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»Papa, ich möchte nicht, dass du stirbst.« Dieser Satz seiner Tochter und die Feststellung, dass seine Attraktivität schwindet, führt den fünfzigjährigen Erzähler zu der Erkenntnis: Sein Körper verfällt und steht in keinem Verhältnis zu seiner geistigen Kraft. Ein uraltes Problem, analysiert er. Hat die Menschheit einen größeren Feind als den natürlichen Tod? Faust schloss damals einen Pakt mit dem Teufel, um ihm zu entgehen. Heute beschäftigen sich Genetiker und Mediziner mit der Unsterblichkeit. Wie weit entfernt liegt dieses Ziel? In Reichweite des Erzählers? Zusammen mit seiner Tochter…mehr

Produktbeschreibung
»Papa, ich möchte nicht, dass du stirbst.« Dieser Satz seiner Tochter und die Feststellung, dass seine Attraktivität schwindet, führt den fünfzigjährigen Erzähler zu der Erkenntnis: Sein Körper verfällt und steht in keinem Verhältnis zu seiner geistigen Kraft. Ein uraltes Problem, analysiert er. Hat die Menschheit einen größeren Feind als den natürlichen Tod? Faust schloss damals einen Pakt mit dem Teufel, um ihm zu entgehen. Heute beschäftigen sich Genetiker und Mediziner mit der Unsterblichkeit. Wie weit entfernt liegt dieses Ziel? In Reichweite des Erzählers? Zusammen mit seiner Tochter begibt sich Beigbeder auf eine Reise und lotet mit Experten humorvoll, klug und sehr persönlich die Frage nach der ewigen Jugend aus.
  • Produktdetails
  • Verlag: Piper
  • 1. Auflage
  • Seitenzahl: 352
  • Erscheinungstermin: 25. September 2018
  • Deutsch
  • Abmessung: 210mm x 135mm x 32mm
  • Gewicht: 453g
  • ISBN-13: 9783492059237
  • ISBN-10: 3492059236
  • Artikelnr.: 52363359
Autorenporträt
Beigbeder, Frédéric§Frédéric Beigbeder, geboren 1965 in Neuilly-sur-Seine, studierte Politikwissenschaft und lebt als Kritiker und Schriftsteller in Paris. Außerdem war er zehn Jahre lang als Texter in einer renommierten Werbeagentur tätig, die ihn nach der Veröffentlichung seines ersten Romans vom Fleck weg engagierte. Er gilt als Enfant terrible des französischen Literaturbetriebs. Mit »39,90« gelang ihm als Schriftsteller auch international der Durchbruch. Zuletzt erschien von ihm auf Deutsch »Oona und Salinger«.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 06.10.2018

Nun lasst mich doch mal ewig leben!

Frédéric Beigbeder nennt seinen neuen Roman einen "Science-non-fiction". Auf der Suche nach Mitteln gegen das Sterben geht es um die ganze Welt.

Von Niklas Bender

Selbst die Enfants terribles des Literatur- und Medienbetriebs werden eines Tages erwachsen - und vielleicht sogar alt. Frédéric Beigbeder ergeht es nicht anders: Der 1965 im schicken Neuilly-sur-Seine geborene Party-, Talkshow- und Magazinterrorist ist über "Ferien im Koma" (1994) oder "Novellen unter Ecstasy" (1999) vom Alter her hinaus; er ist dreifacher Vater, hat zwei Exfrauen und eine aktuelle. Da Beigbeder, wie viele Schriftsteller der letzten Jahrzehnte, sein Werk meist direkt aus dem eigenen Leben zieht, nimmt es nicht wunder, dass er die Angst vor körperlichem Verfall nun ins Zentrum eines Romans stellt.

