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Frauen in der westlichen Welt haben seit circa zweihundert Jahren Veränderungen angestoßen, erst schleppend und mit Rückschlägen, dann schleunig und mit Rückschlägen, schließlich seit den 1970er-Jahren furios und ohne nennenswerte Rückschläge. Das ist einzigartig in der Menschheitsgeschichte und: Es ist viel mehr - als nur Gleichheit. Denn die Frage ist, ob die Unterschiede zwischen den Geschlechtern, so falsch bewertet sie in der Vergangenheit auch waren, verschwinden, wenn die Gleichberechtigung überall siegt.
Barbara Sichtermann zeigt auf, was sich durch die Emanzipation im Laufe der
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  • Geräte: eReader
  • ohne Kopierschutz
  • eBook Hilfe
  • Größe: 0.32MB
Produktbeschreibung
Frauen in der westlichen Welt haben seit circa zweihundert Jahren Veränderungen angestoßen, erst schleppend und mit Rückschlägen, dann schleunig und mit Rückschlägen, schließlich seit den 1970er-Jahren furios und ohne nennenswerte Rückschläge. Das ist einzigartig in der Menschheitsgeschichte und: Es ist viel mehr - als nur Gleichheit. Denn die Frage ist, ob die Unterschiede zwischen den Geschlechtern, so falsch bewertet sie in der Vergangenheit auch waren, verschwinden, wenn die Gleichberechtigung überall siegt.
Barbara Sichtermann zeigt auf, was sich durch die Emanzipation im Laufe der Jahre verändert hat, und lässt dabei auch die Probleme nicht aus, die durch die neuartige Konkurrenz der Geschlechter entstehen. Außerdem sucht sie die Gründe für die Einsicht: Es kann ewig dauern, bis die Freiheit der Frauen verwirklicht ist, und die Furcht: Es geht vielleicht einfach nicht mehr weiter oder sogar zurück. Was wäre dagegen zu tun?

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, D ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Klampen, Dietrich zu
  • Seitenzahl: 160
  • Erscheinungstermin: 20.09.2017
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783866746824
  • Artikelnr.: 49156149
Autorenporträt
Barbara Sichtermann, Jahrgang 1943, ist Journalistin und Schriftstellerin. Sie studierte Volkswirtschaft in Berlin und arbeitet seit 1978 als freie Autorin. Sie schrieb dreißig Bücher und erhielt verschiedene Preise, u. a. den Jean-Améry-Preis für Essayistik. Ihre Themen: Leben mit Kindern, Frauenpolitik und -bewegung, Medien, die Rebellion von 1968. Bekannt wurde sie als Fernsehkritikerin der »Zeit«. Zuletzt erschien von ihr: »Das ist unser Haus. Eine Geschichte der Hausbesetzung«, zusammen mit Kai Sichtermann.
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 10.10.2017

