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In the 150 years since the end of the Civil War and the ratification of the Thirteenth Amendment (the abolition of slavery), the story of race and America has remained a brutally simple one. It is the story of the black body, exploited to create the country's foundational wealth, violently segregated to unite a nation after a civil war and, today, still disproportionately threatened, locked up and killed in the streets. How can America reckon with its fraught racial history? Between The World And Me is Ta-Nehisi Coates' attempt to answer that question.…mehr

Produktbeschreibung
In the 150 years since the end of the Civil War and the ratification of the Thirteenth Amendment (the abolition of slavery), the story of race and America has remained a brutally simple one. It is the story of the black body, exploited to create the country's foundational wealth, violently segregated to unite a nation after a civil war and, today, still disproportionately threatened, locked up and killed in the streets. How can America reckon with its fraught racial history? Between The World And Me is Ta-Nehisi Coates' attempt to answer that question.
  • Produktdetails
  • Verlag: Text Publishing Co
  • UK ed
  • Seitenzahl: 166
  • Erscheinungstermin: 16. Juli 2015
  • Englisch
  • Abmessung: 233mm x 153mm x 15mm
  • Gewicht: 206g
  • ISBN-13: 9781925240702
  • ISBN-10: 1925240703
  • Artikelnr.: 43305167
Inhaltsangabe
Between the World and Me

I.

II.

III.

Editorische Notiz

Literaturhinweise

Nachwort
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 09.08.2015

Ist Amerika ein rassistisches Regime?
Wie der Journalist Ta-Nehisi Coates seinem kleinen Sohn erklärt, was es heißt, in den Vereinigten Staaten schwarz zu sein

Am 17. Juni 2015 geht ein weißer Mann in eine Kirche in Charleston, um neun schwarze Amerikaner zu erschießen. Einen Tag später fordert der schwarze amerikanische Journalist Ta-Nehisi Coates in einem Kommentar, sofort die Flagge der Konföderierten abzunehmen, die am Kapitol von Columbia weht, der Hauptstadt von South Carolina. Coates ist nicht der Einzige, der das in den Tagen nach dem Massaker fordert: Prominente Politiker der Republikanischen Partei tun es auch, was landesweit als Fortschritt wahrgenommen wird. Aber der Reporter des Monatsmagazins "Atlantic" hat schon im Augenblick des Entsetzens und des Schmerzes und der Wut die Geistesgegenwart, einen symbolischen Akt einzufordern - bevor sein Land dieses rassistische Verbrechen in anderen symbolischen Akten und Ritualen zu bewältigen sucht und die Flagge des Rassenhasses weiterweht, so, als sei nichts geschehen.

Denn diese Flagge - blaues Kreuz mit weißen Sternen auf rotem Grund - wehte für die Sklavenhalterstaaten des amerikanischen Südens. Und sie wehte weiter, auch über den amerikanischen Bürgerkrieg hinaus, der die Sklaverei 1865 beendete. Man sieht diese Flagge bis heute auf Stoßstangen amerikanischer Autos kleben, nicht nur im Süden. Die, die sie zeigen, verteidigen das mit dem Slogan "Heritage, not hate": Damit also, doch nur die Erinnerung an gefallene Vorfahren in Ehren halten zu wollen - mit Rassenhass habe das nichts zu tun.

"Cowardice is heritage, too", schreibt Coates aber am Tag nach den Lynchmorden von Charleston: Feigheit ist auch Teil dieses Erbes. "Zur moralischen Feigheit gehört auch, sich für etwas zu entscheiden und danach zu handeln. Die, die das tun, schauen immerzu weg, sie wählen die Phantasie, nicht die Klarheit; den Mythos, nicht die Geschichte; den Traum, nicht die Realität." Aber weil dieser Traum das Fundament einer Realität ist, in der weiße Amerikaner bis heute leben und schwarze sterben und das historische Faktum der Sklaverei eben nicht mittels rhetorischer Umdeutungen und Slogans zum Verschwinden gebracht werden kann, fordert Coates: "Nehmt die Flagge runter. Sofort."

In diesen nicht enden wollenden Monaten der Gewalt gegen schwarze Amerikaner, des Lynchmords in Charleston, der Polizeiübergriffe auf Staten Island, in Ferguson, in Baltimore, ist Ta-Nehisi Coates, Jahrgang 1975, zur Stimme des schwarzen Amerikas geworden: mit einem Bestseller, der sich der Frage stellt, die das Land gerade bedrängt wie seit langem nicht mehr. "Between the World and Me" (Spiegel & Grau, im Herbst auf Deutsch bei Hanser Berlin) heißt das Buch, und die Frage heißt: Ist Amerika ein rassistisches Regime?

