Saint-Domingue und die Französische Revolution - Gliech, Oliver
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1789 löste die Französische Revolution in den reichen französischen Karibikkolonien schwerwiegende Turbulenzen aus. Saint-Domingue (das spätere Haiti), gegen Ende des Ancien Régime die wertvollste sklavengestützte Plantagenwirtschaft der Welt und wichtigster Zucker- und Kaffee lieferant Europas, wurde zum Schauplatz einer eigenen Revolution. Zunächst getragen von den ortsansässigen weißen Pflanzern, mündete diese in einen Aufstand der schwarzen Sklaven. Er führte zur Abschaffung der Sklaverei, zur Un abhängigkeit der Kolonie und zur Zerstörung der alten kolonialen Eliten. Im vorliegenden Buch…mehr

Produktbeschreibung
1789 löste die Französische Revolution in den reichen französischen Karibikkolonien schwerwiegende Turbulenzen aus. Saint-Domingue (das spätere Haiti), gegen Ende des Ancien Régime die wertvollste sklavengestützte Plantagenwirtschaft der Welt und wichtigster Zucker- und Kaffee lieferant Europas, wurde zum Schauplatz einer eigenen Revolution.
Zunächst getragen von den ortsansässigen weißen Pflanzern, mündete diese in einen Aufstand der schwarzen Sklaven. Er führte zur Abschaffung der Sklaverei, zur Un abhängigkeit der Kolonie und zur Zerstörung der alten kolonialen Eliten. Im vorliegenden Buch wird die Sozialgeschichte der Revolution von Saint-Domingue bis zum Aufstieg des Revolutionsführers Toussaint Louverture auf einer breiten Quellenbasis analysiert.
  • Produktdetails
  • Lateinamerikanische Forschungen Bd.38
  • Verlag: Böhlau
  • Erscheinungstermin: 3. März 2011
  • Deutsch
  • Abmessung: 240mm x 160mm x 38mm
  • Gewicht: 905g
  • ISBN-13: 9783412206796
  • ISBN-10: 3412206792
  • Artikelnr.: 32595266
Autorenporträt
Oliver Gliech ist Lehrbeauftragter am Lateinamerikainstitut der Freien Universität Berlin und wurde dort mit vorliegender Studie promoviert.
Inhaltsangabe
Vorwort XIII
Einleitung
I. Quellen, Forschungsstand und erkenntnisleitende Fragen
1. Quellen und Forschungsstand
2. Zentrale Fragen, analytischer Zugriff und quantitative Quellen
2.1. Soziale Struktur und Handlungspotential der weißen Herrenschicht
2.2. Die Datenbasis

II. Saint-Domingue und die Metropole vor 1789
1. Die geografischen Gegebenheiten
2. Die historische Entwicklung bis 1789
3. Die Kolonialwirtschaft
3.1. Die Aneignung des Bodens
3.2. Infrastruktur und Verkehrssystem
3.3. Der Kolonialwarenhandel
3.4. Das koloniale Kreditsystem
3.5. Der Rohrzucker
3.6. Der Kaffee
4. Die Kolonialregierung und das institutionelle System Saint- Domingues
5. Die afrikanischen Sklaven
5.1. Entwicklungstrends des französischen Sklavenhandels
5.2. Die ethnische Zusammensetzung der Sklaven von Saint- Domingue
5.3. Das Leben auf den Plantagen
5.4. Vaudou/Voodoo und die weiße Illusion der kulturellen Dominanz
5.5. Vierhunderttausend Feinde im Heim? Die soziale Organisation und das Konfliktpotential der Sklaven
6. Soziales Profil der kolonialen Ober- und Mittelschichten gegen Ende des Ancien Régime
6.1. Adlige und bürgerliche Eliten als Plantagenbesitzer
6.2. Die koloniale Mittelschicht und ihr Plantagenbesitz
6.3. Die Kaufleute
6.4. Die Amtsträger und die freien Berufe
6.5. Offiziere der Kolonialarmee und der Miliz
6.6. Die freien Farbigen und die "rassische Demarkationslinie"
6.7. Die Konstruktion der "rassischen Demarkationslinie"
7. Die kolonialen Netzwerke vor 1789

III.
Saint-Domingue und die Französische Revolution
Teil A: Der Kampf der weißen Eliten um die koloniale Hegemonie (1789-91)
1. Koloniale Interessenpolitik und koloniale Frage zu Beginn der Revolution
1.1. Die Mobilmachung der Absentisten (1788/89)
1.2. Die Wahlen von Saint-Domingue (Dezember 1788 - März 1789)
1.3. Die Deputation von Saint-Domingue und die Nationalversammlung (Mai - Juni 1789)
1.4. Die Abolitionisten
1.5. Die Gründung des Club Massiac
2. Saint-Domingue zu Beginn der Revolution
2.1. Das Scheitern der revolutionären Polykratie (1789/90)
2.2. Die Assemblée de Saint-Marc und der Beginn des weißen Bürgerkriegs (1790)
2.3. Die Verschwörung von Ogé und Chavanne
3. Die koloniale Frage in Frankreich (Juli 1789 - September 1791)
3.1. Die Kolonialpolitik der Constituante bis Ende 1790
3.2. Die Öffentlichkeit und der Kampf um die kulturelle Hegemonie
4. Der Beginn der schwarzen Revolution
4.1. Dies irae: Der Ausbruch des Sklavenaufstands (August/September 1791)
4.2. Die ökonomischen Folgen des Sklavenaufstands
4.3. Die Kämpfe in der Westprovinz (September - Oktober1791)
4.4. Die Metropole greift ein - die Mission der ZivilkommissareMirbeck, Roume und Saint-Léger (1791-92)
5. Ein Krieg aller gegen alle? Netzwerkkonstellationen undKonfliktmuster in den ersten Jahren der Revolution (Zusammenfassung)
6. Der soziale Sinn der Anomie

IV. Saint-Domingue und die Französische Revolution
Teil B: Der Kollaps der weißen Herrenschicht (1792-94)
1. Frankreich und Saint-Domingue (Oktober 1791 - Frühjahr1792)
1.1. Die Kolonialpolitik der Legislative (1791-92)
1.2. Saint-Domingue und die Gegenrevolution (Herbst 1791 - Sommer 1792)
2. Die Mission Sonthonax-Polverel I (1792-93)
2.1. Die Politik der Zivilkommissare (Herbst 1792 bis Sommer1793)
2.2. Die Abschaffung der Sklaverei in Saint-Domingue (August1793)
3. Kolonialpolitik, kolonialer Lobbyismus und Abolitionismusin der Zeit der Terreur (1793-94)
3.1. Die Pflanzerlobby im Frankreich der Terreur (1793 - März1794)
3.2. Das Gesetz vom 16. Pluviôse des Jahres II
4. Saint-Domingue und die Feinde der Revolution (1793-94)
4.1. Warten auf Godoy. Spanien und der Sklavenaufstand vonSaint-Domingue (1793-94)
4.2. England und Saint-Domingue (1792-94)
4.3. Die englische Intervention in Saint-Domingue (1793-94)
5. Die Mission Sonthonax-Polverel II: Die Zeit derRevolutionskriege (1793-94)
5.1. Die Neuordnung der Plantagenwirtschaft
5.2. Der Krieg gegen