Erfolgsfähnchen
Eine Bestandsaufnahme der Emanzipation
Es gibt ziemlich viele Dinge in unserer halbwegs heilen westlichen Welt, die uns sehr viel etablierter vorkommen, als sie eigentlich sind. Einst gab es nur sehr wenige Frauen, die nicht heirateten, und das war meist gar nicht lustig. Sie wurden frühzeitig in der Schublade für olle Jungfern abgelegt, mussten für sich selber sorgen, hatten ihren Geschlechtsgenossinnen im Ehestand gegenüber aber den Vorteil, dass sie, weil es ja keinen Gatten gab, auch keinen solchen um die schriftliche Genehmigung bitten mussten, ein Bankkonto eröffnen zu dürfen. Das kommt einem jetzt vielleicht so vor wie eine Räuberpistole aus dem vergangenen Jahrhundert, aber eigentlich haben alle Frauen, die heute über siebzig sind, diese Zeiten noch erlebt. Das gilt auch für Barbara Sichtermann, ehemals Fernsehkritikerin der Zeit. Wie sie den Zustand der Gleichberechtigung einschätzt, hat sie aufgeschrieben in dem Band „Viel zu langsam viel erreicht“.
Um einordnen zu können, wie weit wir gekommen sind, muss man vor allem erzählen, wie es war. Sichtermanns Buch ist also so eine Art Bestandsaufnahme. Bekommen Frauen weniger Raum, weil sie von vorneherein weniger beanspruchen? Woher kam die Prüderie der Nachkriegszeit, wie ging es mit ihr dahin? Was ist von der sexuellen Revolution übrig? Sichtermann kommt dabei auf sehr interessante Gedanken. Beispielsweise, dass sie findet, die bezahlte Hausarbeit, die in den frühen Siebzigern gefordert wurde, sei ein Irrweg gewesen, weil Hausarbeit eben nicht das selbe sei wie ein Job – nicht besser oder schlechter, sondern einfach anders; und so legt sie den Gedanken nahe, dass dieser tollkühne Plan vergangener Zeiten, das Zuhause-Bleiben staatlich zu subventionieren letztlich auch nur so eine Art Herdprämie war.
Ein Essay sei ihr Buch, so schreibt Sichtermann vorweg. Kein Grundsatzwerk also; aber sie macht es sich dann doch ein bisschen leicht. Frauenemanzipation ist ein Wirtschaftsfaktor auf dem Weg nach oben, diagnostiziert Sichtermann – was ein bisschen dürftig ist angesichts all der klugen, wenn auch nicht immer besonders gut sortierten Gedanken, die sich Laurie Penny in ihren Büchern über den Zusammenhang von Feminismus und Kapitalismus gemacht hat. Sichtermanns Beweisführung aber geht so: Dass Emanzipation Fortschritt ist, will sie daran erkennen, wie die „Machtcliquen“ in armen Ländern an ihren patriarchalischen Privilegien kleben – als Beispiel nennt sie Iran. Wenn das so ist, warum ist das wesentlich reichere Saudi-Arabien dann noch rückschrittlicher? Eine solche Argumentation wirkt, um es höflich zu sagen, unterinformiert.
Gleich mehrfach will sie wissen, dass „Schlachten gewonnen“ sind, die beispielsweise um die Freiheit, sich als Frau für einen Lebensentwurf zu entscheiden, in dem Kinderkriegen einfach mal nicht vorkommt. Tatsächlich ist das viel leichter als früher – aber deswegen ist die Schlacht noch lange nicht geschlagen. Das sieht aus sicherer Entfernung nur so aus. Auch wenn sich jemand nach einem halben Jahrhundert Feminismus tausend Mal wünscht, ein paar Erfolgsfähnchen mehr in die Landkarte der Zielsetzungen von 1968 einrammen zu dürfen. Die echte Gleichberechtigung, die keine Gesetzgebung mehr braucht, um Diskriminierung zu unterbinden, die komplette Ächtung von Gewalt – davon sind wir immer noch sehr weit weg. Und viele Errungenschaften, viele Freiheiten, die in den letzten fünfzig Jahren erkämpft wurden, gelten nicht für alle und nützen vielen Frauen nichts. All jenen alleinerziehenden Müttern beispielsweise, die vom Unterhaltsrecht übervorteilt werden, bei der Verteilung von Krippenplätzen aber nicht bevorzugt. Von denen schreibt Barbara Sichtermann nicht, in eine Bestandsaufnahme würden sie aber vielleicht hineingehören. Sonst wäre der Feminismus ja eine Klassenfrage. Und spätestens, wenn Sichtermann die Unterschiede in den Gehältern erklärt – der Mann gilt immer noch als alleiniger Ernährer –, würde die trostlose Erkenntnis, dass Frauen heute oft nicht nur für sich selber sorgen, irgendwie dazugehören, in einer Bestandsaufnahme. „Viel zu langsam viel erreicht“ hat die Vergangenheit im Griff; aber ein bisschen mehr Gegenwart hätte dem Buch vielleicht nicht geschadet.
SUSAN VAHABZADEH
Barbara Sichtermann:
Viel zu langsam viel
erreicht. Über den Prozess der Emanzipation.
Zu Klampen Verlag,
Springe 2017. 160 Seiten,
18 Euro. E-Book 13,99 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
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Erfolgsfähnchen

Eine Bestandsaufnahme der Emanzipation

Es gibt ziemlich viele Dinge in unserer halbwegs heilen westlichen Welt, die uns sehr viel etablierter vorkommen, als sie eigentlich sind. Einst gab es nur sehr wenige Frauen, die nicht heirateten, und das war meist gar nicht lustig. Sie wurden frühzeitig in der Schublade für olle Jungfern abgelegt, mussten für sich selber sorgen, hatten ihren Geschlechtsgenossinnen im Ehestand gegenüber aber den Vorteil, dass sie, weil es ja keinen Gatten gab, auch keinen solchen um die schriftliche Genehmigung bitten mussten, ein Bankkonto eröffnen zu dürfen. Das kommt einem jetzt vielleicht so vor wie eine Räuberpistole aus dem vergangenen Jahrhundert, aber eigentlich haben alle Frauen, die heute über siebzig sind, diese Zeiten noch erlebt. Das gilt auch für Barbara Sichtermann, ehemals Fernsehkritikerin der Zeit. Wie sie den Zustand der Gleichberechtigung einschätzt, hat sie aufgeschrieben in dem Band „Viel zu langsam viel erreicht“.

