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In meiner Lyrik arbeite ich damit, neue Formen zu (er)finden, weil Form nicht nur etwas Äußerliches ist, sondern auch davon handelt, wie man seine Gedankengänge gestaltet, Denkformen. Die Form entspringt dem Stoff, ich arbeite intuitiv-systematisch und sehe mich als humanistische Konzeptualistin. Sprache ist Menschensprache. Die Sprache ist uns ausgeliefert, unserer Verwendung ihrer selbst, doch gleichzeitig birgt sie eine kolossale Kraft in sich, deshalb kann Sprache gefährlich sein. Genauso, wie sie extrem heilsam sein kann. Schon lange beschäftige ich mich mit gegenseitiger mentaler…mehr

Produktbeschreibung
In meiner Lyrik arbeite ich damit, neue Formen zu (er)finden, weil Form nicht nur etwas Äußerliches ist, sondern auch davon handelt, wie man seine Gedankengänge gestaltet, Denkformen. Die Form entspringt dem Stoff, ich arbeite intuitiv-systematisch und sehe mich als humanistische Konzeptualistin. Sprache ist Menschensprache. Die Sprache ist uns ausgeliefert, unserer Verwendung ihrer selbst, doch gleichzeitig birgt sie eine kolossale Kraft in sich, deshalb kann Sprache gefährlich sein. Genauso, wie sie extrem heilsam sein kann. Schon lange beschäftige ich mich mit gegenseitiger mentaler
Entpatriarchalisierung und Entkolonisierung, welche nicht nur etwas Ideologisches, sondern auch etwas Ästhetisches und Methodisches sind. Mein Schreiben fordert neue Rituale, neue Mythen, es treibt mich zu Experimenten, und ich arbeite häufig mit Objekten im konkreten Raum - beispielsweise besitze ich einen Glasrevolver,
über den in Stirb, Lüge, stirb geschrieben wird. Einige der Themen, mit denen ich
mich in meinen Werken beschäftigt habe und die oft politisch genannt worden sind, sind Geschlecht, Sexualität, Identität, die Sicht auf "den Anderen", Kritik am Weißsein und an der Heimat. "Stirb, Lüge, stirb" ist ein umfangreicher und komplexer Gedichtband in fünf Teilen, komponiert wie ein Wurzelgeflecht mit vielen nicht hierarchischen Verzweigungen, Verschiebungen und Verbindungen. "Stirb, Lüge, stirb" ist ein existenzieller und experimenteller Gedichtband über das Weißsein, darüber, Zeuge zu sein, über Mythen, den Verlust von Liebe und über Gemeinschaft. Mette Moestrup
  • Produktdetails
  • Reihe Lyrik .53
  • Verlag: Kookbooks
  • Seitenzahl: 159
  • Erscheinungstermin: Oktober 2017
  • Deutsch
  • Abmessung: 213mm x 149mm x 14mm
  • Gewicht: 258g
  • ISBN-13: 9783937445854
  • ISBN-10: 3937445854
  • Artikelnr.: 47339928
Autorenporträt
Mette Moestrup, geboren 1969, dänische Lyrikerin und Performerin, lebt in Kopenhagen und arbeitet über nordische und ästhetische Grenzen hinweg. Sie studierte - nach Reisen nach Ägypten und Ostafrika - Literatur in Århus, mit Aufenthalten in Paris und an der Columbia University in New York. 1998 debütierte sie mit "Tätowierungen", gefolgt von "Golden Delicious" (2002), "kingsize" (2006), der Romancollage "Dem Erdboden gleich" (2009) und "Stirb, Lüge, stirb" (2012). Moestrups mit Preisen ausgezeichnete Lyrik wurde in mehrere Sprachen übersetzt, unter anderem ist "kingsize" in den USA erschienen. Zuletzt hat Moestrup zwei Kollektivarbeiten veröffentlicht, "FREI GEFLOCHTEN. Das Gemeinschaftsbuch" (2014), zusammen mit Naja Marie Aidt und Line Knutzon, und "Omina" (2016), zusammen mit Aidt. Zudem hat sie zwei Kinderbücher veröffentlicht und unter anderem Sylvia Plath übersetzt. Moestrup unterrichtet an nordischen Autorenschulen und ist eine markante feministische Stimme in der öffentlichen Debatte. Performativ arbeitet sie sowohl im Duo SHE'S A SHOW als auch solo. Im Winter 2014 war sie als Stipendiatin der Stiftung Brandenburger Tor in Berlin.