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Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2019!
»Was war denn das für ein Doktorand!«
Zwei Jahre schon warten die Greilachs mit an Verzweiflung grenzender Vorfreude auf die Ankunft eines jungen Doktoranden in ihrer abgelegenen Mühle. Er soll dem alternden Maler Günter Greilach zu neuem Ruhm verhelfen. Für seine Frau Natascha dagegen wird er zum Lichtblick ihrer Alltagsroutine. Ihre Hoffnungen reichen nahezu bis ins Unendliche, doch als der junge Mann nach mehreren Absagen plötzlich doch vor ihrer Tür steht, kommt alles anders als selbst in wildesten Träumen ausgemalt. Nach »Der amerikanische…mehr

Produktbeschreibung
Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2019!

»Was war denn das für ein Doktorand!«

Zwei Jahre schon warten die Greilachs mit an Verzweiflung grenzender Vorfreude auf die Ankunft eines jungen Doktoranden in ihrer abgelegenen Mühle. Er soll dem alternden Maler Günter Greilach zu neuem Ruhm verhelfen. Für seine Frau Natascha dagegen wird er zum Lichtblick ihrer Alltagsroutine. Ihre Hoffnungen reichen nahezu bis ins Unendliche, doch als der junge Mann nach mehreren Absagen plötzlich doch vor ihrer Tür steht, kommt alles anders als selbst in wildesten Träumen ausgemalt.
Nach »Der amerikanische Investor« gelingt dem vielfach preisgekrönten Jan Peter Bremer eine wunderbare Gesellschaftsparabel über unser allgegenwärtiges Bedürfnis gesehen zu werden. Kurzweilig, klug und voller Sprachwitz erweist er sich einmal mehr als »ein wahrer Chaplin der Schreibfeder« (FAZ).

»Die karge, hinterlistige Prosa Bremers, seine träumenden, gebrochenen Narrenfiguren, haben dem Autornicht ganz zu Unrecht den gern bemühten Vergleich mit Kafka und Robert Walser eingehandelt. Dabei sollte sich Bremers Prosa inzwischen selbst genug sein.« Der Tagesspiegel

  • Produktdetails
  • Verlag: Berlin Verlag
  • Seitenzahl: 176
  • Erscheinungstermin: 2. September 2019
  • Deutsch
  • Abmessung: 214mm x 135mm x 22mm
  • Gewicht: 333g
  • ISBN-13: 9783827013897
  • ISBN-10: 3827013895
  • Artikelnr.: 56142299
Autorenporträt
Bremer, Jan Peter
Jan Peter Bremer, 1965 in Berlin geboren, erhielt für einen Auszug aus seinem Roman »Der Fürst spricht« 1996 den Ingeborg-Bachmann-Preis. Er nahm Aufenthaltsstipendien im In- und Ausland wahr, unterrichtete am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und veröffentlichte zahlreiche weitere ausgezeichnete Romane, Hörspiele und ein Kinderbuch. Für seinen Roman »Der amerikanische Investor« (2011) wurde Bremer zuletzt mit dem Alfred-Döblin-Preis, dem Mörike-Preis und dem Nicolas-Born-Preis ausgezeichnet. Sein neuer Roman »Der junge Doktorand« ist für den Deutschen Buchpreis 2019 nominiert. Jan Peter Bremer lebt in Berlin.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 12.10.2019

Der stumme Gast der Zimmerschlacht

Jan Peter Bremers theatralische Erzählung "Der junge Doktorand" ist witzig und brillant.

Von Jan Wiele

Wie beschreibt man diese sehr gelungene Satire, ohne zu viel von ihrem Witz vorwegzunehmen? Vielleicht, indem man tiefstapelt und ihre Grundfunktion als eine Art "Loriot reloaded" charakterisiert. Wir belauschen Mann und Frau nachts im Bett: "Du sprichst", sagt er. "Wie kommst du denn darauf?", entgegnet sie. "Wie kommt man wohl darauf?", wieder er. Und sie: "Das frage ich doch dich. Du kannst mir nicht einfach vorwerfen, dass ich spreche." So geht das noch eine Weile hin und her und droht zu einem handfesten Streit zu werden, bevor dann doch der Schlaf beide erlöst.