Vermutlich würde Coates zurückweisen, die schwarze Stimme der amerikanischen Gegenwart zu sein - weil er kein Repräsentant ist, sondern ein Autor. Ein Essayist, der Pathos und Deutlichkeit zwar nicht scheut, im Gegenteil: Aber er schreibt, und schreiben heißt, wenn man es so macht wie Coates, permanent über den Ort nachzudenken, von dem aus man auf die Welt sieht und über sie urteilt. Und dieser Ort, von dem er über die Welt schreibt, ist kein sicherer für ihn. Ist es noch nie gewesen. Denn Ta-Nehisi Coates ist ein schwarzer Mann.

Und er schreibt dieses Buch an einen anderen schwarzen Mann: seinen Sohn Samori, fünfzehn Jahre alt. "Sohn", das ist das erste Wort seines Buchs, und dann folgen drei kurze Kapitel, die den Weg des Vaters aus dem Getto Baltimores über die schwarze Privatuniversität Howard in Washington bis nach New York beschreiben, zum Magazin "Atlantic", aber eben nicht in die Welt hinein - weil zwischen ihm und der Welt etwas liegt, das Coates den "Traum" des weißen Amerikas nennt.

Ein Traum von Segelbooten, Baumhäusern und Ivy League, in dem Schwarze keinen Platz haben, stören, weil sie schon mit ihrer körperlichen Anwesenheit an etwas erinnern, an das man nicht erinnert werden will: an das Verbrechen, auf dem die Vereinigten Staaten gründen. Den Raub, die Vergewaltigung, die "Plünderung" der Schwarzen: die Sklaverei. "Du bist in eine Rasse hineingeworfen worden", schreibt Coates an seinen Sohn, "die den Wind immer von vorn ins Gesicht kriegt und die Hunde immer an den Fersen hat. Das gilt zwar mehr oder weniger für jedes Leben. Der Unterschied ist, dass du nicht das Privileg genießt, diese Lebenswahrheit ignorieren zu können."

"Du bist in einem Maß für deinen Körper verantwortlich, wie es andere Jungen niemals erahnen werden. Mehr noch, du bist sogar für die schlimmsten Dinge verantwortlich, die andere schwarze Körper begangen haben und die dir irgendwie immer auch zugeschrieben werden." Coates meint damit: Selbst das Alltäglichste, was ein Schwarzer tut, hat eine Vorgeschichte des Verdachts und Verbrechens. Ein schwarzer junger Mann unter einer Kapuze: Trayvon Martin, erschossen am 26. Februar 2012 in Florida. Ein anderer junger Mann, der mitten auf der Straße läuft: Michael Brown, erschossen auf den Tag genau heute vor einem Jahr in Ferguson.

Als etwas später bekannt gegeben wurde, dass gegen den Polizisten, der Brown getötet hat, nicht ermittelt wird, steht Samori auf. "Ich muss gehen", sagt er, und dann hört sein Vater ihn auf seinem Zimmer weinen. "Ich habe dich nicht umarmt, ich habe dich auch nicht getröstet", schreibt Coates, "weil ich nie daran geglaubt habe, dass es je wieder gut wird. Was ich dir erklärt habe, das haben auch deine Großeltern mir schon zu erklären versucht: dass dies dein Land ist, deine Welt, dein Körper, und du einen Weg finden musst, irgendwie darin zu leben. Und jetzt erkläre ich dir, dass die Frage, wie man mit einem schwarzen Körper leben sollte, in einem traumverlorenen Land, die Frage meines Lebens ist - und mir ist klar geworden: dieser Frage nachzugehen heißt letztlich, sie zu beantworten."

Coates ist jetzt vom schwarzen Intellektuellen Cornel West kritisiert worden, nicht radikal genug zu sein, Präsident Obama zu schonen, im Grunde: zu schön zu schreiben und für ein weißes Publikum. Aber Coates hat auch schon Obama dafür kritisiert, dass der zwar schwarze Väter gern moralisch in die Pflicht nehme, sich aber nicht traue, die soziale Misere des schwarzen Amerikas direkt anzugehen - wo doch schon Obamas Vorgänger Lyndon Johnson vor Jahren klar ausgesprochen habe, dass schwarze Armut nicht das Gleiche wie weiße sei. Und Coates hat im vergangenen Jahr in einer preisgekrönten Reportage für den "Atlantic" noch einmal die Frage der Reparationen für die Sklaverei gestellt - indem er von Immobilien erzählte, davon, wie Schwarze systematisch daran gehindert wurden, Häuser zu kaufen, eine Geschichte der weißen Gegenwehr gegen die schwarze Gleichberechtigung, die bis heute Zahlen und Fakten schafft: Zum Beispiel, dass Angehörige der oberen schwarzen Mittelschicht es zwar in Wohngegenden der weißen Unterschicht schaffen, weiter vor und hoch geht es aber nicht.

