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Mord im Auftrag des Staates Drohnen, Scharfschützen, Bomben, Giftanschläge - durch Hinrichtungen sind inzwischen mehr als 3000 Menschen im Auftrag demokratisch gewählter Regierungen getötet worden - ohne Prozess, ohne das Recht auf Verteidigung und mit dem Risiko tödlicher Fehler. Egmont R. Koch weist in seinem aufsehenerregenden Buch nach, dass nicht nur Stasi und KGB sich über Recht und Gesetz stellten. Er enthüllt die skandalösen Mordpraktiken, mit denen Mossad und CIA unter dem Deckmantel der Terrorismusbekämpfung jenseits des Völkerrechts agieren.…mehr

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Produktbeschreibung
Mord im Auftrag des Staates Drohnen, Scharfschützen, Bomben, Giftanschläge - durch Hinrichtungen sind inzwischen mehr als 3000 Menschen im Auftrag demokratisch gewählter Regierungen getötet worden - ohne Prozess, ohne das Recht auf Verteidigung und mit dem Risiko tödlicher Fehler. Egmont R. Koch weist in seinem aufsehenerregenden Buch nach, dass nicht nur Stasi und KGB sich über Recht und Gesetz stellten. Er enthüllt die skandalösen Mordpraktiken, mit denen Mossad und CIA unter dem Deckmantel der Terrorismusbekämpfung jenseits des Völkerrechts agieren.
  • Produktdetails
  • Verlag: Aufbau Verlag GmbH
  • Seitenzahl: 408
  • Erscheinungstermin: 01.10.2013
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783841206596
  • Artikelnr.: 39539332
Autorenporträt
Egmont R. Koch, geb. 1950, wurde 1978 mit dem Bestseller "Seveso ist überall" (mit Fritz Vahrenholt) bekannt. Vielfach ausgezeichnet sind seine investigativen TV-Dokumentationen, die er für ARD und ZDF produzierte. Seine Bücher sind in zwölf Sprachen übersetzt. Bei Aufbau erschienen "Tödliche Pläne. Wie die Atombombe in die falschen Hände gelangte" (2007) und "Die CIA-Lüge. Folter im Namen der Demokratie" (2008). 2013 erschien sein Buch "Lizenz zum Töten. Die Mordkommandos der Geheimdienste".
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 07.02.2014

Illegale Sicherheit
Die Todesschwadronen der Geheimdienste

Für Staaten, also ihre Regierungen, gilt die Staatsräson als oberstes Handlungskriterium. Das lässt sich ganz allgemein so formulieren: Vermehrung des Staatswohls und des Wohls der Bürger sowie Abwendung von Schäden, die dem Gemeinwesen zugefügt werden können. Solch eine allgemeine Bestimmung ist allerdings wenig aussagekräftig. Wenn es konkreter wird, wird es auch unübersichtlicher. Vor allem kommt es entscheidend darauf an, wie die Staatsräson im Einzelnen und auf den verschiedenen Politikfeldern definiert wird und wer sich dabei mit seinen Vorstellungen durchsetzt. Spätestens Machiavelli hat darauf aufmerksam gemacht, dass Handeln im Rahmen der Staatsräson die Grenzen sozialer und individueller Moralität verletzen können muss. Das ist, zumal in demokratischen Gesellschaften, eine verstörende Erkenntnis. Sie wird auch nicht wirklich leichter verdaulich, wenn solche Moralität und die eigenen Gesetze missachtenden Maßnahmen hinter dem Schleier von Geheimhaltung und Dementis verborgen werden. Meistens gelingt das ohnehin nur schlecht.