So wie ein altes Ehepaar verhalten sich Günter und Natascha Greilach auch tagsüber, und bis etwa zur Hälfte des Buches könnte man noch annehmen, in diesem Konflikt sollte sich dasselbe schon erschöpfen, ausgetragen in Gegenwart der Titelfigur: ebenjenes jungen Doktoranden, der plötzlich bei ihnen vor der Tür steht. Diese Figur hat die theatralisch höchst wirkungsvolle Funktion eines stummen Gastes: Es wird immer nur über ihn, nicht mit ihm geredet, und wenn einer der Ehepartner dem Gast eine Frage stellt, kommt der andere Partner dessen Antwort zuvor. Was aber will dieser junge Mann eigentlich bei den Greilachs?

Der Leser weiß darauf lange nur die Antwort, die in der Erwartung des Ehepaares selbst liegt. Günter Greilach ist ein ehemals berühmter Maler, der sich vor Jahrzehnten in die Provinz zurückgezogen hat, in eine alte Mühle nahe einem deutschen "Städtchen", wie es heißt, dessen Provinzialität er nicht müde wird zu schmähen, während seine Frau offenbar verkümmert, aber dennoch das Beste daraus zu machen sucht. Der "junge Doktorand" beschäftige sich mit Greilachs Werk, weiß das Paar von einigen Postkarten, die schon mehrmals einen Besuch zu Forschungszwecken für seine Dissertation angekündigt und dann doch immer wieder verschoben hatten. Nun also findet dieser Besuch tatsächlich statt, und sofort entsteht ein erstaunlicher Schlagabtausch zwischen den Eheleuten, der durch den vorherigen Aufschub und die Kollision der somit ins Kraut geschossenen Phantasien mit der Wirklichkeit umso heftiger verläuft.

Der theatralische Effekt wird mit den Mitteln der Erzählung noch amüsanter und noch abgründiger, weil man eben nicht nur erfährt, was die Figuren sagen, sondern auch, was sie - oft völlig Gegenteiliges - dabei denken.

Natascha Greilach, die längst furchtbar bereut, ihrem Mann "an diesen abgelegenen und gottverlassenen Ort" gefolgt zu sein, hat sich in ihrer Verzweiflung den Doktoranden in wunderbarsten Farben ausgemalt und schöngeredet, ja sogar schon vor ihren Freundinnen mit diesem geprahlt und damit Eifersüchte erzeugt. Aufgrund spärlicher Informationen hatte sie sich einen schwarzgelockten Jüngling vorgestellt, der an königlichen Reitturnieren in Andalusien teilnimmt - nun aber muss sie widerwillig dessen eher "teigiges Gesicht" und seine "fleischigen Hände" registrieren, während der seltsam passiv wirkende Gast vor allem mit seinem Mobiltelefon beschäftigt zu sein scheint. Dennoch will sie von ihrer Wunschvorstellung nicht ablassen, was mitunter belustigend, mitunter bemitleidenswert anmutet. Ihr Mann ist am Äußeren des Gastes weniger interessiert, wird aber durch die Aussicht, kunstgeschichtliche Würdigung zu erfahren, angespornt, diesem große Vorträge über seine eigene sowie die Kunst an sich zu halten. Wiederum wird der "junge Doktorand" dabei nur als Wunscherfüllungsgehilfe benutzt, wenn auch unter selbstbetrügerischen Vorwänden: "Wie ein Vater, der tief gebückt seinen Sprössling mit ebenso entschlossener wie unsichtbarer Hand auf seinen ersten Metern begleitet, so würde er ihn über die anfänglichen Hürden seiner Doktorarbeit führen." Was solche Euphemismen verbergen, wird bald klarer: Greilach möchte dem Doktoranden die eigene Bedeutung geradezu in die Feder diktieren, damit dieser ein "vorerst allgemeingültiges Standardwerk" über ihn produziere.