Coates verlässt sich jetzt in seinem Buch seltener auf Zahlen, mehr auf Szenen: Einmal steht Coates mit dem kleinen Samori in Manhattan in einer Schlange, der Junge trödelt, eine weiße Frau schubst ihn voran, Coates sagt ihr ein paar Takte dazu, schnell sind sie umringt von weißen Männern, einer droht ihm mit der Polizei - und die ganze Zeit fühlt der Vater die Augen seines Sohnes auf sich. "Ich hatte die Regeln vergessen, ein Fehler, der auf der Upper West Side von Manhattan so gefährlich ist wie an der Westside von Baltimore. Man darf sich dort aber keinen Irrtum erlauben. Man muss in der Reihe gehen. Leise arbeiten. Einen Extrableistift einpacken. Keine Fehler machen." Sein eigener Vater, ein Intellektueller, das Haus der Familie Coates war voller Bücher, hat ihn wieder und wieder verprügelt, wenn er Fehler machte, aus Sorge, dass der Sohn sonst von der Polizei verprügelt wurde.

Coates erzählt in seinem Buch auch von einem Studienfreund, der 2000 von einem Undercoverpolizisten getötet wurde: eine Verwechslung, sechzehn Schüsse und keine Anklage, eine schreckliche Geschichte, die einem Muster folgt, das man aus Ferguson und Staten Island und Baltimore kennt, sie hat Coates dazu gebracht, mit dem Schreiben anzufangen (sein Förderer war übrigens David Carr, der große Journalist und Reporter, der Anfang des Jahres gestorben ist).

Prince Jones hieß dieser Freund, und wäre Amerika ein anderes Land, dann würde dieser Name noch heute eine Reaktion hervorrufen wie im Moment der von Eric Garner, Freddie Gray, oder von Trayvon Martin, der mit siebzehn erschossen wurde und von dem Obama sagte: Wenn ich einen Sohn hätte, dann sähe er aus wie Trayvon. Was er meinte, war: Ich kenne die Gefahr, und wir teilen sie alle, weil wir schwarz sind.

Die Fahne über dem Kapitol von South Carolina weht übrigens nicht mehr.

TOBIAS RÜTHER

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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I ve been wondering who might fill the intellectual void that plagued me after James Baldwin died. Clearly it is Ta-Nehisi Coates. The language of Between the World and Me, like Coates s journey, is visceral, eloquent, and beautifully redemptive. And its examination of the hazards and hopes of black male life is as profound as it is revelatory. This is required reading. Toni Morrison

Powerful and passionate . . . profoundly moving . . . a searing meditation on what it means to be black in America today. Michiko Kakutani, The New York Times

Really powerful and emotional. John Legend, The Wall Street Journal

Extraordinary . . . [Coates] writes an impassioned letter to his teenage son a letter both loving and full of a parent s dread counseling him on the history of American violence against the black body, the young African-American s extreme vulnerability to wrongful arrest, police violence, and disproportionate incarceration. David Remnick, The New Yorker

Brilliant . . . a riveting meditation on the state of race in America . . . [Coates] is firing on all cylinders, and it is something to behold: a mature writer entirely consumed by a momentous subject and working at the extreme of his considerable powers at the very moment national events most conform to his vision. The Washington Post

An eloquent blend of history, reportage, and memoir written in the tradition of James Baldwin with echoes of Ralph Ellison s Invisible Man . . . It is less a typical memoir of a particular time and place than an autobiography of the black body in America. . . . Coates writes with tenderness, especially of his wife, child, and extended family, and with frankness. . . . Coates s success, in this book and elsewhere, is due to his lucidity and innate dignity, his respect for himself and for others. He refuses to preach or talk down to white readers or to plead for acceptance: He never wonders why we just can t all get along. He knows government policies make getting along near impossible. The Boston Globe

For someone who proudly calls himself an atheist, Coates gives us a whole lot of Can I get an amen? in this slim and essential volume of familial joy and rigorous struggle. . . . [He] has become the most sought-after public intellectual on the issue of race in America, with good reason. Between the World and Me . . . is at once a magnification and a distillation of our existence as black people in a country we were not meant to survive. It is a straight tribute to our strength, endurance and grace. . . . [Coates] speaks resolutely and vividly to all of black America. Los Angeles Times

