Homo Deus, 2 MP3-CDs - Harari, Yuval Noah
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Die nächste Stufe der Evolution
Über das letzte Jahrhundert hinweg hat sich die Menschheit erfolgreich Hunger, Seuchen und Kriegen gestellt. Aus Erfolg wird Ehrgeiz: Als nächstes stehen Unsterblichkeit, grenzenloses Glück und gottgleiche Schöpfungskräfte auf der To-Do-Liste. Die Verfolgung dieser Ziele wird die meisten Menschen allerdings überflüssig machen. Also bleiben Fragen: Wohin führt unser Weg? Wie können wir unsere Zukunft bestmöglich beeinflussen? Schließlich kann man den Lauf der Dinge nicht aufhalten, aber die Richtung bestimmen.
Gelesen von Jürgen Holdorf.
(2 mp3-CDs, Laufzeit: 15h 8)
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Produktbeschreibung
Die nächste Stufe der Evolution

Über das letzte Jahrhundert hinweg hat sich die Menschheit erfolgreich Hunger, Seuchen und Kriegen gestellt. Aus Erfolg wird Ehrgeiz: Als nächstes stehen Unsterblichkeit, grenzenloses Glück und gottgleiche Schöpfungskräfte auf der To-Do-Liste. Die Verfolgung dieser Ziele wird die meisten Menschen allerdings überflüssig machen. Also bleiben Fragen: Wohin führt unser Weg? Wie können wir unsere Zukunft bestmöglich beeinflussen? Schließlich kann man den Lauf der Dinge nicht aufhalten, aber die Richtung bestimmen.

Gelesen von Jürgen Holdorf.

(2 mp3-CDs, Laufzeit: 15h 8)
  • Produktdetails
  • Verlag: Dhv Der Hörverlag
  • Anzahl: 2 MP3 Audio CDs
  • Gesamtlaufzeit: 908 Min.
  • Erscheinungstermin: 03.03.2017
  • ISBN-13: 9783844524550
  • Artikelnr.: 47029180
Autorenporträt
Harari, Yuval Noah
Yuval Noah Harari, geboren 1976, wurde 2002 in Oxford promoviert und ist Professor für Geschichte an der Hebrew University of Jerusalem mit einem Schwerpunkt auf Universalgeschichte; 2012 wurde Harari mit 25 weiteren Nachwuchswissenschaftlern in die neugegründete Junge israelische Akademie der Wissenschaften gewählt. Sein Kultbuch »Eine kurze Geschichte der Menschheit« wurde in knapp 40 Sprachen übersetzt und weltweit zu einem Bestseller, ebenso wie seine Zukunftsvision »Homo Deus«. 2017 wurde er mit dem Deutschen Wirtschaftsbuchpreis ausgezeichnet.

Holdorf, Jürgen
Jürgen Holdorf, geboren 1956, lernte Schauspielkunst am Margot-Höpfner-Studio in Hamburg. Neben Engagements an verschiedenen Bühnen ist es vor allem die Hörspielszene, in der Holdorf sich bewegt. Er sprach und spielte in "Die Drei ???", "Ein Fall für TKKG", "Fünf Freunde" u.v.m. Außerdem ist Holdorf in Funkhörspielen des NDR und des Hessischen Rundfunks zu hören.
Inhaltsangabe
Kapitel 1 Die neue menschliche Agenda

Teil I: Homo sapiens erobert die Welt

Kapitel 2 Das Anthropozän

Kapitel 3 Der menschliche Funke

Teil II: Homo sapiens gibt der Welt einen Sinn

Kapitel 4 Die Geschichtenerzähler

Kapitel 5 Das seltsame Paar

Kapitel 6 Der moderne Pakt

Kapitel 7 Die humanistische Revolution

Teil III: Homo sapiens verliert die Kontrolle

Kapitel 8 Die Zeitbombe im Labor

Kapitel 9 Die große Entkopplung

Kapitel 10 Der Ozean des Bewusstseins

Kapitel 11 Die Datenreligion

Danksagung

Anmerkungen

Bildnachweis

Register
Trackliste
MP3 CD 1
1Homo Deus (1. Teil)07:16:00
MP3 CD 2
1Homo Deus (2. Teil)07:52:00
Rezensionen
Besprechung von 17.12.2017
Das Superhirn