Als Beispiel für den Zielkonflikt zwischen Ethik und Politik, bei modernen Demokratien also etwa zwischen Rechtsstaatlichkeit und Sicherheit, bietet sich das Wirken von Geheimdiensten an. Gewiss sind diese Dienste und ihre Mitarbeiter grundsätzlich wie alle anderen an Recht und Gesetz gebunden und achten beides. Jedoch gibt es auch Grauzonen und Ausnahmesituationen, in denen diese Bindung entfällt. Dann heiligt der Zweck, zum Beispiel Sicherheit vor Terroristen, zwar nicht die illegalen Mittel. Aber nach sorgfältiger Abwägung können schon einmal Entscheidungen fallen, die ihre Planer und Exekutoren schuldig machen. Das wird gerechtfertigt mit dem Gewinn an Schutz des Gemeinwesens vor großen Gefahren. Die Frage ist dabei immer, ob die Abwägungen mit genügender Sorgfalt getroffen, die Entscheidungen mit größtmöglicher Verantwortung gefällt wurden.

Gezielte Tötungen im Auftrag des Staates gehören zu den dramatischsten dieser Zielkonflikte. In der populären Kultur und auf der Ebene politischer Schwarmdummheit wird häufig nur das Aufregende solcher Aktionen wahrgenommen, weshalb etwa die 007-Romantik der James-Bond-Romane und -Filme ein großes Publikum hat. In letzter Zeit sind gezielte Tötungen im Staatsauftrag allerdings zunehmend kritisch diskutiert worden. Hauptsächlich deshalb, weil die Obama-Administration vermehrt unbemannte Drohnen zur Liquidierung von Terroristen in Pakistan und dem Jemen einsetzt, die als besonders gefährlich eingestuft werden.

Zu dieser kritischen Diskussion will Egmont R. Koch mit seinem jüngsten Buch beitragen. Koch gehört zur Spezies der investigativen Journalisten und Dokumentaristen und hat eine Reihe von vielbeachteten Veröffentlichungen vorgelegt, die beste darunter zur Entwicklung der "pakistanischen Atombombe". Diese hier, um es vorweg zu sagen, bleibt hinter den Erwartungen zurück. In erster Linie liegt das an der miserablen Komposition des Buches. Zweitens tischt Koch in zu vielen Kapiteln seines Buches alte Geschichten auf - das Investigative tritt zugunsten der Nacherzählung von Literaturfunden zurück.

Anders als im Titel angekündigt, geht es ihm nicht um eine panoramisch-breite Darstellung staatlich beauftragter Tötungen durch Geheimdienste, sondern so gut wie ausschließlich um Israel, den Mossad und israelische Inlandsgeheimdienste. Als Auftakt dient ein kurzes Kapitel zur CIA, in dem nur kalter Kaffee serviert wird, etwa Mordkomplotte gegen Lumumba und Castro oder die x-te Wiederholung der Tötung Usama Bin Ladins. Am Schluss gibt es dann noch ein extrakurzes Kapitel zu gezielten Tötungen der östlichen Geheimdienste im und nach dem Ost-West-Konflikt. Das hat vermutlich die Funktion, Ausgewogenheit zu demonstrieren. Denn eigentlich dreht sich alles in dem Buch um israelische Tötungspolitik gegen die von seiner Regierung als solche ausgerufenen Feinde des Landes, darunter palästinensische Terroristen, aber auch Atomwissenschaftler im Dienste arabischer Länder oder Irans. Auch die Geschichte vom Attentat auf Adenauer im Jahr 1952 wird noch einmal erzählt, obgleich hier keineswegs der Staat Israel Auftraggeber war.

Koch konzentriert sich ganz auf die Methoden und äußeren Umstände der verschiedenen Aktionen, von denen manche "erfolgreich" waren, andere jedoch scheiterten und dadurch großen diplomatischen Schaden bewirkten. Wenn man so vorgeht, erreicht man zwar Leser, die vor allem eine spannende Lektüre und "unglaubliche Geschichten" schätzen. Die kommen hier auch durchaus auf ihre Kosten. Freilich fallen dann alle vertiefenden Überlegungen über Nutzen oder Schaden, über den politischen und den moralisch-rechtlichen Zusammenhang solcher Aktionen unter den Tisch. Die Akteure erscheinen zweidimensional wie in Computerspielen. Das wird dem schwierigen Thema nicht gerecht.

WILFRIED VON BREDOW

Egmont R. Koch: Lizenz zum Töten. Die Mordkommandos der Geheimdienste. Aufbau Verlag, Berlin 2013. 408 S., 22,99 [Euro].

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