Leider wird der "junge Doktorand" auch bei dieser Wunschvorstellung nicht mitspielen. Und warum das so ist, das gibt dem Buch zwar noch manche weitere witzige Pointe, aber auch eine plötzliche gegenwärtige Problematik, die mit jeder Genre-Erwartung bricht. Denn nicht nur wird aus dem anfänglich amüsanten Ehepaar-Sketch langsam, aber sicher eine veritable Zimmerschlacht mit immer härteren Anwürfen und immer schwereren Verletzungen, so wie in den gelegentlich durchschimmernden Vorbildern von Edward Albee oder Martin Walser. Sondern es entsteht auch, als der Gast schließlich selbst zu reden beginnt und man endlich auch einige von seinen Gedanken erfährt, ein überraschendes thematisches Gegengewicht zur bisherigen Ehe- und Kunstsatire.

Der junge Mann, er heißt Florian, steht in einem ganz konkreten Dilemma zwischen Kunst und Leben und wie viele vor der Grundfrage, ob man sich zwischen Kreativität und sozialer Verantwortung entscheiden muss. Dabei spielen wiederum Erwartungen von anderen eine Rolle, denen er sich aber - gerade auch durch die groteske Erfahrung im Hause Greilach? - vielleicht bald vehementer entgegenstellen wird. Insofern könnte man Bremers Erzählung fast als Keimzelle eines Entwicklungsromans begreifen, sie bricht aber vorher ab und bleibt dadurch in viele Richtungen offen, schillernd zwischen Heiterkeit und Verzweiflung (die Figuren sind sich selbst nicht sicher), zwischen Absurdität und Realismus.

Bei allem Witz gelingt es dem 1965 in Berlin geborenen Jan Peter Bremer in seiner wohl auch an Thomas Bernhard geschulten redundanten Erzählweise, die bisweilen gezielt strapaziös wirkt, die extreme Bevormundung der eigentlichen Hauptfigur fast physisch spürbar zu machen: Der "junge Doktorand" wird, wie viele seiner Art, auf gewisse Weise missbraucht, er laboriert letztlich an der Doktorarbeit des Lebens. "Danke", hört er sich selbst am Ende sagen, als er das Haus der Greilachs wieder verlässt.

Jan Peter Bremer: "Der junge Doktorand". Roman.

Piper Verlag, München 2019. 176 S., geb., 20,- [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 26.11.2019

