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In "Leben" erzählt Oleg Senzow von seiner Kindheit und Jugend. Die acht autobiografischen Geschichten zeigen "wie er zu dem furchtlosen Menschen wurde, der er heute ist." (Andrej Kurkow). Übersetzt wurden sie von Irina Bondas, Kati Brunner, Claudia Dathe, Christiane Körner, Alexander Kratochvil, Lydia Nagel, Olga Radetzkaja, Jennie Seitz, Andreas Tretner und Thomas Weiler.
Mit einem Vorwort von Andrej Kurkow.
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Produktbeschreibung
In "Leben" erzählt Oleg Senzow von seiner Kindheit und Jugend. Die acht autobiografischen Geschichten zeigen "wie er zu dem furchtlosen Menschen wurde, der er heute ist." (Andrej Kurkow). Übersetzt wurden sie von Irina Bondas, Kati Brunner, Claudia Dathe, Christiane Körner, Alexander Kratochvil, Lydia Nagel, Olga Radetzkaja, Jennie Seitz, Andreas Tretner und Thomas Weiler.

Mit einem Vorwort von Andrej Kurkow.
  • Produktdetails
  • Verlag: Voland & Quist
  • Seitenzahl: 112
  • Erscheinungstermin: 15. April 2019
  • Deutsch
  • Abmessung: 205mm x 144mm x 20mm
  • Gewicht: 338g
  • ISBN-13: 9783863912345
  • ISBN-10: 3863912349
  • Artikelnr.: 55274949
Autorenporträt
Senzow, Oleg
Oleg Senzow, geb. 1976 in Simferopol auf der Halbinsel Krim, ist ukrainischer Autor und Filmemacher. Kurzfilme: »Ein idealer Tag für Bananenfische« (2008) nach der Erzählung von J. D. Salinger und »Das Jahr des Stiers« (2009). Sein erster Langspielfilm »Gamer« (2011) lief mit beachtlichem Erfolg auf internationalen Filmfestivals. Außerdem schrieb Senzow einen Roman und eine Anzahl autobiografischer Erzählungen, von denen die acht Geschichten des vorliegenden Bandes 2015 erstmals im Verlag Laurus auf Russisch erschienen sind. 2013/14 unterstützte er den Maidan in der Ukraine, während der Annexion der Krim durch Russland im Frühjahr 2014 leistete er humanitäre Hilfe. Am 11. Mai 2014 wurde er mit drei weiteren Aktivisten wegen angeblicher terroristischer Handlungen vom russischen Inlandsgeheimdienst FSB in Simferopol festgenommen. Die Anklage lautete auf Gründung einer terroristischen Vereinigung, Senzow wurde zu 20 Jahren Haft verurteilt. Die Menschenrechtsorganisationen Memorial und Amnesty International schätzen das Verfahren und Urteil gegen Senzow als politisch motiviert und vorfabriziert ein und stellten gravierende Verstöße gegen internationale Rechtsnormen fest. Im Mai 2018 trat Senzow in einen unbefristeten Hungerstreik, den er wegen seines kritischen Gesundheitszustandes im Oktober 2018 abbrach. Zahlreiche Medien, Intellektuelle und AktivistInnen schrieben über den Fall. Insbesondere während der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland im Juni 2018 fanden Protestaktionen in aller Welt statt. 2018 verlieh das Europäische Parlament den Sacharow-Preis für Menschenrechte an Oleg Senzow. Bisher blieben alle Aktionen ohne Resultat, Senzow sitzt nach wie vor im Straflager Nr. 8 in Labytnangi nördlich des Polarkreises in Haft.
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 26.04.2019