Um einordnen zu können, wie weit wir gekommen sind, muss man vor allem erzählen, wie es war. Sichtermanns Buch ist also so eine Art Bestandsaufnahme. Bekommen Frauen weniger Raum, weil sie von vorneherein weniger beanspruchen? Woher kam die Prüderie der Nachkriegszeit, wie ging es mit ihr dahin? Was ist von der sexuellen Revolution übrig? Sichtermann kommt dabei auf sehr interessante Gedanken. Beispielsweise, dass sie findet, die bezahlte Hausarbeit, die in den frühen Siebzigern gefordert wurde, sei ein Irrweg gewesen, weil Hausarbeit eben nicht das selbe sei wie ein Job – nicht besser oder schlechter, sondern einfach anders; und so legt sie den Gedanken nahe, dass dieser tollkühne Plan vergangener Zeiten, das Zuhause-Bleiben staatlich zu subventionieren letztlich auch nur so eine Art Herdprämie war.

Ein Essay sei ihr Buch, so schreibt Sichtermann vorweg. Kein Grundsatzwerk also; aber sie macht es sich dann doch ein bisschen leicht. Frauenemanzipation ist ein Wirtschaftsfaktor auf dem Weg nach oben, diagnostiziert Sichtermann – was ein bisschen dürftig ist angesichts all der klugen, wenn auch nicht immer besonders gut sortierten Gedanken, die sich Laurie Penny in ihren Büchern über den Zusammenhang von Feminismus und Kapitalismus gemacht hat. Sichtermanns Beweisführung aber geht so: Dass Emanzipation Fortschritt ist, will sie daran erkennen, wie die „Machtcliquen“ in armen Ländern an ihren patriarchalischen Privilegien kleben – als Beispiel nennt sie Iran. Wenn das so ist, warum ist das wesentlich reichere Saudi-Arabien dann noch rückschrittlicher? Eine solche Argumentation wirkt, um es höflich zu sagen, unterinformiert.

Gleich mehrfach will sie wissen, dass „Schlachten gewonnen“ sind, die beispielsweise um die Freiheit, sich als Frau für einen Lebensentwurf zu entscheiden, in dem Kinderkriegen einfach mal nicht vorkommt. Tatsächlich ist das viel leichter als früher – aber deswegen ist die Schlacht noch lange nicht geschlagen. Das sieht aus sicherer Entfernung nur so aus. Auch wenn sich jemand nach einem halben Jahrhundert Feminismus tausend Mal wünscht, ein paar Erfolgsfähnchen mehr in die Landkarte der Zielsetzungen von 1968 einrammen zu dürfen. Die echte Gleichberechtigung, die keine Gesetzgebung mehr braucht, um Diskriminierung zu unterbinden, die komplette Ächtung von Gewalt – davon sind wir immer noch sehr weit weg. Und viele Errungenschaften, viele Freiheiten, die in den letzten fünfzig Jahren erkämpft wurden, gelten nicht für alle und nützen vielen Frauen nichts. All jenen alleinerziehenden Müttern beispielsweise, die vom Unterhaltsrecht übervorteilt werden, bei der Verteilung von Krippenplätzen aber nicht bevorzugt. Von denen schreibt Barbara Sichtermann nicht, in eine Bestandsaufnahme würden sie aber vielleicht hineingehören. Sonst wäre der Feminismus ja eine Klassenfrage. Und spätestens, wenn Sichtermann die Unterschiede in den Gehältern erklärt – der Mann gilt immer noch als alleiniger Ernährer –, würde die trostlose Erkenntnis, dass Frauen heute oft nicht nur für sich selber sorgen, irgendwie dazugehören, in einer Bestandsaufnahme. „Viel zu langsam viel erreicht“ hat die Vergangenheit im Griff; aber ein bisschen mehr Gegenwart hätte dem Buch vielleicht nicht geschadet.

SUSAN VAHABZADEH

Barbara Sichtermann:
Viel zu langsam viel
erreicht. Über den Prozess der Emanzipation.
Zu Klampen Verlag,
Springe 2017. 160 Seiten,
18 Euro. E-Book 13,99 Euro.

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