"Endlos leben" erzählt die Geschichte eines Fernsehmoderators namens Beigbeder, doppelt geschiedener Vater einer aufgeweckten Zehnjährigen, Romy. Beigbeder verdient sein Geld mit einer Youtube-Show, in der er mit bekannten Gästen Pillen unbekannten Inhalts schluckt, meist Drogen, die zu absurden Situationen führen; Vorbild mag die Show "Les Recettes pompettes" (Die beschwipsten Rezepte) sein, in der Monsieur Poulpe und ein Promi versuchen, trotz Wodka-Shots zu kochen. Romy konfrontiert ihren Vater mit dem Thema Tod. Beigbeder, dessen Freunde sterben und Eltern gebrechlich werden, nimmt sich die Sorge des Mädchens zu Herzen: Er reist nach Genf, um Professor Stylianos Antonarakis, einen Genom-Forscher, auszufragen.

Es ist die erste einer Serie von Reisen, deren Ziel Interviews mit Wissenschaftlern oder Behandlungen sind; offenbar hat der Autor die Gespräche real geführt, weshalb er "Endlos leben" als "Science-non-fiction" bezeichnet. Sie präsentieren den Stand der Recherchen zur Verjüngung oder gar Unsterblichkeit des Menschen. Das ist die Antwort Beigbeders auf Vergänglichkeit: "Ich bin der erste Mensch, der unsterblich sein wird. Dies ist meine Geschichte; ich hoffe, sie dauert länger als meine Bekanntheit." Tatsächlich ist die Geschichte "auf der Software Human Longevity" abgespeichert, und am Ende gibt es einen Blick in die Zukunft. Im Französischen fällt "Endlos leben" unter die romans d'anticipation, die Romane, die die Zukunft vorwegnehmen.

Die Runde beginnt im Pariser Pompidou-Krankenhaus, wo Frédéric Saldmann, ein Kardiologe und Ernährungswissenschaftler, Beigbeder in den Senkel stellt: "Fettleber und Bluthochdruck." Der Patient nimmt die Ratschläge ernst, will aber noch weitergehen und reist zu Doktor Yossi Buganim, einem Fachmann für Zellverjüngung. Mit Romy erkundet er Jerusalem und informiert sich über die Möglichkeiten pluripotenter Stammzellen. Die ersten Stationen lassen den Lebenshungrigen unbefriedigt: "Diese Forscher dachten nicht utopisch genug. Die Unsterblichkeit interessierte sie nicht, weil sie nicht daran glaubten." Weitere Gespräche in Österreich, New York, Boston und im Silicon Valley werden futuristischer, auch spekulativer, ja irrational. Das entfernt Beigbeder von der reizenden Stimme der Vernunft: In Genf ist er Léonore verfallen, einer jungen Assistenzärztin. Die beiden heiraten und bekommen eine Tochter, Lou; die Liebe hält, solange Beigbeder seine Sucht nach ewiger Jugend halbwegs im Griff hat. Der Autor ironisiert diese nicht nur durch Léonores protestantische Nüchternheit, sondern auch durch mehr oder weniger raffinierte Kommentare. Die Suche steht im Zeichen des Schauerromans: Die Genf-Reise beinhaltet einen Abstecher nach Cologny, wo eine Ausstellung Mary Shelleys dort vor zweihundert Jahren verfassten "Frankenstein" feiert.

Manche Anmerkungen tragen dick auf, etwa die zur Filmmusik von Viscontis "Der Tod in Venedig": "Auf dieser Reise ließen wir aber auch kein einziges Trauersymbol und Werk von Thomas Mann aus. Ich hoffte, kein ganz so hoffnungsloser Fall zu sein wie der alte Lüstling Aschenbach, der dem jungen Tadzio nachstellt." Hier sieht man Schwächen: Der Autor pflegt einen Pointen-Stil, der Untiefen nicht meidet und Unsicherheit zeigt, wie viel Bildung das Gag-affine Publikum verträgt. Auf der Langstrecke des Romans ermüdet er, wenn er nicht von der Handlung getragen wird. Burleske Szenen hingegen gelingen, wie die im "Viva Mayr Gesundheitszentrum" am Wörthersee. Beigbeder macht Diät und lässt sein Blut lasern, während Romy in Begleitung ihres selbstlernenden Roboters Pepper Chips, Cola und Nudeln genießt.

