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  • Format: ePub


Die Gefreiten Donnini, Coleman und Kniptash sitzen mitten in den Ruinen des zerstörten Dresden und gehen ihre Lieblingsrezepte durch. »Man bräunt es etwa fünf Minuten lang von jeder Seite an, gibt Sellerie, Zwiebeln und Karotten hinzu, alles fein gehackt, und würzt nach Belieben.« Die drei sind Kriegsgefangene, zu essen gibt es nichts in diesen letzten Tagen des Krieges. Was sie nicht daran hindert, ihre Notizbücher mit Rezepten der raffiniertesten Köstlichkeiten zu füllen. Kurt Vonnegut besaß die Gabe, die Erfahrungen aus einer dunklen Zeit zu Geschichten von burlesker Komik zu verarbeiten.…mehr

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Produktbeschreibung
Die Gefreiten Donnini, Coleman und Kniptash sitzen mitten in den Ruinen des zerstörten Dresden und gehen ihre Lieblingsrezepte durch. »Man bräunt es etwa fünf Minuten lang von jeder Seite an, gibt Sellerie, Zwiebeln und Karotten hinzu, alles fein gehackt, und würzt nach Belieben.« Die drei sind Kriegsgefangene, zu essen gibt es nichts in diesen letzten Tagen des Krieges. Was sie nicht daran hindert, ihre Notizbücher mit Rezepten der raffiniertesten Köstlichkeiten zu füllen. Kurt Vonnegut besaß die Gabe, die Erfahrungen aus einer dunklen Zeit zu Geschichten von burlesker Komik zu verarbeiten. Aber auch dem naiven Optimismus Amerikas wusste der Kultautor ein zweideutiges Gesicht zu verpassen. Womit seine Geschichten immer auch Porträt des vergangenen Jahrhunderts sind, voller Irrsinn und Überschwang. Leidenschaftlich und witzig schreibt Kurt Vonnegut über Gott, die Liebe, Krieg und Karl Marx. Übersetzt von Harry Rowohlt.
  • Produktdetails
  • Verlag: Kein + Aber
  • Seitenzahl: 398
  • Erscheinungstermin: 01.01.2012
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783036991696
  • Artikelnr.: 37355093
Autorenporträt
Kurt Vonnegut, geboren 1922, betrat 1952 mit seinem Debüt »Player Piano« die literarische Bühne. 1969 entstand sein bekanntester Roman, »Schlachthof 5 oder Der Kinderkreuzzug«, in dem er seine Erfahrungen als Soldat im Zweiten Weltkrieg verarbeitete. Mit diesem und vielen anderen Werken gehört er zu den wichtigsten amerikanischen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Sein Leben endete 2007 nach 84 Jahren, notabene das gleiche Alter, das Vonnegut seinem Alter Ego Kilgore Trout prophezeite. Bei Kein & Aber erschienen die Erzählbände »Der taubenblaue Drache« (2009), »Ein dreifach Hoch auf die Milchstrasse!« (2010) und »Hundert-Dollar-Küsse« (2012) in neuer, brillianter Übersetzung von Harry Rowohlt.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 10.06.2010

Ich bin dann auch mal weg
Sound der Blumenkinder: Erzählungen Kurt Vonneguts

Mit dem coolen Refrain "So it goes" im Antikriegsroman "Slaughterhouse-Five" verschaffte Kurt Vonnegut den amerikanischen Blumenkindern der sechziger Jahre einen Slogan. In Deutschland eroberte er ebenfalls viele Herzen mit seinem lakonischen Spott, der auch seine letzte Rede prägt. Darin wirbt er für den Witz als Lebenshilfe, dankt seinen Freunden und schließt: "now I'm out of here". Kurt Vonnegut konnte diesen Abschied zum eigenen 85. Geburtstag im Jahr 2007 nur noch vorbereiten, kurz zuvor ist er gestorben. So trug sein Sohn Mark das Schnacken des Vaters vor, doch was diesem als "crap" erschien, zündete bei den Fans wie immer als Feuerwerk.

Deshalb beschenkte der Sohn das Publikum mit dem Nachlassband "Armageddon in Retrospect" (2008), der nun zusammen mit der Erzählsammlung "Bagombo Snuff Box" (1999) auf Deutsch erschienen ist. Harry Rowohlt hat alles wunderbar übersetzt, nur der Untertitel "Schöne Geschichten" sollte nicht in die Irre führen. Denn schön sind die Texte des ersten Teils höchstens im ironischen Sinne von unerhört oder galgenhumoristisch.