Hat ein Historiker mit 35 Jahren schon einen Bestseller über die gesamte Weltgeschichte verfasst, bleibt ihm nur eine Wahl: seine Disziplin zu verlassen, die Richtung zu wechseln und über ein Thema zu schreiben, bei dem Prognosen einem verbreiteten Bonmot zufolge besonders schwierig sind. Die Rede ist von der Zukunft. Ihr widmet sich Yuval Noah Harari, der an der Hebräischen Universität Jerusalem Geschichte lehrt, in seinem neuen Buch "Homo Deus". Der Titel verrät schon alles: Im Zeitalter von Bio- und Datentechnologie ("Dataismus") verwandelt sich der Mensch in ein gottgleiches Superwesen, das den bisher bekannten Homo sapiens überflüssig macht. Das alles schreibt Harari in einer Mischung aus Faszination und Horror so süffig auf, dass man es fast glauben mag - würde der Autor auf seiner Werbetour nicht ausgerechnet Amazon als Beispiel für die neuen Superhirne präsentieren. Dort bekommt ein Nutzer, der mal nach dem Stichwort "Harari" gesucht hat, wochenlang nur einen einzigen Autor empfohlen: Harari.

boll.

Yuval Noah Harari: Homo Deus. Eine Geschichte von Morgen. C. H. Beck 2017. 24,95 Euro.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
Besprechung von 21.03.2017
Die allerjüngste Zukunft
Und warum sie noch viel lernen muss: Yuval Noah Hararis rasante Prophetie „Homo Deus“ hält sich fern von der Philosophie
Dass die Menschheit vor entscheidenden Durchbrüchen stehe, dass sie bald die schlimmsten Krankheiten besiegen, die organische Alterung aufhalten, mechanische Arbeiten überflüssig machen, mit gigantischen elektronischen Rechenleistungen die Gesellschaft steuern und Kriege von blutigen Schlächtereien in technische Entwaffnung verwandeln könne; dass der Mensch selbst optimierbar sei, durch genetische Ummodelung, psychopharmakologische Unterstützung, durch Verbindung von organischer mit künstlicher Intelligenz, dass er gottgleich ins Räderwerk der Natur eingreifen werde – dergleichen liest man öfter. Aber meistens sind es Naturwissenschaftler, Technikutopisten, die solche Hochrechnungen von aktuellen Fortschritten auf die Zukunft vornehmen.
Als Historiker kann man das mit Interesse lesen und sich doch zurücklehnen: Wie viel vergangene Zukunft ist nicht schon den Zeitenbach heruntergegangen! Meist war sie ein kurioser Mix aus partiellem Scharfsinn und vollkommenem Danebenliegen. Das Industriezeitalter imaginierte seine Zukunft industriell, nur umfassender. Die Neuordnung der Welt in global vernetzten Algorithmen sah kaum jemand, bevor sie da war. Noch vor einem Vierteljahrhundert war sie unvorstellbar, obwohl alle Elemente längst bereitlagen.
Yuval Noah Harari aber ist kein Technikfreak, sondern Historiker. Er ist ein Vertreter der jungen Disziplin der „Big History“, die Naturwissenschaft und Menschheitsgeschichte überspannt, also auch die Zivilisationsgeschichte in eine kosmologische, erst am Ende auch biologische Fluchtlinie bringt. Eine ihrer wichtigsten Fragen lautet, was die Menschen von den anderen Lebewesen unterscheidet. Darum fragt sie auch mit eigener Autorität danach, was die vom Menschen geschaffene Technik mit ihm als Gattung anstellt.
Mit seinem Bestseller „Eine kurze Geschichte der Menschheit“, der 2011 in Israel erschien und seither in vierzig Sprachen übersetzt wurde, hat Harari das populärste Buch der „Big History“ überhaupt geschrieben. Dazu ist der 1975 geborene Historiker auch ein seriöser Forscher, vor allem der Kriegsgeschichte Europas seit dem Mittelalter, ein eher konventionelles Forschungsgebiet. Er hat sein Fach also ganz handwerklich gelernt. „Homo Deus“ ist als „Geschichte von Morgen“ das Sequel der Menschheitsgeschichte. Das Buch zeigt, wie der Mensch seine Umwelt als ganze übernimmt, am Ende aber von seinen eigenen Schöpfungen verschlungen werden könnte. Auch das ist als Gedankenfigur nicht neu.