Die schlimmsten Kämpfe des Schülers Oleg
Der ukrainische Regisseur Oleg Senzow sitzt seit fünf Jahren wegen abenteuerlicher Vorwürfe in einem russischen Gefängnis.
Zuvor hatte er seine Kindheitserinnerungen aufgeschrieben. Sie zeigen ihn als eigensinnigen Außenseiter
VON SONJA ZEKRI
Es gibt verschiedene Varianten, um ein Vorwort spektakulär enden zu lassen, aber der ukrainische Schriftsteller Andrej Kurkow greift in der Einleitung zu Oleg Senzows Geschichtenband „Leben“ zu einem selten drastischen Mittel. Seine Einführung gipfelt in der Bitte, die Leser mögen doch dem Autor, Senzow, Briefe ins Gefängnis schreiben. Sie sollten nicht damit rechnen, dass Senzow Fragen zu seinem Buch so bald auf einer Lesung oder einer Buchmesse werde beantworten können, warum also nicht Post in die Zelle? Die Adresse seines Gefängnisses finde man im Internet, schreibt Kurkow ermunternd. Dass russische Justizvollzugsanstalten nur Schreiben in der Landessprache weiterleiten, brauche niemanden abzuschrecken. Da finde sich sicher ein Übersetzer, und sei es ein automatischer, im Internet.
Ein eingekerkerter Schriftsteller, dessen Leser ihn dem Vergessen entreißen: das ist in der Tat keine alltägliche Konstellation. Das Schöne an Oleg Senzows Geschichtenband „Leben“ ist allerdings, dass sie überhaupt nicht stört.
Der ukrainische Regisseur Oleg Senzow ist inhaftiert in Russland, gehört also wie Dutzende Krimtataren und Matrosen zu jenen Ukrainern in russischen Gefängnissen, deren Hoffnung sich auf den neuen Präsidenten der Ukraine richten, Wolodymyr Selensky. Eine der wenigen Wahlkampfaussagen Selenskys war das Versprechen, die ukrainischen Gefangenen in Russland zu befreien, auch wenn wohl nicht einmal er selbst weiß, wie er das anstellen soll. Immerhin arbeiteten der einstige Fernsehkomiker Selensky und der Regisseur Senzow auf ähnlichem Gebiet.
Dabei ist Senzows Filmografie bisher eher übersichtlich. Sein erster Spielfilm „Gamer“ mit Laiendarstellern aus der Videospiel-Szene lief erfolgreich auf Festivals, das darauffolgende Filmprojekt „Rhino“ brach er ab, weil die Proteste auf dem Kiewer Maidan begannen. Nachdem Russland die Krim annektiert hatte, organisierte Senzow, der auf der Halbinsel geboren wurde, Lebensmitteltransporte für die ukrainische Armee, bis er im Mai 2014 vom russischen Geheimdienst verschleppt und von einem russischen Gericht angeklagt wurde.
Die Vorwürfe, von Menschenrechtsorganisationen als Vorwand, als Witz, als Scheinanklagen kritisiert, lauteten, er sei Mitglied der rechtsextremen Partei „Rechter Sektor“ gewesen und habe das Lenindenkmal und die Ewige Flamme in Simferopol sprengen wollen. Was folgte, war für viele Kunstschaffende ein neuer Tiefpunkt in der Beziehung Russlands zu Künstlern und Kritikern: 20 Jahre Haft, trotz der Proteste aus der Ukraine, Russland, dem Rest Europas, ein Hungerstreik, mit dem Senzow 64 ukrainische politische Gefangene in Russland freibekommen wollte und den er nach 145 Tagen abbrach, als ihm die Zwangsernährung drohte. 2018 verlieh ihm das Parlament der Europäischen Union den Sacharow-Preis für Menschenrechte. In Abwesenheit.
Wie es Oleg Senzow inzwischen geht, gesundheitlich, mental, ist unklar, denn er wurde in ein Lager nördlich des Polarkreises verlegt, also sehr weit weg für Angehörige und seinen Anwalt. Ohne eine Zeile mit ihm gewechselt zu haben, darf man allerdings vermuten, dass Oleg Senzow ein Mensch brettharter Prinzipien ist, man könnte auch sagen: von einer fast selbstzerstörerischen Sturheit.
Wenn man nämlich für einen Moment von der politischen Perspektive absieht, von der Expansion der russischen Skandaljustiz auf fremde Staaten, bleibt ja vor allem die Frage, warum sich jemand in eine solche Lage bringt. Warum sich in allen Konflikten und allen Unrechtsregionen dieser Welt Menschen immer wieder in solche Lagen bringen, solche Risiken eingehen, Freiheit und Leben riskieren.
