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Lamya Kaddor gibt liberalen Muslimen in Deutschland eine Stimme. Doch wer ist eigentlich der Mensch hinter der bekannten Islamwissenschaftlerin? Was war für sie prägend, als sie als Kind syrischer Einwanderer in Deutschland aufwuchs? Warum waren Pippi Langstrumpf und Michael Jordan ihre großen Vorbilder? Und was passierte, als sie zum ersten Mal von einem Jungen geküsst wurde? In ihrem neuen Buch erzählt Lamya Kaddor sehr persönlich und humorvoll, was an den Klischees über muslimisches Leben in Deutschland dran ist, was passiert, wenn man als muslimisches Kind auf dem Grillfest im Kindergarten…mehr

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Produktbeschreibung
Lamya Kaddor gibt liberalen Muslimen in Deutschland eine Stimme. Doch wer ist eigentlich der Mensch hinter der bekannten Islamwissenschaftlerin? Was war für sie prägend, als sie als Kind syrischer Einwanderer in Deutschland aufwuchs? Warum waren Pippi Langstrumpf und Michael Jordan ihre großen Vorbilder? Und was passierte, als sie zum ersten Mal von einem Jungen geküsst wurde? In ihrem neuen Buch erzählt Lamya Kaddor sehr persönlich und humorvoll, was an den Klischees über muslimisches Leben in Deutschland dran ist, was passiert, wenn man als muslimisches Kind auf dem Grillfest im Kindergarten aus Versehen eine Bratwurst verspeist und wie sie in Frau Hermann aus der Nachbarschaft eine deutsche Oma fand. Ein überraschender Einblick in das private Leben der "Muslimin aus dem Fernsehen".

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, B, BG, CY, CZ, D, DK, EW, E, FIN, F, GB, GR, HR, H, IRL, I, LT, L, LR, M, NL, PL, P, R, S, SLO, SK ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Piper Verlag GmbH
  • Seitenzahl: 256
  • Erscheinungstermin: 19.03.2018
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783492990486
  • Artikelnr.: 51527672
Autorenporträt
Die Religionslehrerin, Islamwissenschaftlerin und Autorin Lamya Kaddor wurde 1978 als Tochter syrischer Einwanderer in Ahlen/NRW geboren. Sie gründete 2010 den Liberal-Islamischen Bund e.V., der sich für ein progressives Islamverständnis einsetzt, und wurde zu einer der zehn einflussreichsten muslimischen Frauen Europas gewählt. Kaddor unterrichtete 13 Jahre selbst auch Islamischen Religionsunterricht in Dinslaken, bis sie sich im September 2016 wegen Morddrohungen nach dem Erscheinen ihres Buchs »Die Zerreißprobe« vom Schuldienst beurlauben ließ. Derzeit leitet sie ein Forschungsprojekt "Islamfeindlichkeit im Jugendalter" an der Universität Duisburg-Essen. Zudem ist sie Kolumnistin u.a. bei t-online.de, dem Kölner Stadtanzeiger und dem Norddeutschen Rundfunk.Für ihre Arbeiten wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Sie lebt in Duisburg.
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 03.04.2018

Zwischen
zwei Kulturen
Lamya Kaddors Erlebnisse
als Kind von Migranten
Jeder in Deutschland aufgewachsene Muslim könne seine persönliche Geschichte mit der Bratwurst erzählen, glaubt Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor. Sie zumindest hat als Kindergartenkind versehentlich in eine Bratwurst gebissen – und zwar nicht in die Halal-Variante, sondern in die mit Schweinefleisch. Völlig aufgelöst erzählte sie ihrer syrischen Mutter davon, doch die drückte erst einmal in Ruhe ihre Zigarette aus, um ihrer Tochter dann zu sagen, dass das keine Sünde war, da sie das ja nicht absichtlich getan hatte.
Heute, drei Jahrzehnte später, gehört Lamya Kaddor zu den bekanntesten Islamwissenschaftlerinnen Deutschlands. Sie spricht auch dann in Talkshows über den Islam, wenn der Titel bereits im Vorfeld nur wenig Fortschritt verspricht. Nach ihrem jüngsten Buch „Die Zerreißprobe“ erhielt die Religionspädagogin Morddrohungen. Kaddor beklagte darin, Deutschland habe ein „Rassismus-Problem“ und die Mehrheitsgesellschaft komme ihrer Bringschuld nicht nach, Muslime zu akzeptieren. Die Reaktionen waren so heftig, dass Kaddor sich vom Schuldienst beurlauben ließ. Und trotzdem gibt die 40-jährige Mutter in ihrem neuen Buch „Die Sache mit der Bratwurst – Mein etwas anderes deutsches Leben“ nun einen privaten Einblick. Das läge daran, dass sie das Buch bereits davor zugesagt hatte, wie sie auf Nachfrage der Süddeutschen Zeitung betont.
Kaddor beschreibt in ihrem Buch, wie es ist, als Mensch mit Migrationshintergrund in Deutschland aufzuwachsen. So wurde sie als Schülerin in der Grundschule fälschlicherweise in einen Türkischunterricht und im Gymnasium in einen Förderunterricht gesteckt. Im Religionsunterricht musste sie in der hintersten Reihe sitzen und durfte nicht am Unterrichtsgeschehen teilhaben. Und auch im Berufsleben ging es so weiter: Am ersten Tag als Lehrerin lobte eine Kollegin sie vor der Klasse für ihr gutes Deutsch. Das Buch ist auch ein Zeugnis dafür, dass herkunftsbedingte Nachteile immer noch ein Thema sind.
Trotzdem verliert sich Kaddor nicht in Schuldzuweisungen. Sie erzählt von den positiven Seiten, die ein Aufwachsen zwischen zwei Kulturen mit sich bringen kann: seien es die Reisen ins Heimatland der Eltern oder das beschauliche Aufwachsen im westfälischen Ahlen. Und sie erzählt unaufgeregt über einen muslimischen Alltag in Deutschland, in dem es nicht immer nur um Religion geht. Dabei spricht sie etwas an, was in der Migranten-Debatte oft unter den Tisch fällt: Denn genauso wie jeder in Deutschland aufgewachsene Muslim seine Geschichte mit der Bratwurst erzählen kann, können die meisten auch von Menschen berichten, die sie bestärkt und begleitet haben. In Kaddors Fall waren das ihre Lehrerin Frau Leber und die Nachbarsoma Frau Herrmann.
DUNJA RAMADAN
Lamya Kaddor:
Die Sache mit der
Bratwurst. Mein etwas
anderes deutsches Leben.
Piper-Verlag München
2018, 256 Seiten, 20 Euro.
E-Book: 17,99 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
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"Lamya Kaddor hat ein sehr lesenswertes Buch geschrieben (...).", monerls-bunte-welt.blogspot.de, 09.05.2018