Dafür muss Harari einiges aus dem Vorgängerbuch rekapitulieren. Er zeigt, wie es dem Menschen gelungen ist, sich zum Herrn der Erde zu machen und diese in ein riesiges Nutztierlager und Anbaugebiet zu verwandeln. Worauf beruht dieser Vorsprung? Menschen können in anonymen Großgruppen kooperieren, in gigantischen, sozial differenzierten und technisch-wirtschaftlich spezialisierten Verbänden. Man nennt es „Gesellschaften“, ein Begriff, den Harari auffällig meidet. Auch Tiere arbeiten zusammen, aber immer nur in Gruppen auf Hör- und Sichtweite, Menschen aber bilden Städte, Imperien, Nationalstaaten, Firmen. Was für ein Wunder: Ich befolge die schriftlichen Anweisungen einer Finanzbeamtin aus einem fremden Ort, die ich nie sehen werde!
Das gelingt, weil Menschen sich nach einer „kognitiven Revolution“ (gleichzeitig mit der Sesshaftwerdung und dem Übergang vom Wildbeuterdasein zur Agrarwirtschaft), gestützt von Sprache und Schrift, auf „Fiktionen“ wie Götter, Geld, Rechtsvorschriften und vieles mehr einigen konnten, die Umgang und Vertrauen in immer weiteren Kreisen von Fremden ermöglichten. Götter zum Beispiel bedrohen Regelverletzungen mit drakonischen Strafen – Verbände, die an Götter glauben, können Recht durchsetzen, lange bevor sie staatliche Strukturen kennen. Harari bringt diese Gruppenfiktionen in eine Reihe bis zu modernen Einrichtungen wie globalen Unternehmen und, hier beginnt die Zukunft, zu Computeralgorithmen, die demnächst schon Rechtspersonen werden und wie heutige Unternehmen Verträge schließen, Prozesse führen, Hochhäuser oder Gelddepots besitzen könnten.
Harari nennt all das also „Fiktionen“, oft auch „Religionen“, einmal und erst spät „Intersubjektivität“. Das sind begriffliche Vorentscheidungen, die sein rasant geschriebenes Buch selbst wie ein Algorithmus prägen und Gedankenschritte nahelegen, leider solche, die ihm nicht guttun. Schwerblütigere Geschichtsphilosophien und Sozialtheorien haben für die von Harari so schmissig synthetisierten Phänomene längst eine kleinteilige, weit beschreibungsgenauere Terminologie erarbeitet, die vor elementaren Denkfehlern schützt. Hegel etwa sprach vom „objektiven Geist“, Niklas Luhmann von „Kommunikationen“. Beide Denker spalteten das minutiös in Sachgebiete auf, um deren besondere Logiken zu untersuchen. So entstanden eigene Theorien der Politik, des Rechts, der Künste, der Technik und des Geldes.
Für Hararis großräumigen Durchblick aber geht alles viel schneller und einfacher. Der Mensch steht kurz davor, mit den beispiellos leistungsfähigen Algorithmen der künstlichen Intelligenz zu verschmelzen. Glaubte er einst an Götter oder den einen Gott, später an sich selbst – Harari nennt das umstandslos die „humanistische Religion“, alles ist ihm „Religion“ –, so stehe nun in einem kühnen dritten Riesenschritt die nächste „Religion“ bevor, nämlich der „Dataismus“, der Glaube an die selbst gesteuerte Datenverarbeitung.
Auch biologische Organismen seien Daten verarbeitende Algorithmen, nur eben längst nicht so leistungsfähig wie die Supercomputer, an denen wir heute basteln. Mit ihnen aber werde die bisherige Vorstellung von Subjektivität und menschlicher Autonomie hinfällig. Der Mensch erkennt sich als Produkt biochemischer Prozesse, er wird zunehmend ausrechenbar, und bald könnten die Rechenmaschinen selbst das Regime übernehmen – in einem Evolutionsschritt, der die „Big History“ erst richtig big macht, weil sie nun vom mit seiner Nährlösung kommunizierenden Einzeller bis zum von Nanorobotern besiedelten Mensch-Maschine-Cyborg reicht, bald auch den Kosmos einbeziehen könnte.
