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2 Kundenbewertungen

Nina und Widu - ein Mädchen und eine Puppe - verbindet eine tiefe Freundschaft. Widu stammt vom Flohmarkt und ist die tollste Puppe der Welt. Sie kann sprechen und weiß die schönsten Geschichten, und wenn man sie fest in den Arm nimmt, ist jede Angst wie weggeflogen. Widu ist wie für Nina gemacht, und sie kommt im richtigen Moment: als Nina gerade umgezogen ist und noch keine neuen Freunde gefunden hat. Doch Widu spürt die Sehnsucht, so zu sein wie das Menschenmädchen, dem sie gehört. Dazu fehlt ihr ein Herz, und das ist für Puppen eigentlich nicht vorgesehen. Aber wenn sie es sich sehr, sehr wünscht, gibt es trotzdem einen Weg ...…mehr

Produktbeschreibung
Nina und Widu - ein Mädchen und eine Puppe - verbindet eine tiefe Freundschaft. Widu stammt vom Flohmarkt und ist die tollste Puppe der Welt. Sie kann sprechen und weiß die schönsten Geschichten, und wenn man sie fest in den Arm nimmt, ist jede Angst wie weggeflogen. Widu ist wie für Nina gemacht, und sie kommt im richtigen Moment: als Nina gerade umgezogen ist und noch keine neuen Freunde gefunden hat. Doch Widu spürt die Sehnsucht, so zu sein wie das Menschenmädchen, dem sie gehört. Dazu fehlt ihr ein Herz, und das ist für Puppen eigentlich nicht vorgesehen. Aber wenn sie es sich sehr, sehr wünscht, gibt es trotzdem einen Weg ...
Autorenporträt
Rafik Schami wurde 1946 in Damaskus geboren und lebt seit 1971 in Deutschland. Sein umfangreiches Werk wurde in 35 Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, so u.a. mit dem Hermann-Hesse-Preis, dem Nelly-Sachs-Preis, dem Preis "Gegen Vergessen - Für Demokratie", dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis und der Carl-Zuckmayer-Medaille. Im Hanser Kinder- und Jugendbuch erschien u.a. Das ist kein Papagei (illustriert von Wolf Erlbruch, 1994), Die Sehnsucht der Schwalbe (2000), Wie ich Papa die Angst vor Fremden nahm (2003, illustriert von Ole Könnecke), Der Kameltreiber von Heidelberg (2006, illustriert von Henrike Wilson), Das Herz der Puppe (2012, illustriert von Kathrin Schärer), Meister Marios Geschichte (2013, illustriert von Anja Maria Eisen), Elisa oder Die Nacht der Wünsche (2019, illustriert von Gerda Raidt); im Erwachsenenprogramm des Verlages Die dunkle Seite der Liebe (Roman, 2004), Das Geheimnis des Kalligraphen (Roman, 2008), Die Frau, die ihren Mann auf dem Flohmarkt verkaufte (2011), Sophia oder Der Anfang aller Geschichten (Roman, 2015), Die geheime Mission des Kardinals (Roman, 2019), Mein Sternzeichen ist der Regenbogen (2021) und Wenn du erzählst, erblüht die Wüste (Roman, 2023).
Rezensionen
"Eine kluge Komposition aus Weisheitsgeschichten." Hans ten Doornkaat, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 24.06.2012

"Ein sehr schönes Kinderbuch." Dieter Moor, Titel Thesen Temperamente, 18.03.12

"Eine poetische Geschichte, eine universelle Geschichte über Freundschaft und Liebe, über Krankheit, Tod und Trost. Vieles, was in den kurzen Kapiteln passiert, wirkt lange nach. Kinder, die viel über die Welt und ihren Platz darin nachdenken, wird dieses Buch besonders berühren. Auch den erwachsenen Mit- und Vorleser betört Rafik Schami mit seiner Sprache." Cornelia Geißler, Frankfurter Rundschau, 20.03.12
Rafik Schami ist ein großer Meister des Erzählens. Auch dieses Buch wird sicher eine Lieblings-Geschichten-Sammlung für Kinder werden, weil auch die Erwachsenen sie gerne vorlesen werden, und weil Kinder ja immer das lieben, was ihre Eltern gerne mit ihnen machen. Nina, die Hauptfigur der Geschichte, besucht die 4. Klasse, als sie die Puppe Widu bei einem Flohmarkthändler findet und erwirbt. Allerdings ist es selbst nach mehrfachem Nachrechnen nicht möglich herauszufinden, wie alt Nina am Ende der Geschichte ist. Zahlen, Daten und Schuljahre scheinen hier nicht wirklich eine Rolle zu spielen. Was zählt ist, dass Nina auch am Ende immer noch ein Kind ist, auch wenn sie da vermutlich längst erwachsen ist. Und Widu, nein, nicht Wie-du, sondern Widu, weicht all die Jahre nicht von ihrer Seite. Die beiden gehören einfach zusammen, sie sind die besten Freundinnen füreinander, sie sind sogar beinahe gleich - nur, dass Widu kein Herz hat, aber das ist ja auch klar: Puppen können gar kein Herz haben. Doch sie hat andere Fähigkeiten. Widu gehört zur Gruppe der Angstsauger, jenen Puppen, die die Angst ihrer Kinder einfach aufessen, und so können Albträume Nina nichts mehr anhaben, wenn sie Widu nachts fest an sich presst, denn bevor sie ein Kind ängstigen können, hat Widu die Angst schon aufgegessen. Auch gewinnt Nina im alltäglichen Leben mehr und mehr Zuversicht, sie traut sich mehr zu und wird entschieden mutiger. Aber auch das ist ja sonnenklar: Wenn einer da ist, der alle Ängste vertilgt, kann man viel freier und sicherer handeln. Es gibt also viele spannende Erlebnisse eines Reifungsprozesses, von denen Rafik Schami erzählt. Aber im Mittelpunkt steht, dass es vor allem eine Liebesgeschichte ist - allerdings eine von der traurigen Sorte, denn schon von Anfang an ist immer wieder die Rede davon, wie sie ausgehen wird: Sogar das herzallerliebste Lieblingsspielzeug wird eines Tages vergessen. Das ist auch der Grund, warum Puppen kein Herz haben dürfen. Widu kennt ihr Schicksal, denn sie hat das alles schon erlebt, und das findet sie auch gut so, denn ansonsten würde sie wie die Menschen altern und sterben müssen. Doch es wäre keine Geschichte von Rafik Schami, wenn sie so enden würde, wie man das erwartet, und deshalb entwickelt sich Widus Geschichte auf merkwürdige Weise ganz anders: Zu diesem Kind, zu dieser Nina, fasst Widu eine Zuneigung, dass sie sich wünscht, auch ein Herz zu haben. Oder ist es vielleicht so, dass sie sich das wünscht, weil Ninas Herz inzwischen auch in ihrem Puppenkörper schlägt? Tatsächlich jedenfalls kann eine Puppe sich wünschen, lebendig zu werden, und Widu muss nun diese wichtige Entscheidung treffen, denn Nina wird krank, schwer krank, und Nina braucht Widu, eine wärmende, liebende Widu. Und natürlich entscheidet Widu richtig... Kathrin Schärer hat übrigens ganz zarte Bilder dazu gezeichnet. Wer könnte das besser als sie, die Meisterin der mimischen Details, in deren Figuren - selbst wenn sie angeblich kein Herz haben - sich deren Seele spiegelt, und das in ganz wenigen Strichen, mit denen sie sich in die einzelnen Episoden schmiegen. Gabriele Hoffmann (Leanders Leseladen, Heidelberg)…mehr