Stephen Wilkes. Day to Night - Wilkes, Stephen
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Würden Sie dreißig Stunden lang von einer bestimmten Stelle auf einen berühmten Ort blicken, ohne die Augen zu schließen, dann wären Sie noch immer nicht in der Lage, all die Details und Ereignisse zu erfassen, die man in einem Panoramafoto von Stephen Wilkes findet. Von einem festen, meist erhöhten Blickwinkel aus nimmt er im Laufe eines Tages über 1.000 Fotos auf und verarbeitet diese Fülle bildlicher Informationen, indem er akribisch ausgewählte Einzelbilder zu einem einzigen Tableau zusammenfügt.Day to Night präsentiert 60 dieser epischen Panoramen, die zwischen 2009 und 2018 entstanden…mehr

Produktbeschreibung
Würden Sie dreißig Stunden lang von einer bestimmten Stelle auf einen berühmten Ort blicken, ohne die Augen zu schließen, dann wären Sie noch immer nicht in der Lage, all die Details und Ereignisse zu erfassen, die man in einem Panoramafoto von Stephen Wilkes findet. Von einem festen, meist erhöhten Blickwinkel aus nimmt er im Laufe eines Tages über 1.000 Fotos auf und verarbeitet diese Fülle bildlicher Informationen, indem er akribisch ausgewählte Einzelbilder zu einem einzigen Tableau zusammenfügt.Day to Night präsentiert 60 dieser epischen Panoramen, die zwischen 2009 und 2018 entstanden sind - von der Serengeti bis zu den Champs-Élysées, vom Grand Canyon bis Coney Island, vom Trafalgar Square bis zum Roten Platz: Orte und Wahrzeichen, die fester Bestandteil unseres kollektiven Gedächtnisses sind. Wilkes wartete mehr als zwei Jahre auf die Genehmigung, Papst Franziskus bei der Feier der Ostermesse im Vatikan fotografieren zu dürfen. Das Ergebnis ist ein Tafelbild, auf dem der Pontifex insgesamt zehnmal zu sehen ist. Zudem zeigt der Band einige der unzähligen Details, die wesentlicher Bestandteil der endgültigen Komposition und eigene kleine Kunstwerke sind.

Jedes einzelne Bild nimmt uns mit auf einen faszinierenden Trip von der Morgen- bis zur Abenddämmerung an den symbolträchtigsten Orten der Welt. Das tägliche Pulsieren natürlicher und künstlicher Sehenswürdigkeiten erlebt man auf diese Weise völlig neu.Auch erhältlich als zwei Art Editions, je 100 Exemplare, jeweils mit einem nummerierten und vom Fotografen signierten Print.
  • Produktdetails
  • Verlag: Taschen Verlag
  • Seitenzahl: 260
  • Erscheinungstermin: Juli 2019
  • Deutsch, Englisch, Französisch
  • Abmessung: 510mm x 496mm x 52mm
  • Gewicht: 4881g
  • ISBN-13: 9783836562690
  • ISBN-10: 3836562693
  • Artikelnr.: 52889378
Autorenporträt
Rexer, Lyle
Lyle Rexer ist ein in New York ansässiger Schriftsteller, Kurator und Kunstkritker. Er schreibt für die Zeitschrift Photograph und viele andere, wie Art in America, Aperture und Modern Painters. Zu seinen Büchern zählen The Edge of Vision: The Rise of Abstraction in Photography und How to Look at Outsider Art. Der Rhodes-Stipendiat ist Mitglied der Fakultät der School of Visual Arts in New York City.

Wilkes, Stephen
Stephen Wilkes fotografiert für Vanity Fair, Time, Fortune, National Geographic und Sports Illustrated, er wird bei Werbekampagnen für Nike, American Express, Sony und Rolex gebucht. Seine Werke finden sich in den Sammlungen vieler Museen, darunter das Houston Museum of Fine Arts, das Museum der Stadt New York und das 9/11-Memorial-Museum. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen zählen der Alfred-Eisenstaedt-Preis für Zeitschriftenfotografie und ein Top-Ten-Platz auf der TIME-Magazine-Bestenliste "Foto des Jahres 2012".
Rezensionen
Besprechung von 08.08.2019
Kinder, wie die Zeit vergeht

Wie das aussieht, wenn ein Tag vergeht, das konnte man bisher nur durch Zeitrafferfilme begreifen. Vom Dämmer in der Früh über das gleißende Licht des Tages bis zur stockfinsteren Nacht. Wolken schießen über den Himmel, Menschen gehen mit affenartiger Geschwindigkeit ihrem Tagwerk nach, Blumenblüten öffnen sich und schließen sich wieder. Man kennt das. Und sieht es immer wieder gern, der Effekt ist einfach zu verblüffend: einmal das Leben im Schnelldurchlauf. Nun hat Stephen Wilkes das Verfahren auf die Fotografie übertragen. Zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang hat er Orte und Plätze von ein und demselben Standpunkt aus tausendfach aufgenommen und die Dateien am Computer zu teils gespenstisch breiten Panoramen zusammengefügt, auf deren einer Seite der Morgen anbricht, während sich auf der anderen die Nacht über die Szenerie senkt. Anfangs ist die dadurch entstehende Farbverschiebung mit all ihrem Glänzen und Funkeln und Explodieren zumindest noch verwirrend, schon bald aber nur noch ermüdend - und am Ende schier unerträglich. Ein Mehrwert gegenüber herkömmlichen Aufnahmen ist nirgendwo zu erkennen, zumal jedermann die Orte im Kopf hat, die Stephen Wilkes für seine Serie aufgesucht hat: Es sind die berühmtesten der Welt. Vom Markusplatz in Venedig bis zu den Abgründen des Grand Canyon, vom Roten Platz in Moskau bis zur Flusspromenade Schanghais, vom Kumbh Mela-Fest in Varanasi bis zur Savannenlandschaft der Serengeti. Da tummeln sich dann so gestochen scharf, dass es in den Augen schmerzt, Zebras, Gnus und Elefanten wie in einem Wimmelbuch - jedes Tier vermutlich einzeln in das Bild gefügt, als handele es sich um ein Stickeralbum, und ohne Rücksicht auf Schatten und Perspektiven, so dass die Fauna irgendwann zu schweben scheint. Unterbrochen werden diese Spektakel im Buch bisweilen durch Details der Szenerie. Diese Bilder hätten genügt, auch wenn die technischen Eingriffe selbst dort mitunter lächerlich wirken.

F.L.

"Day to Night" von Stephen Wilkes. Taschen Verlag, Köln 2019. 260 Seiten, zahlreiche Farbfotos. Gebunden, 100 Euro.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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