Fairerweise muss man sagen, dass das in einer kurzen Zusammenfassung deutlich irrsinniger klingt als in Hararis terminologisch schwankenden, gelegentlich sogar reflektiert zweifelnden Darlegungen. Trotzdem bleiben seine Begriffe viel zu grobschlächtige Algorithmen, um seriöse Hochrechnungen zu erlauben. Denn was heißt „Ende des Humanismus“? Marktsubjekte oder Wahlbürger mögen ausrechenbar sein, aber was ist mit den Rückkoppelungen solcher Befunde? Bleibe ich ausrechenbar, wenn ein optimiertes Facebook mir sagt, ich sei es, und meine geheimsten Wünsche offenlegt?
Wie alle technoiden Geschichtsphilosophen tut sich Harari schwer mit dem kaum greifbaren Faktum, das wir „Bewusstsein“ nennen. Mal scheint er der jüngsten Hirnforschung anzuhängen, die den freien Willen bezweifelt, mal schreckt er selbst vor Folgerungen zurück, die wie ein Update des Films „Matrix“ wirken, also doch nur nach jüngstvergangener Zukunft aussehen. Yuval Noah Harari ist so jung und supersmart wie sein Fach: Beide sollten im nächsten Arbeitsgang eine Runde Philosophie einlegen.
GUSTAV SEIBT
Bald kommt der „Dataismus“,
der Glaube an die selbst
gesteuerte Datenverarbeitung
Yuval Noah Harari:
Homo Deus. Eine Geschichte von Morgen. Aus dem
Englischen von Andreas Wirthensohn. Verlag C.H. Beck, München 2017.
576 Seiten, 24,95 Euro. E-Book 19,99 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
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"Hararis Buch hat mich und viele Leute um mich herum sehr beschäftigt. Komischerweise hat es mich im Chaos der heutigen Zeit auch beruhigt, da Harari in seiner klugen Tour d'Horizon vieles fassbar macht." Pauline de Bok, Die Welt, 12. Mai 2018 "Harari ist ein hervorragender Geschichtenerzähler. Das Buch ist kurzweilig, gut verständlich, auch lustig und eine fantastische Grundlage für Diskussionen." Giulio Superti-Furga, Der Standard, 29. April 2018 "Keine leichte Lektüre, doch wer auf den Horizont blickt, kann diesen auch erweitern." Thorsten Schäfer-Gümbel, vorwärts.de, Lesetipp von SPD Spitzenpolitikern, 15. August 2017 "Das beste Buch dieses Frühjahrs." Thorsten Giersch, Carina Kontio, Handelsblatt online, 29. Juni 2017 "Ein Sachbuch, so anregend, dass man dazu tanzen möchte!" Denis Scheck, ARD Druckfrisch, 2. Juli 2017 "A thoughtful look of what may be in store for humanity (...). It is a deeply engaging book with lots of stimulating ideas (...). It makes you think about the future, which is another way of saying it makes you think about the present." Bill Gates, via Facebook, 4. Juni 2017 "Yuval Noah Harari's insights are compelling." Paul Collier, TLS, 25. November 2016 "Challenging, readable and thought-provoking." Bill Gates, Gates Notes, Bill Gates' Sommer-Buchtipps, 22. Mai 2017 "Man sollte alle Geschichtslehrer von Harari coachen lassen." Christian Jostmann, Die Furche, 20. April 2017 "Vielleicht brauchen wir ja düstere Szenarien, wie Hararis Buch 'Homo Deus', um den Mut für neue Utopien zu finden." Sven Waskönig, ARD ttt, 30. April 2017 "In einer verblüffenden Tour d'Horizon durch die Menschheitsgeschichte beschreibt Harari, wie der Mensch in einem Akt wachsender Selbstermächtigung zum Homo Deus avanciert." Adrian Lobe, Zeit Online, 10. April 2017 "(Harari) hat ein anmaßendes Buch geschrieben. Und ein aufregendes." Erik Raidt, Stuttgarter Nachrichten Online, 31. März 2017 "Intelligent, scharfsinnig und manchmal sogar überraschend witzig (...) eröffnet einen ganz anderen Blick auf Geschichte." Klaus Bittermann, taz literataz, 22. März 2017 "Überraschend, informativ, abwechslungsreich und leicht zu lesen." Hildegard Lorenz, Münchner Merkur, 21. März 2017 "Sehen, wie die Welt ist, ohne auf die Bremse zu treten. Das ist der Sound von Yuval Noah Hararis 'Homo Deus'." Adolf Holl, Die Presse, 18. März 2017 "Hararis packendes Buch ist ein Bekenntnis zum Humanismus." Thomas Vasek, P.M., 10. März 2017 "Überaus anregende und fesselnde Lektüre." Wolfgang Schneider, SWR2, 19. Februar 2017 "Fulminant, klug und düster." Deutschlandradio Kultur, März 2017…mehr