Fragen wie diese nun führen schnurgerade zu Senzows Buch. Dafür hat der Verlag Voland und Quist acht im Jahr 2015 im Kiewer Laurus-Verlag erschienene Erzählungen von verschiedenen Übersetzern ins Deutsche übertragen lassen, und obwohl keine davon vom Maidan oder dem Krieg mit Russland handelt, erhält man eine Ahnung, wie Senzow wurde, was er ist.
Die Coming-of-Age-Geschichte auf der Krim beginnt mit dem Panorama einer goldenen sowjetischen Kindheit. Der Leser trifft den kleinen Oleg, einen schmächtigen, kränklichen Jungen, der einen zottigen Hund namens Dick besitzt, von ungarischen Spielzeugsoldaten träumt und die Anfangsmelodie der Fernsehserie „TASS ist ermächtigt zu ermitteln“ liebt. Der Duft von Bratkartoffeln gehört zu dieser Kindheit und Straflager für Kartoffelkäfer aus Sperrmüll. „Meine Welt war begrenzt, hatte aber keine Grenzen“, schreibt Senzow: „Sie war voll, eine Schale voll kindlichem Glück.“
Die Sentimentalität dieser Erinnerung dürfte sich von jener vieler westlicher Leser so wenig unterscheiden wie der Schrecken, der folgte: die Schule. Gewiss, der Drill, die Routine, die „klebrig-zähen Unterrichtsstunden“ entstammten dem sowjetischen Bildungshorror. Aber die schlimmsten Kämpfe des Schülers Oleg waren nichts Ungewöhnliches. Er, der Begabte und Redegewandte, brachte seine Lehrer gegen sich auf, weil er unentwegt Fragen stellte, und seine Mitschüler, weil seine Aufsätze über russische Literatur als vorbildlich vorgelesen wurden, woraufhin ihn die anderen Kinder einmütig, erbarmungslos und ausdauernd quälten. „Ich wollte immer sein wie alle, aber es ist mir nie gelungen“, schreibt Senzow: „Mein ganzes Leben bin ich schon für mich und stehe abseits.“
Da schwingt Fatalismus mit, aber in Wahrheit ist sein Außenseitertum natürlich eine selbst getroffene Wahl, und vielleicht nicht mal die schlechteste. Er berichtet von Schlüsselmomenten, die ihn prägten, als sich beispielsweise im Krankenhaus ein Schnösel über einen Jungen mit Downsyndrom lustig macht, Senzow schweigt, sich dieses Schweigen übel nimmt und schwört, fortan einzuschreiten, wenn ein Mensch gedemütigt wird.
Bei genauerem Hinsehen wird Senzows Sonderrolle nicht nur zu einer moralischen Überlebensstrategie, sondern auch der Weg zu künstlerischer Unabhängigkeit. Er schafft es trotz Durchschnittsabschluss auf eine Hochschule, verkauft nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion Schlankheitsmittel, wird Gamer und schließlich Filmemacher und Schriftsteller. Senzow ist ein Autodidakt, ein Selfmademan, einsam vielleicht, aber auch unabhängig und ganz sicher Welten entfernt von den verkrachten Freunden seiner Kindheit, von Makar, Taxik und Oleg, mit denen er einst Fußball spielte, aber die inzwischen saufen, Sekten beigetreten oder fett geworden sind.
Nichts von alledem erklärt, warum er in einem sibirischen Lager gelandet ist. Seine Geschichten zeigen ihn als idealistischen, etwas naiven, möglicherweise sogar selbstgerechten Menschen. Aber es brauchte eine geopolitische Krise und eine gelenkte Justiz, damit diese Eigenschaften lebensgefährlich wurden.
Die Adresse seines Gefängnisses lautet: FKU – IK8, 629400 Nenezkij-awtonomnyj Okrug, Gorod Labytnangi, Uliza Sewernaja 33.
Dutzende Ukrainer in russischen
Gefängnissen hoffen auf
den neuen Präsidenten Selensky
„Meine Welt war begrenzt,
hatte aber keine Grenzen, eine
Schale voll kindlichem Glück.“
Den Hungerstreik brach Senzow nach 145 Tagen ab, als ihm Zwangsernährung drohte.
Foto: dpa
Oleg Senzow: Leben. Geschichten. Aus dem Russischen von Irina Bondas, Andreas Tretner u.a. Verlag Voland und Quist, Dresden und Leipzig 2019. 112 Seiten, 16  Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
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Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 25.05.2019