A crucial book during this moment of generational awakening. The New Yorker

A work that s both titanic and timely, Between the World and Me is the latest essential reading in America s social canon. Entertainment Weekly

Coates delivers a beautiful lyrical call for consciousness in the face of racial discrimination in America. . . . Between the World and Me is in the same mode of The Fire Next Time; it is a book designed to wake you up. . . . An exhortation against blindness. The Guardian

Coates has crafted a deeply moving and poignant letter to his own son. . . . [His] book is a compelling mix of history, analysis and memoir. Between the World and Me is a much-needed artifact to document the times we are living in [from] one of the leading public intellectuals of our generation. . . . The experience of having a sage elder speak directly to you in such lyrical, gorgeous prose language bursting with the revelatory thought and love of black life is a beautiful thing. The Root

Rife with love, sadness, anger and struggle, Between the World and Me charts a path through the American gauntlet for both the black child who will inevitably walk the world alone and for the black parent who must let that child walk away. Newsday

Poignant, revelatory and exceedingly wise, Between the World and Me is an essential clarion call to our collective conscience. We ignore it at our own peril. San Francisco Chronicle

Masterfully written . . . powerful storytelling. New York Post

One of the most riveting and heartfelt books to appear in some time . . . The book achieves a level of clarity and eloquence reminiscent of Ralph Ellison s classic Invisible Man. . . . The perspective [Coates] brings to American life is one that no responsible citizen or serious scholar can safely ignore. Foreign Affairs

Urgent, lyrical, and devastating in its precision, Coates has penned a new classic of our time. Vogue

Powerful. The Economist

A work of rare beauty and revelatory honesty . . . Between the World and Me is a love letter written in a moral emergency, one that Coates exposes with the precision of an autopsy and the force of an exorcism. . . . Coates is frequently lauded as one of America s most important writers on the subject of race today, but this in fact undersells him: Coates is one of America s most important writers on the subject of America today. . . . [He s] a polymath whose breadth of knowledge on matters ranging from literature to pop culture to French philosophy to the Civil War bleeds through every page of his book, distilled into profound moments of discovery, immensely erudite but never showy. Slate

The most important book I ve read in years . . . an illuminating, edifying, educational, inspiring experience. Smithsonian Asian Pacific American Center

It s an indescribably enlightening, enraging, important document about being black in America today. Coates is perhaps the best we have, and this book is perhaps the best he s ever been. Deadspin

Vital reading at this moment in America. U.S. News & World Report

[Coates] has crafted a highly provocative, thoughtfully presented, and beautifully written narrative. . . . Much of what Coates writes may be difficult for a majority of Americans to process, but that s the incisive wisdom of it. Read it, think about it, take a deep breath and read it again. The spirit of James Baldwin lives within its pages. The Christian Science Monitor

Part memoir, part diary, and wholly necessary, it is precisely the document this country needs right now. New Republic

A moving testament to what it means to be black and an American in our troubled age . . . Between the World and Me feels of-the-moment, but like James Baldwin s celebrated 1963 treatise The Fire Next Time, it stands to become a classic on the subject of race in America. The Seattle Times

Riveting . . . Coates delivers a fiery soliloquy dissecting the tradition of the erasure of African-Americans beginning with the deeply personal. Minneapolis Star Tribune

[Between the World and Me] is not a Pollyanna, coming-of-age memoir about how idyllic life was growing up in America. It is raw. It is searing. . . . [It s] a book that should be read and shared by everyone, as it is a story that painfully and honestly explores the age-old question of what it means to grow up black and male in America. The Baltimore Sun

A searing indictment of America s legacy of violence, institutional and otherwise, against blacks. Chicago Tribune

I know that this book is addressed to the author s son, and by obvious analogy to all boys and young men of color as they pass, inexorably, into harm s way. I hope that I will be forgiven, then, for feeling that Ta-Nehisi Coates was speaking to me, too, one father to another, teaching me that real courage is the courage to be vulnerable, to admit having fallen short of the mark, to stay open-hearted and curious in the face of hate and lies, to remain skeptical when there is so much comfort in easy belief, to acknowledge the limits of our power to protect our children from harm and, hardest of all, to see how the burden of our need to protect becomes a burden on them, one that we must, sooner or later, have the wisdom and the awful courage to surrender. Michael Chabon

Ta-Nehisi Coates is the James Baldwin of our era, and this is his cri de coeur. A brilliant thinker at the top of his powers, he has distilled four hundred years of history and his own anguish and wisdom into a prayer for his beloved son and an invocation to the conscience of his country. Between the World and Me is an instant classic and a gift to us all. Isabel Wilkerson, author of The Warmth of Other Suns
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