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Abgebrüht, ausgebufft, fesselnd und intelligent - unsere Krimi-Entdeckung aus Schottland.
In Großbritannien sind seine Bücher schon längst Krimi-Kult! Nun erscheint endlich der erste Brookmyre Roman auf Deutsch.
Glasgow, Mitte des letzten Jahrzehnts. Jasmine Sharp müsste eigentlich jubeln: Endlich hat sie einen Job. Ihr Onkel Jim, Privatdetektiv, Ex-Cop und ihr einziger Verwandter, hat es nett gemeint und sie zu seiner Assistentin gemacht. Aber besonders geschickt angestellt hat sie sich bisher nicht. Wenn man ehrlich ist, muss man sogar zugeben: Als Privatdetektivin ist sie eher lausig.…mehr

Produktbeschreibung
Abgebrüht, ausgebufft, fesselnd und intelligent - unsere Krimi-Entdeckung aus Schottland.

In Großbritannien sind seine Bücher schon längst Krimi-Kult! Nun erscheint endlich der erste Brookmyre Roman auf Deutsch.

Glasgow, Mitte des letzten Jahrzehnts. Jasmine Sharp müsste eigentlich jubeln: Endlich hat sie einen Job. Ihr Onkel Jim, Privatdetektiv, Ex-Cop und ihr einziger Verwandter, hat es nett gemeint und sie zu seiner Assistentin gemacht. Aber besonders geschickt angestellt hat sie sich bisher nicht. Wenn man ehrlich ist, muss man sogar zugeben: Als Privatdetektivin ist sie eher lausig. Doch als Jim plötzlich spurlos verschwindet, muss Jasmine über sich hinauswachsen: Auf eigene Faust und geplagt von Selbstzweifeln beginnt sie zu ermitteln. Bei ihren Nachforschungen trifft sie auf Tron Ingrams, der ihr mit seiner brutalen und verschlossenen Art Angst macht und offensichtlich mehr weiß als er sagt. Schnell muss Jasmine feststellen, dass sie es mit Gegnern zu tun hat, die vor nichts zurückschrecken. Ohne es zu wissen, ist sie dem größten Korruptionsskandal auf der Spur, den Glasgow je erlebt hat. Und sie erkennt, dass sie und Ingrams mehr verbindet, als ihr lieb ist.

In Großbritannien hat Christopher Brookmyre bereits Kultstatus. Wer schlafende Hunde weckt ist der erste Krimi von ihm, der auf Deutsch erscheint.

«Chris Brookmyre is a genius.» Mirror
Autorenporträt
Brookmyre, ChristopherChristopher Brookmyre, geboren 1968, ist in Großbritannien ein Bestsellerautor. Auf Deutsch erschienen von ihm bei Galiani Berlin Wer schlafende Hunde weckt (2012), Die hohe Kunst des Bankraubs (2013), Angriff der unsinkbaren Gummienten (2014) und Wer andern eine Bombe baut (2018). Er lebt mit seiner Frau, seinem Sohn und seiner St.-Mirren-FC-Dauerkarte in der Nähe von Glasgow.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 22.08.2012

Schottlands letztes Loch

Christopher Brookmyres neue Krimiserie über Glasgow weicht ab von der klassischen britischen Detektiverzählung. Hier geht es härter zu als in Los Angeles.

Glasgow, am Fluss Clyde mitten in den schottischen Lowlands gelegen, ist mit rund 600 000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Großbritanniens und die bevölkerungsreichste Schottlands. Im lokalen Dialekt "Glesga" oder "Glesca" genannt, führte sie wegen der hohen Kriminalitätsrate bis vor kurzem noch einige andere, wenig schmeichelhafte Namen - "Mordhauptstadt Westeuropas" war etwa im linksliberalen "Guardian" ein bevorzugtes Epitheton. Dasselbe Blatt führt den Rückgang der Bandenkriminalität auf die Tätigkeit der 2005 geschaffenen Polizeiabteilung "Violence Reduction Unit", besonders unter deren Ko-Direktorin Karyn McCluskey, zurück.

Entweder traut Christopher Brookmyre, der fleißigste Schriftsteller Glasgows, dem Frieden nicht so ganz oder er wird gerade zum Chronisten des Wandels. Nach fünf Krimis um Jack Parlabane, einen Reporter, der auf bisweilen nicht ganz legale Weise Skandale in der Lokalpolitik und damit verbundene Verbrechen aufdeckte, beginnt mit "Wer schlafende Hunde weckt" eine neue Reihe. Erst spät führen hier die Wege der angehenden Privatdetektivin Jasmine Sharp und von Detective Superintendent Catherine McLeod vom Morddezernat zusammen. Sharp sieht sich, nach dem Tod der Mutter und Abbruch des Schauspielstudiums, in der Situation, dass Jim Sharp, ihr Onkel und gleichzeitiger Arbeitgeber, verschwunden ist. Noch kurz zuvor hatte er eine Neuigkeit in einem alten Fall, den er lange vor Jasmines Zeit übernommen hatte, verkündet; nun ist er unauffindbar.

