Kommunizieren, Kontrollieren, Korrigieren - Foljanty-Jost, Gesine; Metzler, Manuel; Metzler, Anne; Erbe, Annette

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Japanische SchülerInnen werden sehr selten kriminell, sie werden selten in der Schule gewalttätig. Dies ist das Ergebnis einer Bestandsaufnahme von Jugendkriminalität und Devianz an japanischen Schulen in Teil 1 der vorliegenden Studie. In Teil 2 wird die Frage verfolgt, was an japanischen Schulen unternommen wird, um schwere Regelverstöße zu verhindern und die Schüler zu regelkonformem Verhalten anzuleiten. Auf der Grundlage von Fallstudien in drei Mittelschulen in Japan werden die Mechanismen sozialer Kontrolle durch die Lehrer untersucht. Die Untersuchung zeigt, dass die Prävention auf drei…mehr

Produktbeschreibung
Japanische SchülerInnen werden sehr selten kriminell, sie werden selten in der Schule gewalttätig. Dies ist das Ergebnis einer Bestandsaufnahme von Jugendkriminalität und Devianz an japanischen Schulen in Teil 1 der vorliegenden Studie. In Teil 2 wird die Frage verfolgt, was an japanischen Schulen unternommen wird, um schwere Regelverstöße zu verhindern und die Schüler zu regelkonformem Verhalten anzuleiten. Auf der Grundlage von Fallstudien in drei Mittelschulen in Japan werden die Mechanismen sozialer Kontrolle durch die Lehrer untersucht. Die Untersuchung zeigt, dass die Prävention auf drei Pfeilern beruht: allgegenwärtige Kontrolle, beständiges Thematisieren von wünschenswertem Verhalten und «sanfte» Korrektur von Verhalten und Verzicht auf Bestrafung.
Autorenporträt
Die Autoren: Gesine Foljanty-Jost, Professorin für Japanologie an der Martin-Luther-Universität, Halle-Wittenberg. Manuel Metzler, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Heidelberg. Anne Metzler, Doktorandin an der Martin-Luther-Universität, Halle-Wittenberg. Annette Erbe arbeitet gegenwärtig bei einer Fernsehproduktionsfirma.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Diskussionswürdig findet Rezensent Steffen Gnam diese Studie, die seinen Informationen zufolge schulisches Problemverhalten aus rechtlicher, linguistischer, behördlicher und kultureller Sicht am Beispiel von drei japanischen Mittelschulen erörtert. Dabei versuche das Buch des deutschen Forscherteams, so der Rezensent, die japanische Lernkultur von innen heraus zu verstehen und verabschiede sich "bereits im Ansatz von gängigen Klischees". Dazu tragen, wie wir lesen, nicht nur die zahlreichen Interviews mit den betroffenen Schülern bei, sondern auch Einblicke in Kultur, Gesellschaft, Schulsystem und -alltag. Schließlich kommt der Rezensent zum Ergebnis, dass japanische Schulen schon umgesetzt haben, was hierzulande schon lange und mit mäßigem Erfolg eingefordert werde.

© Perlentaucher Medien GmbH