Er träumt von Bratkartoffeln
Erinnerungen in der Not: Oleg Senzows Geschichten

Vielleicht gibt es auch für passionierte Leser so etwas wie einen spezifischen kategorischen Imperativ, den man etwa so formulieren könnte: Lies immer auch Texte derer, die wegen ihrer Werke eingesperrt und verfolgt werden, damit sie und ihr (literarischer) Kampf nicht vergessen werden. Gerade erst hat uns jedenfalls der ukrainische Autor Andrej Kurkow an eine ethische Dimension der Lektürewahl erinnert, wenn er in seinem Vorwort zum (Kurz-)Geschichtenband seines in Russland inhaftierten Landsmannes Oleg Senzow schreibt: "Solange er noch dort ist, ist es das Geringste, was wir für ihn tun können, seine Texte zu lesen. Die, die bereits erschienen sind, und die, die er dort schreibt." Aus seinem Gefängnis irgendwo am Polarkreis gelangen momentan keine Arbeiten des 42 Jahre alten Filmemachers und Autors zu uns, aber einer vom ukrainischen PEN initiierten Gemeinschaftsaktion, an der zehn Übersetzerinnen und Übersetzer sowie der Verlag Voland und Quist mitwirkten, ist es zu verdanken, dass zumindest sieben autobiographische Erzählungen Senzows (sowie ein kurzer literarischer Lebenslauf) aus dem Jahr 2015 nun auf Deutsch vorliegen. In diesen berichtet er von einer "glücklichen" und "lichten" Kindheit auf der Krim, die gleichwohl auch von Verlust, Gewalt und Ausgrenzung bestimmt war.

Die hellen Momente überwiegen in den ersten Erzählungen, in denen Senzow Erinnerungen heraufbeschwört, die wohl vielen Lesern bekannt vorkommen dürften, die in den achtziger Jahren auf dem Land groß geworden sind - egal, ob vor oder hinter dem Eisernen Vorhang: "Es ist das eindrücklichste Bild aus meiner Kindheit, ich muss nur die Augen schließen, dann erlebe ich alles wie damals: die Straße, die Dämmerung, das Spiel, den Bratkartoffelduft, die Musik - am liebsten würde ich den Atem anhalten und bis in alle Ewigkeit genau dort bleiben, obwohl der Moment eigentlich schon die Ewigkeit ist. Wenn Sie als Kind nie einen Sommer auf dem Dorf verbracht haben, wenn Sie nie in der Dämmerung mit Freunden Verstecken gespielt haben, dann hatten Sie keine richtige Kindheit." Zu dieser "richtigen" Kindheit gehören für den Erzähler die Zärtlichkeit der Eltern so wie die Liebe zu Tieren - "vor allem zu den eigenen Haustieren". Das mag auf den ersten Blick allzu glatt klingen, doch Senzow ist ein guter Autor und entgeht natürlich der Falle der alles harmonisierenden Verklärung, denn auch ganz andere Erfahrungen haben ihn geprägt: So erinnert er sich daran, wie sein erster Hund Tusik, ohnehin schon eine gequälte Kreatur, von irgendwem direkt vor dem Haus der Familie erschossen wird. Dieser erste große Verlust im Leben des jungen Oleg wiederum ruft dem Erzähler sogleich einen anderen, noch schlimmeren Schmerz ins Gedächtnis zurück: Auf den frühen Tod seines Vaters, eines alkoholabhängigen Lastwagenfahrers, kann er zunächst aber ebenso kaum reagieren, alles erscheint ihm "wie in einem wattigen Traum".