Nur selten spricht hier der scherzende Gaukler, häufiger kommt Vonnegut mit eigenen bedrückenden, manchmal sarkastisch fiktionalisierten Erlebnissen zu Wort: Erschütternd ist etwa der authentische Brief aus dem Repatriierungslager Le Havre, mit dem Vonnegut der Familie am 29. Mai 1945 sein zufälliges Überleben meldet. In einer burlesken Geschichten vermittelt er als sprachunkundiger Dolmetscher mit einem Minimalwörterbuch militärischer Floskeln zwischen den Fronten, in einer anderen enttarnt er als amerikanischer Soldat in deutscher Kriegsgefangenschaft einen Nazi, der sich als GI verkleidet nach Amerika absetzen will. Am stärksten berührt aber die "bittere Tragödie" Dresden, wo Vonnegut unter deutscher Bewachung Leichen in der verwüsteten und ausgebrannten Stadt zusammensammeln muss.

Im früher entstandenen zweiten Teil dominiert der schnoddrige, lässige, ein wenig absurde Ton: "Der taubenblaue Drache", Titelgeschichte des Bandes, trifft das genau. Es geht um den amerikanischen Traum vom funkelnden Sportwagen, den ein kleiner Ladengehilfe sich vom Munde abspart, um das Ding dann aus reiner Geltungssucht zu Schrott zu fahren. Für den Buchumschlag mit ältlicher Edelkarosse à la "Gran Torino" vor einem Schild "Antiques" taugt das Thema sehr wohl. Nicht aber für die beste Geschichte des Bandes. Die findet man eher im Ambiente der mit seelischer Armut gepaarten neureichen Überheblichkeit - etwa in "Custom-Made Bride", wo der Designer eben jenes schicken Autos aus der Titelgeschichte seine Ehefrau Kitty auf beklemmende Weise in das Modepüppchen Falloleen verwandeln will und daran scheitert.

Noch tiefer in die Warenwelt des Scheins verstrickt sich der Aufsteiger Earl Fenton, den plötzlich ein alter Schulfreund in seiner gerade bezogenen Prachtvilla heimsucht. Der Bursche scheint aus einer vergangenen Welt zu stammen, wirkt irgendwie unheimlich und bedrohlich. Earl, der es geschafft hat, fürchtet sich vor diesem vermeintlichen Schmarotzer, bis sich herausstellt, dass der Freund als Arzt drei Jahrzehnte sein ganzes Geld in eine chinesische Klinik steckte und für die gute Sache kämpfte. Kurt Vonnegut ist auch so einer, dem nichts in den Schoß fiel und der doch viel bewirkte.

Einer, der es schwer hatte, der im Krieg sehr litt, dessen Mutter sich 1944 das Leben nahm, dessen Schwester und Schwager am selben Tag tragisch umkamen, dessen Sohn zeitweilig dem Wahnsinn verfiel und der sich selbst zu töten versuchte. Schreiben war für Kurt Vonnegut, so beteuert sein Sohn, "das Einzige, woran er wirklich glaubte". Seine Texte wirken "wie eine Einstiegsdroge oder ein Schuhlöffel. Sobald der Leser über die Schwelle ist, werden ihm auch andere Schriftsteller zugänglich."

ALEXANDER KOSENINA

Kurt Vonnegut: "Der taubenblaue Drache". Schöne Geschichten. Aus dem Amerikanischen von Harry Rowohlt. Verlag Kain & Aber, Zürich 2009. 397 S., geb., 19,90 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Martin Zähringer begrüßt diesen Band mit Kurzgeschichten aus dem Nachlass des 2007 verstorbenen Schriftstellers Kurt Vonnegut. Die Texte des ersten Teils des Buchs beschreibt er als Verarbeitung von Vonneguts Erfahrungen als Kriegsgefangener in Deutschland, wo er die Bombardierung Dresdens miterlebte und mit der Bergung von Toten beauftragt wurde. Er konstatiert in den Kurzgeschichten eine "eindeutig antimilitaristische Tendenz". Auch die Vernichtung Dresdens werde scharf kritisiert. Zähringer sieht in den Kurzgeschichten um Krieg, Gewalt und Machtmissbrauch insbesondere das Thema Feindbild und den Manichäismus des amerikanischen Denkens angesprochen. Demgegenüber wird für Zähringer im zweiten Teil des Bands das "formale und inhaltliche Spektrum" von Vonneguts Schreiben sichtbar, hier gewähre der Schriftsteller einen "Blick in die Werkstatt und auf eine Ästhetik in nuce".

© Perlentaucher Medien GmbH