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Alles fließt, alles rauscht, alles klingt: In einem lyrischen Triptychon betritt Ferdinand Schmatz ein Boot aus Worten, das die Donau von den Quellen bis zur Mündung hinabgleitet, den Blick gerichtet auf die Ufer, an denen sich Natur und Zivilisation, Garten und Stadt gegenüberstehen. Im Rauschen des Flusses, im Palast der Sprache klingt das Echo der Welt, der Musik, der Kunst und der Literatur, jener Quellen, die Ferdinand Schmatz aufgreift und in seiner Lyrik aufblühen lässt.
Ferdinand Schmatz' Gedichte sind pure Lust an der Sprache.
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Produktbeschreibung
Alles fließt, alles rauscht, alles klingt: In einem lyrischen Triptychon betritt Ferdinand Schmatz ein Boot aus Worten, das die Donau von den Quellen bis zur Mündung hinabgleitet, den Blick gerichtet auf die Ufer, an denen sich Natur und Zivilisation, Garten und Stadt gegenüberstehen. Im Rauschen des Flusses, im Palast der Sprache klingt das Echo der Welt, der Musik, der Kunst und der Literatur, jener Quellen, die Ferdinand Schmatz aufgreift und in seiner Lyrik aufblühen lässt.

Ferdinand Schmatz' Gedichte sind pure Lust an der Sprache.
  • Produktdetails
  • Verlag: Haymon Verlag
  • Artikelnr. des Verlages: 627
  • Seitenzahl: 172
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 160 S.
  • Deutsch
  • Abmessung: 212mm x 133mm x 18mm
  • Gewicht: 290g
  • ISBN-13: 9783852186276
  • ISBN-10: 3852186277
  • Artikelnr.: 27947071
Autorenporträt
Ferdinand Schmatz wurde am 3. Februar 1953 in Korneuburg/Niederösterreich geboren. 1972 begann er sein Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie an der Universität Wien, das er 1982 mit Promotion abschloss. Von 1983 bis 1985 war er Lektor an der Nihon University in Tokio, von 1986 bis 1989 folgte ein Lehrauftrag an der Hochschule für industrielle und künstlerische Gestaltung in Linz. Schmatz ist Fachberater des Killy-Literaturlexikons für österreichische Literatur des 20. Jahrhunderts. 1989 bis 1992 übernahm er Lehraufträge an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien über "Schrift und Buch" sowie über "Poetik und Kunst im 20. Jahrhundert". 1992 erhielt er eine Gastprofessur für "Freie Graphik und interdisziplinäre Kunst" an der Hochschule für Angewandte Kunst. 1993 betreute er das Autorenlabor in der Alten Schmiede in Wien. Der in Wien lebende Lyriker erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 2004 den Georg-Trakl-Preis für Lyrik und 2006 den H.C. Artmann-Preis der Stadt Wien.
Rezensionen
Besprechung von 04.01.2011
Quellenkunde

Alles quillt hier: das Wasser, das Vokabular, die Gedichte. Nichts kann ihr Dahinströmen hemmen; Reim, Logik und grammatische Regeln beschleunigen nur den Strom der Worte. Noch bevor ein Satz zu seinem Ende kommt, wird er bereits überströmt von neuen Wörtern, die, einem Sog folgend, ihrerseits einen Sog ausüben: Dem Oben folgt unweigerlich das Unten, den Klippen öffnen sich die Lippen, und mit Anspielung auf des holden Hölderlins Hymnen heißt es: "jenem, der / sang, / sank ebenso / quellen los sich hob / der stimme band / (wie gewand)". Hunderte von Redewendungen, Anspielungen, Assoziationen und Lautmalereien schwimmen mit im Fluss des quirligen Redestroms. Die Antriebskräfte dieser unendlichen Fahrt sind pure Wortlust ebenso wie höchst ambitioniert vorgetragene theoretische Positionen. "die grammatik des körpers und seine darin grasenden lämmer betreibend ihr eigenes geschäft" - so lautet eine der Zwischenüberschriften eines Poems, das sich mit "ernst jandls essay von der darstellung des menschlichen lebens" befasst. Ein anderer Abschnitt dieses Gedichts wird so eingeleitet: "das sog. schicksal als fiktion der von anderen verwendbaren mitteilung als kunst (durch minimale verschiebung der buchstäblichen aufmerksamkeit)". Der anschließende Text lässt sich als Beschreibung der eigenen Verfahrensweise lesen: "wir fassen nach, ein druck aufs wort, / wir greifen vor, ein ruck im satz, / gesprungen reisst er fort uns / ohne wahl, innen, schicksal / aussen, keine qual, ein trick - / einst gesungen, hoch am ross / ist, was da kommt, abgegrastes, / aus gewähltes, da erzähltes, / das uns stützt." Mit anderen Worten: Es gilt, was quillt. (Ferdinand Schmatz: "quellen". Gedichte. Haymon Verlag, Innsbruck 2010. 172 S., geb., 17,90 [Euro].) WSg.

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Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Samuel Moser schwelgt in Wassermetaphorik, wenn es darum geht, seinen Eindruck von Ferdinand Schatz' Gedichtband "quellen" zu beschreiben. Der Rezensent sieht sich einem "Wildwasserfahrer" gegenüber, der im Strom der Worte das Gedicht zum "Ereignis" macht, und dessen Wortflüsse alles Mögliche in spielerischer Leichtigkeit mitnehmen, wie er schwärmt. Adjektivarm, knapp und vor allem den "großen Worten" abhold sind diese dabei durchaus "ausufernden" Texte, lässt Moser wissen. Ihm gefallen die Spielfreude und der Witz der Gedichte, Tugenden, die er selten in zeitgenössischer Lyrik findet, und er stellt nicht unzufrieden einen vollständigen Mangel an metaphysischem Gehalt fest. Nur selten verfalle der Lyriker in prätentiöse Formulierungen, alles in allem aber lässt sich der Rezensent vom Fluss dieser Gedichte, in deren Zentrum die Donau besungen wird, gern mitreißen.

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