Da er vor seiner Privatermittler-Tätigkeit Polizist war, hofft Jasmine auf Hilfe seiner ehemaligen Kollegen. Hätte sie Brookmyres ältere Bücher gelesen, wüsste sie, dass das keine gute Idee ist, firmiert doch gerade die zuständige Strathclyde Police als "größte Gang von Glasgow". Mit dieser Erkenntnis muss sich auch DSI McLeod herumschlagen. Nicht genug damit, dass der Mord an einem Drogendealer zu weiteren, allem Anschein nach unter rivalisierenden Banden verübten Morden führt, die teilweise in recht kreativer Ausführung wie etwa mittels Brandstiftung bei zuvor verwirrend drapierten Leichen unterschiedlichen Ablebensdatums inszeniert werden. Auch der Kollege einer Spezialeinheit, noch dazu McLeods Konkurrent, der ihr bei einer Beförderung vorgezogen wurde, treibt ein undurchsichtiges Spiel - vorgeblich um seine Informanten zu schützen. Wohin die Reise führen wird, verrät der Originaltitel ("Where the Bodies Are Buried") übrigens mit wenig Zurückhaltung.

Diese beiden Protagonistinnen sollen also von nun an Brookmyres an sich sympathischen Kampf gegen Korruption und Klassendünkel weitertragen. Er lässt sie dabei aus ihrer jeweils eher proletarischen Herkunft kein Hehl machen und bleibt so seiner Linie treu, nicht der klassischen britischen Detektiverzählung nachzueifern. Autoverfolgungsjagden und wilde Schießereien, die man nicht unbedingt in schottischer Landschaft erwartet, sind ein weiteres Indiz dafür.

Obwohl man bald den Braten riecht (die Ermittlerinnen tappen freilich länger im Dunklen), bleibt die Krimihandlung über weite Strecken reizvoll, und einige schlaue Wendungen sorgen für angenehme Irritationen. Ärgerlich hingegen ist die unverschämt klar auf eine Fortsetzung zulaufende Figurenpräsentation, vor allem bei DSI Catherine McLeod. Tatsächlich ist in Großbritannien im Frühjahr bereits der zweite Roman ("When the Devil Drives") herausgekommen, aber man fragt sich, ob man wirklich noch mehr über das fast schon in skandinavienkrimineller (und damit nur leidlich fesselnder) Breite ausgewalzte eintönige Familien- und Sexualleben der Polizistin erfahren will. Durchgehend spannende Unterhaltung sieht anders aus.

Überspringt man diese zum Glück leicht zu erkennenden Passagen jedoch, kann man sich an einem schlauen, eingängig erzählten Plot erfreuen, bei dem man immer wieder in Versuchung gerät, als Handlungsort Los Angeles zu vermuten. Aber wie schon McLeods Lehrerin an der Polizeiakademie ihr eingebleut hat: "Wir sind hier in Glesca."

MARTIN LHOTZKY

Christopher Brookmyre: "Wer schlafende Hunde weckt". Roman.

Aus dem Englischen von Hannes Meyer. Galiani Verlag, Berlin 2012. 399 S., geb., 19,99 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Rezensentin Katharina Granzin freut sich, dass mit "Wer schlafende Hunde weckt" nun erstmals einer der erstaunlichen und eigentümlichen Thriller Christopher Brookmyres ins Deutsche übersetzt worden ist. Als wahre Entdeckung preist die Kritikerin diesen Autor, den sie sowohl für seine "pointierten" Figurenzeichnungen und Milieuschilderungen, als auch für seinen tiefgründigen Humor schätzt. Und so liest sie begeistert diesen Drogen- und Korruptionsthriller, der sie nach Glasgow führt, wo die exzellente Kriminalistin Catherine McLeod im Mafia-Milieu in einem Mordfall ermittelt, während die erfolglose Jungschauspielerin Jasmine als Hilfsdetektivin versucht, ihren verschwundenen Onkel zu finden. Brookmyre gelinge es nicht nur trickreich, die beiden Fälle miteinander zu verbunden, sondern beweise auch ein bemerkenswertes Gespür für das Innenleben seiner beiden außergewöhnlichen Heldinnen, lobt die Kritikerin, die diesen Thriller mit großer Spannung gelesen hat.

© Perlentaucher Medien GmbH
Die Geschichte entwickelt einen heftigen Sog. Anders als viele Serientäter in der Krimi-Produktion schreibt Brookmyre mit Freude am Erzählen: Er gibt seinen Helden eine eigene Sprache. Die schlafenden Hunde sind ein Kriminalroman, kein Möchtegern-Drehbuch. Der Tagesspiegel