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Portraits 2005-2016 - Leibovitz, Annie
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Annie Leibovitz, die amerikanische Photographie-Legende, präsentiert ihr drittes großes Buch nach den beiden Schirmer/Mosel Bestsellern Annie Leibovitz 1970-1990 und A Photographer's Life, 1990-2005. Das Buch umfasst, lebensgeschichtlich gesehen, das Leibovitz-Werk nach dem Tod ihrer Lebensgefährtin Susan Sonntag. Zeitgeschichtlich umfasst es die großen Leibovitz-Ikonen aus den Jahren 2005 bis 2016. 150 Farb- und Schwarzweiß-Aufnahmen zeigen uns Stars aus Showgeschäft und Politik wie Adele, Hillary Clinton, David Hockney, Zaha Hadid, Salman Rushdie, Maurice Zendac, Queen Elizabeth II, Patti…mehr

Produktbeschreibung
Annie Leibovitz, die amerikanische Photographie-Legende, präsentiert ihr drittes großes Buch nach den beiden Schirmer/Mosel Bestsellern Annie Leibovitz 1970-1990 und A Photographer's Life, 1990-2005. Das Buch umfasst, lebensgeschichtlich gesehen, das Leibovitz-Werk nach dem Tod ihrer Lebensgefährtin Susan Sonntag.
Zeitgeschichtlich umfasst es die großen Leibovitz-Ikonen aus den Jahren 2005 bis 2016. 150 Farb- und Schwarzweiß-Aufnahmen zeigen uns Stars aus Showgeschäft und Politik wie Adele, Hillary Clinton, David Hockney, Zaha Hadid, Salman Rushdie, Maurice Zendac, Queen Elizabeth II, Patti Smith und viele, viele andere. Dazu gibt uns Annie Leibovitz in einem biographischen Text Auskunft über ihre Arbeit seit 2005. Neben einem Text der Schriftstellerin Alexandra Fuller gibt es zu jeder photographierten Persönlichkeit Kurzbiographien. Der großformatige Band versammelt in eindrucksvollen Portraits unsere Helden der angelsächsischen Kulturgeschichte des letzten Jahrzehnts, deren populärste Schurken eingeschlossen.
  • Produktdetails
  • Verlag: Schirmer/Mosel
  • Seitenzahl: 316
  • Erscheinungstermin: 28. Oktober 2017
  • Deutsch
  • Abmessung: 367mm x 281mm x 33mm
  • Gewicht: 3195g
  • ISBN-13: 9783829608152
  • ISBN-10: 3829608152
  • Artikelnr.: 48250546
Autorenporträt
Alexandra Fuller wurde 1969 in England geboren. Als sie zwei Jahre alt war, wanderte ihre Familie nach Rhodesien, dem heutigen Simbabwe, aus. Auf der Flucht vor den Bürgerkriegsunruhen verschlug es die Fullers 1981 zunächst nach Malawi, dann nach Sambia. 1994 verließ Alexandra Fuller Afrika, um in Kanada und Schottland zu studieren. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Wyoming, USA. »Unter afrikanischer Sonne« ist ihr erstes Buch, das in Amerika eine euphorische Presseresonanz auslöste und als ein neuer Klassiker autobiographischer Literatur gefeiert wurde.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 25.11.2018

18. Die Chefin der Repräsentation

Diese Fotografien handeln von Autorität. Nicht nur, dass sie Autorität zeigen, sie in Szene setzen in aufwendig produzierten Porträts hauptamtlicher und höchstamtlicher Schauspielerinnen (Scarlett Johansson) und Politiker (Barack Obama) und Aktivistinnen (Malala Yousafzai) und Schriftsteller (Salman Rushdie), allesamt Größen ihrer Fächer: Nein, die Porträts der amerikanischen Fotografin Annie Leibovitz sind selbst autoritär.

Sie sind Ausdruck eines über die reine Abbildung eines prominenten Menschen hinausgehenden Anspruchs auf Repräsentation. Annie Leibovitz porträtiert nicht einfach, sie liefert das endgültige Porträt ab (meist im Auftrag von Magazinen wie "Vanity Fair"). Und selbst dort, wo die Fotografin einen intimen Augenblick, wie es dann immer heißt, einzufangen vorgibt, einen rauchenden Leonard Cohen zum Beispiel, mit geschlossenen Augen in einem blauen Sessel: Dann ist dieser dokumentierte intime Augenblick halt der endgültige intime Augenblick Leonard Cohens.

Die meisten Porträtierten verstehen das offenbar genau, Benedict Cumberbatch zum Beispiel, Jack Nicholson oder Oprah Winfrey. Und sie lassen sich darauf ein, spielen mit, genießen es, Chef ihres eigenen Abbildes zu sein. Es ist aber der höchsteigene Stil dieser Fotografin, der erst die Autorität zum Vorschein bringt, es ist die Art, wie Leibovitz den Menschen vor ihrer Kamera zum Panorama aufzieht, zur dramatischen Landschaft. Lauter Auserwählte, die ihren Weg machen: Man könnte sagen, ihre Porträts sind zutiefst amerikanisch, und sind es selbst dann, wenn es gar nicht um Amerikaner geht.

Der Verlag Schirmer/Mosel hat jetzt einen Band mit Porträts aus den Jahren zwischen 2005 und 2016 zum Sonderpreis neu aufgelegt. Vor manchen dieser Bilder sitzt man und ist ein kleines bisschen eingeschüchtert - und zugleich irgendwie belustigt, weil es jedes Mal funktioniert, was Annie Leibovitz da macht, sie kann nicht anders als die Menschen, die sie fotografiert, über sich hinauszuheben. Der Band sollte eigentlich mit einem Porträt von Hillary Clinton im Weißen Haus enden. Das hat dann leider nicht funktioniert.

tob

Annie Leibovitz: "Portraits 2005-2016". Schirmer/Mosel, 316 Seiten, 49,80 Euro

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