Endlich hört mal einer zu
Jan Peter Bremers Künstlernovelle „Der junge Doktorand“ wird unter der Hand zur Posse über männliche Selbstüberschätzung
Künstler sein und eine Ehe führen, das ist schon starker Tobak und mit einem Künstler eine Ehe führen die Steigerungsform. Das Dasein als Künstler scheint es nötig zu machen, das Ego aufzublähen, immer wieder Bedeutungswolken für das Publikum zu produzieren, die manchmal nur zart über dem Künstlerhaupt schweben, das andere Mal so groß sind, dass der ganze Mensch reinpasst. Ein Mensch, der keine Institution im Rücken hat, über keinen Arbeitsplatz verfügt, zu dessen Beschreibung die Nennung des Berufs genügt, muss seine Tätigkeit immer neu zur Anschauung bringen, wenn er sich unter Fremden bewegt. Wie aber ist es zu Hause? Könnte er da nicht ganz entspannt sein?
Jan Peter Bremer, der mit seinem Lockenkopf immer noch jugendlich wirkende Meister der kleinen Form, hat ein neues Buch geschrieben. Mal wieder, müsste man hinzufügen, das letzte, „Der amerikanische Investor“, erschien 2011 und wurde mit dem Alfred-Döblin-Preis ausgezeichnet, dem sich 2012 der Mörike-Preis und der Nicolas-Born-Preis zugesellten.
Alle Bücher von Jan Peter Bremer sind schmal, so schmal wie „Der junge Doktorand“. Und sie sind komisch, von einer Komik, die aus der Knappheit entsteht, aber nicht schnurstracks aufs Ziel zumarschiert, sondern Schleifen zieht, sich in Anläufe verstrickt, Variationen und Wiederholungen einbaut. Wunderbarerweise kommen sie trotzdem vom Fleck. Und sie enthalten genügend Welt, um mit Romanen zu konkurrieren, die sich Welthaltigkeit auf die Fahnen schreiben. Kann man nicht im Kleinen, so lehrt uns die fraktale Geometrie, die Strukturen des Großen erkennen?
Günter und Natascha Greilach, ein Künstler und seine Frau, leben in einer umgebauten Mühle in der Nähe einer Kleinstadt auf dem Land. Irgendetwas scheint mit der Gestaltung eines Brunnens schiefgelaufen zu sein, was genau, erfahren wir erst spät. Greilach hat sich mit der Kommune überworfen, mit seinem Künstlerfreund ebenso. Natascha Greilach geht trotzdem gern in die Stadt, tummelt sich am Marktplatz oder im „Bistro“, spricht mit anderen Frauen. Der Künstler selbst ist froh, wenn er unterdessen seine Ruhe hat. Hauptsache, die Mahlzeiten stehen pünktlich auf dem Tisch und der Alltag wird reibungslos organisiert.
Seit Längerem hat sich „ein junger Doktorand“ angekündigt. Beide setzen große Hoffnungen in ihn. Und nicht nur sie. Auch Nataschas Freundin Jutta verspricht sich Aufmunterung. Der aber schiebt sein Kommen immer wieder auf. Nach jeder Ankündigung trudeln im letzten Moment Postkarten ein, auf denen in krakeliger Schrift faule Ausreden stehen. Doch endlich ist er da. Günter Greilach trinkt die ganze Nacht mit dem Ankömmling, der auf den schönen Namen Florian Sommer hört, führt ihn in seine Gedankenwelt ein und hat einen genauen Plan, wie sich der „Doktorand“ seinem Werk nähern soll, um es mit seiner Dissertation noch bedeutender zu machen. Natascha, die zunächst mit ihrer Enttäuschung über sein Erscheinungsbild fertig werden muss, verwickelt ihn in Gespräche und erhält schnell eine Menge Informationen. Klar, dass sie die bei Gelegenheit gegen ihren Mann kehren wird, der stets so tut, als sei sie etwas unterbelichtet.
Jan Peter Bremer zwirbelt Gegenwart und Vergangenheit, Hoffnung und Enttäuschung ineinander und entwickelt eine zauberhafte Poetik verschraubter Projektionen. Dabei entsteht das durchaus verzopfte Bild einer Künstlerehe, deren Komik bisweilen an Loriot erinnert. Etwa, wenn sie auf seinen nächtlichen Vorwurf, sie spreche im Schlaf, antwortet, sie schlafe gar nicht; oder wenn er kundtut, es sei mit ihr nun noch schlimmer als zu der Zeit, als sie noch ihre Tage hatte. Der junge Mann, den sie zunächst beide für einen Doktoranden halten, hat selbstverständlich ein Smartphone dabei, das sie als „Telefon“ bestaunen, mit dem man Dinge tun kann, deren Geheimnis ihnen verschlossen bleibt.