Die Beschreibung der schwerreichen Klientel in "flauschigen Bademänteln", die sich für tausend Euro am Tag unappetitliches Gemüse vorsetzen lässt, amüsiert, Scherze über "Postnazi-Therapeuten" hingegen nicht. Der Jugendwahn erreicht seine Klimax in Kalifornien, wo man Beigbeder mit Blut kuriert; der Schauerroman grüßt abermals. Romy heiratet Pepper, Vater und Tochter verschieben ihre Erinnerung auf digitale Datenspeicher. Zu diesem Zeitpunkt ist die Beziehung mit Léonore gescheitert und Beigbeder wird zur Karikatur posthumaner Selbstoptimierung. Spätestens als eine grausige Jagd auf Frischblut ausbricht, rutscht der Roman ins Dystopische - um am Ende einen alternativen Ausgang zu skizzieren.

Wie Michel Houellebecq schreibt Beigbeder Entwicklungen in die Zukunft fort. Wie Houellebecq urteilt er nicht über heikle Themen, sondern bleibt ambivalent - allerdings nicht durch eine komplexe Erzählsituation, sondern (viel schlichter) durch einen unentschiedenen Helden. Der sagt über Laurent Alexandre: "Je nach Gesprächspartner rühmt er die Verdienste gentechnischer Eingriffe oder prangert sie an. Vielleicht ist er ja einfach nur wie ich: Er weiß nicht, ob er dagegen sein soll oder dafür." Eine dritte Gemeinsamkeit mit dem Autor von "Die Möglichkeit einer Insel" ist die Angst als Handlungsmotor. Beigbeder freilich setzt sie simpel ein: Ein Fünfzigjähriger, der nicht akzeptiert, dass sein Leben endlich ist - das ist wenig für 350 Seiten. Beigbeder kann es besser: "Windows on the world" (2003) ist erzählerisch gut konstruiert, "Ein französischer Roman" (2009) hat existentielle Dringlichkeit. "Endlos leben" wirkt eher hilfund haltlos, mit wissenschaftlichen Exkursen überladen. Was bleibt, ist eine amüsante Plauderei zu einem hochaktuellen Thema; endlos leben wird sie nicht.

Frédéric Beigbeder: "Endlos leben". Roman.

Aus dem Französischen von Julia Schoch. Piper Verlag, München 2018. 352 S., geb., 22,- [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 04.01.2019