Der literarisch interessierte, sprachlich sehr begabte Junge, dessen Aufsätze zu seinem eigenen Entsetzen und zum Neid der Schulkameraden von den Lehrern vorgelesen werden, wird bald auch "zum Paria", zum "letzten Menschen in der Klasse": Fünf lange Jahre dauert sein Martyrium, bei dem "der tägliche Psychokrieg, aktiv betrieben von den einen, mitgetragen von den anderen", schlimmer ist als "die körperliche Gewalt oder die Beleidigungen". Doch Senzow gibt nicht auf, will "dazugehören, ohne mich selbst zu verleugnen, doch das schien nicht zu gehen. Also blieb mir nichts übrig als einzustecken und durchzuhalten. Ob ich deshalb so ein Sturkopf geworden bin? Schon möglich."

Auch die familiäre Bande ist dann doch nicht ganz so stark, wie sie anfänglich beim Rückblick auf die "lichte" Kindheit erscheinen mochte: "Ich hatte eine Oma und konnte sie nicht leiden. So was kommt vor. Sie war nicht besonders intelligent, irgendwie abstoßend, dicklich und alt." Die ungewollte Frau wird von der Familie in ein Heim abgeschoben, immer seltener besucht und irgendwann einfach für tot gehalten, was sich als Irrtum herausstellt. Erst Jahre später stirbt sie einsam und völlig verlassen. Noch immer scheint der Erzähler schmerzlich berührt von der eigenen Gefühlskälte - wie in der letzten Geschichte auch von der Sprachlosigkeit, die zwischen ihm und einem Jugendfreund herrscht, als beide sich nach Jahren wiedersehen: der eine, Senzow, in einem eigenen Auto sitzend, der andere, Makar, auf Stümpfen humpelnd, weil er sich im Suff die Beine abgefroren hat.

Oleg Senzows beeindruckende Geschichten zeugen in einem doppelten Sinne von der Vergangenheit: Sie erzählen, wie ein Künstler wurde, und sie sind entstanden zu einer Zeit, als er noch nicht inhaftiert war. Wir müssen hoffen und dafür kämpfen, bald auch wieder etwas aus der Gegenwart dieses mutigen Autors hören zu können.

SASCHA FEUCHERT

Oleg Senzow: "Leben".

Geschichten.

Aus dem Ukrainischen von Irina Bondas und anderen.

Verlag Voland & Quist,

Dresden 2019. 112 S.,

geb., 16,- [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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"Oleg Senzows beeindruckende Geschichten zeugen in einem doppelten Sinne von der Vergangenheit: Sie erzählen, wie [er] ein Künstler wurde [...]" Sascha Feuchert, Frankfurter Allgemeine Zeitung "Es sind Geschichten verpasster Gelegenheiten, für andere da zu sein [...] Geschichten über den Wunsch, im richtigen Moment das Richtige zu tun, Courage zu zeigen." Natascha Freundel, Berliner Zeitung "Seine Kindergeschichten lassen bereits etwas ahnen von der Unbeugsamkeit des Erwachsenen." Andreas Lueg, MDR Artour "[A]uch unabhängig von dem politischen Kontext lohnt es sich, dieses Buch mit seiner dichten, eindrücklichen, tief schürfenden Erzählweise zu lesen." Jens Uthoff, taz "Seine Geschichten zeigen ihn als idealistischen, etwas naiven, möglicherweise sogar selbstgerechten Menschen. Aber es brauchte eine geopolitische Krise und eine gelenkte Justiz, damit diese Eigenschaften lebensgefährlich wurden." Sonja Zekri, Süddeutsche Zeitung "[E]s gelingt ihm, in einer unverblümten Direktheit und mit einem Schuss sympathischer Melancholie von seiner Ich-Werdung zu erzählen - und von den kleinen, großen Momenten, die das Leben zum Leben machen [...]" Ingo Petz, Der Standard