Nicht zuletzt aus dem Wissensvorsprung, den Bremer der Leserin gewährt, entsteht das Amüsement. Mit Natascha weiß sie bald, dass Florian Sommer noch längst kein Doktorand ist, sondern um die Aufnahme an der Kunstakademie bangt. Seine Mutter, die in der Kleinstadt, aus der er kommt, mit seinem früheren Kunstlehrer liiert ist, hat ihn geschickt. Ihm selbst ist das alles gar nicht so wichtig. Zwar kann er sich vorstellen, irgendetwas mit Kunst zu machen, möchte aber keineswegs dem Bild des einsamen Genies entsprechen. Er sehnt sich nach Gemeinschaft und gerät ins Schwärmen, wenn er Natascha erzählt, dass ihn die Arbeit in einem Sprachcafé für Geflüchtete in Berlin von seiner Einsamkeit erlöst hat. Als Zwölfjähriger hat er bei der Tombola des örtlichen Kunstvereins eine Lithografie von Günter Greilach gewonnen, ansonsten hat er mit dessen Werk nicht viel am Hut. Er kennt es gar nicht.
Das salbungsvolle Gerede von „Auserwähltheit“ und „Vermächtnis“, die subtilen Erklärungen, die huldvollen Gesten, das ganze joviale Künstlergehabe, das Günter Greilach vor seinem jungen Zuhörer aufführt, verpufft im Orkus seines Desinteresses. Und die von ihrem Mann ständig abgekanzelte Natascha hört, unter der Dusche stehend, den Monolog mit. Es braucht bis zum Ende der Novelle, als die man das ohne Gattungsbezeichnung erschienene Buch bezeichnen kann, bis sie ihn über seine Täuschung aufklärt. Bis dahin sind eine Menge Bosheiten ausgetauscht worden.
Unter der Hand wird aus der Künstlernovelle mit dem Flair vergangener Jahrhunderte eine Posse über Misogynie und männliche Selbstüberschätzung. „Der junge Doktorand“ ist auch eine Ehe-Novelle in ebenso knapper wie tragikomischer Form. Mit ihren Aufschwüngen zur Boshaftigkeit und der Fantasietätigkeit der weiblichen Hauptfigur wirkt sie mitunter wie eine charmante Miniaturausgabe von Edward Albees Theater- und Filmklassiker „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“.
Ob man an Ai Weiwei denkt, der gerade mit großer Geste seinen Wegzug aus Berlin inszeniert, oder an Quentin Tarantino, der als letzter Autorenfilmer auf dem Planeten gefeiert wird, die Fähigkeit, das eigene Ego auf Weltmaßstab zu vergrößern, scheint eine künstlerische Kernkompetenz zu sein. In „Der amerikanische Investor“ hat Jan Peter Bremer das Leiden am Zwiespalt zwischen Anstrengung des Schreibens und am Ende kleinem Ertrag herrlich komisch in Szene gesetzt. Das Bedrohungsszenario, in das er die scheinbar lächerlichen Schreibängste einfügte, ist für viele real: die Vertreibung aus der eigenen Wohnung durch Immobilienspekulation. Für die Absurditäten des Kunstbetriebs funktioniert Bremers an Kafka und Robert Walser geschulte Schreibweise brillant. Die Selbstironie der Meister der Brevitas geht den Großmannsüchtigen ab. Kein besseres Motto lässt sich für dieses Spiegelkabinett enttäuschter Erwartungen denken als ein Wort des von Schreibkrisen geplagten Reinhard Lettau: „Ein Schriftsteller ist eine Person, die sich der Illusion hingibt, es werde ein weiteres Buch von ihr erwartet.“
MEIKE FESSMANN
Jan Peter Bremer: Der junge Doktorand. Roman. Berlin Verlag, München und Berlin 2019. 176 Seiten, 20 Euro.
Bremer verzwirbelt die
Zeitebenen zum durchaus
verzopften Bild einer Künstlerehe
Der Schriftsteller Jan Peter Bremer, 1965 als Sohn des Künstlers Uwe Bremer in Berlin geboren, wo er heute wieder lebt.
Foto: Markus Wissmann/mauritius images
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"Jan Peter Bremer zwirbelt Gegenwart und Vergangenheit, Hoffnung und Enttäuschung ineinander und entwickelt eine zauberhafte Poetik verschraubter Projektionen.", Süddeutsche Zeitung, Meike Fessmann, 26.11.2019