Das Alter ist
ein Massaker
Peinlich berührt arbeitet man sich durch die Seiten:
Frédéric Beigbeder philosophiert über den Tod
VON HANNA ENGELMEIER
In einer der bekanntesten Szenen des Œuvres von Woody Allen spricht er liegend in ein Diktiergerät und zählt die Gründe auf, derentwegen es sich zu leben lohnt. Im Film „Manhattan“ von 1979 kommt diese Liste vor, und darauf stehen Cézannes Äpfel und Birnen direkt vor „Krabben im Sam Wo’s“. In seinem neuen Roman „Endlos leben“ zitiert Frédéric Beigbeder diese Liste und ergänzt sie um seine eigene, auf der er „Dinge, die den Tod unerträglich machen“ sammelt. Sie ist erheblich länger. Beigbeder informiert: „Ich hab noch drei Flaschen vom 1999er Château de Sales im Keller“, vorher vermerkt er: „Die (gepiercten) Brüste von Lara Stone. Was sie an ihrem Hochzeitstag im Claridge’s in London sagte: ‚Ich kenne sämtliche Zimmer in diesem Hotel.‘“
„Endlos leben“ handelt davon, wie der Erzähler „Frédéric Beigbeder“ mittels Selbstversuchen und einer ausgedehnten Interview- und Recherchereise zu Biotechunternehmen, Genetikern, Medizinern und Wellness-Experten den Schlüssel zum ewigen Leben sucht. Auf seiner Tour, die ihn in die Schweiz, nach Israel, Österreich und in die USA führt, begleitet ihn seine Tochter. Ihr Wunsch, er solle bitte nie sterben, ist der Auslöser dafür, dass er sich erstmals mit dem eigenen Ableben beschäftigt. Für einen guten Typen wie ihn selbst scheint ihm der Tod keine vertretbare Angelegenheit zu sein. Seine Reise bringt ihn jedoch der Erkenntnis näher, dass auch er irgendwann der ganz großen, letzten Unausweichlichkeit begegnen wird.
Dies ist der Roman eines Mannes, der mit 50 Jahren realisiert, dass er in Beziehungen zu anderen Menschen steht, und inwiefern sich daraus, dass er irgendwann sterben wird, eine Verantwortung gegenüber denen ergibt, die ihn dann überleben werden. Die Haupteinsicht des Buches bleibt jedoch, dass die Angst vor dem Tod sich nicht durch den oberflächlichen Konsum des Forschungsstandes zur Evolution des Alterns, 1999er Château de Sales und die Kontemplation über beispielsweise Vanessa Hudgens Busen beruhigen lässt.
Die Form seiner Erzählung nennt Beigbeder „Science-Non-Fiction-Roman“, was bedeutet, dass alle Informationen des Buches auf Recherchen in real existierenden Unternehmen, Gesprächen mit Ärzten und Ähnlichem beruhen. Sich selbst lässt er in Person des Moderators einer Web-Talkshow auftreten, der seinen Namen trägt und mit dem er etliche biografische Details gemeinsam hat. Einer der Gründe für sein Interesse am ewigen Leben dürfte sein, dass Beigbeder sich wirklich dringend wünscht, noch viele weitere Jahre über die Brüste verschiedener Frauen nachdenken und schreiben zu können, und zwar empirisch gestützt. Über sein Sexualleben erfährt man sehr viel, und kann ihn nur dazu beglückwünschen, obwohl er nach eigenen Aussagen in seinem Alter noch andere Anliegen hat als „einen flotten Dreier mit zwei Slowakinnen“. Diese Anliegen sind vor allem die Sorge um seine Töchter und die Liebe zu seiner Frau Léonore (26), einer Medizinerin, die ihren Beruf aufgibt, um ihre „weißen Pampelmusen“, ihre „raubtierhafte Sexualität“ und „ihre schweren Brüste“ in den Dienst der Interessen ihres Mannes zu stellen.
Wenn ein ewiges Leben in Aussicht steht, stellt sich tatsächlich die Frage nach der Sexualität. Zumindest, wenn man ihren Zweck in der Reproduktion der Art sieht. Die Erde bietet nur begrenzt Raum und Ressourcen, Nachkommen sind schon jetzt eher eine Herausforderung für das Klima und den in immer weitere Ferne rückenden Weltfrieden. Beigbeder hat also ein interessantes, allerdings sehr anspruchsvolles Thema gewählt. Er bearbeitet es, indem er die Ergebnisse seiner Interviews in hölzerne Dialoge überführt. Darin spulen die Figuren den zum Zeitpunkt der Recherche neuesten Forschungsstand zur Evolution des Alterns im menschlichen Organismus ab. Garniert werden diese Dialoge mit Beigbeder’scher Spiritualität: „Ich sage Ja zum Tod, wenn man mir Hugs gibt. Ich werde bis zum Ende laut sprechen. Meine letzten Worte werden sein: ‚Nun denn‘ oder ‚Ich zuerst!‘“.
