett" sei. "Da freut sich ein Vater!"

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