Eine derartige Nonchalance gegenüber dem eigenen Ableben missversteht den todernsten Humor Woody Allens, zeigt aber vor allem, wie wenig Beigbeder an Figuren interessiert ist, die mehr wären als Aufsageautomaten. Konsequent ist dementsprechend, dass Beigbeder einen Roboterhund namens Pepper ins Geschehen einführt, der seinem Alter Ego und dessen Tochter zum treuen Begleiter wird. Pepper hat keine Ohren, sondern Mikrofone, und die sind duldsam. Als comic relief character ist er dafür zuständig, die Grenzen künstlicher Intelligenz, ihre Gefühl- und Taktlosigkeit vorzustellen, und die Lebendigkeit eines kecken Mädchens und seines potenten Vaters positiv davon abzusetzen.
Der stellt immer weiter Listen auf, um in der Gegenüberstellungen von Leben und Tod, Jugend und Alter seine Weltanschauung an den Mann zu bringen. Dass er sich dabei einer insbesonders von Boulevardwebseiten popularisierten Textform bedient, stört nicht. Peinlich berührt arbeitet man sich jedoch durch die „Nachteile des Todes“, die ein Zitat des Psychoanalytikers Jacques Lacan („Der Tod hilft uns zu leben“) einem Ausspruch gegenüberstellt, der („Der Tod ist eine Endlösung“) Adolf Hitler zugewiesen wird.
Die unerträglichsten Sätze des Buches sind vielleicht noch mit einer zwanghaften Pointensuche zu erklären, wenn schon nicht zu entschuldigen. Angesichts des Themas seines Buches gleitet Beigbeder aber immer wieder in Frivolität ab. Mit viel Wohlwollen könnte man sie als Pastiche auf die mehr oder weniger großen (oder groß gescheiterten) Coolness-Projekte vom antiken Zynismus bis zum Existenzialismus verstehen. Beigbeders Listen drängen sich aber mehr noch als Übersicht über seine Life-Style-Präferenzen auf, aus denen man wenig über Unsterblichkeit erfährt, dafür alles über Beigbeders überaus vorteilhaftes Selbstbild. Wenn man endlos lebte, wäre der Zeitverlust, den man durch die Lektüre dieses Buches erfährt, zu verschmerzen. Noch ist das Gegenteil der Fall
.
Frédéric Beigbeder: Endlos leben. Roman. Aus dem Französischen von Julia Schoch. Piper, München 2018. 343 Seiten, 22 Euro.
Für einen guten Typen wie ihn
selbst scheint der Tod keine
vertretbare Angelegenheit zu sein
„Ich sage Ja zum Tod, wenn man mir Hugs gibt“. Frédéric Beigbeder hat im Alter noch andere Anliegen als „einen flotten Dreier mit zwei Slowakinnen“.
Foto: V. Muller/Opale/Leemage/laif 
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Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Reine Zeitverschwendung, warnt Rezensentin Hanna Engelmeier vor Frédéric Beigbeders "Reflektionen" zum Thema Alter und Vergänglichkeit. Ihr Urteil erscheint sogar noch wohlwollend in Anbetracht der Qualen und Fremdscham, welche die Rezensentin beim Lesen offenbar erleiden musste. In dem Buch geht es offenbar um einen Mann, der dem Wunsch seiner Tochter, niemals zu sterben, versucht nachzukommen, indem er sich auf eine Recherchereise begibt, auf der er alles mögliche erfährt, nur nicht, wie man das Alter aufhält. Die große Erkenntnis am Ende: Auch ich, trotz meiner Großartigkeit, muss sterben. Laut Engelmeier nutzt Beigbeder diese Story jedoch lediglich als Vehikel für sein überaus vorteilhaftes Selbstbild und seine hedonistische Lebensphilosophie, die sehr viel mit jungen Frauen, teuren Weinen und schönen Brüsten zu tun hat. Schlimmer sei nur noch die Liste mit den Nachteilen des Todes.

© Perlentaucher Medien GmbH
»Es ist Beigbeders große Kunst, diese intensiven Gespräche so zu dokumentieren, dass hochkomplexe Sachverhalte für Nichtfachleute nachvollziehbar werden.« Neue Züricher Zeitung 20190110